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Frag die Karriereberaterin: Wie wechsle ich in meinem Alter die Branche?
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Wer in seinem Job fit ist, muss doch auch für andere Branchen attraktiv sein, oder? Wer den Umstieg versucht, wird jedoch oft enttäuscht. Einige Indikatoren verraten schon vorab, wie die Chancen stehen.

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sven2016 20.09.2017, 10:06
10.

hagr hat sehr Recht: In vielen Sektiren herrscht dasBaustellenprinzip vor - einer produziert, vier andere stehen herum und schauen, was er tut und einer liest die BILD-Zeitung.

Formale Qualifikation zählt, der Rest ist unwesentlich, Hauptsache man "brennt für das Unternehmen".
Entsprechend oberflächlich sind gerade im digitalen Bereich die Ergebnisse. Hier könnte noch von US-Firmen gelernt werden.

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Der_schmale_Grat 20.09.2017, 10:16
11. Aussteiger

Interessanter Bericht, dies hatte ich nicht erwartet. Ich kann ergänzend den Foristen #6 und #7 beipflichten. In D-Land heißt es immer noch oft: "Du bist, was Du gelernt hast.", aber in den USA: "Du bist, was Du kannst oder bereit bist zu lernen." Ich bin sehr froh, dass ich mit >40 Jahren von einem Tag auf den anderen noch vom Professor auf Zeit zum Praktikanten wurde (und trotzdem eine Familie zu ernähren hatte), viele Jahre der Entbehrungen und Ungewissheiten hinnehmen musste, bis ich mich heute als Selbständiger vor Aufträgen nicht mehr retten kann und ich das meiste ablehnen muss. Dabei ist aber auch zu beachten, dass ich meinen alten Uni-Job zwar mochte, aber ich mit der neuen Arbeit immer geliebäugelt hatte. Es geht nicht ohne Durchhaltevermögen und intrinsiche Motivation für das Neue.

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h0wkeye 20.09.2017, 10:32
12. Ein wesentlischer Punkt fehlt

Was fehlt im Beitrag ist meiner Meinung nach das Thema, dass Theo zwar weiß, wo er weg will, aber offensichtlich keine Ahnung hat, wohin und warum dahin. Das ist aber immer der erste Schritt, um eine, für den zukünftigen Arbeitgeber, Mehrwertorientierte Kommunikation zu führen.
Wer weiß, warum eine bestimmte Branche - besser noch ein bestimmtes Unternehmen - genau das richtige für ihn/sie ist, der/die kann dann auch gute Gründe dafür geben, warum das Unternehmen einen nutzen hat, dass man dort anfängt. Und dann ist auch ein Branchenwechsel (selbst mit einem fachlichen Wechsel kombiniert) möglich. - Was nicht bedeutet, dass es einfach ist!
Wer da keine Argumente hat, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und sollte von einem Wechsel generell erst einmal die Finger lassen. Sonst ist die Gefahr groß, dass man vom Regen mit dem cholerischen Chef in die Traufe kommt, mit Kollegen, die man nicht leiden kann und einem Job, der einen über- oder unterfordert oder der einem aus anderen Gründen keinen Spaß macht.

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gordito255 20.09.2017, 10:56
13. Exportland

Zitat von postmaterialist2011
Schuster bleib bei Deinen Leisten, heisst es in diesem Land schon seit jeher. Wer einmal in einer Branche angefangen hat, der wird in diesem Land seltenst in 20 Jahren in einem komplett anderen Bereich arbeiten. Vielleicht auch einer der ........
Facebook, Netflix und mit Einschränkungen Apple sind reine Werbemaschinen. Ihr Produkt hat null Grenzkosten und die Wertschöpfung findet hauptsächlich im Marketing statt. Anders der Technologiestandort Deutschlang, das vor allem durch den Export von Autos, Maschinen und Chemieprodukte stark ist. Im Technologiebereich ist ein Fachstudium unerlässlich und eine umgeschulte Modedesignerin nicht qualifiziert genug.

