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Frauen im Silicon Valley: Managerin verliert Diskriminierungsklage gegen Investmentfi
REUTERS

Das Urteil wurde mit Spannung erwartet, es ging um die Karrierechancen von Frauen im Silicon Valley. Eine Jury hat die Diskriminierungsklage von Ellen Pao gegen eine Investmentfirma nun abgewiesen.

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Marut 28.03.2015, 01:43
1. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Nun, das passt ja! Wenn eine Frau zielstrebig ist, dann ist sie böse und egoistisch. Wenn sie dann noch einen Chef der Firma abweist - geht garnicht.
Auch hätte sie wissen müssen, dass sie keine Chance hat, weil sie ja mit 45 nicht mehr das knackige Lustobjekt ist.
Und all diese Wertewelt soll nun mit TTIP auch bei uns etabliert werden. So Gesetze wie Frauenquote oder Gleichbezahlungsrecht sind dann für amerikanische Firmen ein einschneidender Nachteil und ein nur mit Männern besetztes Schiedsgericht wird uns dann zu Schadensersatz verurteilen. Klasse Perspektive.

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eskimoser 28.03.2015, 04:42
2. 6:6

Bevor jetzt spekuliert wird, Quote und so: Es war eine 50/50 Jury, dieses kleine Detail koennte auch gut im Artikel stehen. Finde ich

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Criticz 28.03.2015, 09:46
3. Hallo Eskimoser

Vielen Dank für den Hinweis.....eine wirklich relevante Information, da im Artikel ja so bisschen der Eindruck erweckt wird, die Jury hätte unsachlich geurteilt. Also keine Machstrukturen in der Jury (-:

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thrlll 28.03.2015, 10:13
4.

Zitat von Criticz
Vielen Dank für den Hinweis.....eine wirklich relevante Information, da im Artikel ja so bisschen der Eindruck erweckt wird, die Jury hätte unsachlich geurteilt. Also keine Machstrukturen in der Jury (-:
Und wo genau wird in dem Artikel der Eindruck erweckt, die Jury habe unsachlich geurteilt? Er ist ja nicht sonderlich lang, der Artikel.

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Romanny 28.03.2015, 12:14
5. Gewinnerzielungsabsicht.

Warum in aller Welt sollte ein amerikanisches Internet-Unternehmen (oder überhaupt ein Unternehmen) weibliche Mitarbeiter wegen ihres Geschlechts benachteiligen oder bei Beförderungen übergehen? Die möchten Gewinn machen und zwar so viel wie möglich. Das ist das zentrale und allem anderen übergeordnete Motiv aller Akteure in einem marktwirtschaftlichen System. Einzig und allein daran richten Unternehmen ihre Personal- und sonstigen Entscheidungen aus. Wenn die weibliche Kandidatin tatsächlich die bessere Bewerberin ist, wäre die Firma mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie einen minderqualifizierten Mann nähme. Daran ändern auch die feministischen Verschwörungstheorien von den bösen Männerbünden nichts, die angeblich unter sich bleiben wollen und die armen Frauen diskriminieren.

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fitzefatz 28.03.2015, 15:38
6. @Romanny

Zitat von Romanny
Warum in aller Welt sollte ein amerikanisches Internet-Unternehmen (oder überhaupt ein Unternehmen) weibliche Mitarbeiter wegen ihres Geschlechts benachteiligen oder bei Beförderungen übergehen? Die möchten Gewinn machen und zwar so viel wie möglich. Das ist das zentrale und allem anderen übergeordnete Motiv aller Akteure in einem marktwirtschaftlichen System. Einzig und allein daran richten Unternehmen ihre Personal- und sonstigen Entscheidungen aus. Wenn die weibliche Kandidatin tatsächlich die bessere Bewerberin ist, wäre die Firma mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie einen minderqualifizierten Mann nähme. [...]
So eine Welt exisitiert aber meines Erachtens nur in den Köpfen marktliberaler Ideologen.
Allzu menschliche Angewohnheiten wie z.B. Gier, Eitelkeit und v.a. etliche persönliche Animostäten spielen in der Wirtschaft wohl eine bedeutend größere Rolle, als man in der Theorie der Wirtschaftwissenschaften annimmt (wenn man sich damit überhaupt auseinandersetzt).

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CobCom 29.03.2015, 05:21
7.

Zitat von Marut
Nun, das passt ja! Wenn eine Frau zielstrebig ist, dann ist sie böse und egoistisch. Wenn sie dann noch einen Chef der Firma abweist - geht garnicht. Auch hätte sie wissen müssen, dass sie keine Chance hat, weil sie ja mit 45 nicht mehr das knackige Lustobjekt ist. Und all diese Wertewelt soll nun mit TTIP auch bei uns etabliert werden. So Gesetze wie Frauenquote oder Gleichbezahlungsrecht sind dann für amerikanische Firmen ein einschneidender Nachteil und ein nur mit Männern besetztes Schiedsgericht wird uns dann zu Schadensersatz verurteilen. Klasse Perspektive.
Da steht "Affäre beendet..." und nicht "abgewiesen" im Artikel.
Sie hat es also offenbar erst mit Hochschlafen probiert und wurde erst danach das "arme, diskrimierte Frauchen"...
In unserer Firma nennen wir das eine Karrierenutte und es ist garnicht so selten... was relativ neu ist, ist der zweite Anlauf über die Diskrimierung. Natürlich unter lässigem Trampeln auf allem, wofür dieser Schutz ursprünglich mal gedacht war.
Böse und egoistisch trifft es ganz gut...

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hansgustor 29.03.2015, 16:04
8. @CobCom

"Karrierenutte"? Da scheint man die Gleichberechtigung ja sehr ernst zu nehmen in ihrer Firma ...

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kfp 29.03.2015, 21:34
9.

Zitat von Marut
Nun, das passt ja! Wenn eine Frau zielstrebig ist, dann ist sie böse und egoistisch. Wenn sie dann noch einen Chef der Firma abweist - geht garnicht. Auch hätte sie wissen müssen, dass sie keine Chance hat, weil sie ja mit 45 nicht mehr das knackige Lustobjekt ist. Und all diese Wertewelt soll nun mit TTIP auch bei uns etabliert werden. So Gesetze wie Frauenquote oder Gleichbezahlungsrecht sind dann für amerikanische Firmen ein einschneidender Nachteil und ein nur mit Männern besetztes Schiedsgericht wird uns dann zu Schadensersatz verurteilen. Klasse Perspektive.
In Sachen Gleichberechtigungen sind die USA schon ein ganzes Stückchen weiter als wir, und sei es nur durch die sachlicheren Lebensläufe (wo Angaben zu Alter, Herkunft, Familienstand, Foto u.ä.) streng verboten sind. Wenn es in manchen Fällen doch noch zu Diskriminierungen kommt, heißt das zwar, dass dort auch nicht alles im Reinen ist. Aber in D hat es eine kompetente Frau im gebährfähigen Alter immer noch deutlich schwerer, im Beruf vollwertig akzeptiert zu werden , s. z. B. Beiträge wie dieser:

http://www.spiegel.de/forum/karriere/tipps-fuer-teilzeit-eltern-sagen-sie-ruhig-dass-ihr-kind-staendig-schreit-thread-264167-3.html#postbit_26902086

"man darf es ja nicht laut sagen, aber wenn eine neue Stelle besetzt wird, wird bei uns keine junge Akademikerin eingestellt."

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