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Frage an den Personalchef: Wann geraten Bewerber unter Faulpelz-Verdacht?
DPA

Unternehmen verlangen von Neulingen meist vollen Einsatz. Sollte man Themen wie Teilzeit oder Sabbaticals bei Bewerbungen besser meiden? In der neuen Serie "Jetzt mal ehrlich" spricht ein Personalchef Klartext.

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Finnland55 10.06.2015, 10:45
1. Ein ganz klares

Die Frage wurde nicht beantwortet. Dass ein kleiner Familienbetrieb kein Sabbatical anbietet und sich nur begrenzte Flexibilität leisten kann, ist klar. Es ist auch klar, dass in einem klassischen Selbstausbeutungsworkaholicladen wie Unternehmensberatung bereits eine 40-Stunden-Woche als TZ verstanden wird.
Es geht um die mittelgroßen Betriebe, in denen eine Mischung aus diversen Arbeitszeitmodellen möglich ist - wie wird man denn da betrachtet?

Ich finde es im übrigen auch schon ziemlich dreist, dass man Hintergründe aufdecken soll, warum man nur TZ arbeiten will. Wenn anscheinend nicht zumindest pflegebedürftige Angehörige dahinterstecken oder ein wirklich aufwendiges Hobby, sprich, wenn nicht die Freizeit durch andere Arbeit gerechtfertigt wird, dann ist schon wieder was faul für den Personaler?

Ich will nicht VZ arbeiten. Ich will mehr Zeit für mich. Was ich in deiser Zeit tue, geht niemanden was an.

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Fürstenwalder 10.06.2015, 10:46
2.

Wen indes beim finalen Interview das Gefühl beschleicht, der 55-jährige Personalchef der Schraubenfabrik in Familienhand kenne Begriffe wie Sabbatical oder Work-Life-Balance nur schemenhaft, der sollte besser andere Fragen stellen... und manchmal hilft es auch, wenn man die facettenreiche deutsche Sprache verwendet..

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hondje 10.06.2015, 11:11
3. wann geraten bewerber unter faulpelzverdacht

Lieb Jugendliche lass euch nicht ausnehmen von eure Arbeitgeber /Sklavenhändler weil wen ihr nicht mehr könnt werdet ihr nicht mehr gebraucht und werdet abgeschoben in h4 also nur dass machen was ihr machen könnt und versuche nicht der beste zu sein weil dass geht nicht lange gut weil nur so kann man gesund alt werden.

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mam71 10.06.2015, 11:23
4.

Zitat von Finnland55
dass in einem klassischen Selbstausbeutungsworkaholicladen wie Unternehmensberatung bereits eine 40-Stunden-Woche als TZ verstanden wird.
Nur mal so am Rande: Sabbatical ist immer dort gut möglich, wo Arbeit nicht "durchgängig" ist. Dies ist u.a. immer dort der Fall, wo man Projektarbeit hat, denn jedes Projekt endet einmal. Man kann also zwischen zwei Projekten problemlos pausieren, ohne dass etwas liegen bleibt, bzw. jemand anderes für die Arbeit gefunden werden muss. Und dies ist u.a. bei Unternehmensberatungen der Fall.

Ich habe das selbst schon praktiziert. Ein weiterer Vorteil ist, während der eigenen Abwesenheit häuft sich kein Stapel an Arbeit an, der einem dann vor die Füsse fällt, wenn man wieder da ist. Man kann sozusagen bei Null neu starten. In diesem Wissen kann man auch besonders gut abschalten.

Muss aber jeder selbst wissen, wie er seine Vorurteile pflegt...

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c_c 10.06.2015, 11:37
5. ...

ich habe mit meinem Leben besseres zu tun, als meine Lebenszeit über das absolut notwendige Maß hinaus irgendeinem Kapitalisten in den Rachen zu werfen.

So langsam wird es mal Zeit, sich gegen diese zunehmende Dauerausbeutung, die sich durch direkte und unterschwellige Kontrolle der Lebensgewohnheiten, ja sogar einer zunehmenden Einflussnahme auf dieselben, mehr und mehr auch ins Privatleben ausdehnt zur Wehr zu setzen.

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Jens.Daniel 10.06.2015, 11:38
6. Im Idealfall ...

sollte jedem, der in ein Angestelltenverhältnis eintritt klar sein, dass er allein für seine Arbeitskraft, und nicht aus Nettigkeit oder Wertschätzung für seine Person bezahlt wird. Chefs sehen das ganz pragmatisch, Angestellte leider oft nicht. Die fallen dann aus allen Wolken, wenn sie irgendwann ohne tränenreiche Jubiläumsgala in Rente geschickt oder entlassen werden ("Einfach so - und das nach 35 Jahren!"). Deshalb sollte man als erstes immer schauen, wo man selbst bleibt. Allein ich entscheide über die Angemessenheit oder Gestaltung meiner Work-Life-Balance, denn dies ist mein Leben, und nicht das meiner Arbeitgeber. Wer das nicht einsieht, wird nicht mein Chef. Alle Anderen: Vorher denken, das erspart Jammerei und Burn-Out im Nachgang!

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count_zer0 10.06.2015, 11:39
7. Oh jeh...

"Sababtical", "Work-life-balance"... in einer Firma in der mich der Personalchef mit so einem peinlich-hipsterigen Geschwurbel belaestigt, wuerde ich die Bewerbung direkt zurueckziehen.

"Steckt jenes dahinter, steckt das dahinter, uh oh". Der tut ja so als wolle man in die Firma einheiraten. Ich habe Kenntnisse a, b, c zu bieten, ich bin bereit die ausgeschriebene Arbeitszeit fuer den Betrieb da zu sein, ich bin flexibel genug mal laenger zu arbeiten wenn der Schuh drueckt. Mehr braucht der nicht zu wissen. Sind wir hier auf dem modernen Arbeitsmarkt oder bei der Verurteilung zu Zaibatsu lebenslaenglich?

Mal im Ernst, der Typ da stellt Ansprueche und Fragen wie frueher, als so eine Arbeitsstelle noch auf Jahrzehnte ausgelegt war, man selber soll dann natuerlich als Arbeitnehmer wohl bitte nicht meckern wenn man angeheuert und gefeuert wird wie's grade passt, was ja heute der Normalfall ist fuer die Arbeiterschaft. Ich habe kein Problem damit als "ziviler Soeldner" durchs Leben zu gehen, mich vom Personalfuzzi dafuer aber krumm anschauen und mit Buzzword-Gefasel zutexten lassen brauche ich aber sicher nicht.

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agrippa76 10.06.2015, 11:47
8.

Zitat von c_c
So langsam wird es mal Zeit, sich gegen diese zunehmende Dauerausbeutung, die sich durch direkte und unterschwellige Kontrolle der Lebensgewohnheiten, ja sogar einer zunehmenden Einflussnahme auf dieselben, mehr und mehr auch ins Privatleben ausdehnt zur Wehr zu setzen.
Dann werden sie aber ganz schnell als böser rechter Mundtot gemacht und sozail so demontiert das sie nie mehr einen Fuß auf den Boden bekommen.
Wenn es darum geht die Linie zu verteidigen vergisst die Presse und der Staat niemals!

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sappelkopp 10.06.2015, 12:00
9. Thema verfehlt...

...eine Antwort auf die Eingangsfrage suchte ich vergebens. Wieder Lebenszeit vergeudet.

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