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Freiberufliche Consultants: Jetzt mach ich die Überstunden für mich
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Zwölf-Stunden-Tage sind für Berater nichts Besonderes - auch nach dem Ausstieg bei McKinsey und Co. Trotzdem ist die Selbständigkeit für viele verlockend: Da beutet man sich wenigstens selber aus.

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HaioForler 18.05.2016, 10:57
1.

Was ich nun gleich erwarte: wie unsozial, kalt, ungerecht doch die moisten Freiberufler sind. Ach ja, und wie unfähig und egozentrisch. Fehlt was ? Ehm ... schlechte Kindheit.

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RMG 18.05.2016, 11:04
2. der idealisierte neoliberale Traum…

die Menschen beuten sich selber aus und empfinden dies auch noch als große Freiheit. Die erforderlichen, ununterbrochenen 45 Jahre Zahlung an die BFA werden natürlich für diese „Selbstoptimierer“ etwas schwierig zu erreichen.

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fleischwurstfachvorleger 18.05.2016, 11:23
3. Keine

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die Nebenkosten darf man alleine tragen, keinen bezahlten Urlaub, aber zu 100 % das Risiko.

Was für ein Riesenmist.

Gerade im beratungsgeschäft tummeln sich Tausende von älteren Einzelkämpfern mit 40 - 50 + Jahren, die die letzte Abfindung kassiert haben, um sich dann selbständig zu machen.

Leider ist aber Deutschlands Mittelstand beratungsresistent. McKinsey und Konsorten werden häufig zwangsweise von den Banken eingesetzt und dann wird kräftig kassiert.

Aber leider herrscht in den großen Konzernen immer noch der Jugendwahn. Ab 50 ist man zu teuer, zu widerborstig und zu oft krank. Also raus damit. Und unsere Politik macht da auch noch mit, obwohl sie das Gegenteil verkünden.

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Der_Prüfer 18.05.2016, 11:28
4. #2 RMG: die BFA ist nicht das Problem

Wer da über 45 Jahre Zahlungen an BFA denkt, versteht nicht, wo und wie man als freier Unternehmer und Berater Kohle scheffelt.

Einfach mal rechnen: 1300 EUR Tagessatz bei Auslastung von ca. 200 Tagen/Jahr. Fast null Kosten bzw. Overhead, da Reisekosten etc. vom Mandaten übernommen werden.
Da "verdient" man in wenigen Jahren mehr als mancher Forist in seinem ganzen Leben.

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Svenner80 18.05.2016, 11:30
5. Freiberufler

Zitat von HaioForler
Was ich nun gleich erwarte: wie unsozial, kalt, ungerecht doch die moisten Freiberufler sind. Ach ja, und wie unfähig und egozentrisch. Fehlt was ? Ehm ... schlechte Kindheit.
Nö. Ganz und gar nicht. Die beiden haben nur aktuell ihr Leben mehr oder weniger komplett der Arbeit untergeordnet. Aber das machen ja viele, nicht nur die "bösen" Berater.

Das ist übrigens weder allzu schwer (naja, das Studium muss man natürlich haben, die entsprechende Berufserfahrung und man sollte seinen Job halt einfach können) noch ungewöhnlich.

In den Metropolen gibt es ordentlich Nachfrage nach Beraterjobs. Wenn man ein bisschen netzwerkt und gewillt ist, kreuz und quer durch D zu reisen, kann man da eine Weile lang gut Geld verdienen.

Man muss es halt nur wollen. Viele kommen dann nach 5-10 Jahren in ihre alte Heimat zurück, lassen sich normal anstellen, gründen eine Familie und bauen ein Haus (Kleingeld hat sich ja angesammelt).

Eine Sache hat mich bei den beiden nur gewundert ... Tagessatz 1300€ (also 130€/h) und trotzdem ein Drittel weniger als das 100.000€ Angestellten-Gehalt bei McKinsey? Stimmt nicht! Selbst konservativ bei 17 Tagen pro Monat und 10h pro Tag sind es 22.000€ / Monat.

Als Selbstständiger macht man eigentlich *immer* mehr Geld. Und neben der Freiheit, entscheiden zu können was und wie lange man es macht, ist das der andere große Motivationsgrund. Wozu denn sonst der ganze Käse, wenn nicht wegen des Geldes. So ehrlich sollten alle Selbstständigen bitte auch sein.

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g0r3 18.05.2016, 11:31
6.

Was ich mich bei diesen Beratern immer frage, ist warum sie denn nicht einfach selbst ein Unternehmen gründen, anstatt ihr angebliches Druidenwissen weiterzuverhökern.

Die einzige Erklärung, die mir bislang plausibel erscheint, ist dass zwischen den auswendig gelernten Case Studies der Berater und dem tatsächlichen eigenverantwortlichen und erfolgreichen Leiten eines Unternehmens ein dermaßen eklatanter Unterschied besteht, dass die meisten dieser fürstlich entlohnten"High Potentials", ausgebildet in einer "Wissenschaft", die alle Jahre eine andere Sau durchs Dorf treibt, kläglich scheitern würden. Aber schön, dass sie eine Nische gefunden haben, ihre Psalmen zu vergolden.

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upalatus 18.05.2016, 11:35
7.

...als Folgeartikel wär einer jetzt interessant, der sich mit der Qualiltät der vermittelten "Berater" befasst und welche Schäden sie anrichten können....

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mweldag 18.05.2016, 11:35
8. Registrierung umständlich. Profilübernahme geht nicht korrekt

Referenangaben?? Steht alles in CVs. Die Seite muss noch auf jedenfall optimiert werden. Habe mich nu registriert und warte auf die tollen Angebote.

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David K. 18.05.2016, 11:50
9. Was fehlt sind die Kosten der Selbstständigkeit

Der Hinweis in solchen Artikeln auf die Kosten kommt immer wieder zu kurz.

Wer sich in die Selbstständigkeit begibt, vergisst gerne, dass er bei freiwillig gesetztl. Krankenversicherung Arbeitgeber und Arbeitnehmer Anteil aus seinem Netto-Gehalt bezahlen darf. Das sind dann gerne mal 700 eur pro Monat. Weiterhin ist er aus der Rentenversicherung raus. Mag am Anfang schön sein, aber irgendwann beginnt er zu rechnen, was er pro Monat irgendwie anlegen muss, damit er im Alter irgendwas hat. Unter dem Strich muss eine Selbstständigkeit sehr gut durchkalkuliert sein, denn die Kosten sind sehr viel höher als man glaubt.

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