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Gehalt von ZDF-Reporterin: Es ist Diskriminierung - aber nicht von Frauen
ZDF/ Svea Pietschmann

Eine Reporterin klagt auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen - und verliert vor Gericht. Ein Skandal? Ganz so einfach ist es nicht.

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tomxxx 01.02.2017, 15:47
1. Das ist jetzt die spannende Frage...

gibt es diese "richtigen" Fälle überhaupt? Oder war die angebliche Diskriminierung auch ein Stück aus der Postfaktenära und hat alle anderen Randbedingungen einfach ausser Acht gelassen (z.B. Teilzeit, es werden die Gehälter ohne die Arbeitsstunden betrachtet, etc.)

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Le Commissaire 01.02.2017, 15:53
2.

Zitat: "Zahllose Unternehmen, gern auch in der Medienbranche, bedienen sich freier Mitarbeiter, die meist schlechter abgesichert und bezahlt sind. Unfair, aber rechtskonform."
Nun ja, als freier Mitarbeiter man im Gegensatz zum festen Mitarbeiter seine Arbeitszeit und seinen Arbeitsort im wesentlichen frei bestimmen. Das solch ein Unterschied in der Bezahlung sichtbar wird, ist an sich keine Ungerechtigkeit.

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exil-teutone 01.02.2017, 15:54
3. *seufz*

Nein, Frau Schwesigs Gesetzentwurf ist *nicht* der richtige Vorstoß, sondern ein Vorstoß, der Frauen bevorzugt.

Der *richtige* Gesetzentwurf wäre gewesen, *allen* ein Recht auf Gehaltsauskunft zu geben. Denn es sind weißgott nicht alle Männer, die beiGehaltsverhandlungen so aggressiv und maximierend auftreten.

Das wäre mal echte Gleichstellungsarbeit gewesen. Aber so ...

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testuser2 01.02.2017, 15:56
4. Jetzt braucht es dringend richtige Fälle

Das wird die Redakteurin aber nicht gerne hören, dass sie der falsche Fall ist, um eine Ungleichbehandlung von Frauen gerichtlich bestätigen zu lassen. Dass gerade das Pro-Manuela-Schwesig eingestellte ZDF verklagt wurde, ist schon reinste Satire.

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olfnairolf 01.02.2017, 15:57
5.

Mal angenommen Frauen bekämen die 7% mehr und somit so viel wie ihre männlichen Kollegen. Was würde es dann bedeuten wenn Frauen in Mutterschutz gehen, bei Bekanntwerden der Schwangerschaft die Probezeit als bestanden gilt, sich danach aussuchen können wann und wie lange sie arbeiten möchten, sie Kinderkrank machen und zuhause bleiben wenn die Kita zumacht.
Ist dann eine gleiche Bezahlung gerecht? Ist das dann immer noch die gleiche Leistung für den Arbeitgeber?
Ich weiß was es heißt wenn von 7 Frauen 4 mehr oder weniger gleichzeitig schwanger werden und die Firma so gut wie still steht.

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aktenzeichen 01.02.2017, 15:58
6. Auf die Idee, dass ihre festangestellte Vergleichsgruppe ...

im Selbstbedienungsladen ZDF ungerecht(fertig) viel Gehalt bekommt, ist sie offenbar nicht gekommen. Allein der Gedanke, dass Tom Buhrow als WDR-Intendant mit einem Gehalt von 370.000 Euro und einem jetzigen Pensionsanspruch von 2.8 Mill. Euro fast das doppelte Kanzler-Gehalt erhält, lässt Schimmes erwarten!

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Freier.Buerger 01.02.2017, 15:59
7. Wir brauchen Taschentücher

Beim internationalen Konzern auf der anderen Straßenseite verdient der CNC-Dreher/Fräser gut 50% mehr als hier in Sichtweite beim kleinen Zulieferer... Die Welt ist sooo ungerecht. Wenn die dort drüber weniger verdienen würden, könnte die AG mehr für unserer Leistungen zahlen und mein Männer und Frauen könnten mehr verdienen... Hähä, auch wenn es mir nicht gefällt. Unser Leistungsangebot ist eben nicht mehr wert, weil es genügend andere gibt, die eben dieses Angebot auch erbringen.
Die gute Frau ist frei. Sie bietet Leistungen an und vereinbart mit dem Auftraggeber einen Preis. Wenn sie auch von keinem anderen Auftraggeber einen höheren Preis für ihre Leistungen erhält sind sie scheinbar auch nicht mehr wert.

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ottomerlin1 01.02.2017, 15:59
8. Warum hat

der die Klägerin vertretende Anwalt bei der Formulierung der Klageschrift nicht gesehen, dass es sich um nicht vergleichbare Beschäftigungsverhältnisse handelte. Das müsste doch einem halbwegs kundigen Anwalt für Arbeitsrecht bekannt sein , dass man ein festes Arbeitsverhältnis nicht mit einem Verterg eines freien Mitarbeiters vergleichen kann, oder habe ich das falsch verstanden? Naja das Anwlaltshonrar ist auch jeden Fall sicher.

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Oberleerer 01.02.2017, 15:59
9.

Freie Mitarbeit sollte unbedingt reglementiert werden, vor allem Leiharbeit.
Diese sollte immer deutlich höher entlohnt werden, um das Risiko bei kurzen Laufzeiten auszugleichen. Diese Art Arbeitskraft einzukaufen sollte nur in Notfällen bei Engpässen stattfinden und gerade dann sollte ja wohl auch das Geld vorhanden sein.

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