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Gehaltsgespräch: Kontern Sie die Killerphrasen der Chefs
Hiroshi Watanabe/Getty Images

Sie bekommen nicht, was Sie verdienen? Wer mehr Gehalt will, muss zeigen, was er leistet - und sich vor allem gegen die Allgemeinplätze der Vorgesetzten wappnen. Gehaltscoaches verraten, wie das geht.

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Paul-Merlin 09.03.2015, 13:05
1. Solange es potentielle Billiglöhner wei Sand am Meer gibt

die bereit und in der Lage sind den Job auch zu übernehmen ist die eigene Verhandlungsposition schlecht, da hilft auch noch eine so gute Vorbereitung nichts.

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lizard_of_oz 09.03.2015, 13:10
2. Wofür um mehr Gehalt kämpfen?

Damit sich der menschenverachtende Ausbeuterstaat zwei Drittel davon krallen kann um es der Eurozone zu schenken oder den Staatsdienern üppige Gehälter zu ermöglichen?
Ich kämpfe für mehr Geld, mache mich unbeliebt und setze mich unter Druck, nur damit die Kaputten mich noch mehr ausbeuten können?

LOL!
Unser Gehaltsgefüge ist derart zerstört, dass ein unverheirateter junger Gemeinschaftsschullehrer ~10% mehr verdient als ein erfahrener Ingenieur in der Privatwirtschaft
Unter solchen Voraussetzungen ist es besser aufzugeben anstatt zu kämpfen, nimmt eh kein gutes Ende mehr!

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ClausWunderlich 09.03.2015, 13:11
3.

Alles Blödsinn! Wenn 10 Leute an der Türe stehen und den job haben wollen ist in der Regel garnix drin. Weiss man das man in einem job arbeitet wo es den Facharbeitermangel gibt JA dann Richtig fordern und auch ganz klar sagen das man sich sonst was neues sucht. Klapt zu 99% das ein Chef/Unternehmer/Firma da ja nicht anders mit ihren Kunden macht. Man nennt das "Was der Markt hergibt"!

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yshitake 09.03.2015, 13:13
4. Das erstaunliche Paarungsverhalten der Taufliege

Mein Vorgesetzter riecht nahende Gehaltsbesprechungen 10 km gegen den Wind und ein großer Teil der Arbeit besteht darin erstmal überhaupt einen Termin für ein Mitarbeitergespräch zu kriegen. Danach heißt es dann wochenlang in Gefechtsstellung zu verharren, denn das Gespräch kann dann jederzeit spontan kommen. Es hilft einmal die Kunst des Krieges zu studieren, um sich ein Bild des epochalen Ablaufs, der Anbahnung, Vorbereitung und letztlich der entscheidenden 4-Augen Schlacht einer "Gehaltsverhandlung" zu verbildlichen. Auf beiden Seiten wird mit jeder greifbaren List und Tücke agiert um einerseits dem Kampf vorrangig ganz zu entgehen und falls unausweichlich, als Sieger vom Platz zu gehen. Wenn der Gehaltspoker nicht bereits in der u.U. Monate zuvor ausgefertigten "Kriegserklärung" erwähnt war, kann man dann sogar wirklich nur ein Mitarbeitergespräch führen, technisches KO. Dieses rituelle Balzverhalten ist wohl ein kulturelles Highlight in Deutschland, das bisher noch ein Schattendasein an den Festspielhäusern fristet, aber ich wette: Viele kennen das Spielchen so oder ein bisschen anders aus ihrer Firma.

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fatherted98 09.03.2015, 13:20
5. Wenn...

...der Chef nix geben will, gibt er nix...da kann man reden wie man will.

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ClausWunderlich 09.03.2015, 13:24
6.

