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Frauenquote in Aufsichtsräten: "Ich habe schon eine Handvoll Damen in petto"
Amrop Delta

Die Frauenquote in Aufsichtsräten kommt, aber woher kommen die Frauen? Eine Herausforderung für Headhunter wie Sabine Hansen. Sie erklärt, warum Arbeitgeber aufschreien, die Quote trotzdem Strahlkraft entwickeln wird und gute Schminke auch in der Autobranche hilft.

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mm71 21.11.2013, 09:45
1.

Zitat von sysop
Die Frauenquote in Aufsichtsräten kommt, aber woher kommen die Frauen? Eine Herausforderung für Headhunter wie Sabine Hansen. Sie erklärt, warum Arbeitgeber aufschreien, die Quote trotzdem Strahlkraft entwickeln wird und gute Schminke auch in der Autobranche hilft.
Ich halte der Dame mal zugute, dass sie nicht wirklich Ahnung hat, wovon sie spricht - aber dies Interview zeigt, was uns nun droht.

Aufsichtsräte vertreten entweder die Arbeitnehmer- oder die Kapitalseite. Sie werden von diesen entsandt, verteten _deren_ und nur deren Interessen. Sie vertreten nicht die Interessen von Frauen im Allgemeinen, oder gar einer bestimmten Politikrichtung. Ich glaube, so mancher Frau - auch in der Politik - scheint gar nicht klar zu sein, für wen Aufsichtsräte arbeiten. Einigen der zukünftigen ARinnen ebenfalls (noch) nicht - aber das wird kommen, wenn die EIgner plötzlich Zahlen und Ergebnisse fordern. Da hilft dann eine Quote auch nicht mehr...

Vermutlich hat man nur die Frühstücks-Aufsichtsräte und Berufsfunktionäre in einigen Konzernen vor Augen, die ohne selbst im Risiko zu stehen meinen, in 4 Meetings im Jahr da das grosse Rad zu drehen.

Die Wirklichkeit in 99% aller Unternehmen sieht erheblich anders aus.

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ColonelCurt 21.11.2013, 09:52
2. Aufsichtsrat

Bei der wichtigsten Frage hier hätte Frau Huber nachhaken sollen: Warum Aufsichtsräte?
Ich habe nie verstanden, warum das überall so unkritisch übernommen wird. Aufsichtsräte sind im engeren Sinne keine Führungskräfte, sondern Kontrollorgane, die wenig Impact auf die operative Unternehmenswirklichkeit haben, die doch aber durch die Quote beeinflusst werden soll. Die platte Metapher mit dem Fisch, der vom Kopf her stinkt, ist insofern hier unstimmig.

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BillyTalent 21.11.2013, 10:14
3. Mal weiter gedacht...

...bedeutet das doch, dass, um später Frauen über Führungspositionen in Richtung AR zu bekommen, auch mehr Frauen zunächst mal eingestellt werden müssen...
Clever, Quote durch die Hintertüre...

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laotse8 21.11.2013, 10:25
4.

Zitat von sysop
Die Frauenquote in Aufsichtsräten kommt, aber woher kommen die Frauen? Eine Herausforderung für Headhunter wie Sabine Hansen. Sie erklärt, warum Arbeitgeber aufschreien, die Quote trotzdem Strahlkraft entwickeln wird und gute Schminke auch in der Autobranche hilft.
Frau Hansen meint, daß genügend qualifizierte, geeignete und fähige Frauen für deutsche Aufsichtsräte bereitstünden. Das ist durchaus möglich. Fakt aber ist, daß die Politik zwischen den Beinen das entscheidende Kriterium festlegt und damit von vorneherien eine Diskriminierung höher qualifizierter, besser geeigneter und fähigerer Männer festlegt. An letzterem stören sich zu Recht Industrie und aufstrebende tüchtige Manager/innen. Abgesehen davon, daß so ein weiterer Schlag ins Gesicht von Frauen mit Kindern geführt wird, indem dem arbeitenden Familienvater alllein geschlechtsbedingt Nachteile auferlegt werden. Aber gewählt ist gewählt ...

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winkdon 21.11.2013, 10:30
5. ...

