Forum: Karriere
Frag die Karriereberaterin: Ich bin wer, ich kann was, wieso krieg ich keinen Job?
Corbis

Der Bewerber ist der absolute Top-Kandidat. Er hat alles richtig gemacht. Und doch stellt ihn niemand ein - 161 Bewerbungen blieben erfolglos. Karriereexpertin Svenja Hofert rät zur Verstellung: Spielen Sie Schmidtchen und nicht Schmidt.

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zickezackehoihoihoi 17.06.2015, 09:20
10. Hm

Zitat von sebastian.teichert
Ist doch allein schon, dass er mit 39 einen Job sucht. Heißt: Ist er irgendwo rausgeflogen? Niemand will Querulanten. Und wenn er so tolle Referenzen hat, müssten die ihn doch gern wieder nehmen? Alles ist besser als gar nichts. Sorry. Aber nur weil er theoretisch alles kann, heißt das noch lange nicht das er praktisch gut ist! Auch wenn ihr das hier so hinstellen wollt!
ich hab auch schon die Firma verlassen, weil ich mit der Arbeits- und Umgangsweise dort nicht klar gekommen bin und zudem im Bewerbungsprozess falsche Versprechungen gemacht wurden. Natürlich wurde ich für verrückt erklärt - 3 Kinder, keine "Anschlussverwendung" - Na und? Ich konnte wenigstens noch in den Spiegel schauen. Und dafür ist man ja auch versichert. Hat dann natürlich einige Zeit gedauert, bis ich wieder was hatte und ich hab es in so manchem Kopf rattern gehört: "Was war da los?". Hat dann aber trotzdem wieder geklappt mit nem guten Job.

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kamii 17.06.2015, 09:20
11. Das Problem

Zitat von ackergold
Wir können es jeden Tag in den Medien und am Arbeitsplatz sehen: dieses Land ist nur Mittelklasse und die wirklich Guten sind längst weg. Allein schon, dass ein Personalmanager den Begriff "überqualifiziert" auch nur in den Mund nimmt, spricht doch Bände. "Überqualifiziert" ist das Unwort des Jahrhunderts, denn es gibt keine Überqualifikation. Wenn sich jemand zu den gegebenen Konditionen auf einen Job bewirbt, so MUSS der Beste genommen werden, alles andere wäre geschäftsschädigend und müsste zwingend zur Kündigung des Personalers oder "Recruiters" führen. Da gibt es keine andere Möglichkeit.
Das Problem beim Überqualifiziert-sein ist weniger, dass man als Firma lieber Beta-Ware nimmt oder dieser unterstellte Psycho-Effekt. Es ist die panische Angst davor, dass der Kandidat lediglich in die Firma will, um sich nach ein paar Monaten intern auf lukrativere Stellen zu bewerben und die Ausgangsposition schon wieder offen ist und ein Recruiting-Prozess in Gange gesetzt werden muss. Oder dass er nach kurzer Zeit bereits frustriert/unterfordert ist und die Arbeit schlecht macht.

Wird ein Sachbearbeiter bei der Landpommeranzen GmbH gesucht, will man lieber der Kontinuität wegen einen Beweber, der schon vorher Sachbearbeiter war - und keinen studierten Ingenieur, der schon Teamleiter im RnD-Bereich eines Konzerns war.

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ackergold 17.06.2015, 09:21
12.

Zitat von sebastian.teichert
Ist doch allein schon, dass er mit 39 einen Job sucht. Heißt: Ist er irgendwo rausgeflogen? Niemand will Querulanten. Und wenn er so tolle Referenzen hat, müssten die ihn doch gern wieder nehmen? Alles ist besser als gar nichts. Sorry. Aber nur weil er theoretisch alles kann, heißt das noch lange nicht das er praktisch gut ist! Auch wenn ihr das hier so hinstellen wollt!
Mein Herr, aus dem Artikel ist nicht zu entnehmen, dass sein Lebenslauf diesbezüglich angreifbar wäre. Sie sollten also mit Ihrem doch recht beschränkten Wissen nicht den Stab über eine Person brechen. Es will also niemand etwas hinstellen und eine Chance hat jeder verdient.

