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Gehälter von Männer und Frauen: Schulz will Lohnlücke "nicht hinnehmen"
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Frauen verdienen weniger als Männer. Das will SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ändern - mit dem Familiengeld. "Als Bundeskanzler wird dies eins meiner ersten Vorhaben sein", sagt er dem SPIEGEL.

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ds10 10.09.2017, 19:52
190.

Zitat von steve3000
Nicht verzweifeln oder gar provozieren lassen, lohnt sich nicht. ;-) Es empfiehlt sich, in solchen Fällen einfach mit sauber recherchierten und schnörkellos wiedergegebenen Daten zu kontern. Dann flippt das Gegenüber entweder irgendwann aus, weil die mit dem Fuß aufstampfende "Ihr seid alle so gemein"-Methode auf Grund läuft, oder es kommt zum kommentarlosen Rückzug. Und immer genügend Humor mitbringen, denn es ist doch herrlich, wie sich manche Zeitgenossen hochmoralisch an ihren Eigenbau-Fakten festklammern und daraus Deutungshoheit ableiten.
Da haben Sie sicher Recht, provozieren würde ich mich auch nicht lassen. Es fühlt sich aber einfach nicht gut an, wenn man bei einer Diskussion das Gefühl hat, man rede gegen eine Wand, denn man erhält ja keine sinnvollen Argumente als Antwort.

Es ist immer das gleiche ausgelutschte Argument (6% Unterschied beweisen eine Diskriminierung) oder ein sachfremdes Thema. Das kommt aber eben dabei raus, wenn das ausgelutschte Argument auf einer falschen Prämisse basiert, man könnte es auch das Axiom Nummer 1 des Feminismus nennen: "Frauen sind in Deutschland als Gruppe diskriminiert." Und da das ein Axiom ist, muss man das ja auch nicht mehr beweisen und alles andere folgt daraus.

Dabei dürfte doch jeder verstehen, dass das schon bewiesen werden muss, wenn es als Grundlage für Politik taugen soll. Und wenn man das Axiom dann anzweifelt sagt man damit ja nicht aus, dass in Deutschland keine Diskriminierung nach Geschlecht gibt, sondern nur, dass das nichts Systematisches ist und durchaus beide (oder wie viele Geschlechter es gerade auch gibt) Geschlechter betroffen sein können.

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ds10 10.09.2017, 19:57
191.

Zitat von Pecaven
Er wird ja nicht Kanzler, aber eine Frage, was waere sein Plan, wie wuerde er das Problem loesen?
Das ist eine sehr gute Frage, wie löst man ein nicht existierendes Problem? Ich würde sagen, indem man einfach gar nichts macht.

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eva_in_Rom 10.09.2017, 20:13
192.

Ich glaube dem Mann überhaupt kein Wort, nicht ein einziges. Völlig unglaubwürdig. Immer noch keine Ahnung wenn ihn in zwei Wochen wählen soll... ihn auf jeden Fall nicht!

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erdmann.rs 10.09.2017, 20:42
193. Traumjob

Zitat von danubius
Es ist immer wieder erheiternd wie sich Martin Schulz seine Hintertürchen offen lässt - hier: " Als Bundeskanzler wird ..." Oder anders herum gesagt: "Solange ich nicht Bundeskanzler bin werde ich mich dafür auch nicht einsetzen!" Es sollte ihm inzwischen doch klar sein, dass er seinen Traumjob als Kanzler der BRD in der kommenden Legislaturperiode nicht ausüben wird - dazu fehlen ihm und seiner SPD noch ein paar Prozente.
@danubius (10.09.17 um 19:02)
Wirklich erheiternd finde ich das nicht, was Herr Schulz so alles
von sich gibt, es ist doch eher ziemlich peinlich.
Herrn Schulz und der SPD fehlen eben nicht nur ein paar Prozente.
Dem Möchtegernkanzler Martin Schulz fehlt vor allem das nötige
F o r m a t.
Er kann sicher besser schwätzen als Frau Merkel,
aber das alleine ist eindeutig zu wenig.

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lupo2 10.09.2017, 22:35
194. Was jetzt noch fehlt

ist die Frauenquote bei den DAX-Aufsichtsräten. Aber diese Karte braucht er nicht auch noch auszureizen, er ist schon draußen.

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Juro vom Koselbruch 10.09.2017, 22:39
195. Der Empörungsschrei ...

... war klar vorauszusehen.

Man darf erwähnen, dass es auch in Deutschland einen Bereich gibt, in dem Frauen übelst ausgebeutet und unterdrückt werden.

Wenn jemand gezielt die körperlich schwer zu bewältigende Bauindustrie bezüglich des Forumsthemas artikuliert und in den Vordergrund rückt, darf man auch auf einen anderen Industriebereich zu sprechen kommen, die Sexindustrie und die zahlenmäßig erheblich überrepräsentierten Sexarbeiterinnen.

