Forum: Karriere
Frag die Karriereberaterin: Ich bin wer, ich kann was, wieso krieg ich keinen Job?
Corbis

Der Bewerber ist der absolute Top-Kandidat. Er hat alles richtig gemacht. Und doch stellt ihn niemand ein - 161 Bewerbungen blieben erfolglos. Karriereexpertin Svenja Hofert rät zur Verstellung: Spielen Sie Schmidtchen und nicht Schmidt.

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spon-facebook-552706950 17.06.2015, 15:01
150. Alters diskriminierung...

In Deutschland wie auch in der Schweiz herrscht die Perverse Altersdiskriminierung, ab 40 beginnen unter dem Managment level die Probleme. Ich schreibe grade eine Bewerbung und obwohl und eher nieschen Thema top qualifiziert (leicht drüber) bin ich mir zu 90% sicher das ich sofort eine Absage bekommen ZU ALT mit 41...

Zu Teuer würde ich ja noch gelten lassen.

Personaler sehen überall nur Versager, Faulenzer und Idioten. Ich darf jetzt schreiben was ich über Männer in HR denke.

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kamii 17.06.2015, 15:14
151. oh doch

Zitat von 1longus
Die organisieren also aus Langeweile Vorstellungsgespräche? Das habe ich noch nirgendwo gesehen.
das habe ich selbst schon erlebt in einem durchaus intensiven Vorstellungsgespräch :) Es gibt Firmen, die sich so eine Dauer-Marktbeschauung leisten. Da ist die gleiche Stelle über 2 Jahre offen bzw. wird regelmäßig neu ausgeschrieben! Das sind natürlich keine operativen Stellen.

Nun kann man anhand der Standortgröße und Fachbereichs aber doch ableiten, dass für gewisse strategische Jobs nicht alle 3 Monate eine neue Stelle frei wird. Und wenn eine Stelle über Monate frei ist, gibt es wohl auch keine Priorität dahinter. Zumindest in meinem letzten Job war es hart, gute Leute zu finden, aber noch härter war es, eine Stelle überhaupt erst mal ausgeschreiben zu bekommen (Business Need, Budget...). Meine Erfahrung ist jedenfalls: Wenn eine Stelle WIRKLICH besetzt werden MUSS, weil es in der Abteilung schon brennt, dann stellt man zeitnah auch den 85%-Matching-Kandidaten ein.

Meine Erfahrung ist aber auch, dass Bewerber sehr wohl überqualifiziert sein können und somit ein promovierter Informatiker einem Bachelor beim "Kampf" um den Job unterliegen kann.

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capote 17.06.2015, 15:16
152.

Zitat von spon-facebook-552706950
In Deutschland wie auch in der Schweiz herrscht die Perverse Altersdiskriminierung, ab 40 beginnen unter dem Managment level die Probleme. Ich schreibe grade eine Bewerbung und obwohl und eher nieschen Thema top qualifiziert (leicht drüber) bin ich mir zu 90% sicher das ich sofort eine Absage bekommen ZU ALT mit 41... Zu Teuer würde ich ja noch gelten lassen. Personaler sehen überall nur Versager, Faulenzer und Idioten. Ich darf jetzt schreiben was ich über Männer in HR denke.
Das mit dem zu alt hat ganz andere Gründe.

Ich habe einem jungen Mitarbeiter einen Prospekt mit Pumpen mit Keramik-Innenleben gegeben, er solle sich mal schlau machen, was für uns die richtige sei, weil unsere Pumpe durch das abrasive Medium alle 4 Wochen verschlissen war. Alles geklärt, auf Rep.-Kosten eine passende Pumpe bestellt.
Nun war das Produktionslos mit der Pumpe wieder dran und dieses mal ging sie ausnahmsweise nicht wie Ihre hundert Vorgänger kaputt. Am nächsten Tag berichtete der junge Ingenieur, der Produktionsdirektor hätte ihn angewiesen die Pumpe abzubestellen.
2 Wochen drauf war es so weit, die Pumpe war wie immer wieder durchgeschlissen. Nun hat Ihn der selbe Produktionsdirektor aufgefordert, die wieder zu bestellen und da anzurufen, ob man die Lieferzeit von 6 Wochen nicht abkürzen könne..

Das können Sie mit einem 41-Jährigen Ingenieur nicht mehr machen, aber mit einem 24-Jährigen Jungspund und deshalb ist de wichtigste Qualifikation: ganz jung !

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_gimli_ 17.06.2015, 15:16
153.

Zitat von lotoseater
Ich hatte schon mal das Vergnügen, mich mit einem Personaler zu unterhalten, der erst nicht wusste, auf welche Stelle ich mich eigentlich beworben hatte und der mir dann eröffnet hat, dass die besagte Stelle schon vergeben sei.
Die Ursache für solche Umstände (Stelle bereits vergeben) ist, vor allem bei internen Stellenausschreibungen, die politische Korrektheit.

Typischer Ablauf: Der Teamleiter hat eine offene Stelle und kennt einen passenden Kandidaten. Man unterhält sich hinter den Kulissen, ist sich einig und informiert den Chef. Auch der ist einverstanden. Trotzdem muss die Stelle nun offiziell ausgeschrieben werden (Compliance). Im Ergebnis bewerben sich ein Haufen Leute, ohne jedoch von vorn herein eine Chance zu haben. Es ist bereits zu Beginn des Prozesses klar, wer gewinnen wird.

