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Gefragte Ingenieure: Was wurde aus dem Fachkräftemangel?
DPA

Bis zu 390.000 Ingenieure werden in Deutschland bald fehlen. Davor warnt das Institut der deutschen Wirtschaft jetzt erneut - wie schon so oft. Kommt es wirklich so schlimm? Frühere Prognosen lagen gewaltig daneben.

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Jean P. v. Freyhein 13.04.2015, 20:47
240. Mängel sind schon vorhanden...

Meiner Erfahrung nach gibt es schon einen "Fachkräftemangel" - nur bedeutet es nicht automatisch, dass es viele zusätzliche Stellen gibt.

Denn viele der "freien" Stellen, sind nicht nur unbesetzt, weil man nicht die richtigen Fachkräfte findet, sondern auch, weil das Geld fehlt diese Fachkräfte entsprechend zu bezahlen.

Der Artikel hat da schon Recht, viele Firmen würden hier und da sicherlich gern die eine oder andere besser qualifizierte Fachkraft einstellen, die sie nicht findet - ggf. um andere Fachkräfte die ihnen zu teuer oder zu gering qualifiziert scheint, vor die Tür zu setzen.

Im Grunde sucht (fast) jeder Chef einen 18-jährigen mit 30 Jahren Berufserfahrung, der auch noch am besten als Praktikant vom Amt bezahlt wird.

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egowehner 13.04.2015, 20:48
241. Mit den Diplomen wird es wohl wie mit den Doktor-Titeln sein --

mehr Schein - zwei linke Hände - als praktischer Sach-
verstand. Und wenn das - ´mir zustehende Gehalt´ - an
erster Stelle steht, dann winken die Personalchefs dankend ab.

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herda 13.04.2015, 20:59
242. Die guten Studenten meines Jahrgangs

Sind großteils aus Deutschland weg. Die Gehälter in der IT sind gerade in Sillicon Valley und NewYork ca. 200-300% höher als bei uns.
Durchschnitsseinstiegsgehalt ca 150K/y.
Grüße

„Hier arbeitet niemand für ein deutsches Gehalt“

http://business.chip.de/news/Facebook-Google-Apple-Gehaelter-jenseits-100.000_72854785.html

http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-10/eizellen-einfrieren-facebook-apple



http://www.focus.de/finanzen/karriere/lohn-bei-facebook-google-und-twitter-mehr-als-akademiker-in-deutschland-das-verdienen-praktikanten-im-silicon-valley_id_3668064.html

http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-10/eizellen-einfrieren-facebook-apple

P.S Mein Schreiner berechnet 60 Euro die Stunde.

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wiealle 13.04.2015, 21:17
243. Die Situation ist kompliziert!

Es herrscht kein Mangel an "Ingenieuren" sondern an guten Ingenieuren. Ich bin dabei, eine Stelle zu besetzen, es ist zum Haareraufen: Ich habe Dutzende Bewerber, aber keiner erfüllt die Anforderungen. Dabei will ich nichts Unerfüllbares: min. 3 Jahre Berufserfahrung, Projekterfahrung, aktive Weiterbildung, Bock auf selbständiges Lösen von Problemen, Führerschein(!). Bisher keiner, der das alles bringt. By the way: Bisher haben nur ganz wenige mehr Geld gefordert, als wir zahlen würden. Daran liegt es nicht.

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fidelix 13.04.2015, 21:17
244. Falscher Ansatz

Wenn im Raum München fertig ausgebildete Ingenieure mit 11,50 € (Brutto !) Stundenlohn abgespeist werden (mittelständischer Betrieb), ohne Aussicht auf bessere Bezahlung und Aufstiegschancen in den ersten Berufsjahren, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich wenig Menschen für diesen Beruf begeistern. Das Geld kann man auch ganz ohne Ausbildung verdienen, wenn man nicht gerade ganz dumm ist. Fazit: erst richtig recherchieren, dann publizieren !

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lustigermichel 13.04.2015, 21:21
245.