Wer sich da empört, wenn Empörendes dargelegt wird, zeigt selektive Wahrnehmung.

Man kann gerne eine Sachfremdheit betonen wollen. Doch die Arbeitgeber der Sexindustrie springen nun mal so mit den Arbeitnehmerinnen um, wen sie es können. Die machen einfach, was möglich ist und nutzen jede Gesetzeslücke oder -schwäche äußerst schamlos aus. Warum soll man das ausblenden? Dass in quantitativ entschieden geringerem Maß auch Sexarbeiter betroffen sind, wird nicht geleugnet.

Natürlich steht weiterhin die Lohnlücke von ca. 6% bezüglich Frauen im Vordergrund. Die kann man nicht wegschieben, indem man seriöse Institute einfach mit dem Wort links etikettiert und zu diskreditieren sucht. Ist schon klar. Benachteiligung von Frauen darf es nicht geben, also gibt es sie auch nicht.

Warten wir doch einfach weitere Ergebnisse ab. Ich würde mich ja freuen, wenn ich falsch läge. Darüber darf sich dann die andere Seite auch freuen, die heute ihrerseits im Sinne der Nachrichtensprecher verkündet, genau zu wissen vorgibt, was Sache wäre. Aber ich glaube nun mal nicht an die Güte von Arbeitgebern, sondern an deren klaren Profitinteressen. Beispiele dafür, dass ihnen Menschen egal sind, gibt es genug, auch außerhalb der Sexindustrie. Denken wir an den systematischen langjährigen Betrug von Millionen Kunden bezüglich nicht nur der Dieselfahrzeuge, um einen inhaltlich etwas "trivialeren" Bereich zu nennen. Gar nicht so nebenbei wird da massiv die gesamte Industrie samt Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in erhebliche Mitleidenschaft gezogen.

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warholandy 11.09.2017, 23:19
196. hmm

Zitat von Juro vom Koselbruch
In meinen Augen kann man angesichts solcher Beiträgen ausgprägte Frauenfeindlichkeit vermuten. Meiner Erfahrung nach wird am Totenbett, bei Beerdigungen, besonders aber nach der Beerdigung, wenn oft die große kalte Leere kommt, weil das geliebte, schmerzlich vermisste Gegenüber nicht mehr da ist, weder gejubelt noch Geld verprasst, sondern getrauert. Ich glaube auch nicht, dass die Witwen für die Zechenarbeit verantwortlich sind oder wollten, das die Männer dort zugrunde gehen. Meine Tante hat im Gegenteil oft gebangt, dass ihr Mann unter Tage mal nicht mehr hochkommt wegen eines Berwerkunglücks. Als er dann eine "Staublunge" hatte, pfleget sie ihn, wie sie nur konnte. Als er später verstarb, war nichts mit Jubel. Ich denke, Sie vergreifen sich massiv im Ton und leisten sich Überheblichkeit und Distanzlosigkeit, wenn nicht gar Diffamierung, die ihresgleichen suchen. Dieser Beitrag ist m.E. an Geschmacklosigkeit gegenüber Frauen, in diesem Fall konkret gegenüber Witwen nicht zu überbieten. Das Wort "Sei so, wie du bist! Es kommt sowieso heraus!" scheint seinen Sinn zu haben.
1. vermuten Sie da falsch

2. Ist es auch völlig unerheblich ob ich frauenfeindlich bin oder nicht, denn das ist nicht Thema hier. Es geht um die Frage, ob Frauen das schlechtere Ende im Leben erwischt haben, und da dachte ich mein Beispiel hilft Ihnen vielleicht dabei ihre Weltsicht etwqas abzurunden.

Merke: Es ist ein Zeichen von Reife, wenn man das Richtige tut und denkt, selbst wenn es die Eltern sagen ;) (oder ein Frauenfeind, wie sie fälschlicherweise vermuten)

Und wenn Sie das "verjubeln" so schmerzt, dann tut es mir natürlich leid - ich möchte wirklich nicht auf Gefühlen Hinterbliebener herumtreten. Dann geben die Witwen das Geld eben aus.

Aber nochmal und in aller Deutlichkeit: Um die Sachebene zu klären ist meine Haltung nun wirklich völlig wurscht.

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warholandy 11.09.2017, 23:26
197. hmm

Zitat von Juro vom Koselbruch
Die Nachbarinnen und Hausfrauen haben keinen Arbeitgeber, keinen Tarifvertrag, kein Gehalt usw. Ich und meine Kollegen oder Kolleginnen haben auch nur jeweils einen Arbeitsvertrag. Die Arbeitgber stellen nur einen Arbeitsvertrag aus, nicht zwei. Verdienen die "bessern Häften" hinzu, müssen die einen eignen Arbeitsvertrag unterschreiben und natürlich auch entsprechende Steuern zahlen.
Hausfrauen haben keinen Arbeitgeber, keinen Tarifvertrag, kein Gehalt usw., aber sie werden bezahlt. Das war meine Aussage?! Nicht verstanden??

