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Gehaltsgespräche: Chefs lassen Frauen öfter abblitzen
DPA

Frauen sind in Gehaltsgesprächen schüchterner als Männer, dachten Forscher bisher. Nun stellt sich heraus: Weibliche Angestellte fragen durchaus nach mehr Geld - nur bringt es ihnen nichts.

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Thyphon 07.09.2016, 13:33
20.

Zitat von dianaberlin
Männer, Chefs, Reiche, Vaterlandsliebhaber... Unsere Chance: do as they do and not do as they say. Frau als Chef: mehr Geld für Frauen, Stinkefinger für Männer. Mit den kläglichen Resten, die dann von den Männern übrig blieben, möchte ich aber nicht ausgehen müssen....
... mit dieser Attitüde sollte das Ihr geringstes Problem sein. ;)

Topic:
In dieser Studie wurde doch lediglich erfasst, wie oft Männer und Frauen nach einer Gehaltserhöhung fragen. Daraus lässt sich doch nicht ableiten, ob Frauen schüchterner bei Gehaltsverhandlungen sind? Ach wer sich traut nach mehr Geld zu fragen, kann bei der Verhandlung selbst versagen...

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stormking 07.09.2016, 13:44
21.

Zitat von dianaberlin
geben eine Übersicht über die Einstellung der Männer. "tjaaaa- da war Frau mal wieder zu doof" schreiben sie, während sie mit der freien Hand den Angstschweiß von der Stirn wischen. Gruppen versuchen zu schützen, was von Rechts wegen nicht ihnen gehört: Männer, Chefs, Reiche, Vaterlandsliebhaber...
Sie irren, und zwar gleich in zweierlei Hinsicht:
1. Männer haben keine Angst vor starken Frauen, sondern sind genervt von jammernden Feministinnen.
2. Das von Ihnen behauptete Gruppendenken gibt es unter Männern kaum, da kümmert sich jeder lieber um seinen eigenen Kram.

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stormking 07.09.2016, 13:51
22.

Zitat von 007frau
Wieso ist es so ein Unding, offen auszusprechen, dass es Chefs gibt, die eben die Arbeit von Frauen als geringer vergütungswürdig ansehen, als die selbe Arbeit von Männern? In der Wissenschaft ist es schon lange ein Thema, dass es solche "Männerclubs" gibt und auch die "Gläserne Decke" ist gut belegt.
Das ist beides Unsinn. Könnten "Chefs" von Frauen dieselbe Arbeitsleistung wie von Männern um einen nennenswerten Betrag günstiger bekommen, dann würden sie nur noch Frauen einstellen bzw. solche Unternehmen hätten einen gigantischen Wettbewerbsvorteil.

Der Mythos vom "Männerclub" und von der "Gläsernen Decke" ist auch keineswegs "wissenschaftlich belegt". Was ist hingegen tatsächlich gibt, sind allerhand Veranstaltungen, Hilfs- und Coaching-Angebote, die sich ausschließlich an Frauen richten.
Hilft aber anscheinen alles nichts.

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Thyphon 07.09.2016, 13:51
23.

Zitat von hinschauen
In den Studien, die Sie benennen, geht es anders als im Artikel ja nicht um den Verlauf von Gehaltsverhandlungen, sondern darum, wer diese initiiert.
Aber genau darum geht es doch auch in der im Artikel genannten Studie auch nicht.
Zitat: "Demnach fragen Frauen genauso oft nach mehr Geld wie Männer. Aber nur 16 Prozent der Frauen konnten sich mit ihrem Wunsch durchsetzen"

Es wurde nur ermittelt, wie oft welches Geschlecht eine Gehaltserhöhung fordert und wie oft diese Forderung erfolgreich war.

Nirgends wird darauf eingegangen, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Verhandlungen selbst gab, bzw. weshalb Männer dabei etwas erfolgreicher waren. Ein Unterschied allein macht noch keine Diskriminierung...

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heraklex 07.09.2016, 14:21
24.