Zitat von sysop
Die Frauenquote in Aufsichtsräten kommt, aber woher kommen die Frauen? Eine Herausforderung für Headhunter wie Sabine Hansen. Sie erklärt, warum Arbeitgeber aufschreien, die Quote trotzdem Strahlkraft entwickeln wird und gute Schminke auch in der Autobranche hilft.
Frau Hansen wittert da das grosse Geschäft für sich. Schön für sie. Leider schlecht für Deutschland. In Norwegen war die Frauenquote eine Katastrophe, die dazu geführt hat, dass Firmen sich vom Kapitalmarkt zurückziehen mussten. Braucht die Headhunterin nicht zu interessieren. Für den Industriestandort Deutschland wäre so eine Entwicklung aber fatal.

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homo-rationalis 21.11.2013, 10:38
6. Warum immer nur Aufsichtsrat oder Vorstandssitze??

Ich arbeite in einem Stahlbetrieb. In der Personalabteilung arbeiten 2 Frauen. In der Kantine arbeiten 2 Frauen. Im Vertrieb arbeitet 1Frau. Auf der Malocherseite arbeitet KEINE einzige Frau. Trotzdem haben wir innerhalb der letzten 4 Jahren bereits 3 weibliche Aufsichtsräte in unserem Betrieb, weil Frauen auf eine Frauen-Quote in den Führungspositionen bestanden haben. Wieso verlangt eigentlich keiner nach einer Frauenquote bei den Stahlkochern? Warum verlangt keiner nach einer Frauenquote bei den Müllmännern? Warum verlangt keiner nach einer Frauenquote bei den Maloche-Arbeitern?? Das ist das was ich nicht so recht verstehe.

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lew111 21.11.2013, 10:58
7. Erschütternd

Ich war etwas erschüttert durch die Aussagen und Sprache in diesem Interview. Es zeigt wie fremd mir diese Gedanken sind.

"Viele Unternehmen werden sich auch verstärkt Ausländerinnen suchen"
Ich dachte immer man sucht sich kompentenz und nicht mitgeborene Eigenschaften. Es erinnert mich sehr stark an blauäugig und blond.

" In Ländern wie Großbritannien oder in Skandinavien gibt es solche Quoten längst, diese Länder haben uns ein paar Jahre voraus"
Hier wird Impliziert das die Quote etwas positiv ist. Ich emfinde es als etwas extrem negatives weil es immer eine Diskriminierung von diejenigen bedeutet die nicht von der Quote umfasst werden

" Ich habe schon eine Handvoll Damen in petto, die wären sehr offen dafür, diese Posten zu bekommen"
Klar, ich denke viele sind offen für solche Posten. Wäre es aber nicht besser zu sagen ich habe viele Damen in petto die Kompetent sind diese Aufgaben zu übernehmen.

"Das häufigste Argument war die fehlende Branchenkenntnis: Versteht sie denn etwas von unserem Geschäft? Das wurde oft als Vorwand benutzt."
Wird immer interessanter. Kompetenz steht nicht im Mittelpunkt und nun ist anscheinen auch Branchenkenntnisse nicht so wichtig.

"Der Fisch stinkt immer vom Kopf her."
Sprachlich etwas daneben.

"Ich muss schon sagen: Der Aufschrei der Arbeitgeberverbände überrascht mich. Was sich hier zeigt ist Angst, nicht nur um die Karrieren der Männer, sondern vor Veränderung allgemein. Das System hat sich ja für die, die drinnen sind, gut bewährt. "
Um offen zu sein es geht um die Karrieren der zukünftigen Männer, meine Söhne. Sie werden nicht allein durch kompetenz eine Karriere machen können sondern werden im Zweifelsfalle benachteiuligt werden wegen ihr Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft.

Wir sollten eine Gesellschaft anstreben die allein Kompetenz bewertet und nicht eine in der man durch die Zugehörigkeit einer Gruppe diskriminirt wird

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seiplanlos 21.11.2013, 11:04
8. klassisches rosinen picken

allein das Wort "Frauenquote" ist diskriminierend. Eine Geschlechterquote von 30% wäre ja noch OK.
Noch besser wäre es, die Quote auf die Prozentualen anteile eines Geschlechts in der gesammt organisation zu setzten. Sprich es gibt keine Frau als Angestellte, dann braucht auch keine im Aufsichtsrat sitzen (und Umgekehrt natürlich)

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Der Meyer Klaus 21.11.2013, 11:07
9.

Quotenangestellte egal welcher Art werden immer schnell rausgemobbt. Das einzige was zählt ist Qualifikation bzw Leistung und die ist unabhängig vom Geschlecht. Jede Form der Quote ist einfach nur eine Diskriminierung. Für mich wäre es eine Beleidigung nur genommen zu werden, weil damit eine Quote erfüllt wird. Keine Ahnung wie gestört man sein muss um sowas gut zu heißen.

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