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Gehalt von ZDF-Reporterin: Es ist Diskriminierung - aber nicht von Frauen
ZDF/ Svea Pietschmann

Eine Reporterin klagt auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen - und verliert vor Gericht. Ein Skandal? Ganz so einfach ist es nicht.

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jakk-hammer 01.02.2017, 16:51
40. Frauen selbst schuld

Ich sehe das so. In der freien Wirtschaft sind Gehälter bei Arbeitsplatzwechsel und außertariflichen Verträgen Verhandlungssache. Es ist ein Malus für Frauen, dass sie (wahrscheinlich grundsätzlich vom Wesen her) konfliktscheuer und kooperativer sind. Das kommt ihnen in Gehaltsverhandlungen nicht gerade zugute, wenn sie die Konfrontation scheuen. Das ist allerdings kein Umstand, an dem Männer schuld sind und wegen dem Frauen unfaire Vorteile erhalten sollten, indem sie einfach, ohne zu verhandeln, gleiche Gehälter erhalten. Streit-, Diskussions- und Konfliktfähigkeit ist für mich auch ein Zeichen von Führungskompetenz. Die Kooperativität ist für Frauen vorteilhaft für den familiären Bereich, für Gehaltsverhandlungen eher hinderlich. Davon müssen sie sich lösen. Ein Gesetz dafür fände ich eine unfaire Bevorzugung. Ich muss mir als Mann eine Erhöhung hart erarbeiten und meinen Wert jedes Mal neu rechtfertigen.

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caruso2 01.02.2017, 16:52
41. Und meist wird es gar keine Diskriminierung sein

Das Problem ist, dass durch die Diskussionen und die Desinformation in den Medien, es als selbstverständlich angesehen wird, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts bei der Entlohnung diskriminiert werden. Dies ist aber statistisch nicht bewiesen, auch nicht für die immer wieder zitierten 7% Lohnunterschied, weil lt. STATIS (Statistischem Bundesamt) nicht alle Faktoren, die zu einem berechtigten Lohnunterschied führen können, berücksichtigt werden können, da einfach entsprechende Daten nicht zur Verfügung stehen. So gesehen ist allein schon der Titel dieser Diskussion ein Witz. Jede Frau wird gerade darauf konditioniert, dass sie bezüglich ihres Gehaltes gegenüber Männern aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt wird. Es erinnert an eine Hexenverfolgung. Und benachteiligt werden dabei am Ende die Verfolgten. In diesem Fall die Männer. Man kann nur hoffen, dass die Judikative sich nicht so vor den Karren spannen lässt wie der Gesetzgeber. Diese Hoffnung ist durchaus berechtigt, denn es fällt leichter Gesetze zu erlassen, deren Grundlage evtl. nicht existent aber zumindest nicht bewiesen ist, als Gesetze zu beugen. Es wird also noch viele Frauen geben die z. B. aufgrund des Lohngleichheitsgesetzes ihren Arbeitgeber verklagen, aber diese Klage dann verlieren, weil die vermeintliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts im Einzelfall gut zu begründen ist.

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allessuper 01.02.2017, 16:53
42. in der Tat

Zitat von tomxxx
gibt es diese "richtigen" Fälle überhaupt? Oder war die angebliche Diskriminierung auch ein Stück aus der Postfaktenära und hat alle anderen Randbedingungen einfach ausser Acht gelassen (z.B. Teilzeit, es werden die Gehälter ohne die Arbeitsstunden betrachtet, etc.)
wird es diese richtigen Fälle nie geben, so lange die richtigen Richter richten. Alles klar? Und schon gar nicht beim ZDF, altbacken und konformistischer geht ja nix (allein die Heute Show und die Anstalt reicht nicht aus an intelligenten, kritischen Sendungen!) da tümmeln sich so viele Verkalkungszulagen wie sonst nirgendwo, und zwar Männer wie Frauen, aber natürlich mehr Männer. Zahlen tun wir mit der ominösen Zwangsgebühr.

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theresarain 01.02.2017, 16:54
43. Auskunftsrecht gilt nicht nur für Frauen

Zitat von gratiola
Familienministerin Schlesinger an. Sie boxt ein Auskunftsrecht für Frauen durch, also ist sie eine Frauenministerin und nicht eine Familienministerin. Vergleichbarkeit ist immer so eine Sache, denn im Grunde ist alles etwas different. Freie Mitarbeiten sollten immer etwas besser, wie überings auch Leiharbeiter, bezahlt werden, um Lohndumping vorzubeugen. Wirklich gerecht wird es nie sein, denn das ist eine Triebfeder dieses Systems. Außerdem lässt sich Software nicht wirklich per Gericht lösem, sondern nur in einem gesellschaftlichen Konsens. Rechtlich ließe sich sicher eine Lebensleistung für Kinder lösen, z. B. durch eine entsprechende Rente für das Großziehen von Kindern respektive zukünftige Steuerzahler. Lieber werden Milliarden für Flüchtlunge ausgegeben, weil da Kinder mitgebracht werden. Nur ich betrachte es als erwiesen, dass das nicht fkt.
Ministerin Schwesig "boxt" kein "Auskunftsrecht für Frauen durch", Sie haben sich einfach nur schlecht informiert. Das Auskunftsrecht gilt für alle und nicht nur "für Frauen". Aber Hauptsache ein wenig "Schwesig" (nicht "Schlesinger" nicht einmal den Namen kennen Sie) Bashing, nicht wahr?

