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Frauen nach der Babypause: "Ich kann diese Stundenzahl nicht mehr kloppen"
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Kind und Karriere, das ist oft ein Problem: Katrin Wilkens berät Mütter beim Wiedereinstieg nach der Babypause. Sie berichtet von Häme gegen das Stillen und von einer Bankmanagerin, die die Seiten wechselte.

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friespeace 16.03.2019, 16:58
1. Verrückt!

Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut man die Realität biegen kann.

Die Dame sagt also offen, dass sich für die Mütter durch die Kinder die Ziele verschieben, die Frage nach dem Sinn aufkommt, Veränderung gesucht wird, weniger Lust auf viele Arbeitsstunden entsteht und regelmäßig der Wunsch nach "was handwerklichem".

Sprich: niemand zerstört die Karrieren der Frauen, sie haben schlicht keinen Bock mehr.

Aber trotzdem gibt es am Ende Wut auf das Patriarchat, die Ungerechtigkeit und der alte weiße Mann wird mal wieder erwähnt...

Unglaublich

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noalk 16.03.2019, 17:03
2. Von wegen 19. Jahrhundert

Den Vorfall mit dem Stillen hätte es im 19. Jhdt. so nicht gegeben. Der Respekt Frauen gegenüber war damals ein anderer. Einfach zum Fremdschämen. Frau Berg, das wäre ein Fall für Sie.

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legeips62 16.03.2019, 17:17
3. Bankgewerbe Tarifvertrag?

Wer in einer Bank einen Führungsjob haben möchte oder hat, für den gilt vieles nicht. Kind und Karriere bringen hier keine Rendite... eine Erfahrung die für alle Führungsjobs ab Teamleiter besteht. Wer dies nicht will oder später erkennt ist "fehl am Platz" oder sich auf die: Gesetzliche Höchstarbeitszeit: https://www.google.de/search?source=hp&ei=OB6NXK-ZAY6kwQKmqqXwBA&q=gesetzliche+höchstarbeitszeit&oq =Höchstarbeitsst&gs_l=psy-ab.1.2.0l2j0i5i10i30.729.4841..7702...0.0..0.66.85 2.15......0....1..gws-wiz.....0..0i131j0i3.LacWJqx0sPY = 48 Stunden in der Woche, berufen. Ich wollte auch mal in einer Bank anfangen... Investmentbankerin... aber nach 3,5 Tagen sind die 48 Stunden "rum". Es ist nun mal so: Frauen können Kinder bekommen und dies ist ein Karrierenachteil gegenüber einen Mann "Punkt" Das "Kinderproblem" könnte ja durch Adoption gelöst werden. Eine andere Frau gebärt ein Kind und dann wird es abgekauft. Aktienhandel oder so...

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karin.italienfan 16.03.2019, 17:17
4. Alles beim alten

Frau Wilkens schildert punktgenau die Probleme, die Mütter haben, wenn sie wieder in den Beruf einsteigen wollen. Es ist wohl kein Zufall, dass zwischen dem Text die Werbung für das Buch von Verena Brunschweiger auftaucht. Es ist eine Schande, dass es im Jahr 2019 immer noch nicht möglich ist, Familie und Beruf zu vereinen. Mein Wiedereinstieg in den Beruf war 1979 und seitdem hat sich anscheinend nichts getan, um es Müttern mit Kindern zu erleichtern, selbst für ihre Altersvorsorge zu sorgen, denn auf Ehemänner sollte man sich nicht verlassen......

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Krokodilstreichler 16.03.2019, 17:24
5.

Das mit dem Kindergeld hat Frau Wilkens nicht so ganz verstanden. Auch in einer Zweiverdienerfamilie käme es bei Abschaffung des Kindergelds zu Ungerechtigkeiten, wenn zwei Paare insgesamt dasselbe aber die Individuen jeweils verschieden verdienen würden.

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gersois 16.03.2019, 17:30
6. Reine Buch-Promotion

Ich finde es haarsträubend, was Fr. Wilkens da von sich gibt! Elternzeit= "mit dem Wohnmobil durch Südfrankreich"! Oder "kann diese Stundenzahl nicht mehr kloppen"! Hier muss mit Sprüchen Werbung für ein Buch gemacht werden.
Meine Frau und ich haben 3 Kinder groß gezogen und in der IT gearbeitet. Wir fanden unsere Arbeit spannend und haben eben deshalb keine "Stunden gekloppt" - trotz zahlreicher Überstunden. Für die individuelle Kinderbetreuung gab und gibt es auch vernünftige Lösungen. Man muss es nur wollen und entsprechend dafür auch bezahlen. (Akademikerinnen verdienen ja nicht schlecht)
Und was das Stillen angeht, so scheint die Gesellschaft heute in Deutschland und in Europa verklemmter geworden zu sein.

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graf koks 16.03.2019, 17:33
7. Risiko

Junge Frauen einzustellen, ist für jeden Arbeitgeber, besonders in Kleinbetrieben, riskant. Nicht nur während Schwangerschaft und danach bleibt der Arbeitsplatz leer. Auch danach gilt Arbeitsunfähigkeit nicht nur bei eigener, sondern auch bei Krankheit der Kinder. Wenn sich die Gute dann auch noch mit Vollzeit überfordert fühlt, war´s das halt oft.

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der_mick 16.03.2019, 17:33
8. Liebe karin.italienfan

Es wird auch wohl nie möglich sein Familie und Beruf so zu vereinen, wie Sie das gerne hätten. Leider macht den Frauen die Natur da einen Strich durch die Rechnung. Ich habe durchaus Mitleid/Verständnis und finde auch, dass man alles tun muss um das so weit wie möglich abzufedern. Aber dem "alten weißen Mann" dafür pauschal den Misepeter zuzuschieben kann auch keine Lösung sein. Wäre ich eine Frau, ich würde keine Kinder kriegen. Aber ich bin ja auch ein karrieregeiler weißer Mann...

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cobaea 16.03.2019, 17:47
9. Sozialromantik

Zitat von noalk
Den Vorfall mit dem Stillen hätte es im 19. Jhdt. so nicht gegeben. Der Respekt Frauen gegenüber war damals ein anderer. Einfach zum Fremdschämen. Frau Berg, das wäre ein Fall für Sie.
Der Respekt gegenüber Frauen war im 19. Jahrhundert ein anderer? Stimmt - so lange sie zu Hause blieben und Kinder und Haushalt organisierten und taten, was der Ehemann wollte. Mit Kind wieder arbeiten zu gehen, kam ausschliesslich in Arbeiterhaushalten vor (wo die Frauen Geld verdienen mussten, damit die Familie überlebte) oder auf dem Bauernhof. Die Anwältin, die im Büro stillen wollte, gab's nicht, weil es gar keine Anwältin gab (Universiotätszugang erst ab Enmde des 19. Jh.) Keine Arbeiterin hätte am Arbeitsplatz ihr Kind stillen dürfen - hätte sie auch nicht gemacht, weil sie wusste, dass sie dann einen miserablen Ruf weg gehabt hätte. Zudem hätte ihr Ehemann dieses "schamlose Verhalten" sanktioniert. Dagegen sind blöde Sprüche ja schon ein Fortschritt.

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