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kroganer 20.09.2017, 13:35
14. ??

41 Jahre, 6 stelliges Gehalt, cholerischer Vorgesetzten, Banker, wow der arme Mann. Ich würde lieber eine reale Geschichte sehen,
Wie z.B. 30 Jahre Gastronomie als Fachkraft 2000€ brutto, Herz Probleme, Bandscheibe kaputt, Magengeschwür und Reizdarm!!
Gibt es da auch einen Ausweg! Denke mal nicht!!

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Aberlour A ' Bunadh 20.09.2017, 14:03
15. Wenn Insider zu Outsidern werden

oder werden wollen, dann zeigen die segmentierten deutschen Arbeitsmärkte wie eh und je ihr hässliches Gesicht. Hat man sich einmal festgelegt, ist man stigmatisiert bis ans Lebensende. Hier sind Arbeitsmärkte in anderen Ländern wie den USA viel durchlässiger. Im Grunde heißt der Ratschlag der Karriereberaterin: niemals das Berufsfeld wechseln, sonst kannst du gleich bei Null wieder anfangen. Die "Liebe" inbegriffen. Arbeitsengagement oder die Dauer der Berufserfahrung spielen dabei kaum eine Rolle". Und dann messen die Leute Ihrer eigenen Berufserfahrung auch noch zu viel Bedeutung bei. Daher: kein Wechsel. Bleib auf deinem Platz. Das sorgt für Ruhe. Nicht das die Gehälter durch zu viel Wettbewerb und Rotation auch noch steigen könnten. Das wollen wir ja nicht in Deutschland.

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Dr. Murks 20.09.2017, 14:43
16. Wieder mehr Eigenwerbung

als Ergebnisse.

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demiurg666 21.09.2017, 02:15
17. @Exportland

Ich bin gelernter Restaurantfachmann, arbeite aber im Engineering des Weltmarktführers, der für die Autobranche komplette Fertigungshallen konzipiert, baut und in Betrieb nimmt. Ich widerspreche Ihnen und schließe mich einigen anderen Kommentatoren an. Geistige Flexibilität und auch das Vermögen sich in Neues hineinzudenken ist es was jemanden ermöglicht, auch branchenfremd, erfolgreich zu sein. Nicht das Absolvieren eines Studiums, das man nur geschafft hat, weil man gut auswendig lernen kann.

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meinerseiner 21.09.2017, 10:42
18. überqualifiziert

Älter Menschen mit guten Erfahrungen und guten Gesundheitszustand sind oft überqualifiziert. Sie sind eine Bedrohung für die eventuellen Vorgesetzten.

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EinsZwoCheck 24.09.2017, 18:36
19. Welcher Bereich?

Zitat von Der_schmale_Grat
Interessanter Bericht, dies hatte ich nicht erwartet. Ich kann ergänzend den Foristen #6 und #7 beipflichten. In D-Land heißt es immer noch oft: "Du bist, was Du gelernt hast.", aber in den USA: "Du bist, was Du kannst oder bereit bist zu lernen." Ich bin sehr froh, dass ich mit >40 Jahren von einem Tag auf den anderen noch vom Professor auf Zeit zum Praktikanten wurde (und trotzdem eine Familie zu ernähren hatte), viele Jahre der Entbehrungen und Ungewissheiten hinnehmen musste, bis ich mich heute als Selbständiger vor Aufträgen nicht mehr retten kann und ich das meiste ablehnen muss. Dabei ist aber auch zu beachten, dass ich meinen alten Uni-Job zwar mochte, aber ich mit der neuen Arbeit immer geliebäugelt hatte. Es geht nicht ohne Durchhaltevermögen und intrinsiche Motivation für das Neue.
In welchem Bereich ist ihre Weiterbildung denn angesiedelt? Suche als Lehrer mit 40 Jahren den Ausstieg aus dem Berufsfeld.

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