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Frauenquote in Aufsichtsräten: "Ich habe schon eine Handvoll Damen in petto"
Amrop Delta

Die Frauenquote in Aufsichtsräten kommt, aber woher kommen die Frauen? Eine Herausforderung für Headhunter wie Sabine Hansen. Sie erklärt, warum Arbeitgeber aufschreien, die Quote trotzdem Strahlkraft entwickeln wird und gute Schminke auch in der Autobranche hilft.

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petrapanther 21.11.2013, 18:03
70.

Zitat von lotoseater
Könnte es an der Berufswahl von Frauen und Männern liegen?
Nein, denn es geht nicht um einen bestimmten Industriezweig, sondern um einen Durchschnitt der gesamten Wirtschaft. Unterschiedliche Berufswahlen mitteln sich heraus.

Zitat von lotoseater
Oder an der Bereitschaft, sich hochzukämpfen?
Warum sollte es in diesem Bereich Unterschiede geben?

Zitat von lotoseater
Oder der biologischen Notwendigkeit, dass nur Frauen Kinder gebären können und diese Zeit entsprechend für Karriereanstrengungen ausfällt?
Weiter unten behaupten Sie, man könne einen Aufsichtsratsposten "quasi als Nebenjob" ausfüllen, also sicherlich auch neben der Kindererziehung. Was denn jetzt? Ist Anstrengung nötig oder nicht?

Zitat von lotoseater
[...] Nein, geschlechtsspezifische Bevorzugung von Frauen gibt es nicht. Keinesfalls. Die Damen, die mir schöne Augen gemacht haben[...]
Und schon wieder eine Anekdote, die nichts mit dem Thema zu tun hat und (mit Verlaub) niemanden interessiert. Wissen Sie, wie ermüdend solche Abschweifungen für Ihre Gesprächspartner sind?

Zitat von lotoseater
[...] Außer "es gibt auch mitfühlende Menschen" und "17%" ist von Ihnen noch nichts gekommen, und das überzeugt mich offensichtlich nicht.
Gehen Sie doch einmal mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie auf, warum die offensichtliche Benachteiligung von Frauen bei Aufsichtsratsposten nicht auf Diskriminierung beruht! Ausser Anekdoten und Spekulation haben Sie noch nichts geliefert.

Zitat von lotoseater
Zeigen Sie wenigstens, dass Sie über andere Möglichkeiten als Diskriminierung nachgedacht haben und begründen Sie logisch und nachvollziehbar, warum Ihnen diese Begründungen nicht nachvollziehbar erscheinen.
Das habe ich oben getan. Auch wenn ich nicht glaube, dass irgendwelche logischen Argumente Sie überzeugen können - wie gesagt, Menschen glauben bei solchen Themen zumeist, was sie glauben wollen.

Zitat von lotoseater
Ach ja: Und warum ausgerechnet Aufsichtsratsposten (die man quasi als Nebenjob erledigen kann)? Warum nicht in der Geschäftsführung oder auf allen anderen Ebenen des Managements?
Dort gibt es dieselben Probleme.

Zitat von lotoseater
Etwa weil das für ausrangierte Politikerinnen nicht so interessant ist? (Komisch, dass das erst bis 2016 umgesetzt werden soll, also passend vor der nächsten Bundestagswahl 2017.)
Wieso PolitikerINNEN? Mehr als 80% sind doch männlich, das habe ich doch nun wirklich oft genug hervorgehoben.

Zitat von lotoseater
Oder weil die "richtigen" Managementpositionen Vollzeitjobs sind, in denen man hart arbeiten muss und viel Know-How haben muss?
Weiter oben haben Sie noch impliziert, dass der geringe Frauenanteil in Aufsichtsräten auf geringem Durchsetzungsvermögen und Babypausen beruhe - jetzt sind das auf einmal keine "richtigen" Managementpositionen mehr. Sie widersprechen sich.

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HRFortmann 21.11.2013, 18:08
71. Wirklich?

Ich finde es ein Trauerspiel, dass qualifizierte Frauen nur durch eine Quotenregelung in AR oder Vorstände kommen können. Erfolgreiche Frauen, zumindest die die ich gesprochen habe, sind entsetzt über eine solche Regelung. Dies führt nur dazu, dass diese Personalien als "Quote" gesehen werden, was sie auf die Ebene der "Geliebten des Chefs" bringt. Dass eine Umdenke in puncto Frauen in D noch passieren muss ist ausser Frage, aber eine Regulierung des Arbeitsmarktes kann nie die Antwort sein. Alleine die demographische Entwicklung des Arbeitsmarktes wird diese Umdenke begleiten.

Dass man genug Frauen findet ist keine Frage.

