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Gehalts-Flop: Die zehn schlecht bezahltesten Berufe nach der Uni
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Ein Studienabschluss ist kein Garant für einen guten Verdienst. Oft arbeiten Akademiker für geringe Gehälter.

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wind_stopper 06.08.2016, 18:55
1. Akademischer Mittelbau

So ziemlich einer der schlechtestes Jobs, den man als Uni-Absolvent ergattern kann ist im akademischen Mittelbau. Schlechte Langzeitaussichten, Unterbezahlung und befristete Anstellung. Es ist eigentlich verwunderlich, dass den Unis die Lakaien nicht ausgehen.

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Ein_denkender_Querulant 06.08.2016, 19:17
2. Geld oder Zufriedenheit?

Mein Gott, diese kleinkarierte Aufrechnerei des Lebenseinkommens ist doch kein Spiegel für die Zufriedenheit eines Menschen. Der Facharbeiter am Fließband mag erträglich verdienen, Lebensqualität ist etwas anderes. Dann lieber ein Hungerlohn und eine Arbeit mit Zufriedenheit z.B. im Sozialbereich als Pädagoge

Ich möchte keinen Tag meines Studiums, auch wenn es finanziell weit unterhalb von Hartz IV lag, missen. Und die nur jeweils wenige Wochen dauernden Ausflüge in sozial tiefergestellte Berufe waren lehrsam, heilsam und Erkenntnis bringend. Aber diese Art körperlich anstrengende und interlektuell verarmenden Tätigkeiten sind doch keine Empfehlung für 50 Jahre Berufstätigkeit, weil man am Ende in der Summe 3% mehr Lebenseinkommen hat.

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snark 06.08.2016, 19:19
3. @wind_stopper

Nun ja, mit MA, Magister oder 1. Staatsexamen wird man i.d.R. nach TV-L E13 bezahlt, da liegt das monatliche Grundgehalt bei mind. € 3500, das Jahresbrutto bei rund € 44.000. Nach ein und drei Dienstjahren gibt es mehr. Wie hoch sollte der Mittelbau denn Ihrer Meinung nach bezahlt werden?
Dass die meisten Mittelbaustellen befristet sind ist wahr; meist sind es Qualifikationsstellen auf denen promoviert oder habilitiert wird. Es wird aber auch niemand gezwungen, eine akademische Laufbahn einzuschlagen.

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plankton 06.08.2016, 19:22
4.

Bin auch im akademischen Mittelbau und kann Beitrag 1 nur bestätigen.. da hätte man auch gleich in den Einzelhandel gehen können und dort wahrscheinlich bessere Aufstiegsschancen.. aber ist ja nicht wegen dem Geld an einer Uni.

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Moeh 06.08.2016, 19:27
5. @1 seh ich nicht so

44k Einstiegsgehalt, 49k nach einem Jahr findet ich durchaus ok. Für die Promotion prima. Danach sieht es dann aber wirklich mau aus, was Sicherheit und Lohnsteigerungen angeht. Aber mit dem Einstiegsgehalt kann man leben!

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Buerste 06.08.2016, 19:31
6. Überraschung!

Wer als Facharzt bei Kochlöffel die Tische abwischt, wird wohl kaum erwarten, dass er wie ein Chefarzt bezahlt wird. Und wer mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium den - ohne Frage ehrenvollen - Beruf des Verkäufers wählt, wird vermutlich auch nie in die Einkommenssphären der akademischen Top- Verdiener vordringen. Aber wen überrascht das jetzt?

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Marlo 06.08.2016, 19:33
7.

Warum muss denn eine Rezeptionistin studieren? Das ist doch total überflüssig. Was mich aber etwas nervt, ist das 'nur' bei 30.000 Euro Jahesverdienst. Davon kann man super leben. Viele wären froh,das zu verdienen. Und die Aussage 'die haben ja auch studiert' hat keine allgemeine Relevanz. Sehr viele Studiengänge sind ziemlich anspruchslos und keiner kann erwarten, ein super tolles Gehalt zu kassieren, nur weil man ein Studium abgeschlossen hat. Da es mittlerweile sehr viele Absolventen gibt, werden die Löhne sowieso immer weiter sinken. Denn ein Studium, ganz egal welches, wird als das einzig Wahre angesehen und fast alle Eltern drängen ihre Kinder, die nichtmal richtig schreiben oder rechnen können, an die FH/Uni. Man muss sich erstmal klar werden, welche Talente man besitzt. Einfach iwas studieren, ist keine Lösung. Fur niemanden. Wenn einem bewusst wird, was man kann und was einem am besten liegt, und viel wichtiger,was weniger oder garnicht, kann man seinen Weg besser planen. Evlt muss man weder studiern, noch eine Ausbildung machen. Ich zb wollte nichts lieber als Softwareentwickler werden. Dafür muss man aber nicht Informatik studieren. Zudem sollte auch das Hauptaugenmerk nie auf dem Gehalt liegen. Und wie gesagt, mit 30k brutto,kann ich super klar kommen. Das aber ein Arzt mehr verdient als ein Kunsthistoriker, ist wohl auch klar. Zudem sind viele Studiengänge einfach überflüssig, weil man damit nichts anfangen kann. Dann besser garnicht studiern, wenn man vlt nicht die Skills hat, um ein Ing, Medizin oder Chemie Studium abzuschließen.

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el_grande_reader 06.08.2016, 19:46
8. kann ich bestätigen...

... denn gerade bei Einstiegsjob in den Wissenschaften heisst es: Anlehnung an Tarif xy. Im Klartext: es gibt ein Jahresbrutto knapp über 17.000 und Stundenzahlen um die 38, damit niemand behaupten kann, er würde Vollzeit für das Geld arbeiten (d. h. er bekommt etwa eine halbe Stunde weniger pro Woche in den den Vertrag als das, was je nach Definition des betreffenden Landes als Vollzeit gilt). Oder es wird ein Halbzeitvertrag abgeschlossen aber stillschweigend Vollzeit verlangt ('Sie wollen doch Karriere machen...?'). Wenn man nicht aufpasst, ist man nicht nur körperlich im Eimer bevor die eigene Karriere beginnt sondern auch noch Pleite, weil so natürlich niemand wirklich über die Runden kommen kann. Es sollte daher eher in der Überschrift heissen: Die schlechtbezahltesten Jobs abgesehen von der Uni...

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C. V. Neuves 06.08.2016, 19:59
9.

Ein weiteres Zeichen, dass akademische Ausbildung übertrieben wird. Für viele Jobs ist sie nicht wirklich notwendig. Vor 40 Jahren war die Mittlere Reife noch was wert. Akademiker bringen vielfach keinen Mehrwert - weil aber dieser Tage quasi Uni-Besuch die Norm ist gilt jeder andere als Quasi-Depp.

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