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Frankfurt buhlt um Londons Banker: "Der Brexit ist eine Jahrhundertchance"
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Endlich mehr Bedeutung! Frankfurt hofft auf den Zuzug Tausender Investmentprofis aus London. Doch die Konkurrenz ist stark - und manchen Feind haben sie am Main noch gar nicht auf dem Radar.

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kumi-ori 24.09.2016, 15:26
10.

Für Personen mit einem Nettogehalt von 300.000 Euro Steuervorteile zu fordern, kommt bei der Bevölkerung sicher gut an. Die Bankbeamtenrettung als sinnvolle Ergänzung zur Bankenrettung.

Die bayerische Staatsregierung verlegt übrigens derweil ihre Ministerien Schritt für Schritt in den ländlichen Raum, um dort die Infrastruktur zu fördern. Die Beamten, die meist keine andere Lebensperspektive haben, müssen dann jeden Tag 200 km einfach pendeln oder nach Straubing, Wunsiedel oder Kaufbeuren umziehen. Warum wäre das nicht auch eine Option für die Finanzindustrie. Die Lebenshaltungskosten in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen oder im Saarland sind niedrig, und mit einer guten Internet-Verbindung ist die Welt ohnehin ein Dorf.

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robin-masters 24.09.2016, 15:27
11. Outsourcing und Dublin

Sicherlich hat Frankfurt mit der EZB und anderen Regulierungsbehörden eine Chance etwas vom Kuchen abzubekommen, aber ich denke der Großteil geht nach Dublin. Erstens weil man englisch spricht und zweitens weil dort günstige Steuern etc. winken. Zudem sitzen dort auch schon einige Häuser.

Der Rest wird outgesourcet, so das sich Frankfurt und Paris einige Dependancen teilen dürfen.
Etwas Boom wird kommen, aber der ganz große Durchbruch wird nicht möglich sein.

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Thomas McKean 24.09.2016, 15:29
12. Alles hat seinen Preis

Zitat von Oberleerer
Ich verstehje den Sinn eines Börsenplatzes nicht. Heutzutage gibt es Internet und Globalisierung, Dienstleistung wird dahin verschoben, wo es am billigsten ist. Das sollten die Händler eigentlich wissen.
..nun dann sollten Sie eine Investmentbank in Kinshasa (DR Kongo) gründen..

Weshalb wird das nicht funktionieren? Weil Sie kaum qualifizierte Mitarbeiter finden die dort arbeiten möchten.

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charlybird 24.09.2016, 15:31
13. Da scharen sie mit den Hufen,

die Gierschlünde aus den Innenstadttürmen, die Arbeitsplatzvernichter und Realwirtschaftserpresser.
Paris lockt schon mit Steuerrabatten und Frankfurt wird sich da sicher auch nicht lumpen lassen.
So ein internationales Spielkasino bekommt man schließlich nicht alle Tage.
Da könnte der Brexit für die Briten tatsächlich von Vorteil sein, wenn die nächste Spek.-Blase eben nicht mehr von den britischen Steuerzahlern mitgetragen werden muss.

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k.nero 24.09.2016, 15:32
14. Brexit ist die Antwort auf regressive Linke

Die Liberalen haben wahrlich den Verstand verloren:
- Offene Grenzen
- Feminismus
- Überall wittern sie Sexismus. (Siehe SPD jetzt)
- Jeder, der ihren Ideen nicht hinterherläuft ist ein Rassist.
- Safe Spaces
- Trigger Warnings
- Micro Aggressions
- Die Männer werden als Misogynist bezeichnet, solange sie sich nicht unterwerfen
- Unterdrückung der Meinungsfreiheit (Zensur vom Free Speech)
- Haben die Medien unter ihre Kontrolle gebracht.
(Dort wimmelt es vor Liberalen und Feministen, auch in den USA)
- Vernichtung der Identität (In allen westlichen Ländern)
- In Kanada wachen im moment viele Menschen auf, weil sie erkennen, dass Trudeau Amok läuft.
Er macht aus Kanada ein feministische Proletariat.
- Schweden wurden von den Feministinnen zugrundegerichtet.
(Schweden ist verloren)

Liberale und Feminismus sind zum schlimmsten Albtraum für die westliche Welt geworden.
Da sie die Medien besetzt haben, muss man auf alternative Medien (Youtube, Twitter) ausweichen, um die Wahrheit mitzubekommen.

Schaut man in die USA sieht man, wozu liberale Ideen führen.
Das Land steht faktisch am Abgrund. Siehe Charlotte.
Dort werden weiße Gejagt und verprügelt.
Die Randallierer setzen ganze Straßenzüge in Brand. Die Medien verklären sie zu Opfern. Es ist unglaublich.

Und deshalab weigern sich die nicht westlichen Länder diesen Weg zu gehen. Sie sagen.
Modernization Yes, Westernization NO.
Sie haben den Wahnsinn erkannt und wollen gesund bleiben.
Auch die Muslime, die von den Liberalen in die westliche Welt eingeladen werden, weigern sich westlichen Wahnsinn in Ihre Welt einzuführen.

Ich weiß ,dass dieser Betrag zensiert wird. Es ist eben bezeichnen, dass Zensur zur Hauptsäule der liberalen Ideology geworden ist.
Ihr beherrscht die Medien, aber das wird nicht ewig so bleiben.
Auch die Zensur kann die Revolution nicht aufhalten.

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team_frusciante 24.09.2016, 15:33
15.