Zitat von yshitake
Mein Vorgesetzter riecht nahende Gehaltsbesprechungen 10 km gegen den Wind und ein großer Teil der Arbeit besteht darin erstmal überhaupt einen Termin für ein Mitarbeitergespräch zu kriegen. Danach heißt es dann wochenlang in ......
Natürlich rüstet die Gegenseite auch auf! Ihr Chef hatte sicher einen guten Gehaltscoache der die Taktik des Gegners (ihres Gehaltscoache) nur zu gut kennt. Vieleicht ist es ja der selbe!

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bernd.stromberg 09.03.2015, 13:47
7.

Zitat von lizard_of_oz
Damit sich der menschenverachtende Ausbeuterstaat zwei Drittel davon krallen kann um es der Eurozone zu schenken oder den Staatsdienern üppige Gehälter zu ermöglichen? Ich kämpfe für mehr Geld, mache mich unbeliebt und setze mich unter Druck, nur damit die Kaputten mich noch mehr ausbeuten können? LOL! Unser Gehaltsgefüge ist derart zerstört, dass ein unverheirateter junger Gemeinschaftsschullehrer ~10% mehr verdient als ein erfahrener Ingenieur in der Privatwirtschaft Unter solchen Voraussetzungen ist es besser aufzugeben anstatt zu kämpfen, nimmt eh kein gutes Ende mehr!
Ich kann eigentlich nur den Kopf schütteln.

Wo krallt sich der Staat denn bitte 2/3 des Gehaltes?
Der Spitzensteuersatz von 42% greift erst deutlich >50.000€ p.a.

Dass es der Eurozone "geschenkt" würde stimmt auch nicht, schauen Sie doch bitte mal auf Staatsausgaben von Deutschland.

Auch ihre nächste Behauptung ist ein Witz - einfach mal schauen was ein Ingenieur bei VW verdient.

Und ja was eine Frechheit dass der Lehrer an der Gesamtschule hier letztens im SPON-Artikel 2500€ verdient, was?

Ihrem Wissens- und Bildungsstand nach sind Sie vermutlich Niedriglöhner, und das imo absolut mit Recht.

Lernen, Bilden, und dann darf man gerne faktenbasiert weiterkritisieren. Aber sicher nicht mit hanebüchenen, an den Haaren herbeigezogenen Fakten.

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brdistmist 09.03.2015, 13:48
8. kaum gehaltsgespräche

Aus Angst ihren Job zu verlieren,gehen kaum noch Arbeitnehmer in Lohnverhandlungen. Die Mediale Bracialberichterstattungen verzichten viele ein solches Gespräch zu führen. Dank Lohndumingtreiberei,dank korrupter Gewerkschaften und Betriebsräten, ist der Arbeitnehmer zu stark geschwächt.
Die dazugehörige politisch gewollte Entsolidarisierung, erschwert die Gehaltsverhandlungen.
Dazu kommt noch, dass jeder Arbeitnehmer Ersetzbar ist...Killerphrase Nr.1!
Ersetzbar durch billigere Arbeitnehmer Killerphrase Nr.2!
oder Outsorcing und Neuverträge für viel weniger Gehalt als sonst Killerphrase Nr.3!
Ein eins zu eins Gespräch wäre nur durch die Einführung eines Bedinungslosen Grundeinkommens möglich, so das Arbeitnehmer von sich aus einsehen (müssen), das nur dann wer vernünftig zahlt auch gute Arbeitnehmer bekommt.

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Labs-Kautz 09.03.2015, 14:06
9. Der normale Vorgesetzte

Wie bereits von einem anderen genannt.... Wenn der Chef nix geben will kann man sich den Hals brechen, er wird nicht mehr geben.
Ich habe aber auch schon Phrasen zu hören bekommen wie "Du kannst froh sein überhaupt noch einen Arbeitsplatz zu haben" oder "Selbst wenn ich Dir mehr geben würde wärest Du nicht glücklicher".
Entweder man hat ein gutes Gehalt oder nicht.
Aus zu wenig genug zu machen kann man vergessen.

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