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Frauen in Führungspositionen: Deutschland ist bei weiblichen Vorständen Schlusslicht
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Eine neue Studie vergleicht, wie viele Frauen es in verschiedenen Ländern in den Vorstand großer Unternehmen schaffen. Nach SPIEGEL-Informationen blamiert sich Deutschland auf ganzer Linie.

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keule³² 11.05.2018, 20:40
10. Vorbild Schweden?

da fällt mir dieser Artikel in der FAZ ein: "Von Frauen geführte Unternehmen schreiben bessere Zahlen, vermutete die Chefin des schwedischen Unternehmerverbands und ließ eine Studie dazu anfertigen. Doch das gewünschte Ergebnis wollte einfach nicht herauskommen."
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/weibliche-chefs-machen-weniger-gewinn-12842136.html

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cecile10 11.05.2018, 20:52
11.

Zitat von larseman
Warum muss alle paar Wochen wieder ein neuer Beitrag über die ach so schlechte Situation über fehlende Vorstände oder Managerinnen erscheinen. Ich verstehe es auch nicht, warum immer wieder mit dieser dämlichen Quote angekommen wird - o.k. in diesem Beitrag nur indirekt. Es ist doch logisch, dass es weniger weibliche Vorstände gibt, nicht weil sie schlechter sind, sondern weil sie einfach weniger im Vergleich zu den Männlichen Kollegen sind. Natürlich hat sich der Berufswunsch moderner Frauen angepasst und ist nicht mit dem "alten" Modell vergleichbar, dennoch sind bei vielen Berufen immer noch Quoten von 1:10 keine Seltenheit, oft sogar deutlich höher. Somit würde es auch für die Frau nicht von Vorteil sein, wenn eine Frau Vorstand wird, um eine Quote zu erfüllen. Dass Frauen Karrieren machen, sieht man an mehr als genug Beispielen. Wir haben eine Bundeskanzlerin, das sagt doch alles. Dementsprechend muss auch mal langsam gut sein, mit dieser ewigen Leier :"wir brauchen weibliche Vorstände". Die brauchen wir eben nicht, nur weil es Frauen sind! Ich würde mir auch nicht vorschreiben lassen, wen ich als Vorstand ernenne und wen nicht und das wird auch kein DAX Konzern tun. Wenn die Frau eben die klar bessere Kandidatin ist, dann wird sie auch vorgeschlagen, wenn nicht dann eben nicht. So einfach ist das.
So einfach ist das... wenn es so einfach wäre, warum gibt es dann nicht mehr Frauen in Vorständen? In Führungs- und anderen Leitungspositionen? Ich habe selten so viel Chauvinismus in einem Beitrag gesehen. Weil wir eine Bundeskanzlerin haben, brauchen wir nicht mehr Führungskräfte?
Gehen Sie mal nach Amerika, da findet diese Geschlechterdebatte überhaupt nicht statt, und "guess what"? Da zählt vor allem Leistung, egal von wem sie kommt. Und plötzlich haben Sie Quoten an weiblichen Führungskräften, von denen wir hier nur träumen können.
Ihr Kommentar, dass die Frauen einfach nicht fit, fähig und ausdauernd genug sind ist genauso falsch wie chauvinistisch, wenn Sie sich mal in deutschen Unternehmenshierachien umgucken. Aber ja, für Männer ist dies alles ja so einfach.

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spdf 11.05.2018, 21:42
12. re

Zitat von cecile10
So einfach ist das... wenn es so einfach wäre, warum gibt es dann nicht mehr Frauen in Vorständen? In Führungs- und anderen Leitungspositionen? Ich habe selten so viel Chauvinismus in einem Beitrag gesehen. Weil wir eine Bundeskanzlerin haben, brauchen wir nicht mehr Führungskräfte? Gehen Sie mal nach Amerika, da findet diese Geschlechterdebatte überhaupt nicht statt, und "guess what"? Da zählt vor allem Leistung, egal von wem sie kommt. Und plötzlich haben Sie Quoten an weiblichen Führungskräften, von denen wir hier nur träumen können. Ihr Kommentar, dass die Frauen einfach nicht fit, fähig und ausdauernd genug sind ist genauso falsch wie chauvinistisch, wenn Sie sich mal in deutschen Unternehmenshierachien umgucken. Aber ja, für Männer ist dies alles ja so einfach.
Sie können die Situation in den USA nicht mit Deutschland vergleichen. In den USA sehen sie sich gerade auch als Frau einen erheblichen ökonomischen Druck ausgesetzt. Viele soziale Schutzmechanismen, die hier selbstverständlich sind, gibt es dort nicht. Als Folge hieraus müssen sie sich dort beruflich ganz anders orientieren. Insofern verwundert die höhere Frauenquote dort nicht.
Davon abgesehen wurden in den USA viele klassische Industriejobs, die hauptsächlich von Männern ausgeübt wurden, abgebaut.

Wenn sie als deutsche Frau denselben Druck ausgesetzt wären wie in den USA oder einigen anderen Staaten der dritten Welt, würden sie sich auch ganz anders verhalten. Im Iran studieren z.B. mehr Frauen Ingenieurswissenschaften als in Deutschland.

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oloh 11.05.2018, 22:07
13. MINT-Fächer

Zitat von spdf
Wenn sie als deutsche Frau denselben Druck ausgesetzt wären wie in den USA oder einigen anderen Staaten der dritten Welt, würden sie sich auch ganz anders verhalten. Im Iran studieren z.B. mehr Frauen Ingenieurswissenschaften als in Deutschland.
...und genau deshalb gibt es im Iran auch mehr weibliche Führungskräfte als hierzulande. Das ist auch okay so.
Man sollte das nicht allzu sehr problematisieren. Wir haben "bei den Medien" eine Frauenquote von > 50%. Da genügt auch BWL oder vergleichende Politologie mit C2 in Englisch.