Harald R. Fortmann
Personalberater

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DerBlicker 21.11.2013, 18:24
72. das ist Irrsinn

Zitat von nagevog
Menschen, welche Anderen bestimmte Fähigkeiten, Eigenschaften und Wesenszüge anhand ihrer Biologie zuschreiben, stehen bei mir in gleicher Tradition mit den Nazis damals(Arier=Gut, Juden=Böse). Wer ernsthaft behauptet, daß die Wirtschaft "menschlicher" wird, sobald mehr Frauen in den Führungsetagen vertreten sind, hat für mich jegliches Recht auf Respekt verspielt. Bei mir heißt es inzwischen nicht mehr nur: "Nazis Raus!", sondern auch "Feministinnen Raus!"
Natürlich wird die Wirtschaft menschlicher, wenn Frauen stärker repräsentiert werden, schon deshalb, weil damit die Gesellschaft besser repräsentiert wird.

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DerBlicker 21.11.2013, 18:30
73. nein werden sie bisher eben nicht

Zitat von Peter Werner
Schön. Wenn dies so sein wird, wird ja keine Quote benötigt, dann werden die entsprechenden Damen ja auch so die entsprechenden Posten erhalten.
Derzeit werden eben die Männer von Männern bevorzugt, sonst würden statt vieler männlicher Luschen im Aufsichtsrat die besser qualifizierten Frauen sitzen. Die Männer haben nur deshalb ein starkes Übergewicht, weil sie kräftigere Ellenbogen haben und lauter schreien. Das aber ist eher eine Disqualifikation, die dem Unternehmen nichts bringt.

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nkelm 21.11.2013, 20:40
74. Ein zweischneidiges Schwert

Die Frauenquote - Fluch oder Segen? Natürlich habe ich nichts dagegen, dass Frauen in den Führungspositionen sind, aber nicht durch Zwang des Staates. Und natürlich gibt es immer Firmen, die Männer bevorzugen, aber bei den meisten renommierten Arbeitnehmern kann man und Frau bei genügender Qualifikation alles erreichen. Die Frauenquote ist nicht gegen die Diskriminierung von eben jenen, sondern eine Diskriminierung gegen Männer. Und was passiert mit den Männern, die den Frauen weichen müssen?

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smsderfflinger 21.11.2013, 20:42
75. 21.11.1

Zitat von homo-rationalis
Ich arbeite in einem Stahlbetrieb. In der Personalabteilung arbeiten 2 Frauen. In der Kantine arbeiten 2 Frauen. Im Vertrieb arbeitet 1Frau. Auf der Malocherseite arbeitet KEINE einzige Frau. Trotzdem haben wir innerhalb der letzten 4 Jahren bereits 3 weibliche Aufsichtsräte in unserem Betrieb, weil Frauen auf eine Frauen-Quote in den Führungspositionen bestanden haben. Wieso verlangt eigentlich keiner nach einer Frauenquote bei den Stahlkochern? Warum verlangt keiner nach einer Frauenquote bei den Müllmännern? Warum verlangt keiner nach einer Frauenquote bei den Maloche-Arbeitern?? Das ist das was ich nicht so recht verstehe.
Aber das ist doch ganz leicht zu verstehen. Bei allen Frauenquoten geht es einzig und allein um gut dotierte Posten für verdiente Politikerinnen Gewerkschaftlerinnen oder Parteisoldatinnen. Sicherlich wird auch für Greenpeace etc. das ein oder andere Pöstchen abfallen.
Es ist nicht eben wahrscheinlich, dass die nun entstehenden/ freizumachenden Posten mit Friseusen oder Putzfrauen oder Langzeitarbeitslosinnen besetzt werden. Die sind nicht in wichtige Netzwerke eingebunden. (Nein, Facebook zählt da nicht...)
D

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arimahn 22.11.2013, 03:16
76.

Zitat von nkelm
Die Frauenquote - Fluch oder Segen? Natürlich habe ich nichts dagegen, dass Frauen in den Führungspositionen sind, aber nicht durch Zwang des Staates. Und natürlich gibt es immer Firmen, die Männer bevorzugen, aber bei den meisten renommierten Arbeitnehmern kann man und Frau bei genügender Qualifikation alles erreichen. Die Frauenquote ist nicht gegen die Diskriminierung von eben jenen, sondern eine Diskriminierung gegen Männer. Und was passiert mit den Männern, die den Frauen weichen müssen?
Und wer garantiert dass bei leichtem Frauen"überschuss" nicht plötzlich nur noch Frauen in solche Positionen gehoben werden?

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Scheidungskind 22.11.2013, 09:29
77. ...

