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Frauenförderung: "Die Quote ist Teufelszeug"
Corbis

Als Personalchef der HypoVereinsbank kämpfte Oliver Maassen für mehr Frauen im Management. Dann nahm er ein Jahr Auszeit. Heute sucht er einen neuen Job und erlebt am eigenen Leib, was die Frauenquote für Männer bedeutet.

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_wajakla_ 06.03.2013, 17:25
1. Bundesregierung

"Herr Maassen, die Bundesregierung will die europaweite Frauenquote stoppen."

Will die Bundesregierung das? Ich hatte von Merkel eigentlich den Eindruck, dass sie der Quote positiv gegenübersteht, aber wenn das doch nicht so sein sollte - dann danke, Bundesregierung. Bitte bleibt aber dann auch dabei!
Ich wünsche mir wirklich, dass in diesen Tagen eine starke Kraft entschieden gegen diesen Überhand nehmenden Irrsinn wie den der Frauenquote, kämpft. Nicht nur Position bezieht, sondern auch erfolgreich dagegen ankämpft.
Leider kann ich in der Beziehung Merkel nicht mehr völlig vertrauen. Sie selbst hat Aussagen bezüglich der Frauenquote oder auch bezüglich des Mindestlohns getroffen, die völlig konträr zu den Positionsaussagen der CDU stehen - und ich glaube auch, dass sie diese Sachen durchsetzen möchte, wenn möglich natürlich durch die Hintertür, so dass sie vordergründig noch sagen kann, sie wäre doch dagegen gewesen, hat sich aber nicht durchsetzen können.

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LorenzSTR 06.03.2013, 17:41
2. Käse

Es gibt keine "männliche" oder "weibliche" Kommunikation - da scheint der Herr vlt. einfach, wie es oft der Fall ist, einfach wieder die falschen Trainees (Hauptsache jung, angepasst und brav) ausgewählt zu haben. Personalmanagement eben... Da wird sowieso meist der größte Unsinn verbrochen (man denke nur an grotesk übertriebene Anforderungsprofile zum Billigtarif) und oft nur eingestellt, wer nicht wirklich kompetent ist und dadurch "gefährlich" werden könnte - gibt es vlt. deshalb auch so wenige Frauen in den hohen Positionen? An den Schul- und Uniabschlüssen liegt es scheinbar nicht.

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juliuss 06.03.2013, 17:44
3. Danke!!

Also vielen herzlichen Dank für diese Fürsprache: wir wissen ja, dass Buddies lieber auf Buddies hören. Ham wir wieder mal geklärt, wie Frauen so sind und dass sie 'anders' kommunizieren (das ist etwas 'anderes' als 'besser', nicht wahr?) Wer wissen möchte, wo die Geschlechterstereotypen aus der Aufklärung und Romantik überwintern, muss halt im unverbildeten TOP-Management suchen. Kant war in dieser Hinsicht teilweise avantgardistisch, hier hingegen lesen wir viel aus den traditionsreichen Schriften von Gellert, Schlegel und Fichte ÜBER die Frau an sich. Danke nochmal!!

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Zhiyal 06.03.2013, 17:47
4. schlecht verbrämte Herablassung

Zitat von
Natürlich gibt es viele Frauen, die hochqualifiziert und sehr gut sind. Auch weil sie gute Förderer hatten. Das waren übrigens meist Männer. Der Beweis, dass Frauen auch besser bei der Förderung anderer Frauen sind, muss erst noch geliefert werden.
Die Herablassung in diesen Worten finde ich unerträglich. Frauen sind also gut, weil sie gute Förderer hatten (Männer sind demnach Einzelkämpfer ohne Netzwerk)? Und diese Förderer waren auch noch männlich - nicht wirklich erstaunlich, wenn wir bedenken, dass diese Förderer gar keine Frauen sein konnten - denn die gab es im oberen Management ja praktisch nicht. Dass nicht alle Männer Sexisten sind, wird hier als Argument gegen die Gleichberechtigung verwendet - darauf muss man erstmal kommen.