Zitat von wutbürger2010
Komisch, nun ist der Brexit plötzlich eine Jahrhundertchance und dann auch noch für eine deutsche Stadt.. Es wurde doch quasi der Untergang der EU nach dem Brexit prognostiziert. Ich bin über so viel Meinungsvielfalt einerseits erstaunt, andererseits aber auch froh. Die Demokratie scheint noch zu leben.
Das hat nichts mit Meinungen oder Demokratie zu tun. Bei jedem Ereignis gibt es Gewinner und Verlierer, egal wie schlimm es auch sein mag. Beim Brexit gibt es mehr Verlierer als Gewinner, aber derjenige, der Londons Bedeutung als europäischer Finanzstandort erbt, gewinnt logischerweise.

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danenffm 24.09.2016, 15:35
16. Für Normalverdiener eh' schon unbewohnbar

Frankfurt ist schon seit Jahren der Magnet für Banker, Berater, BWLer und Topanwälte aus der ganzen Bundesrepublik. Die Mieten EXPLODIEREN und nicht nur die, sondern auch die Lebenshaltungskosten (nur als Beispiel: Bällchen Eis 1,30-1,50, Burger ab 12,- ....). Jetzt kamen noch die EZB Finanzaufsicht und das Yuan Handelszentrum für Europa nach Frankfurt. Jedes Mal tausende von 100k p.a. Verdienern plus Familien im Schlepptau. Die Folge: totale Wohnungsnot, explodierende Mieten, Schulen und KITAs am Limit, Luxusboutiqen und Trüffel-Lounges wo früher schöne Läden und gemütliche Lokale waren, Bürgersteige mit SUVs und Jeeps zugeparkt, das Sterben gewachsener Stadtkultur und Viertel durch Enstehung von "Notting Hill"- ähnlichen Retorten-Renovierungen alter Bauten..... Und "unser" Ministerpräsident und sein Lakei Herr Al- Wazir freuen sich über, bzw. fördern den Zuzug aus London? Die Stadt Frankfurt gehört allen Menschen und soll kein Luxusghetto werden!

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foerster.chriss 24.09.2016, 15:37
17.

Die Standortnachteile "wenig und kostengünstiger Wohnraum" treffen auf Paris noch mehr als auf Frankfurt zu. Dagegen fallen die Büromieten in Frankfurt günstiger aus. Das Sprachproblem dürfte in Paris deutlich häufiger auftreten als in Frankfurt. Insgesamt sollten Großverdiener jedoch nicht auch noch mit besonderen Vergünstigungen gelockt werden. Solche Subventionen verschärfen nur die soziale Ungleichheit und stärken soziale Konflikte.

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Freidenker10 24.09.2016, 15:38
18.

Zitat von epicentre
Frankfurt mag zwar aus rein deutscher Sicht der Welt ein ganz grosses Ding sein, aber halt international wirklich nur ein hinteres Fahrwasser. Globale deals werden in New York, Chicago, Hong Kong, Tokyo oder Singapur gemacht. Gerade die Probleme der deutschen Häuser wie DB und CoBa, die zunehmend an Relevanz verlieren, spricht gegen Ffm. Eine kleine - durchaus nicht repräsentative Umfrage - in meinem Bekanntenkreis vor Wochen kam zu dem ernüchternden Ergebnis, daß keiner, auch die im Ausland lebenden Deutschen nicht, nach Frankfurt will. Selbst bei mir löst der Gedanke nach 10 Jahren zuvor in der Stadt, Umbehagen aus. Rein persönlich werden die meisten Banker Paris oder Madrid bevorzugen. Selbst Kopenhagen und Amsterdam werden vorrangig genannt. Für Frankfurt spricht eigentlich nur der sehr gut erreichbare Flughafen.
Sehr schön, dann kann man sich darauf verlassen dass weder Sie noch ihre "Freunde" nach Frankfurt kommen werden? Wobei Sie einen trifftigen Grund Pro Frankfurt vergessen: Die lasche deutsche Justiz den Bankern gegenüber sollte doch eigentlich für einen Wechsel nach Frankfurt sprechen... Hoffentlich habe ich mich jetzt nicht verplappert...

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Nachteuie 24.09.2016, 15:38
19. Netter Plan - nur leider fürn Mülleimer

Klar, das sind so die feuchten Träume von Herrn Bouffier und der kronisch klammen frankfurter Stadtverwaltung.... Basiert natürlich ALLES auf der Spekulation, dass nach dem Brexit der "Finanzplatz" Lo9ndon keinen vollen Zugang zum EU Finanz- und Kapitalmarkt hat. Aber dummerweise haben viel Regierungen, und vor allem die gesamte europäische Großindustrie, ebenso natürlich wie Großbritannien selbst, gar kein Interesse, Großbritannien vom Gemeinsamen Markt oder vom Finanz- und Kapitalmarkt der EU auszuschließen. Die einzigen, die diese Abriegelung vom gemeinsamen Markt wollen, sind der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz und der EU Komissionspräsident Jean-Claude Junker - beide hoffen durch solche Strafmassnahmen zukünftige "Austrittskanidaten" abzuschrecken und vor allem, die untrennbare Koppelung von freien Waren- und Finanzverkehr und freiem Personen- und Arbeitskräfteverkehr zu zementieren. Ich glaube nicht dass sie mit diesem Plan erfolgreich sein werden - die vielen Lobbyisten der Industrie, der Banken und des Handels werden schon dafür sorgen, dass Großbritannien "heimlich" weiter in die EU-Töpfe einzahlen wird, und dafür eine Art "inoffizielle EU-Light-Mitgliedschaft" bekommt - "mit Allem" ausser freiem Personenverkehr (und Fischfangregeln!). Dies wird ntürlich auf lange Sicht der Todesstoß für die EU sein....wird aber kurzfristig für ein lustiges profitables "Weiter-so" sorgen. Und darum besteht gar kein Grund für Finanzfirmen, das schicke London zu verlassen, um ins dröge Frankfurt zu ziehen.

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