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Gehaltsgespräch: Kontern Sie die Killerphrasen der Chefs
Hiroshi Watanabe/Getty Images

Sie bekommen nicht, was Sie verdienen? Wer mehr Gehalt will, muss zeigen, was er leistet - und sich vor allem gegen die Allgemeinplätze der Vorgesetzten wappnen. Gehaltscoaches verraten, wie das geht.

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Mitti 09.03.2015, 14:09
10.

Gehaltsgespräche bringen nur dann etwas, wenn man auch mehr Gehalt verdient hat, weil man aus Sicht des Arbeitgebers schwer ersetzbar ist. Tipp 1 daher: Sich schwer ersetzbar machen. Tipp 2: Regelmäßig nach alternativen Jobs umsehen. Mit einem guten sicheren Jobangebot im Rücken verlaufen Gehaltsverhandlungen ganz anders als ohne.

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gwyar 09.03.2015, 14:11
11. Die Hälfte der bisherigen Kommentare

bestehen aus Meckern und Schwarzmalerei. Und genau bei den Personen wird es niemals mehr Geld geben! Und das ist auch gut so... Wer nicht in der Lage ist, zu belegen, weshalb er er mehr Geld verdient (!) und darzustellen, dass dieses höhere Einkommen für den Chef eine gute Investition (!) ist - der bekommt schon genug. Sage ich jetzt mal so. Als Lohnempfänger mit Stechuhr und Tageszettel, dessen Leistung (Quantität + Qualität) lückenlos belegbar ist.

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ClausWunderlich 09.03.2015, 14:20
12.

Zitat von gwyar
bestehen aus Meckern und Schwarzmalerei. Und genau bei den Personen wird es niemals mehr Geld geben! Und das ist auch gut so... Wer nicht in der Lage ist, zu belegen, weshalb er er mehr Geld verdient (!) und darzustellen, dass dieses höhere Einkommen für den Chef eine gute Investition (!) ist - der bekommt schon genug. Sage ich jetzt mal so. Als Lohnempfänger mit Stechuhr und Tageszettel, dessen Leistung (Quantität + Qualität) lückenlos belegbar ist.
Wer malt den hier schwarz? Hier wird realistisch drüber geschrieben und sich ausgetauscht. Meine Erfahrung ist das so "Gutgläubige" wie sie eher die "Dummen" sind und zu wenig für ihre Arbeit bekommen.

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franz_hansen 09.03.2015, 14:23
13.

ist das eigentlich ein beruf, den man(n) bzw. frau erlenen kann? oder vielleicht gibt's studien abschlüsse mit dieser bezeichnung? natürlich nicht, dass sind typen, völlig fern jeglicher ökonomischer und volkswirtschaftlicher kenntnisse,
sie verfügen über schauspielerische fähigkeiten und können sich perfekt phrasen merken.... reicht, um paar weltfremde typen abzuzocken. für gehalts verhandlungen braucht man zwei dinge , man sollte seinen job beherrschen und über gesunden menschenverstand verfügen.

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der_rookie 09.03.2015, 14:24
14. Hm

Gehaltsgespräche machen eh nur im Außertariflichen Bereich Sinn (das andere sind Beförderungsgespräche).
Im Außertariflichen Bereich sollten Mitarbeiter allerdings wissen wieso sie persönlich dem Unternehmen mehr Wert bringen als andere Bewerber.

Allerdings

Diese ganze Diskussion funktioniert kaum in Großunternehmen. Dort ist nämlich oft der Trick, dass der direkt Vorgesetzte selber gar nicht alleine entscheiden darf. Und mit dem Chef-Chef spricht man nicht übers Gehalt. Damit wird solch ein Gespräch effektiv verhindert

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sevtrek 09.03.2015, 14:28
15. Der Staat

naja... ganz unrecht hat man nicht, mit: "der Staat bedient sich..." aber die Frage ist nicht nach "zu viel" oder "zu wenig". Die Aussage sollte eher "... zu un-transparent" lauten. Ein Bsp. ein Mitarbeiter in einem großen deutschen Industrieunternehmen mit recht transparenten Gehaltsstufen erhält eine Gehaltserhöhung. Nach Steuer hat er aber plötzlich weniger in der Brieftasche als vorher... der Steuerfachmann kann diesen Vorgang erklären, aber nicht nachvollziehbar machen, weil er selber nicht voll durchblickt. Was soll sowas ? Der Chef meint, der Andere hat mehr Geld verdient, und am Ende "bestraft" er seinen Mitarbeiter... Sowas macht echt Spaß.
Aber ich stimme auf jeden Fall zu, wenn man entsprechend schwer ersetzbar ist, verhandelt es sich offener und besser! Siehe Netzwerk-Admins im Mittelstand. Da IT für manche Unternehmen Hexenwerk ist, hat ein "verschlagener" Fachmann da fast freie Hand...

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Paul Panda 09.03.2015, 14:47
16.

Einen besonders "genialen" Trick habe ich früher einmal in einem Unternehmen erlebt: Was tut man, wenn der Chef (der von Psychologie keine Ahnung hat und seine Angestellten nur selten sieht) dem Mitarbeiter beim jährlichen Gehaltsgespräch ein von ihm (dem Chef also) erstelltes, schriftliches "psychologisches Gutachten" vorlegt, in welchem bestimmte, erstrebenswerte Eigenschaften des betreffenden Angestellten (z.B. "zielorientiertes Handeln") ohne Begründung negativ bewertet wurden, wodurch der Mut zur Frage nach einer Gahltserhöhung natürlich, und das ist das Ziel, gegen Null sinkt. Was tun, wenn man dieses "Pamphlet" dann sogar noch unterschreiben muss (gelesen:...) und einem auch noch das Recht verwehrt wird, eine Kopie davon zu erhalten? Ist sowas überhaupt legal?