Zitat von lexus1234
Er ist so real wie die Statistik, der Fachkräftemangel. Aber NATÜRLICH stehen die Bänder nicht still. Nein, im Gegenteil. Es wird kompensiert, wo es eben geht. In der Tech-Branche ist Wochenendarbeit und 60-Stunden Wochen die aktuelle Mode. Burn-Outs sind an der Tagesordnung, weil jeder verfügbare Ingenieur für zwei oder drei arbeitet - bei vollem Lohnausgleich, allerdings für den Arbeitgeber! Und: Es werden massenhaft Jobs exportiert. Alles, was in Deutschland nicht abgefangen werden kann, geht ins Ausland. Ja, unser Wohlstand steht sehr wohl auf dem Spiel. Denn wenn die Entwicklung ins Ausland geht, ist es eine Frage der Zeit, bis die Produktion folgt. Und dann hat es auch Auswirkungen für Geisteswissentschaftler, die dann weniger Taxikunden haben. Ich fasse es nicht, was ich hier für einen kurzsichtigen und mies recherchierten Blödsinn lesen muß.
Sehr wahr, die Forschung ist schon weg. Die Entwicklung wird folgen - die Welt hohlt auf und lernt. Wir merkeln.

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wauz 13.04.2015, 21:29
246. Häh?

Was, butte, hat denn Ihre "Replik" mit meinem Beitrag zu tun?
Das, was Sie da mit "Fachwissen" bezeichen, genau das ist das Problem! Was soll ein Betrieb mit dem Fachwissen von vor 30 Jahren?
Viele Betrieb haben eben das Problem, dass "erfahrene Kräfte", die, im Widerspruch zu ihrer Selbstsicht keinerlei Erfahrung, sondern nur Ersitzung haben, an Methoden festhalten, die eben nicht mehr haltbar sind?
Es macht wenig Sinn, "Schuld" zu verteilen. Tatsache ist aber, dass in D sehr viele leute sind, die sich über die Jahre nicht weitergebildet haben.
Vor über 15 Jahren schon musste ich Hilfskräfte wegschicken, die sogar einen Facharbeiterbrief hatten, aber nicht in der Lage waren, ein MDE zu bedienen, weil sie den "neumodischen Kram" für Teufelszeug hielten. Die waren zum Regale einräumen genausowenig geeignet, wie Analphabeten!
Ihr Wort von der "Arschkriech-Übung" lässt mich allerdings ganz stark vermuten, dass Sie eben genau zu denen gehören, die gefeuert wurden, eben weil Sie nicht mehr zu ertragen waren. Auch Ihre sonstige Fehl-Argumentation deutet an, dass bei Ihnen so etwas wie ein Affektstörung vorliegt.

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FuxHQ 13.04.2015, 21:34
247. Der Mythos

Gibt es wirklich zu wenig qualifizierten Nachwuchs? Von Karl Brenke. | Die Wirtschaft klagt seit Jahren: Es mangele an Fachkräften, gerade auch an qualifizierten Ingenieuren. Um Abhilfe zu schaffen, hat die Bundesregierung die "Bluecard" eingeführt - sie soll es hochqualifizierten Arbeitskräften erleichtern, in Deutschland zu arbeiten. Kritiker dagegen bezweifeln, dass es den Fachkräftemangel tatsächlich gibt. Dazu gehört auch Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Er hat eine umfangreiche Studie dazu durchgeführt.

http://mp3-download.swr.de/swr2/aula/swr2aula_20121021_mythos_fachkraeftemangel.6444m.m p3

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redbayer 13.04.2015, 21:34
248. Jeder der ein paar Ingenieure oder MINT

Absolventen kennt oder selbst einer ist, weiß das die ganzen Kampagnen nur gelogen sind (siehe auch die Aussage Prognos "soll anregen, dass die Knappheit nicht kommt").

Nein hier wird ausschließlich Politik gemacht, sei es Personalpolitik "um besser auswählen zu können" oder "die Gehälter zu drücken", Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, um bestimmte Richtungen zu präferieren und natürlich politisches Marketing, um bei der gewünschten Zuzwanderung mehr Gebildete zu bekommen.

Leider ist diese Gesellschaft so verlogen, dass immer die eigentlichen Gründe/Interessen verdrängt/verschwiegen oder negiert werden. Denn mit der Vorspiegelung "falscher Tatsachen" machen Viele viel Geld und bereichern sich.

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wauz 13.04.2015, 21:34
249. Arme Sau!

Zitat von herda
(...) P.S Mein Schreiner berechnet 60 Euro die Stunde.
Mit einem Stundensatz von 30 Euro kommt man, vorausgesetzt man kann 40h/w berechen, kurz über Hartz-iV raus. Urlaub und sonstige Sperenzchen sind da nicht eingeplant. Daher sind auch 60 Euronen herzlich wenig. Hat der gar noch eine Werkstatt? Dann müsste er 120,- aufschreiben, um halbwegs anständig zu verdienen!

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