Die Hausfrau hat Anrecht auf Gehalt des Mannes und darüber wird sie bezahlt, dasselbe gilt für Rentenansprüche, die bestehen ja nicht nur auf dem Papier.

Wenn es Ihnen hilft erweitere ich meine Aussage dergestalt, dass ich ich nun sage: Hausfrauen fließt Geld zu ;)

Sie sind mir schon einer: Ständig fliehen sie vor den Sachverhalten: In einem Beitrag werfen Sie mir Frauenfeindlichkeit vor, hier nun reduzieren Sie den Begriff "verdienen" auf seine arbeitsrechtliche Definition und hoffen so zu verschleiern, dass letztlich eben Hausfrauen Rechte haben und diese auch befriedigt werden. Was sind denn das für Taschenspielertricks?

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warholandy 11.09.2017, 23:38
198. hmm

Zitat von Juro vom Koselbruch
... wird tatsächlich durch Wiederholung nicht wahrer. Aber wenn man sie lange genug leugnet und kolportiert, dann wird es eben von interessierter Seite geglaubt - ein einfacher werbepsychologischer Grundsatz. Mars macht mobil - bei Arbeit, Spaß und Spiel - irgendwas wird schon dran sein :)
Warum beziehen Sie nicht einfach Stellung zur Aussage des Bundesministerium, dass relevante Faktoren zur Lohnfindung nicht in deren Berechnung eingeflossen sind? DAS wäre doch mal interessant,

Ich habe nun schon den 3. Taschenspielertrick von Ihnen gesehen, ich finde es reicht.

In fast allen Fällen hat sich Lohnungleichheit als berechtigt und als nicht frauendiskriminierend erwiesen. In den verbleibenden 6-7% Lohndifferenz fehlen Angaben, die diese Unterschiede anders als durch Diskriminierung zwanglos erklären können.

Aber das Ministerium weist extra auf diese Faktoren hin - das ist doch nicht so schwer zu verstehen.

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warholandy 11.09.2017, 23:51
199. hmm

Zitat von Juro vom Koselbruch
Die Diskriminierung wird schon durch die Lohnlücke von ca. 6% bis 7% hinreichend ausgefüllt. Sie scheinen gewillt zu sein, auch das Unmögliche noch rauszupressen. Sie möchten aus dieser Lohnlücke für die Frauen nun auch noch eine groteske Überbezahlung der Frauen machen. Laut Ideologie kann wohl nicht sein, was nicht sein darf. Das ist durchsichtig genug. Wie man mich dann auch noch einem Wahlkampfteam für Schulz zuschreiben kann, ist mehr als fraglich. Habe mich bezüglich Schulz und SPD klar genug geäußert. Wie kann man im Wahlkampfteam für Schulz sein, wenn man ihn satirisch öffentlich als "Didi Hallervorden" der SPD bezeichnet und erklärt, dass man dieses Mal SPD eindeutig nicht wählt. An Hand dieser von Ihnen geäußerten Unlogik wird so manches klar. Vielleicht gibt es ja ein göttliches Wesen, welches als fliegendes Spaghettimonster um die Erde kreist. Soll ja Leute geben, die das schon mal karikierend anmerkten. Vor mir spielen auf dem Sportplatz zwei Damenschaften Fußball. Unter der Woche auch Mädchenschaften. Die kriegen das selber ganz gut hin. Da muss man nichts reißen. Aber seine eigene Meinung zu nach wie vor existenter Benachteilgung von Frauen wird man unabhgängig von anderen Themen oder parteipolitsichen Farben haben und äußern dürfen. Schon allein, weil es Beiträge wie den zitierten gibt. Der Hammer war im Form aber die massive Diffamierung von Rentnerwitwen (nicht durch Sie), die angeblich auf irgendwelchen Ausflügen das Geld verjubeln würden. Dazu noch die äußerst schäbige Bemerkung, deren Männer wären ja im Bergwerk zugrunde gegangen. Es gibt nach wie vor Männer, welche es nicht ertragen können, wenn Benachteiligung von Frauen thematisiert wird. Gerade auch deshalb wird man sich äußern.
Mein Gott - es interessiert doch nicht wirklich ob Sie zu Schulz Wahlkampfteam gehören - auch nicht ob Damenmannschaften irgendwo Fußball spielen, und - wie schon erwähnt - ob ich ein ganz schäbiger bin. Uns interessiert einzig und allein, ob Frauen tatsächlich diskriminiert werden oder nicht, oder evtl. eher die Männer diskriminiert werden.

Sie wiederholen ihre Behauptung anfangs - und dann schreiben sie sich eine Seite lang irgendwas von der Seele, was nichts mit der Sache zu tun hat.

Nehmen Sie doch einfach Stellung zu den Sachargumenten des Foristen, vielleich können wir etwas lernen ... bis dahin bleibt es eine völlig unbewiesene Behauptung, die selbst das Bundesamt nicht teilt!

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