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eulenspiegel1979 09.03.2015, 14:54
17. Vorbereitung = Erfolg

Ich schmunzel immer wieder über Artikel dieser Art. Irgendwelche Pseudo-Trainer, die es in der freien Wirtschaft nicht schaffen, möchten anderen beibringen, wie man es schafft. In der Praxis sieht es oft ganz anders aus. Unrecht haben diese Pseudo-Trainer dennoch nicht. Nicht komplett jedenfalls. Mein früherer Chef hat mir mal gesagt, 80% des Erfolgs resultieren aus guter Vorbereitung UND Erfolg ist nicht das Ergebnis eines Zufalls. Phrasen, mag man meinen.

1.) Seinen Marktwert kennen. Seiten wie gehaltsvergleich.com durchstöbern und schauen, was jemand in Ihrem Alter, in Ihrer Position und Ihrer Berufserfahrung in Ihrem Bundesland im Durchschnitt verdient. Verdienen Sie deutlich weniger, kann ein Gespräch sinnvoll sein.

2.) Den Mehrwert herausarbeiten. Stellen Sie für sich heraus, wie viele unbezahlte Überstunden Sie gemacht haben. Völlig egal ob diese bezahlt werden, ignorieren Ihr Chef diese zwar, aber helfen wird es ihm nicht. Rechnen Sie aus, wie hoch Ihr monatliches Brutto sein müsste, um diese Überstunden abzugelten. Die Differenz ist der Mehrwert, dem Sie der Firma bringen.

3.) Krankenstand, Loyalität, Integrität und Identifikation mit dem Unternehmen prüfen. Wie sehen Sie die Firma? Wie reden Sie darüber vor anderen? Meckern Sie viel oder sind Sie everybodys Darling? Kann man auf Sie zählen, wenn die Firma Sie braucht? Belügen Sie sich hierbei nicht selbst. Sind Sie integer, loyal, verlässlich und fleißig ist das lobenswert. Jedoch erfüllt das im Grunde nur Ihren Arbeitsvertrag. Filtern Sie, was Sie persönlich über die Pflichten des Arbeitsvertrags hinaus leisten. Auch der soziale / kollegiale Bereich zählt hier mit.

Machen Sie einen konkreten Termin zum Thema Gehalt mit Ihrem Chef. Zeigen Sie Ihrem Chef auf, warum Sie der Meinung sind mehr Geld zu verdienen. Legen Sie eine konkrete Höhe der Erhöhung vor, am besten in Prozent. Ich will 300 Euro Brutto mehr, hört sich mehr an als 10%. Vergleichen Sie sich NIEMALS mit anderen Kollegen. das ist ein NoGo und im Übrigen ist das Austauschen über die Gehälter untereinander oft untersagt. Es geht hier nur um Sie, niemanden sonst. Haben Sie dem Chef ausreichend gezeigt, welche Bereicherung Sie für das Unternehmen sind, machen Sie eine Pause und lassen Ihren Chef ausreden. Nicht unterbrechen. Ist die Antwort abwehrend / ausweichend oder gar ein Nein, dann fragen Sie, ob er Ihre Leistungen generell als Gehaltserhöhend ansieht und wenn nein, welche Voraussetzungen Sie für eine Erhöhung erfüllen müssen. Dann setzen Sie sich gemeinsam eine Deadline (6-12 Monate) und erfüllen dieses Ziel. Dann setzen Sie sich erneut zusammen. Haben Sie die Vorgaben erfüllt und der Chef windet sich wieder raus, ist der Zeitpunkt für einen Wechsel des Arbeitgebers gekommen. Entweder knickt er bei Ihrer Kündigung ein und bietet mehr Geld an oder er sieht in Ihnen einfach den Mehrwert nicht. Dann sollten Sie konsequent sein und das Unternehmen verlassen.

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sanierer 09.03.2015, 15:10
18. graue Theorie

Reine Theorie. Im Endeffekt zaehlt der "Nasenfaktor". Ich kenne genug Leute im Betrieb, die durch privaten Umgang mit den Chefs Gehaltserhöhungen bekommen. Wer nie sein Maul aufmacht, kriegt auch nie mehr. Für mehr Gehalt hilft es in der Regel nur die Firma zu wechseln. In 35 Berufsjahren musste ich mir schon die tollsten Ausreden anhören, hier die Top Five

- Der Dr. Mayer (GF) hat schlechte Laune, da koennen wir jetzt nicht mit Gehaltserhöhungen kommen
- Ihre Gehaltserhöhung ist auf dem internen Postweg verloren gegangen
- Sie haben doch erst vor 2 Monaten mehr bekommen (glatt gelogen)
- Das Budget für dieses Jahr ist erschöpft (am 3. Januar nach mehr Geld gefragt)
- Jetzt sind erstmal die Niedrigverdiener dran

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spitzaufknoof 09.03.2015, 15:50
19. Na fein

Und was ist mit den ganz vielen Arbeitnehmern denen trotz Gesetzeslage noch immer der Mindestlohn von mauen 8,50 Euro vorenthalten wird? Denen müsste dringender geholfen werden, als Schlipsträgern die gerne 5.000 statt 4.850 Euro im Monat bekommen würden. Gibt's dafür auch ein Coaching? Wohl kaum.

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