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Gehalt von ZDF-Reporterin: Es ist Diskriminierung - aber nicht von Frauen
ZDF/ Svea Pietschmann

Eine Reporterin klagt auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen - und verliert vor Gericht. Ein Skandal? Ganz so einfach ist es nicht.

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Michael200669 01.02.2017, 18:47
90.

Zitat von aktenzeichen
im Selbstbedienungsladen ZDF ungerecht(fertig) viel Gehalt bekommt, ist sie offenbar nicht gekommen. Allein der Gedanke, dass Tom Buhrow als WDR-Intendant mit einem Gehalt von 370.000 Euro und einem jetzigen Pensionsanspruch von 2.8 Mill. Euro fast das doppelte Kanzler-Gehalt erhält, lässt Schimmes erwarten!
Entschuldigung, was vergleichen sie hier. Das ZDF ist nicht die ARD. Die ARD ist ein Verbund öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten in Deutschland. Und dazu gehört der WDR. Wenn sie sich schon über was aufregen, dann bitte mit richtigen Fakten.

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Michael200669 01.02.2017, 18:48
91.

Zitat von ottomerlin1
der die Klägerin vertretende Anwalt bei der Formulierung der Klageschrift nicht gesehen, dass es sich um nicht vergleichbare Beschäftigungsverhältnisse handelte. Das müsste doch einem halbwegs kundigen Anwalt für Arbeitsrecht bekannt sein , dass man ein festes Arbeitsverhältnis nicht mit einem Verterg eines freien Mitarbeiters vergleichen kann, oder habe ich das falsch verstanden? Naja das Anwlaltshonrar ist auch jeden Fall sicher.
Weil offensichtlich die Klägerin unbedingt klagen wollte.

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fluxus08 01.02.2017, 18:48
92. Was ist eigentlich

mit der diskriminierenden Frauenförderung in NRW, wo weibliche Beamte männlichen vorgezogen werden?
Darüber hinaus wird bei diesem Thema doch gelogen, bis das der Stuck von der Decke bröselt. 21%, so heisst es, verdienen Männer mehr als Frauen, weil Frau Schwesig einfach mal die gesamten weiblichen und männlichen Einkommen gemittelt hat - ohne Berücksichtigung des Alters, der Berufserfahrung, Weiterbildungsmaßnahmen, Teil- oder Vollzeit.
Besonders bitter ist dieser Vorgang für die Frauen, die es aus eigener Kraft geschafft haben, ganz oben in der Firmenhierarchie zu landen. Diese werden durch ihre Geschlechtsgenossinnen diskreditiert, die diesen Schritt nur mittels einer Quote vollzogen haben.

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spiegelleser987 01.02.2017, 18:48
93.

Zitat von aktenzeichen
... mit einem Gehalt von 370.000 Euro und einem jetzigen Pensionsanspruch von 2.8 Mill. Euro fast das doppelte Kanzler-Gehalt erhält, lässt Schimmes erwarten!
Vergangenes Jahr konnte man in der Presse noch etwas lesen. Die Mitarbeiter von ARD und ZDF bekommen eine Pension aus der gesetzlichen Rente von monatlich 1700 Euro. Dazu kommt der große Geldhaufen aus Rücklagen den Rundfunkgebühren. Damit ergeben sich monatlich Pensionen von 20000 Euro.

Aber erinnern wir uns mal wieder an das Interview mit dem Gewerkschaftschef der Piloten bei SPON. Die Piloten sollen ja immer mehr verdienen. Beim Vergleich mit anderen, die weitaus weniger bekommen und studiert haben, sagte der dass das nur eine Neiddebatte sei. Die Millionäre würden ja viel mehr verdienen. Daraus kann man schlussfolgern, dass es auch nur eine Neiddebatte ist, wenn eine Kanzlerin weniger verdient. Der Gewerkschaftschef müsste wegen seines Vegleichs mit denen, die weniger verdienen, für mehr Geld der Manager der Flugunternehmen kämpfen. Die kriegen nur etwa 2 Mio. jährlich. Das ist doch gegenüber den 0,01% noch mehr Verdienenden ein peinlich niedriges Einkommen. Auf die Bemerkung, dass eine Stewardess monatlich nur 1500 Euro brutto bekommt, hat er geantwortet, dass ihn das nichts angeht. Hauptsache die Piloten kriegen nochmehr als die 250.000 Euro pro Jahr.
Schon eigenartig diese Gewerkschaften ....

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belinea12345 01.02.2017, 18:51
94. Berufserfahrung

"Selbst bei gleichem Job und gleicher Qualifikation bekommen Frauen durchschnittlich sieben Prozent weniger Gehalt. Eine krachende Ungerechtigkeit." Die Macher der Studie, aus der diese Zahl kommt, geben zu, dass sie die im Schnitt längeren Auszeiten von Frauen und die damit geringere Berufserfahrung und Kontinuität gegenüber Männern nicht berücksichtigen konnten.

Wenn ich nun also zwei formal gleich Qualifizierte vor mir habe, die eine Person hat 10 Jahre ununterbrochene Berufserfahrung, die andere dagegen 3 - ein Jahr Pause - 4 - 2 Jahre Pause, dann ist Person a) für das Unternehmen wahrscheinlich schlicht tatsächlich mehr wert. 7% mehr Gehalt finde ich in so einem Fall durchaus angemessen.

