Forum: Karriere
Gehalt von ZDF-Reporterin: Es ist Diskriminierung - aber nicht von Frauen
ZDF/ Svea Pietschmann

Eine Reporterin klagt auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen - und verliert vor Gericht. Ein Skandal? Ganz so einfach ist es nicht.

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Alder 01.02.2017, 19:04
100. Mal grundsätzlich

Mal grundsätzlich: ich glaube. im echten Leben geht es nicht ohne Diskriminierung. Wer eine Wohnung vermieten will, kommt nicht darum herum, andere zu diskriminieren. Weil sie unsympathisch sind, zu jung, zu alt, zu laut, zu arm usw. Wer fliegen will, braucht ein teures Ticket. Wer kein Geld hat, kann nicht fliegen, wird diskriminiert (Armutsdiskriminierung). Wer eine Arbeitsstelle sucht, kommt ggf. in eine Auswahl. Wenn dem Chef mein Gesicht nicht gefällt, falle ich raus. Wenn ich ihm sympathisch bin, sieht er vielleicht über meine Mängel hinweg. Bin ich zu alt (Altersdiskriminierung), bekomme ich den Job auch nicht. Schöne Frauen haben bei Männern weitaus höhere Chancen als graue Mäuse, die womöglich diskriminiert werden. Man kann nehmen, was man will. Immer kommt eine Entscheidung pro oder contra. Das zieht sich durch das ganze Leben, es geht nicht anders. Deshalb halte ich den Begriff Diskriminierung für einen sehr weiten Lebensbereich für völlig falsch, richtiger wäre der Begriff Voraussetzung. Für bestimmte Dinge brauche ich eine Voraussetzung. Wenn ich die nicht habe, werde ich nicht diskriminiert, sondern ich erfülle nicht die nötigen Vorbedingungen. Als Frau bin ich nun mal körperlich nicht so stark wie ein Mann, kann also in manchen Berufen nicht die gleiche Arbeit mit gleichem Erfolg machen. Schwule werden angeblich diskriminiert, dabei haben sie die selben Rechte wie jeder andere Mann. Jeder Mann kann eine Frau (nur eine, außer im Orient) heiraten- ohne jede Ausnahme. Persönliche Präferenzen haben bekanntlich nichts in Gesetzen verloren. Ach, man könnte den ganzen Tag schreiben, es brächte nichts. Diskriminierung ist eine Erfindung der Linksdenker und Gleichmacher, die gern alles gleich machen, was nicht gleich ist und auch nie gleich sein kann.

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naklar? 01.02.2017, 19:06
101. Und morgen gehe ich zu meinem Chef und frage: Wer hat das höchste Gehalt in unserem Team und ...

... wenn ich es nicht ab nächsten Monat bekomme, dann verklage ich den Laden. Funktioniert wohl nur bei staatlichen und halbstaatlichen Unternehmen und dann auch nur wenn man eine Frau ist! Der Genderwahn nervt langsam.

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hardline 01.02.2017, 19:06
102. Lösung

Antwort auf Beitrag 8. Aber zuerst noch mal dessen Frage: "Warum hat
der die Klägerin vertretende Anwalt bei der Formulierung der Klageschrift nicht gesehen, dass es sich um nicht vergleichbare Beschäftigungsverhältnisse handelte. Das müsste doch einem halbwegs kundigen Anwalt für Arbeitsrecht bekannt sein , dass man ein festes Arbeitsverhältnis nicht mit einem Verterg eines freien Mitarbeiters vergleichen kann, oder habe ich das falsch verstanden? Naja das Anwlaltshonrar ist auch jeden Fall sicher."

Lösung: es war wahrscheinlich kein Anwalt, sondern eine Anwältin. Und die bekommt das gleiche Geld, unabhängig ob Mann oder Frau und ob kompetent oder blöd. Ist das nicht das Paradies?

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Freifrau von Hase 01.02.2017, 19:08
103.

"Und wenn ein freier Mitarbeiter sich mit seiner Preisvorstellung nicht durchsetzen kann. Sollte er oder sich sich hinterfragen, ob es das richtige ist. Gute freie Mitarbeiter nennen selber einen Preis, denn sie haben wollen und sie bekommen diesen auch allgemein."


Träumen Sie weiter. 90% der Freien sind Scheinselbstständige. Die haben genau einen Auftraggeber. Und das weiß der AG natürlich auch. Was bleibt dann noch? Altenpfleger werden vielleicht. Aber da verdient man auch nicht mehr.

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naklar? 01.02.2017, 19:11
104. Und oftmals verlieren Sie halt auch mal den einen oder anderen wichtigen Auftrag.

Zitat von Michael200669
Wieso das denn? Freie Mitarbeiter sind keine Leiharbeiter. Diese Menschen haben sich allgemein dazu entschieden, selbständig zu sein und selbständig frei entscheiden zu können, was für eine Arbeit sie machen wollen. Gute freie Mitarbeiter geben ihren Preis selber vor. Und bekommen den allgemein auch.
Und das kann ziemlich hart werden ohne Plan "B" in der Tasche. Nennt sich auch Kapitalismus und wird doch gerne in den ÖR-Medien als Alternativlos gefeiert. Aber wie wir alle wissen, haben die Superstars dort meistens eine Rückkehroption verhandelt. Es ist ja in der Privatwirtschaft so kalt geworden.

