Forum: Karriere
Frauen in der IT: "Du musst besser sein als ein Mann"
Steffi Gerharz

Für viele Frauen scheitert die Karriere in der IT nicht am Studium. Der eigentliche Kampf beginnt für sie erst nach dem Abschluss. Drei Programmiererinnen berichten.

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herrbianco 03.07.2014, 16:31
20. Die Medaille...

... hat zwei Seiten.
Ich kann mir vorstellen, dass Frauen es in unserer Branche oft nicht so einfach haben, bzw. ich musste erst in dieser Woche miterleben, dass eine Kollegin von mir beim Kunden als dummes Mädchen abgekanzelt wurde. Das ist unnötig und zu verurteilen.
Andererseits muss ich mich meinem Vorschreiber anschließen: die Damen werden teilweise ordentlich hofiert. Bei einem Spartentreffen, das ich regelmäßig besuche, sind die Vortrags-Slots so begehrt, dass nur knapp 30% der Themenvorschläge berücksichtigt werden können. Vorträge von Frauen werden zu 100% angenommen, weil die ermutigt werden müssen, was dazu führte, dass eine Dame eine Stunde über ihre persönlichen Befindlichkeiten beim Arbeiten mit Knowledge-Bases reden durfte, während wegweisende Entwicklungen in aktuellen Datenbanken dafür unbesprochen bleiben mussten.
Und nein - es war nicht mein Vortrag, ich hätte ihn nur gern gehört...
Und bei meiner letzten Firma hat eine aufstrebende Jung-Administratorin sich während der Bereitschaft die Zeit vertrieben, indem sie die komplette Verzeichnisstruktur umgemodelt hat, um das lesbarer zu machen, mit dem Ergebnis, dass sowohl die Sicherung, als auch die nächtliche Massendatenverarbeitung krachen gegangen ist und morgens keiner arbeiten konnte, weil alle Links beim Teufel waren. Das hatte für die Dame keinerlei Konsequenzen.
Auch hier nicht falsch verstehen - ich habe schon dümmere Fehler gemacht und bin weiterhin nicht gefeit davor. Auch würde das in meinem Umfeld kaum jemand als geschlechtsspezifisch betrachten glaube ich.
Nur meinen männlichen Kollegen und mir wurde schon wegen weniger der Kopf runter gerissen, während die Kollegin kein böses Wort gehört hat...
Und die wenigsten qualifizierten Jobs, weder in der IT, noch in anderen Branchen, lassen sich zuverlässig zwischen 8.00 und 16.30 Uhr erledigen, da leiden auch Männer zuweilen drunter.
Das als frauenfeindlich zu brandmarken ist einfach albern.
Für die Beteiligten beiderlei Geschlechts gilt: wenn Du die Hitze nicht verträgst, geh nicht in die Küche.

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ID Fake 03.07.2014, 16:32
21.

Zitat von bernd.stromberg
Herrgott, Nein! Excel ist eine Software zur Tabellenkalkulation. Excel-"Datenbanken" sind daher im professionellen Umfeld ein absolutes NoGo, und haben viele Nachteile. Excel als Datenbank-Software zu missbrauchen ist vielleicht im privaten Bereich für "Tante Ernas Turnverein" mit 12 Mitgliedern legitim. Ganz sicher aber nicht für professionelle Anwendungen, bei denen die Daten evtl. zukünftig in einer Online-API bereitgestellt werden und somit in mySQL und Co. importiert werden müssen. Einen Mitarbeiter oder eine Firma der mir ernsthaft vorschlägt 8000 Datensätze in eine Exceltabelle einzupflegen würde ich ohne umschweife kündigen ;-)
Nagut nagut. Dann eben doch Access.

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Marvin54 03.07.2014, 16:34
22. Kommt auf den Zweck an

Zitat von bernd.stromberg
Ganz sicher aber nicht für professionelle Anwendungen, bei denen die Daten evtl. zukünftig in einer Online-API bereitgestellt werden und somit in mySQL und Co. importiert werden müssen. Einen Mitarbeiter oder eine Firma der mir ernsthaft vorschlägt 8000 Datensätze in eine Exceltabelle einzupflegen würde ich ohne umschweife kündigen ;-)
Ich würde niemanden einstellen, der Probleme hat, Excel-Tabellen in eine beliebige SQL-Datenbank zu importieren ;-)

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Olaf 03.07.2014, 16:47
23.

