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Gefeierte FT-Kolumnistin schmeißt Job: Liebe Anwälte, Banker und Berater - werdet Leh
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Sie hatte Glamour, Geld und Freiheit: "Financial Times"-Kolumnistin Lucy Kellaway hat gekündigt, um Lehrerin zu werden. Jobs seien wie Partys, sagt sie. Man solle gehen, wenn es am schönsten ist.

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brehn 22.11.2016, 15:45
10. jaja

Zitat von cobaea
Meiner Meinung nach haben Sie tatsächlich etwas falsch verstanden: Sie sollten als Quereinsteiger ein guter Lehrer werden und kein fauler und schlechter. Das, was Sie aber hier anführen, zeichnet einen extrem schlechten und zudem noch faulen Lehrer aus. Von der Sorte braucht keine Schule noch mehr - von denen gibt's eh zu viele. Und eine pädagogische Ausbildung ist wahrlich nicht überflüssig - nur weil es schlechte Lehrer gibt, heisst das nicht, dass die Ausbildung falsch ist. Es gibt auch miserable Ingenieure, Architekten. Mediziner - daran muss nicht die Ausbildung schuld sein. Allerdings wird man die meisten schlechten Ingenieure und Architekten einfacher wieder los als einen schlechten, faulen verbeamteten Lehrer. Ganz zu schweigen von miesen Medizinern.
Nagut, die leicht überspitzte Bemerkung was schlechte Lehrer angeht nehmen Sie zum Anlass mir zu Unterstellen Ich hätte als Quereinsteiger (sofern es dazu kommen sollte) nur Faulenzerei im Kopf.
Der Fakt, dass es schlechte Lehrer gibt heißt eher, das die Auswahl zu gering ist.
Den Rest des Beitrags lassen Sie getrost weg, mir ging es nämlich vorrangig um die Hürden für Quereinsteiger...ich habe gehört es soll auch engagierte Ingenieure/Mediziner/Architekten mit Lust zum Unterrichten geben, welche dann aber aufgrund der Regularien von einem Quereinstieg absehen, wahrscheinlich aber eine bessere Lehrleistung abliefern würden als so mancher alteingesessener Lehrer...
Nebenbei: wird in Berlin überhaupt noch verbeamtet?

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Pless1 22.11.2016, 16:19
11.

Zitat von bidebotchi
aber in Deutschland dank übertheoretisiertem, viel zu langen Umschulungs- oder Ausbildungsprozessen extrem unattraktiv. Gilt für alle Bereiche.
Und das ist auch gut so.

Ich bin jedenfalls froh, dass meine Kinder von fachlich wie didaktisch hoch qualifizierten Lehrern unterrichtet werden und nicht von Kolumnisten, die ihrem Leben eine Wendung geben möchten und daher "irgendwas mit Kindern" in ihrem "Lieblingsfach" machen wollen.

Nicht wenige Journalisten glauben leider irgendwann selbst, dass sie von einem Thema wirklich was verstehen - nur, weil sie darüber des Öfteren berichtet haben. Ein Phänomen, das in der ganzen Gesellschaft immer weiter um sich greift: Die Mär davon, dass jeder alles kann - man muss es nur intensiv genug wollen. So wie die Hummel, die sich vermeintlich nicht darum schert, dass es für sie eigentlich gar nicht möglich sei, fliegen zu können. Ist zwar längst widerlegt, aber wie wir ja wissen: Fakten werden überbewertet. Und Fachwissen auch...

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cobaea 22.11.2016, 16:28
12.

Zitat von brehn
Nagut, die leicht überspitzte Bemerkung was schlechte Lehrer angeht nehmen Sie zum Anlass mir zu Unterstellen Ich hätte als Quereinsteiger (sofern es dazu kommen sollte) nur Faulenzerei im Kopf. Der Fakt, dass es schlechte Lehrer gibt heißt eher, das die Auswahl zu gering ist. Den Rest des Beitrags lassen Sie getrost weg, mir ging es nämlich vorrangig um die Hürden für Quereinsteiger...ich habe gehört es soll auch engagierte Ingenieure/Mediziner/Architekten mit Lust zum Unterrichten geben, welche dann aber aufgrund der Regularien von einem Quereinstieg absehen, wahrscheinlich aber eine bessere Lehrleistung abliefern würden als so mancher alteingesessener Lehrer... Nebenbei: wird in Berlin überhaupt noch verbeamtet?
Ich habe Ihnen gar nichts unterstellt - ich hatte Ihre Bemerkung zum Kopieren von Arbeitsblättern einfach als Beispiel für die Arbeitsweise schlechter und fauler Lehrer verstanden. Und davon gibt es genug, diese "Sorte" Lehrer muss man nicht durch Quereinsteiger vermehren - auch nicht durch vollausgebildete Lehrer. Die Auswahl unter den Lehrern ist auch nicht von Beginn weg zu gering - aber es gibt einfach in allen Berufen einen bestimmten Prozentsatz von Menschen, die ihren Job mit möglichst wenig Arbeitsaufwand erledigen wollen. Lehrern wird das vereinfacht ermöglicht, sobald sie eine Planstelle als Beamter auf Lebenszeit haben. So lange aber die Bundesländer die nicht verbeamteten Lehrkräfte deutlich schlechter bezahlen (und teilweise auch noch zum Ende des Schuljahres jeweils entlassen und erst nach den Sommerferien wieder anstellen) , so lange wird jeder verbeamtet werden wollen. Dann aber wird ihn keine Schule mehr los, wenn er wirklich nur noch Jahr für Jahr die selben Arbeitsblätter wieder kopiert. Dass Quereinsteiger sehr gute Lehrer werden/sein können, ist unbestritten - nur sollte man ihnen eine wirklich gute pädagogische Zusatzausbildung gönnen, weil es eben doch sehr anstrengend und fordernd sein kann Klassen mit bis zu 33 Kindern oder Jugendlichen zu unterrichten. Da reichen auch sehr gute Fachkenntnisse eben oft nicht aus. Dass man in Deutschland gerade bei Quereinsteigern (z.B. auch: Lehrer will als Erzieher arbeiten oder als Sozialarbeiter) sehr unflexibel ist, ist wohl unstrittig.

