Forum: Karriere
Frauen mit Erfolgsgeschichte: "Jetzt oder nie - ich musste meinen eigenen Weg finden"
RoSana

Was Töchtern oft verwehrt bleibt, wurde Heidi Gutschmidt dringend angetragen: Der Vater wollte sie als Nachfolgerin für seine mittelständische Firma. Sie lehnte ab, brach mit dem Job als Juristin, wurde Gesundheits-Unternehmerin.

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fatherted98 29.04.2015, 08:21
1. Tja...

...so Unternehmerstöchter haben es schon schwer...ein runde Mitleid...aber am Ende steht ja wie es aussieht ein Happy End...mit Beratungskursen fürs Management...

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Bobby Shaftoe 29.04.2015, 08:32
2. ArmleuchterIn

Igitt, gleich mehrere Binnen-Is auf einem Haufen. Verkommt der Spiegel zur Gender-Postille?

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lotoseater 29.04.2015, 08:47
3. sehr schöner Artikel, danke

Zitat von Heidi Gutschmidt
Er, Homöopath und Osteopath, wollte ein Zentrum aufbauen, in dem Ärzte und Heilpraktiker an einem Strang ziehen zum Wohle des Patienten. [...] Zurück in Deutschland erzählte ich meinem Vater von unserem Vorhaben, [...] Mein Vater ließ sich von der Begeisterung zumindest so weit anstecken, dass er [...] überzeugt war. Noch vor Ort zeichneten wir drei auf, wie unser Zentrum aussehen soll, hinsichtlich sowohl des medizinischen als auch des ästhetischen Konzepts. So entstand das RoSana Gesundheitszentrum in Rosenheim, das ich geschäftsführend leite.
Das ist der Kern der Erfolgsgeschichte. Ich finde es traurig, dass so etwas modernen Frauen als Vorbild dienen soll.

Ein Mann hat eine Idee, aber kein Geld. Er trifft eine Frau mit reichem Papa, bekommt sie ins Bett und damit den Papa ins Boot, sie eröffnen die Firma, und als Dank darf sich die Tochter geschäftsführend um die Firma kümmern, damit sie ihre gefühlte Erfolgsgeschichte hat. Eigentlich ist das die Erfolgsgeschichte zweier Männer, an der zufällig auch eine Frau beteililgt war. Schade, wirklich schade.

Da ich mit einer Frau gewordenen Erfolgsgeschichte zusammenlebe, weiß ich zum Glück, dass es auch Frauen da draußen gibt, die es aus eigener Kraft zu was bringen.

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bernd.stromberg 29.04.2015, 11:24
4.

Ich frage mich manchmal ernsthaft ob es nicht kontraproduktiv für das weibliche Geschlecht ist wenn "normale" Erfolgsgeschichten immer auf das Geschlecht bezogen erwähnt und hervorgehoben werden.

Als Fazit bleibt am Ende immer stehen dass Frauen etwas geschafft haben, obwohl oder gerade weil sie Frauen sind.
So als hätten sie eine Behinderung, und man schreibt jetzt darüber dass sie trotz Behinderung Ihr Leben meistern.

So begibt man sich bzw. Frauen im allgemeinen dann vielleicht weiterhin erst in die Situation, dass Frau-sein als Behinderung und Frauen als Minderleister angesehen werden.

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Criticz 29.04.2015, 19:15
5. Herr Stromberg - einfach mal

den Namen der Autorin und "pro quote" googeln - und Sie wundert nichts mehr.

Zugleich findet man die Antwort auf die Frage in Beitrag 2.

SPON ist leider längst eine Gender-Postille, genauer: wird von pro-quote-JournalstInnen intstrumentallisiert und lässt sich instrumentalisieren.

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h-i-2224 30.04.2015, 07:35
6. Kleine Zwischenfrage. Was ist mit den Vorstellungen der

Mutter geworden, ihren Sohn, der gerade einmal eineinhalb Jahre war, nicht einer Tagesmutter zu überlassen, sondern selbst zu erleben und großzuziehen, da auch der Vater, ihr damaliger Mann umso mehr in der Firma aufging.

Wie es klingt, hat sie dieses Vorhaben wohl nicht verwirklichen können.

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h-i-2224 30.04.2015, 07:45
7. Das ist leider wahr und eine unnatürliche Verhaltensweise,

Zitat von bernd.stromberg
Ich frage mich manchmal ernsthaft ob es nicht kontraproduktiv für das weibliche Geschlecht ist wenn "normale" Erfolgsgeschichten immer auf das Geschlecht bezogen erwähnt und hervorgehoben werden. Als Fazit bleibt am Ende immer stehen ......
welche dazu führt, dass Frauen, vor allem junge Frauen immer wieder glauben, dass sie etwas Besonderes tun, wenn diese ihre Arbeit machen, Filme drehen, sich philosophisch geben, Kunst gestalten etc.
Und es nervt auch Frauen gewaltig, wenn sich derart priviligierte Frauen hinstellen und sich als Maßstab des Lebens von Frauen geben.

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RainerCologne 30.04.2015, 09:48
8. Interessant

Schöner Artikel.

Nur frage ich mich: Wofür brauchen wir dann eine Frauenquote? So wie die Dame ihr Leben schildert ist alles ganz einfach, selbst mit pflegebedürftiger Mutter und klein Kind.

Ist es nicht hilfreicher einen reichen Papa zu haben?

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Criticz 01.05.2015, 11:51
9. Soziale Herkunft entscheidet

Zitat von RainerCologne
Schöner Artikel. Nur frage ich mich: Wofür brauchen wir dann eine Frauenquote? So wie die Dame ihr Leben schildert ist alles ganz einfach, selbst mit pflegebedürftiger Mutter und klein Kind. Ist es nicht hilfreicher einen reichen Papa zu haben?
So ist es, RainerCologne. Schauen Sie sich mal an wie gerade die Besetzung der Aufsichtsratsposten bei VW läuft.

Man muss aus der richtigen Familie kommen, aus der richtigen sozialen Schicht.

Auch deshalb ist die Frauenquote falsch. Sie verschlimmert die Situation nur noch, dass ein weiteres - sachfremdes und leistungsfremdes - Kriterium, das Geschlecht, nun auch noch zum Auswahlkriterium wird.

Aber Maas, Schwesig und A. Schwarzer freuts. Die Männer, die dadurch diskriminiert werden, weniger.

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