Zitat von sysop
Die Frauenquote in Aufsichtsräten kommt, aber woher kommen die Frauen? Eine Herausforderung für Headhunter wie Sabine Hansen. Sie erklärt, warum Arbeitgeber aufschreien, die Quote trotzdem Strahlkraft entwickeln wird und gute Schminke auch in der Autobranche hilft.
Angenehm unprätentiöses Interview, das einem - zum allerersten Mal -Vorteile einer Quotenregelung vermittelt, die man nachvollziehen kann.

Vielleicht sollte man aber statt einer Frauenquote eine Quote für Intrernationals einführen, um allzuviel Gekungel in den Aufsichtsräten zu vermeiden.

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kast3005 22.11.2013, 09:52
78. Vielleicht mal genauer lesen?

Es geht darum Frauen, die mindestens so gut qualifiziert sind wie die Männer, in ihrem Karriereweg zu unterstützen. Es geht definitiv NICHT darum Unqualifizierte in Positionen zu bringen von denen sie keine Ahnung haben. Der Großteil der Beiträge zeigt aber warum eine Frauenquote wichtig ist... (Und nicht zu vergessen: bisher wurden ja anscheinend schlechter qualifizierte Männer den Frauen vorgezogen)!

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lotoseater 22.11.2013, 10:01
79.

Zitat von petrapanther
Nein, denn es geht nicht um einen bestimmten Industriezweig, sondern um einen Durchschnitt der gesamten Wirtschaft. Unterschiedliche Berufswahlen mitteln sich heraus.
Unterschiedliche Berufswahlen mitteln sich raus? Das ergibt natürlich Sinn!

Zitat von petrapanther
Gehen Sie doch einmal mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie auf, warum die offensichtliche Benachteiligung von Frauen bei Aufsichtsratsposten auf Diskriminierung beruht! Ausser Anekdoten und Spekulation haben Sie noch nichts geliefert.
Das kenne ich ja schon. Das Argument kann ich umgekehrt genauso formulieren:
Gehen Sie doch einmal mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie auf, warum der geringere Anteil von Frauen bei Aufsichtsratsposten auf Diskriminierung und offensichtlicher Benachteiligung beruht! Ausser Behauptungen und Spekulation haben Sie noch nichts geliefert. ;-)

Zitat von petrapanther
Das habe ich oben getan. Auch wenn ich nicht glaube, dass irgendwelche logischen Argumente Sie überzeugen können - wie gesagt, Menschen glauben bei solchen Themen zumeist, was sie glauben wollen.
Stimmt, Sie haben natürlich recht. Was mir zuerst als komplexe Fragestellung erschien, lässt sich in Wirklichkeit ganz offensichtlich einzig und allein monokausal erklären: Der geringe Frauenanteil in Aufsichtsräten beruht nur und ausschließlich auf ungerechtfertigten und auf Sexismus beruhenden Privilegien der "Old Boys".

Zitat von petrapanther
Dort gibt es dieselben Probleme.
Im operativen Geschäft gibt es vor allem ein Problem, das trifft Männer und Frauen gleichermaßen: Regulär 50h-Wochen plus Überstunden abends und am WE, teilweise hohe Reisezeiten, das Ganze in Verbindung mit hohem Termindruck. Deshalb fordert für diese Stellen auch keine eine Frauenquote.

Zitat von petrapanther
Wieso PolitikerINNEN? Mehr als 80% sind doch männlich, das habe ich doch nun wirklich oft genug hervorgehoben.
Na, wen fördert eine Frauenquote denn? Frauen!

Zitat von petrapanther
Weiter oben haben Sie noch impliziert, dass der geringe Frauenanteil in Aufsichtsräten auf geringem Durchsetzungsvermögen und Babypausen beruhe - jetzt sind das auf einmal keine "richtigen" Managementpositionen mehr. Sie widersprechen sich.
Evt. habe ich mich mißverständlich ausgedrückt. Sorry! Ich wollte sagen, dass die Quote für Aufsichtsrätinnen nichts mit Karriere und nichts mit breit angelegter Frauenförderung zu tun hat, sondern lediglich als Politikerinnenförderung funktionieren wird.

Ich kenne übrigens etliche sehr fleißige und ebenso talentierte Frauen, die ganz sicher ihren Weg machen werden. Ganz ohne Quote. Eben weil sie kompetent sind. Mir fällt beim besten Willen kein Grund ein, warum man die fördern müsste. Wobei die eine oder andere schon heute gefördert wird, und zwar nicht weil sie Frau ist, sondern weil sie talentiert ist. Aber das tun Sie sicher wieder nur als Anekdote ab... Gut dass diesen Frauen Ihr Urteil egal sein kann.

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