Und schließlich der alte Vorwurf, Frauen würden vielleicht gar nicht ausschließlich Frauen fördern. 1) Ja, es soll vorkommen, dass Frauen nicht alle gleich sind - manche identifizieren sich sogar mit ihrer Arbeit und nicht nur mit ihrem Geschlecht! ; 2) Frauen wollen Gleichberechtigung nicht weil sie besser oder irgendwie netter sind, sondern weil sie Menschen sind; 3) Diversität auch im Management erhöht die Produktivität und die Gewinnspanne

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caecilia_metella 06.03.2013, 18:04
5. Konkrete Ziele sind notwendig

Wenn Frauen (auch Autorinnen) eines Tages davon abgekommen sind, sich ständig von Männern bewerten zu lassen, dann werden sie auch frei entscheiden können, was sie selbst wollen und was nicht.
Männer sind auf vielen Gebieten einfach zu schlecht oder zu egoistisch, um auf einer "Vormachtstellung" beharren zu können, die sie nie hatten.
... "geeignete Jobs heute an Frauen gehen." Welcher Zeit trauert er, der in einer gleichberechtigten Bundesrepublik erzogen worden sein will, denn nach? 50 % wäre eine Zahl, die über Gleichberechtigung spricht.

Mit der Hektik hat er allerdings recht. Nun aber auch nicht zu viel Zeit lassen. Konkrete Ziele sind notwendig in einer Arbeitswelt, die ständig unter Dampf steht.

Konkretes Ziel: Werbung sollte nicht mehr Frauen diskriminieren in o.g. Form oder "Mein Haus hat immer das sauberste der Welt zu sein". Professorinnen kann es völlig egal sein, ob Staub auf all den fehlerhaften Büchern liegt, die Männer mit viel Zeit geschrieben haben.

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Barxxo 06.03.2013, 18:22
6. exakt das ist es

Maassen: "Das ganze Thema Frauenförderung ist völlig auf den Kopf gestellt, wenn wir nur über die 0,1 Prozent reden, die Top-Positionen sind. "

Das ist, was mich schon lange ärgert. Für die FeministInnen gehts immer nur ums Rosinen heraus picken. Sie wollen Geleichstellung nur da, wo es Vorteile bringt, sie wollen keinesfalls für die Gesellschaft die gleiche Arbeit erbringen, wie Männer es tun.
Ich habe noch keine FeministIn darüber lamentieren hören, es gäbe zu wenig weibliche LKW- Fahrer. (geschätzte 1%)

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josef79 06.03.2013, 18:25
7. was für ein Selbstwiderspruch!

Eine wirklich absurde und traurige Unterwürfigkeit des Herrn Maassen unter den Feminismus.


Maassen: "Aber wenn Mannsein zum Ausschlusskriterium wird, dann finde ich das schlimm."

Wie kann man denn dann für die Frauenquote sein? Sie ist der institutionalisierte Ausschluss von Männern. Was für eine scheinheilige Argumentation eines Quotenbefürworters, der endlich merkt, wie menschenverachtend Quoten sind!

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Privatier 06.03.2013, 18:26
8. Eine Quotenregelung kann Deutschlands Zukunft vergolden wie keine andere Maßnahme!

Zitat von sysop
Als Personalchef der HypoVereinsbank kämpfte Oliver Maassen für mehr Frauen im Management. Dann nahm er ein Jahr Auszeit. Heute sucht er einen neuen Job und erlebt am eigenen Leib, was die Frauenquote für Männer bedeutet.
Falls - und nur dann wenn - die eigene Schlagkraft im Wettbewerb der Nationen maximal beschädigende Kriterien wie "Bedürftigkeit" bei der Ermittlung der Quote völlig unberücksichtigt bleiben, und das Ranking ausschließlich gemäß der objektiv meßbaren und vergleichbaren Leistungsfähigkeit ermittelt wird.

An die Spitze gehören ohne Ausnahme nachweisbar Erstklassige. Personen, die "die es können", anstatt Kandidaten, denen man lediglich mitleidsvoll attestieren kann, "sie hätten es aber verdient".

Den Zweitbesten und allen weniger Qualifizierten bleibt die Aufgabe, sich im Unterbau zu bewähren.

MfG

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Andreas_Schneider 06.03.2013, 18:32
9.

wie wäre es, wenn man schon in der uni mit einer frauenquote beginnt. als männlicher student einer technischen uni spreche ich mich klar dafür aus...

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