Bei dem ganzen Thema werden zwei Fehler ständig wiederholt: 1. Man vergleicht Äpfel mit Birnen (wie in meinem Beispiel) und 2. Man geht das Problem nicht an der Wurzel an.

Überall, wo es mehr erwerbstätige Frauen in Vollzeit gibt, und wo die Gehälter von Männern und Frauen sich praktisch nicht unterscheiden, gibt es eine deutlich bessere Kinderbetreuung - angefangen vom Kleinkind aber auch über die komplette Schulzeit. Da sollte man investieren, dann können Eltern freier entscheiden, wie sie leben wollen. Heute treiben Sachzwänge viele in altmodische Familienmodelle, die sie im Grunde gar nicht wollen.

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Michael200669 01.02.2017, 18:51
95.

Zitat von Oberleerer
Freie Mitarbeit sollte unbedingt reglementiert werden, vor allem Leiharbeit. Diese sollte immer deutlich höher entlohnt werden, um das Risiko bei kurzen Laufzeiten auszugleichen. Diese Art Arbeitskraft einzukaufen sollte nur in Notfällen bei Engpässen stattfinden und gerade dann sollte ja wohl auch das Geld vorhanden sein.
Wieso das denn? Freie Mitarbeiter sind keine Leiharbeiter. Diese Menschen haben sich allgemein dazu entschieden, selbständig zu sein und selbständig frei entscheiden zu können, was für eine Arbeit sie machen wollen. Gute freie Mitarbeiter geben ihren Preis selber vor. Und bekommen den allgemein auch.

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Michael200669 01.02.2017, 18:54
96.

Zitat von sozialismusfürreiche
Bei Freier Mitarbeit läuft sowieso generell etwas extrem schief. Jeglicher Urlaub und Krankheit geht ja auf Kosten des freien Mitarbeiters. Der freie Mitarbeiter trägt fast sämtliches Risiko. Daher sollte das Brutto-Gehalt eines freien Mitarbeiters auch 3-4x dem eines festangestellten Mitarbeiters sein, um am Ende nicht belämmert da zu stehen. Da es aber eine freie Marktwirtschaft ist unterbieten sich die freien Mitarbeiter permanent und am Ende kommen Tagessätze heraus die 1/4 von dem sind was vernüftig wäre. Selber schuld.
Weil freie Mitarbeiter selbstständig sind und daher auch für sich selber sorgen. Und wenn ein freier Mitarbeiter sich mit seiner Preisvorstellung nicht durchsetzen kann. Sollte er oder sich sich hinterfragen, ob es das richtige ist. Gute freie Mitarbeiter nennen selber einen Preis, denn sie haben wollen und sie bekommen diesen auch allgemein.

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Stäffelesrutscher 01.02.2017, 18:55
97.

»Als die Klägerin fragte, warum Männer in der Redaktion mit weniger Berufserfahrung trotzdem mehr verdienten als sie, antwortete der Vorsitzende Richter: "Weil die Kollegen besser verhandelt haben? Das nennt man Kapitalismus."«

Alleine schon für diesen Spruch müsste man den Richter feuern.

Im Übrigen: Wenn er sein Urteil damit begründet hat, dass die Frau als Freie Mitarbeiterin einzustufen ist und deswegen nicht mit (männlichen) Angestellten gleichgestellt werden muss, dann passt der Spruch überhaupt nicht zum Fall.

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Criticz 01.02.2017, 18:56
98. Immerhin erkannt dass kein Grund zur

Schnappatmung besteht - den es ist glasklar keine Geschlechterdiskriminierung.

Wäre der Aufruf nach den "richtigen Fällen" nicht gewesen - ich hätte den Artikel glatt mal als ideologiefrei und objektiv gelobt.

Die Idee, dass es in diesem Land einfach keine geschlechtsspezifische Schlechterbezahlung von Frauen gibt wenn man einfach mal aufhört a la Schwesig Äpfel mit Birnen zu vergleichen scheint der Autorin leider nicht zu kommen. Glaubt Sie ernsthaft dass ein Unternehmen Männern mehr bezahlt einfach nur weil sie Männer sind?!

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Stäffelesrutscher 01.02.2017, 19:00
99.

Zitat von sabrina74
Es gibt diese ungerechten Lohnunterschiede - und diese gehören in der Tat endlich ausgeglichen. Aber in dem Fall der Freiberuflerin wäre jedes andere Urteil merkwürdig gelegen: Schließlich arbeitet man gerade freiberuflich, um die Konditionen jeweils auszuhandeln (jedenfalls ist das bei mir so).
Sie arbeiten offenbar nicht für einen ÖR-Sender. Sonst wüssten Sie, dass man sich da gar nix raussuchen kann. Sondern der Sender diktiert. Und nach 12 Jahren bekommen "feste Freie" keinen Auftrag mehr, weil sie sich sonst in eine Festanstellung einklagen könnten. Gilt auch für preisgekrönte Journalisten, mit denen der Sender auch später noch Geld verdient, indem DVDs mit ihren Beiträgen verkauft werden.

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