Zitat von arkon_de
Ich sehe aus dem Artikel nicht wo da eine Frau besser sein muss als ein Mann. Die gleichen rüden Bedinungen, der gleiche Stress, die gleiche mangelhafte Freizeit. Nein, ich sehe da keinen Unterschied.
Der Grund ist zwar geschlechtsspezifisch, aber nicht besonders ruhmreich.

Sie ist verheiratet und Mutter geworden und kann es sich daher leisten beruflich kürzer zu treten.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/...le1256705.html

Der Mann wird sicherlich keine kleinen Monster nähen, sondern ordentlich drehen, um die Familie finanziell zu unterhalten.

Das er aus seinem Beruf ausbricht ohne Rücksicht auf Einkommen ist in der schönen, neuen Genderwelt sicherlich nicht vorgesehen.

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agztse 03.07.2014, 16:48
24.

Zitat von sysop
Für viele Frauen scheitert die Karriere in der IT nicht am Studium. Der eigentliche Kampf beginnt für sie erst nach dem Abschluss. Drei Programmiererinnen berichten.
Es ist positiv zu lesen das Frauen die erfolgreich sind von speziellen Förderprogrammen angewidert sind. Sicher waren die Technikkurse nur für Mädchen gutgemeinte Massname einer eifrigen Gleichstellungsbeauftragten. Natürlich senden diese und ähnliche Massnahmen - Stichwort Frauenquote - die klare Aussage aus das Frauen es ohne spezielle Hilfe nicht schaffen. Erfolgreiche Frauen und erfolgreiche Männer kämpfen somit gemeinsam gegen diesen Schwachsinn.

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DonCarlos 03.07.2014, 16:54
25. Excel-Tabellen

Also Excel-Tabellen sollte man maximal aus einer Datenbank füttern.
Zitat von Marvin54
Eine Datenbank mit 8000 Datensätzen? Tut es da nicht eine Excel-Tabelle?
8000 Datensätze sind wahrlich nicht viel.

Klar muss eine Frau meist besser sein als ein Mann, wenn sie in der IT weiter kommen will. Der Rest sind eben meist Männer.

Die Numerik war im Studium so eine Sache. In der Theorie waren die Damen meist gut aber das Ganze dann ohne Gelaber in Code umzusetzen war dann nicht so ihr Ding. Da passieren so unschöne Dinge, wie Fehler in der Programmiersprache.

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Schim Panse 03.07.2014, 16:57
26.

Ein Datenbank mit 8000 Datensätzen? Ist das ihr ernst? Ich habe in der IT schon viele Frauen getroffen und nur die wenigsten waren auf Augenhöhe. Eine Projektmanagerin fand ich aber gut. Sie hat oft nachgefragt, um auch technische Hintergründe und die Machbarkeit zu erkennen, obwohl sie ursprünglich etwas total fachfremdes studiert hatte. Neben dem Job hat sie aber weiter studiert. Das hat mir echt imponiert.

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hman2 03.07.2014, 17:06
27. Rechnen

Zitat von sysop
Für viele Frauen scheitert die Karriere in der IT nicht am Studium. Der eigentliche Kampf beginnt für sie erst nach dem Abschluss. Drei Programmiererinnen berichten.
Gleich mal vorweg: Was bitte hat ein Informatikstudium mit Programmierern zu tun? Programmierer ist ein Lehrberuf, Informatiker sind keine Programierer. Sie leiten Programmierer...

Der Unterschied ist ein ähnlicher wie zwischen Ingenieur der Elektrotechnik und Elektriker. Ja, beide haben mit Strom zu tun, aber...

Zitat von
Der Branchenverband Bitkom ließ unlängst durch seinen Präsidenten Dieter Kempf mitteilen: "Die Berufsaussichten in der schnell wachsenden IT-Branche sind nicht zuletzt wegen des Fachkräftemangels hervorragend." Klingt prima,
Nein, klingt nicht prima. Es gibt keinen Fachkräftemangel. Das Märchen erzählt der Bitcom unermüdlich.

Aber: Gäbe es einen Fachkräftemangel, würden unsere Gehälter ja steigen, aber das tun sie schon lange nicht mehr. Ergo gibt es keinen Mangel, sondern eine Schwemme.