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Lisa_can_do 11.05.2018, 22:50
14. Situation entspricht der Qualität mancher Beiträge

Nein, es ist nicht nur der im Artikel beschriebene Fakt, sondern die Ignoranz darüber, dass es seit Jahrhunderten eine Männerquote von über 90 % in fast allen Bereichen gibt, über die sich kein Mann aufregt. Wir können die männlichen Machtstrukturen kaum aufbrechen - da muss eben eine Quote her - bitte auch da Gleichberechtigung. Und auch nein, es gibt in einigen Bereichen sehr viel mehr Frauen, die potenziell auch Führungspositionen könnten. Beispiel: Medizin, Pflege fast 80 % Frauen, aber die Pflegedirektoren sind sehr oft Männer; Medizinstudium: 54% Frauen, Fachärzte: 48 % Frauen; Oberärzte: 28 %, Chefärzte knapp über 3 % - da werden wir Frauen wohl immer dümmer. Und bei dieser Erhebung einer Uniklinik (also von der Frauenkommission) zeigte sich bei den Frauen in den Führungspositionen überhaupt kein Unterschied zwischen Müttern oder Nicht-Müttern.

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spon-facebook-10000523851 11.05.2018, 22:50
15. So ein Unsinn.

Wird's dann bald so, dass Frauen in Positionen gezwungen werden muessen (ob sie wollen oder nicht) damit Deutschland in einem internationalen Vergleich ein paar Prozent zulegen kann. ? Dann nehmen wir doch gleich noch alle sexuell Vielfaeltigen dazu und was sonst noch so alles gezaehlt und erfasst werden kann.

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habu 12.05.2018, 01:19
16. Und wieso blamiert sich Deutschland?

Es ist gewiss nicht blamabel sondern sinnvoll, sich der Quoteritis zu widersetzen. In Führungspositionen gelangen wollen wesentlich weniger Frauen als Männer, die oft einen anderen Lebensentwurf haben. Entsprechend dürftig ist dann auch das Angebot geeigneter Frauen. Wenn man nach Qualifikation besetzt, ergibt sich vermutlich ein Frauenanteil zwischen 10 und 20%, so wie es sich auch eingependelt hat.Mit Diskriminierung hat das nichts zu tun. Was eine Frauenquote bewirkt kann man ja da studieren, wo sie verwirklicht wird, beispielsweise bei der Besetzung von Professuren. Berufen wird die zweitklassige Frau und nicht der erstklassige Mann. Langfristig wird das zu erheblicher Frauendiskriminierung führen, da man die Erfahrung mit Quotenfrauen verallgemeinert und dann wirklich glaubt, Frauen seien dümmer/unfähiger als Männer.

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quark2@mailinator.com 12.05.2018, 01:51
17.

Meßwert sollte doch wohl die Lebenszufriedenheit der Menschen sein. Bevor man wertet sollte man also doch einbeziehen, wie wichtig es den betroffenen Personen ist und wieviel sie dafür leisten, es zu erreichen. Einfach so eine Statistik nehmen und sich 50:50 als Ideal definieren ist mir zu einfach gedacht. Ein Unternehmen zu führen ist nämlich auch ziemlicher Streß, den nicht jede/r will.

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dasfred 12.05.2018, 04:16
18. Der gemeine Heteromann an sich,

hat schon als Kind viel Freude daran, sich mit anderen Jungs zu messen. Selbst im Mannschaftssport arbeitet er sich gern zum Leader hoch. Dieser Anspruch bleibt im Beruf weiter bestehen. Der "Stärkste" arbeitet sich zum Leiter hoch und bestimmt die Rangliste nach unten. Das funktioniert, weil er in der Lage ist, aus seiner Erfahrung die Konkurrenz aus seinem Geschlechtspool gut einzuschätzen. Die Frau an sich legt weniger Wert auf Macht. Die Hackordnung wird von anderen Faktoren bestimmt. Wenn der Betriebsleiter nun die Auswahl hat, zwischen Männern und Frauen mit gleicher Qualifikation, so tendiert er eher zu einem Mann, der zwar bestmöglich seine geforderte Leistung bringt, ihm aber im Konkurrenzkampf nicht gefährlich werden kann. Im Umgang mit Frauen fehlt dem Alpha Männchen diese Sicherheit. Er weiß, dass er bei Frauen schwach werden kann, selbst wenn sie ihm unterlegen sind. Ihm fehlt dafür die nötige Sensibilität. Die meisten Unternehmen sind nicht umsonst hierarchisch strukturiert, weil diese Form dem männlichen Verhalten am nächsten kommt. Erst, wenn Hierarchien abgebaut werden und in jeder Ebene Gleichberechtigung eingeführt wird, kann sich das Geschlechterverhältnis auch nach oben angleichen. Die Frauen, die heute in Führungspositionenen aufrücken, haben meist schon männliches Verhalten adaptiert. Witzigerweise hat SPON zum Artikel ein Symbolfoto gewählt, dass eine Frau darstellt, die sich nicht nur vom Betrachter sondern auch von ihrer Weiblichkeit abwendet.

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chinareel 12.05.2018, 04:18
19. Zweimal

Ich, 73, hatte im Berufsleben zweimal eine Chefin. Eine davon kennt man gut aus der Presse. Das waren die schlimmsten Zeiten. Sie muessen unbedingt beweisen, dass sie haerter sind als Maenner.
Letztere meinte immer, sie sei hart, aber fair. Wenn sie aus ihrer Zeit einen einzigen Manager nennen kann, der das bestaetigt, bin ich ueberrascht.

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