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yossariania 01.02.2017, 19:16
105. Das liegt

Zitat von Wassup
Als werdender Ingenieur habe ich mich natürlich schon gefragt, warum es nur in Deutschland so wenige Frauen in meinem Studiengang gab. Selbst in Gesellschaften wo die Frau weitaus weniger Freiheiten besitzt werden häufiger technische Berufe bzw MINT Fächer belegt. Mit einer bevorzugten Berufswahl der Geschlechter ist aber bereits ein erheblicher Einkommensuntschied für ein gesamtes Berufsleben fest gelegt!
an der Frauenförderung in Deutschland.
Weltweit dürften wohl die Berdienstaussichten für abhängig Beschäftigte in technischen Berufen am höchsten sein. Es lohnt sich also, Ingenieur zu werden. Allerdings sind die Hürden ziemlich hoch: neben einer gewissen Begabung und entsprechenden schulischen Leistungen braucht frau auch viel Fleiss und Durchhaltevermögen.

In Deutschland kann man aber auch Laberei oder Genderwissenschaften studieren. Der Verdienst ist zwar nicht so hoch wie beim Ingenieur, aber der Aufwand ungleich geringer. Also ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis. Und den Unterschied zu den technischen Berufen kann man ja von der Politik einfordern oder vor Gericht einklagen. Ist zumindest die Denke einiger Protagonisten ...

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naklar? 01.02.2017, 19:24
106. Es kann aber auch so gewesen sein, man stellt noch einen freien Mitarbeiter ein, hat aber ...

... beim Gehalt keinen freien Spielraum mehr. Und dann gilt wohl: Wer zuerst da war hat das grosse Los gezogen.

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underdog 01.02.2017, 19:40
107.

"Die Fakten sind bekannt: Selbst bei gleichem Job und gleicher Qualifikation bekommen Frauen durchschnittlich sieben Prozent weniger Gehalt. Eine krachende Ungerechtigkeit."

Nein, das wäre es nur, wenn alle Männer bei gleichem Job und gleicher Qualifikation exakt gleich viel verdienen würden, was nachweislich nicht der Fall ist. Was hier auch wieder unterschlagen wird: je mehr - nicht diskriminierende - Faktoren berücksichtigt werden, desto kleiner wird der Unterschied, auch die 7% sind nicht das Ende der Fahnenstange.

Und bevor wieder jemand die unbezahlte Hausarbeit ins Spiel bringt: die Transferleistungen von Männern zu Frauen wollen wir in diesem Zusammenhang bitte nicht vergessen.

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skeptikerjörg 01.02.2017, 19:42
108.

Zitat von Freifrau von Hase
"daß freie Mitarbeiter Unternehmer sind. Sie können ihre Leistung auch anderen Herren anbieten und damit (prinzipiell) ihr Einkommen vergrößern. Wer nur einen Auftraggeber/Kunden hat sollte mal nachdenken." Und der nächste, der noch nie in der Medienbranche gearbeitet hat. Bei den Freien ist es eine Pyramide. Ja, ganz oben gibt es eine Spitze, der gehts extremst gut und die diktiert Bedingungen, zu denen sie arbeitet. Weiter unten sind dann die, die froh, sind, wenn sie einen (!) Auftraggeber finden. Und der sagt, was Sache ist: Bei Tageszeitungen: 10 Cent pro Zeile, 10 Euro für ein Foto in den ersten Jahren. Wers nicht macht: Hej, da ist ja schon der nächste, der es dann macht. Nicht umsonst gab es vor dem Mindestlohn auch Leute, die monate-, teilweise jahrelange "Praktika" gemacht haben. Natürlich komplett unbezahlt. Ach ja: Auto und hochwertige (!) Kamera hat der Freie übrigens selbst mitzubringen.
Sehr geehrte "Freifrau", wenn es denn grundsätzlich und durchgängig in der Medienbranche so ist, dass man/frau a) keine Festanstellung erreichen kann, b) man/frau froh sein muss, auch nur einen(!) Auftraggeber zu finden, dann läge der Kardinalfehler schon in der Berufswahl. Dann sollte niemand diesen Beruf anstreben. Es gibt auch Frauen/Männer, die studieren Gender Studies oder Ägyptologie oder Skandinavismus und wundern sich anschließend über sehr begrenzten Berufsmöglichkeiten ... und versuchen es dann mal als JournalistIN.
Und weiterhin: Wenn man sich entscheidet, freiberuflich zu arbeiten, muss man zwangsläufig hoch flexibel sein: Nicht ausschließlich fokussiert auf Fernsehn oder Rundfunk oder Tageszeitung oder Journale oder gar noch auf ein bestimmtes Genre. Nicht beschränkt auf einen bestimmten Ort, eine bestimmte Region.

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Stephan Goldammer 01.02.2017, 19:53
109. Bundeswehr: Gleiches Gehalt, keine gleiche Leistung.

Bei der Bundeswehr werden Frauen und Männer gleich bezahlt. Frauen müssen aber weniger körperliche Leistung erbringen. Zum Beispiel beim Basis Fitness Test oder früher beim PFT. Verstanden habe ich das nie. Wenn an der Front dringend infanteristische Kräfte benötigt werden und die Frauenkompanie ist 10 Minuten zu spät da, weil sie im Test 20 % weniger Leistung bringen mussten, ja dann kostet das Menschenleben. Der Maßstab eines Soldaten kann am Ende nur der Kampfauftrag sein und deshalb ist für alle der gleiche Test-Maßstab anzuwenden.

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