Völliger Nonsens, der mich schon dutzende Male aufgeregt hat.

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disaster81 17.06.2015, 15:24
154.

Zitat von plutinowski
Das versteh ich nicht. Wenn man nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, kann man seine Sozialkompetenz (oder deren Fehlen) doch gar nicht unter Beweis stellen. In Zeugnissen steht kaum drin "x war ein Querulant".
Auch in einer schriftlichen Bewerbung schwingt untergründig mit, wie ein Bewerber menschlich so drauf ist. Natürlich nicht in dem Ausmaße wie beim direkten Gespräch, das ist klar, aber Personalleiter, die Tag ein Tag aus nix anderes machen, merken das, wenn jmd arrogant oder überheblich rüberkommt in der schriftlichen Bewerbung. Die haben da ein sehr gutes Bauchgefühl die mangelnde Sozialkompetenz schon aus der schriftlichen Bewerbung heraus zu erkennen.

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dererzer 17.06.2015, 15:45
155. @capote

"Dazu kann ich aus eigener Erfahrung noch anmerken, dass die, die ein Abend-, BA- oder sonstwie "Nebenbeistudium" gemacht haben, schlechter ausgebildet sind als die, die das Tagsüber in Vollzeit gemacht haben"
Hier liegen Sie leider nicht richtig. Unternehmen schätzen diese Art der Ausbildung sehr. Die unmittelbare Verknüpfung von Theorie und Praxis (z. B. dass Fragen aus der Praxis- direkt in der Theoriephase erörtert werden können) und die Tatsache, dass der Absolvent bei Abschluss seines Studiums bereits auf das Partnerunternehmen geprägt und mit den Eigenheiten vertraut ist, macht den Bewerber immer interessant. Wen würden Sie bevorzugen? Einen allgemein 0815-ausgebildeten Bewerber ohne Praxiserfahrung oder einen BA-Studenten, der vorher netterweise von der Konkurrenz ausgebildet wurde und somit mit der Branche und den Abläufen vertraut ist? Zwar arbeite ich inzwischen in einer ganz anderen Branche als der meines damaligen Praxispartners, jedoch habe ich mein BA-Studium nie bereut und kann es jedem nur empfehlen. Ist im Übrigen auch ein hervorragendes smalltalk-Thema im Bewerbungsgespräch und angeregter smalltalk hinterlässt meistens einen guten Eindruck :)

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turbomix 17.06.2015, 16:17
156.

Zitat von sebastian.teichert
Ist doch allein schon, dass er mit 39 einen Job sucht. Heißt: Ist er irgendwo rausgeflogen? Niemand will Querulanten. Und wenn er so tolle Referenzen hat, müssten die ihn doch gern wieder nehmen? Alles ist besser als gar nichts. Sorry. Aber nur weil er theoretisch alles kann, heißt das noch lange nicht das er praktisch gut ist! Auch wenn ihr das hier so hinstellen wollt!
"Ist doch allein schon, dass er mit 39 einen Job sucht. Heißt: Ist er irgendwo rausgeflogen?"

Nein, das heißt einfach nur, dass man sich verändern will. Aber in dieser stinkkonservativen Szene gilt man dann wahrscheinlich schon als Revoluzzer.

"Niemand will ......."

Hier wird aber davon ausgegangen, dass er alles kann. Aber genau das ist der Fehler. Man muss sich immer ein bisschen dümmer stellen als der Boss. Das gilt übrigens in allen Berufen, auch im Handwerk.

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Blähboy 17.06.2015, 16:33
157. Käse

Wer wirklich gut ist in dem was er macht, der hat es nicht nötig Bewerbungen zu schreiben. Solche Leute finden ohne Probleme eine neue Stelle und werden oftmals auch abgeworben.
Eine perfekte Ausbildung mit akademischem Titel zählt in vielen Bereichen - nicht zu Unrecht- nicht viel. Das Einstellungsalter stellt in vielen Branchen heute überhaupt kein Problem mehr da.
Um auf den Artikel zurück zu kommen: Wenn trotz perfekter vita aus 80 Personalern keiner interessiert ist, so kann der Grund nur in der Persönlichkeit des Bewerbers liegen.
Einem Bewerber zu raten sich zu verstellen halte ich für höchst inkompetent.

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Achimvon Oberstaufen 17.06.2015, 16:37
158. Probleme mit der letzten Position ?

Mir hat mein Chef gesagt, dass er sich bei meinem ehemaligen Arbeitgeber über mich erkundigt hat, bevor er mich eingestellt hat.
Vielleicht liegt hier das Problem.
Die Referenzen kontaktiert der Personaler bestimmt erst, wenn sich für einen Bewerber entschieden hat. Und wenn die Meinung negativ ist, kann man sich 100 mal bewerben. Selbst wenn man sich ganz klein macht, wird man nicht eingestellt.

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capote 17.06.2015, 16:37
159. Rätsel

Zitat von _gimli_
..................Und dass Soziopathen u.ä. Charaktere als Führungskräfte ungeeignet sind, versteht sich von selbst.
..........und warum ist dann die Mehrzahl aller Führungspositionen mit solchen Leuten besetzt?

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