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Newspeak 22.11.2016, 16:56
13. ...

Ja, super, jetzt kommen also irgendwelche wohlhabenden Klatschreporter auf die Idee, Kinder zu bespaßen. Das kann ja nur gut werden, oder? Die Frau scheint mir ziemlich narzisstisch zu sein, und eingebildet und größenwahnsinnig und mit mangelnder Demut vor der Arbeit von "echten" Lehrern gesegnet. Schrecklich, solche Leute.

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lachina 22.11.2016, 16:56
14. Ganz ehrlich, Frau Kellaway,

Tun Sie´s nicht. Nicht umsonst sind Lehrer eine der burnoutgefährdeten Berufsgruppen. Und fast alle lassen sich früher pensionieren, es gibt kaum Lehrer, die bis 67 vor einer Klasse stehen, zumindest nicht in Hauptschulen.

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bananenrep 22.11.2016, 18:13
15. Der Bock wird Gärtner

Egal wie man es dreht und wendet. Diese Typen haben noch nie gearbeitet und wissen nichts vom wirklich nachhaltigen Wesen von z.b. Handwerkern. Lehrer halt. Aus den Kinder die von solchen Leuten geteacht werden kann nichts werden.

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Kerze der Freiheit 22.11.2016, 19:40
16.

In Deutschland würde ich keinem MINTler oder Wirtschaftswissenschaftler empfehlen, auf Lehramt umzuschwenken, da man im Referendariat Dinge lernt wie Schreiben nach Gehör, Selbstorganisiertes Lernen und Hochlieder auf die Einheitsschule, die insgesamt so seriös sind wie die Behautptungen der Zeugen Jehovas oder von Scientology. Jeder rationale, analytisch denkende Charakter würde daran verzweifeln.

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montecristo 22.11.2016, 20:36
17. Nein

Zitat von hinschauen
In Deutschland aber bräuchte es dafür noch ein Referendariat, natürlich mit dem richtigen Fächerzuschnitt abhängig vom Bundesland - und ein Alterslimit gibts wahrscheinlich auch.
Man kann in Deutschland auch noch mit 64 Lehrer werden. Nur wird man dann nicht mehr verbeamtet. Hier gibt es je nach Bundesland "Alterslimits". An der Berufsschule gibt es auch zahlreiche Lehrer ohne Studium. Die bekommen dann aber eben keine A13/E13, da nach Abschluss bezahlt wird.

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evilbernd 22.11.2016, 22:07
18. aha

Zitat von smartphone
Bewerben Sie sich mal auch nur mit 50 oder ganz krass mit 35 als Ing/IT Sie sind in HR Augen schon ein fossiles Etwas,was vergessen hat cum tempore sein sozialverträgliches ABleben einzuleiten . Im übrigen #cobaea, sie mahcen einen erheblichen Denkfehler. Es sind meist die Guten (!) , die man los werden will ,weil die ja wissen was sie können und entsprechend auch bezahlt werden möchten. "los" wird man heutzutage fast jeden zügigst ,wenn man nicht gerade bei halbstaatlichen Konzernen arbeitet ( wie VW etc ) . Die extrem schlehcten Lehrer sind leider "standard" an den Schulen - es gibt geradezu Seilschaften , dei schwer daran arbeiten Kinder nach Gusto durchfallen zu lassen .... und fidnen sich auch noch Toll dabei . Solche Quereinsteiger wären generell wesentich besser , vorallem weil sie mal Realkontakt nach draussen hatten . Das Kernproblem ist doch , daß die Kinder nach dem Abi erst mal lernen müssen zu lernen - so war das bei uns damals - das kostet wertvolle Studienzeit ( wenn si nciht schlimmstenfalls gekickt werden )
Sie haben also alle Lehrer in Deutschland evaluiert und wissen daher, dass die Mehrheit sogar extrem schlecht ist. Nebenbei decken sie auch noch eine Verschwörung gegen alle "Guten" auf (die von der geheimen Bildungs-Seilschaft ja spätestens an der Uni "gekickt" werden können). Mal ganz ehrlich: Lesen sie sich den Unsinn, den sie schreiben, noch mal durch, bevor sie ihn abschicken? Passend zu ihrem Nickname scheint mir der Großteil einfach zufällig mit den Autovorschlägen erstellt. Ach ne, dann wäre die Rechtschreibung besser (da haben ihre Lehrer allerdings eindeutig versagt, aber vermutlich stellen sie sich da bewusst doof an, um nicht gekickt zu werden, oder? Sie sind ja ein ganz schlauer Fuchs.). Allgemein ist bekannt, dass Fremdbilder meist eine Beschreibung des eigenen Selbstbildes sind, welches zwecks Psychohygiene auf andere projiziert wird. Das lässt in ihrem Fall doch einige Rückschlüsse zu.

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jackberlin 22.11.2016, 22:32
19. Das

ist leider nicht auf Deutschland, das Land der Zertifikate, übertragbar. Quereinsteiger müssen einen finanziell schwer zu überwindenden Ausbildungsweg hinter sich bringen. Keine Förderung, keine Abkürzung. An dieser Einstellungspolitik ändert auch Lehrermangel an manchen Schulen nichts. Habe ich selbst und mir bekannte naturwissenschaftlich ausgebildete Fachleute sehr oft erleben müssen.

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