Und: Wenn auf eine Studentin sechs Studenten kommen, dann korreliert das doch direkt mit den 14 Prozent in der IT-Industrie... Ein Siebtel sind nämlich 14 Prozent...

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stefansaa 03.07.2014, 17:08
28.

Zitat von bernd.stromberg
Jep. Ich kenne auch genug männliche Kollegen die lieber Teilzeit arbeiten würden, um z.B. nebenberufliche Projekte zu betreuen o.ä. - das ist aber grundsätzlich in der Branche bei kaum einem Arbeitgeber möglich. Wenn es im Projekt mal brennt, muss man auch mal Überstunden machen (die man bei guten Arbeitgebern dann aber zeitnah abbummeln darf oder vergütet bekommt!). Wenn ich mir vorstelle da möchte eine Teilzeit machen, dann glaubt die Person vermutlich auch dann nach exakt 9 to 5 gehen zu können, unabhängig vom Projektstand, und was an dem Tag noch erledigt werden muss?! Das erinnert mich aber an die SPON-Artikel zu weiblichen Managern: da möchte man ja gefälligst in Teilzeit arbeiten und Punkt 16 Uhr Feierabend machen - nach mir die Sintflut. Und wenn das aktuell nicht üblich ist, dann müssten sich die Unternehmen eben anpassen, Punkt. Da kann ich nur mit den Augen rollen. Und dann wundert man sich noch, dass nicht jeder sofort nach deren Pfeife tanzt. Eigeninitiative oder die Arbeit auf gleichem Arbeitspensum und unter gleichen Bedingungen annehmen wie Männer? Pustekuchen! Extrawünsche, un die anderen hätten sich ja einem anzupassen, und nicht umgekehrt. Wenn Frauen nicht ständig Sonderwünsche und Bevorzugung erwarten würden, würde man sie vielleicht auch im Berufsleben ernster nehmen... Das ist eben so abgrundtief realitätsfremd...
Laut Arbeitsrecht müssen Überstunden abgegolten werden. Entweder ausgezahlt oder abbummeln. So etwas regelt sich vertraglich. Wenn nicht vertraglich geregelt, regelt es das Arbeitsrecht.

Ebenso den Anspruch auf Teilzeit. Den dürfen Sie geltend machen und er muss gewährt werden. Natürlich mit entsprechenden Einbußen beim Gehalt. Wenn Sie nicht die Eier haben, um das bei Ihrem Chef geltend zu machen, ist das nicht die Schuld von Frauen. Ich kenne einige Leute die in der Entwicklung Teilzeit arbeiten oder gänzlich im Home-Office. Das geht und wird von vielen Arbeitgebern (vor allem bei jüngeren Unternehmen) stark gefördert.

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Schim Panse 03.07.2014, 17:10
29.

Zitat von bernd.stromberg
Herrgott, Nein! Excel ist eine Software zur Tabellenkalkulation. Excel-"Datenbanken" sind daher im professionellen Umfeld ein absolutes NoGo, und haben viele Nachteile. Excel als Datenbank-Software zu missbrauchen ist vielleicht im privaten Bereich für "Tante Ernas Turnverein" mit 12 Mitgliedern legitim. Ganz sicher aber nicht für professionelle Anwendungen, bei denen die Daten evtl. zukünftig in einer Online-API bereitgestellt werden und somit in mySQL und Co. importiert werden müssen. Einen Mitarbeiter oder eine Firma der mir ernsthaft vorschlägt 8000 Datensätze in eine Exceltabelle einzupflegen würde ich ohne umschweife kündigen ;-)
Sorry aber mySQL im professionellem Umfeld? Lassen sie mich raten. Linuxfrickerl und Langzeitstudent mit Taxischein? *scnr* Sie hätten wenigstens PostgreSQL nehmen müssen.
Davon mal abgesehen würden sie sich wundern wie viel Excel in mittelständigen und Großunternehmen benutzt wird, selbst im Controlling. Ein Export/Import in/aus welches/m System und mit welcher Datenbank dahinter ist übrigens kinderleicht. Ich hab mal Projekte für einen amerikanischen IT Dienstleister mit weltweit ~80.000 Mitarbeitern durchgeführt. Die Mitarbeiter haben dieses Unternehmen auch gerne "The Excel Company" genannt.

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