Aber wir können uns ja wenigstens in einem Punkt einig sein: Dieses Land hat KEINERLEI Fachkräftemangel, sondern es mangelt allenfalls an Mut und Qualität auf der Führungsebene, denn dort sitzen vorwiegend Leute, die nicht viel auf dem Kasten haben und durch Erbe, Hochbuckeln, oder im schlimmsten Fall Hochschlaben dorthin gekommen sind und die nur das eigene Einkommen im Blick haben. Unternehmerverantwortung für Arbeitnehmer - gibt es das überhaupt noch?

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mam71 17.06.2015, 09:22
13.

Na ja, jetzt werden sie hier sicher geschlossen auflaufen, die höchstbegabten Universalgenies, die den schwersten aller denkbaren Studiengänge absolviert haben und nur deshalb keinen Job finden, weil sie zu intelligent und zu gebildet sind und natürlich auch ihr Rückgrat nicht verbiegen wollen.

Schuld sind bekanntlich die "Personaler" sowie "BWLer mit Powerpoint". Erstere unfähig, das Genie zu erkennen, letztere entweder zu blöd oder sie haben Angst.

Selbstreflektion Fehlanzeige, soziale Kompetenz geht gegen Null. Man könnte zwar, aber es soll doch bitte einer vorbeikommen und es einem auf dem Silbertablett servieren. Und solange zahlt man es der bösen Welt heim, indem man ihr die eigenen Fähigkeiten vorenthält, ha, da habt ihr es uns aber gezeigt... oder droht der Nation mit der eigenen Auswanderung und erwartet vermutlich, dass sich Regierung und DAX-Vorstände deswegen gleich zu einem Krisengifpel treffen, ja klar..

Dann macht euch halt selbständig. Ich kenne zwei Leute, die so ihren Weg gefunden haben. Rumsitzen, jammern und meckern zeichnen ein Genie oder einen Könner jedenfalls nicht aus.

Einzelfälle mögen anders liegen. Aber eben Einzelfälle. Und nicht alle.

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prendergast 17.06.2015, 09:24
14. Dunning Kruger Effekt?

Was soll der bitte damit zu tun haben? Das gegenteil ist der fall. Der chef kann die kompetenzen des bewerbers genau einschätzen und stellt ihn aus diesen gründen(die auch im text stehen) nicht ein.

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EinBote 17.06.2015, 09:25
15.

Leider hat er wohl einen Fehler gemacht. Man kündigt niemals, ohne vorher einen anderen Posten zu haben oder zumindest einen sehr guten Grund, warum man das Unternehmen so dringen verlassen musste oder wollte. Und außerdem sei noch dazu gesagt, ich kann Lebensläufe, die aussehen wie geleckt, auch nicht leiden. Da denke ich immer, der will doch nur das beste für sich und seinen Lebenslauf, nicht für uns.

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grenoble 17.06.2015, 09:25
16. Wieder mal Geschwurbel..

..eben mittelmäßig, ohne Aussage.

Dabei zeigen doch alle diese Tipps zur Bewerbung eines. Wie mans macht, es kann nur Zufall sein das es passt.

Gut, das Anforderungsprofil hat der Stelle zu entsprechen, alles andere ist Glücksache.

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soziologe 17.06.2015, 09:27
17. Dass man mit 39 einen neuen Job sucht

kann tausend Gründe haben. Irrelevant. Aber der Tip sich kleiner zu machen ist natürlich ganz großartig. Das hilft wahrscheinlich so ca. 5 Menschen. Was machen eigentlich Karriereberater, außer sinnlose "Regeln" für Bewerber in Büchern abdrucken zu lassen?

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prest 17.06.2015, 09:29
18. denglizismen

Wenn mir einer im deutschen Bewerbungsgespräch erklären würde er käme aus der "Automotive- und Railway-Branche" wäre es für mich fast gelaufen. Aber ich komme auch nicht in die Verlegenheit jemanden zu recruiten. Ja, die Headhunter speaken auch denglisch, deswegen wollen die den auch so gerne vermitteln.

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janix_ 17.06.2015, 09:31
19. Ja, einerseits ...

... so ist es derzeit ... doch dann werden alle Unternehmen immer schlechter, das Verhalten unterirdisch konventionell, und der Arbeitsplatz ist rasch perdu.
Ich würde andererseits Unternehmen den Mut wünschen, richtig Gute einzustellen (MBA klingt freilich eher nicht danach ;-) ); das lässt das gesamte Boot besser schwimmen. Traut euch, zwingt eure Manager bewusst dazu! Quote für Exzellenz und Generalistenqualität!

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