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Führung von unten: So steuern Sie Ihren Chef
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Ihr Vorgesetzter ist unorganisiert und führt nicht richtig? Dann führen Sie ihn doch zur Abwechslung mal selbst - unauffällig natürlich. Das nennt sich "Cheffing" und ist gar nicht so schwierig.

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trulala 19.03.2018, 07:13
1. Unternehmensberatung... war ja klar

Im Interesse alle wäre es hier, den Chef los zu werden und durch jemand kompetenteren zu ersetzen. Aber natürlich nicht mit Unternehmensberatungen, die alleine in die Aufrechterhaltung des Peter-Prinzip interessiert sind - denn niemand anders braucht die unfähigen Chefs.

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Luscinia007 19.03.2018, 07:48
2.

Makaber!
Wenn es nur auf diese Art und Weise in der deutschen Wirtschaft rund läuft, dann Gute nacht!
Kompetente Untergebene buckeln, um ihren unfähigen Chefs das Hinterteil zu retten! Das erinnert mehr an das Verhalten m Hofstaat von absolutistischern Herrschern, deren Hofstaat sie verherrlicht, um beim morgenlichen Aufstehen des Königs weiterhin seine ehrenvolle Position als Entleerer des königlichen Nachttopfes zu behalten, und nicht an eine effektives, modernes Unternehmen in einem sozialen und demokratischne Rechtsstat.
Kein Wunder, dass VW- und andere Dieselingenieure proaktiv die Wünsche des Vorstands erfüllen und Gesetze brechen um die Kunden zu täuschen!
Ja, so macht man Karriere!

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vogel0815 19.03.2018, 08:14
3. Seine Arbeit machen bei meinem Lohn?

Also das halte ich für ökonomischen Wahnsinn.

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furo81 19.03.2018, 08:16
4. Nicht zeitgemäß

Ich hatte auch schon Chefs wie Herrn Knobel (Unternehmensberatung). Sorry, aber ich finde die Ratschläge zum "Cheffing" wenig sinnvoll. Ich würde mir viel mehr einen neuen Job suchen, mit einem fähigen Vorgesetzten, der mich zu schätzen weiß, und wo das Lob für meine Leistung auch da ankommt, wo es hingehört, bei mir (oder auch der Bonus o.ä.)

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spiegelleser987 19.03.2018, 08:55
5.

Es gab vor einigen Jahren mal eine Umfrage. Im Ergebnis kam heraus, dass nur wenige Mitarbeiter mit ihrem Chef unzufreden sind. Die weitaus größere Zahl war mit anderen Mitarbeitern unzufrieden, weil die ohne wirkliche Kenntnisse alles bestimmen wollten.

Das habe ich nun auch mehrmals aus Gesprächen mit Arbeitnehmern aus anderen Unternehmen erfahren.
Es gibt natürlich auch die Gegenseite. Besonders voll geht es daneben, wenn die Chefs nur Jura oder Soziologie studiert und von Technik und den entsprechenden Arbeitsaufgaben keine Ahnung haben.

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matti99 19.03.2018, 09:05
6. Bitte Betriebsräte nicht vergessen

Beim Cheffing bitte auch an die die (deutschen) Betriebsräte (so es die denn gibt) denken. Die unausgegorenen Ideen und Wünsche mancher Chefs werden erst durch engagierte, erfahrene Betriebsräte (so ist das meine Erfahrung) zu tragfähigen Vorhaben. Betriebsräte sind vielfach die besseren Sachverständige.

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Dromedar 19.03.2018, 09:17
7. Wenn das entscheidende Dokument

erst nachts um zwei vor der Präsentation fertig wird, würde ich beim Cheffing an der Stelle anfangen. Grundsätzlich gehört zu Team-Arbeit eben auch ein 4-Augen-Prinzip, das gemeinsame Durchgehen durch das Dokument und eben, daß die Planung so ist, dass es deutlich vor dem normalen Feierabend am Freitag fertig ist. Die Planung muss übrigens auch dann noch funktionieren, wenn der Beauftragte Freitag früh krank wird. Also, entweder ist das Dokument grundsätzlich schon eher fertig und wird kurz vor der Präsentation nur noch einmal gemeinsam gesprochen oder es wird eben nicht in Einzelarbeit erledigt. Das Ziel kann nicht Powerpoint-Karaoke sein - jedenfalls ist das nicht besonders effektiv.
Das Cheffing fängt also bei der Zeitplanung an. Und die macht im Detail eben nicht der Chef (dessen Aufgabe es hier ist die Gruppe nach außen zu vertreten), sondern die Ausführenden - und wenn das nicht so ist, dann sollte und kann das geändert werden.

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Nordstadtbewohner 19.03.2018, 09:34
8. Betriebsrat? Nein danke.

Zitat von matti99
Beim Cheffing bitte auch an die die (deutschen) Betriebsräte (so es die denn gibt) denken. Die unausgegorenen Ideen und Wünsche mancher Chefs werden erst durch engagierte, erfahrene Betriebsräte (so ist das meine Erfahrung) zu tragfähigen Vorhaben. Betriebsräte sind vielfach die besseren Sachverständige.
Da habe ich schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Ein Betriebsrat in einem Krankenhaus (= gelernter Krankenpfleger) wollte der Controlling-Abteilung und der Ärzteschaft vorschreiben, wie sie zu arbeiten haben. Das ist in meinen Augen das beste Beispiel dafür, wie ein Geringqualifizierter versucht, Fachkräften und Leistungsträger vorzuschreiben, wie das Unternehmen zu lenken ist. Wie ist so etwas möglich? Durch einen Betriebsrat.

Wer ähnliches noch nicht erlebt hat, kann sich mal den Niedergang des Stahlwerkes von Krupp in Rheinhausen anschauen (z.B. bei Youtube). Dort versuchte sich eine Kantinenhilfe als Betriebsrätin. Mit den entsprechenden Folgen.

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dasfred 19.03.2018, 10:02
9. Wieder so ein Sonderfall

Für mich war immer wichtig, wieviel Freiheit mir mein Chef lässt und wie gut die Zusammenarbeit klappt. Wenn beides nur eingeschränkt durchzusetzen war, habe ich den Arbeitsplatz gewechselt. Ein Chef, der darauf vertraut hat, dass ich im vollen Interesse der Firma arbeite, ist von mir nie enttäuscht worden. Wenn die Interessen nicht mehr deckungsgleich sind, hat es keinen Zweck, sich aufzuregen.

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