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sabrina74 01.02.2017, 16:59
44. Unglückliches Beispiel

Es gibt diese ungerechten Lohnunterschiede - und diese gehören in der Tat endlich ausgeglichen. Aber in dem Fall der Freiberuflerin wäre jedes andere Urteil merkwürdig gelegen: Schließlich arbeitet man gerade freiberuflich, um die Konditionen jeweils auszuhandeln (jedenfalls ist das bei mir so). Ja, es gibt manchesmal weniger - dafür hat man aber auch mehr Freiheiten (z.B. bei der Arbeitseinteilung etc.). Gehälter können also mit Honoraren einfach nicht verglichen werden - geschlechterunabhängig.

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katja78 01.02.2017, 16:59
45.

Zitat von olfnairolf
Mal angenommen Frauen bekämen die 7% mehr und somit so viel wie ihre männlichen Kollegen. Was würde es dann bedeuten wenn Frauen in Mutterschutz gehen, bei Bekanntwerden der Schwangerschaft die Probezeit als bestanden gilt, sich danach aussuchen können wann und wie lange sie arbeiten möchten, sie Kinderkrank machen und zuhause bleiben wenn die Kita zumacht. Ist dann eine gleiche Bezahlung gerecht? Ist das dann immer noch die gleiche Leistung für den Arbeitgeber? Ich weiß was es heißt wenn von 7 Frauen 4 mehr oder weniger gleichzeitig schwanger werden und die Firma so gut wie still steht.
Das meinen Sie jetzt nicht ernst, oder?

Ich bin kurz nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen, mein Mann macht ein 3/4 Jahr Elternzeit. Kindkrank wird von uns beiden gleichermaßen getragen, ggf. eben durch Urlaubstage. Es gibt überhaupt keinen sinnvollen Grund dafür, dass die Männer sich aus der Betreuung nach der Stillzeit herausziehen. Und wir sind nicht das einzige Paar, das das so handhabt. Warum um alles in der Welt sollte ich dann weniger verdienen als er? Ich leiste doch das Gleiche. Das Modell ist überhaupt nur möglich, weil wir beide gleichviel verdienen.

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seyffensteyn 01.02.2017, 17:00
46. Es geschieht ihr Recht,

denn wenn sie nicht in der Lage ist,einen vernünftigen Vertrag auszuhandeln,ist ihr das anzulasten.Und nicht dem Arbeitgeber.
Das es geht,sieht man an der VW-Managerin!!

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Cheshire Cat 01.02.2017, 17:05
47. Mooooment mal!

"Nach dem Senioritätsprinzip steigt der Verdienst mit dem Dienstalter, Spötter sprechen gern von der Verkalkungszulage. Oft ungerecht - sowohl Frauen als auch Männern gegenüber -, aber in weiten Teilen der Gesellschaft und vor Gericht als ausreichender Grund für ein höheres Gehalt anerkannt." Das ist überhaupt nicht ungerecht, sondern simple Mathematik. Wir alle, egal ob männlich oder weiblich, wünschen uns ja wohl in regelmäßigen Abständen eine Gehaltserhöhung, die wir bei zufriedenstellender Leistung auch in der Regel bekommen. Daher ist es völlig logisch, dass jemand mit 55 mehr verdient als mit 35 (halbwegs lückenloses Erwerbsleben vorausgesetzt). Wenn nicht, hat er/sie definitiv etwas falsch gemacht. Und es ist ja auch nicht so, dass man allein für das höhere Alter mehr Geld bekommt, sondern weil man in der Regel mehr Erfahrung hat. Ich (W, 46) würde es mir jedenfalls verbitten, wenn ein wesentlich jüngerer Kollege (m/w) genauso viel bekäme wie ich, selbe Tätigkeit oder nicht. Wohlgemerkt, ich bin natürlich als Frau auf jeden Fall für Gleichstellung, aber da muss man sich dann schon mit seiner Peer Group vergleichen. Das hier war wirklich eine Steilvorlage für eine Absage! #Bärendienst

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sabrina74 01.02.2017, 17:05
48. @olfnairolf

Sorry, aber genau diese Argumente sind von vorgestern. Was ist denn, wenn ein MANN 12 Monate Elternzeit nimmt (so wie bei einer Kollegin von mir)? Bekommt der dann nachträglich etwas abgezogen? Man wird doch schließlich für die Zeit bezahlt, in der man Leistung bringt –da ist es wohl fragwürdig, etwas für eine eventuelle Schwangerschaft im Vorfeld abzuziehen. Und, zahlen Sie Ihren Arbeitnehmerinnen auch eine Prämie, wenn sie während ihrer Beschäftigung bei Ihnen NICHT schwanger wurden?

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skeptikerjörg 01.02.2017, 17:06
49.

Zitat von BettyB.
Wieder ein Argument mehr, nicht Merkel und mit ihr sogar Seehofer zu wählen, sondern Schulz. Weiter so, denn irgendwann werden wir dann offene Gehalts- und Abfindungsinformationen in mittleren und Großunternehmen haben. Seltsam nur, dass die Wähler der christlicher Parteien und der FDP es so lange haben verhindern können...
Sie glauben also auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten?
Selbst wenn Sie es schaffen, Sahra Wagenknecht zur Bundeskanzlerin zu machen, werden Sie in Deutschland in der Privatwirtschaft keine offenen Gehaltsinformationen durchsetzen können.
Gelobt sei der öffentliche Dienst: Da schaue ich auf den Dienstposten, die Amtsbezeichnung und dann in die Besoldungstabellen und weiß, wie die Entlohnung/Besoldung ist.

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