Zitat von 007frau
Wieso ist es so ein Unding, offen auszusprechen, dass es Chefs gibt, die eben die Arbeit von Frauen als geringer vergütungswürdig ansehen, als die selbe Arbeit von Männern?
Ein Unding ist es nicht, natürlich darf man alles aussprechen. Ich darf auch frei behaupten, dass es schwarz schneit, nur durch eine Behauptung ändern sich Physik und Logik nicht.
Wenn dem so wäre, dass Frauen für die selbe Arbeit unter den selben Randbedingungen weniger Lohn bekommen, wäre ein Unternehmen, das ausschlielich Frauen beschäftigt, gegenüber der Konkurrenz in einem gigantischen Wettbewerbsvorteil. Ich sehe nur solche Unternehmen nicht.
Ich glaube durchaus an die Selbständigkeit der Personen, sind ja alles erwachsene Leute. Und deshalb stimmt ich zu, wer etwas nicht erreicht, ist entweder nicht fähig oder nicht willens dazu. Beides ist vollkommen okay. Wir haben für alle Personen Chancengleichheit, nicht Ergebnisgleichheit.
Solche Gespräche wie das geschilderte kenne ich nur zu gut von Leuten, die dies oder das nicht tun können weil irgendwas wieder quer hängt. Ja, in der Regel sind das genau die Minderleister, deren etwas geringere Bezahlung auch gerechtfertigt ist.
Ein Chef ist bestimmt nicht perfekt, aber er ist nun einmal den Verhandlungspartner, den Sie haben. Mit der Attitüde in der Verhandlung zu gehen, es dem Macho-Schwein dieses mal richtig zu zeigen, weil Sie ja eine Frau sind und sowieso und überhaupt, macht die Verhandlungen zumindest spannend.
Die Belege in der Wissenschaft würde ich übrigens gerne sehen. Quellen?

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Christoph 07.09.2016, 14:52
25.

War doch klar, dass wieder das große Gejammere anfängt, wenn sachlich festgestellt wird, dass das Ergebnis der Untersuchung - Frauen sind bei den Gesprächen weniger erfolgreich - die daraus resultierende Aussage "Frauen werden diskriminiert" nicht zulässt, sondern dass für den geringeren Erfolg auch andere mögliche Gründe naheliegend sind. Behauptet ja niemand, dass eine Diskriminierung niemals vorkommt.

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Amadís 07.09.2016, 15:16
26.

Zitat von hinschauen
In den Studien, die Sie benennen, geht es anders als im Artikel ja nicht um den Verlauf von Gehaltsverhandlungen, sondern darum, wer diese initiiert.
Moment, die von mir zitierten Studien widersprechen durchaus der hier vorgestellten Studie, bzw. dem Artikel. Laut der Studie initiieren Frauen genauso oft wie Männer ein Gespräch, die von mir verlinkten Studien zeigen das Gegenteil. Die Grundvoraussetzungen auf der die Studie aufgbaut ist schon fraglich, und damit auch das Ergebnis.

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Amadís 07.09.2016, 15:29
27.

Zitat von 007frau
In der Wissenschaft ist es schon lange ein Thema, dass es solche "Männerclubs" gibt und auch die "Gläserne Decke" ist gut belegt.
Ähm. Nein. Da ist (fast) nichts belegt.
Es gibt eine Gläserne Decke, und Frauen sind davon häufig betroffen, das ist aber das einzige was belegt ist. Diese Form der Diskriminierung erfolgt nicht gegenüber Frauen, weil sie Frauen sind, sondern hat andere Ursachen: Die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf, der Malus des Aussetzens aufgrund der Mutterschaft, die Problematik einer Führungskraft in Teilzeit, sind die Hauptgründe.

Und apropos Teilzeit: Männer arbeiten mehr Stunden als Frauen. Nein, nein, es geht hier nicht um Teilzeit vs. Vollzeit, sondern um stinknormale Überstunden. Aber 60 Stunden Jobs und Überstunden sind einfach eine Notwendigkeit in Führungspositionen.

"Fast jeder zehnte Mann mit einem Vollzeitjob arbeitet 60 Stunden und mehr pro Woche, nämlich 9,6 Prozent. Frauen knacken deutlich seltener die 60-Stunden-Marke: Nur 5,2 Prozent sitzen so lange am Arbeitsplatz. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor."

http://www.spiegel.de/karriere/maenner-machen-mehr-ueberstunden-als-frauen-a-922191.html

Im Gegenzug sind Frauen mit ihren Jobs wesentlich häufiger zufrieden als Männer. Und sind (auch als Folge dessen) bei besserer Gesundheit und leben länger.

http://www.fr-online.de/karriere/zufriedenheit-im-job-frauen-haeufiger-mit-job-zufrieden-als-maenner,1473056,7769662.html

Kann nicht endlich mal akzeptiert werden, dass Frauen und Männer unterschiedliche Prioritäten setzen, und dass in erster Linie diese Tatsache für Ungleichheiten im Job verantwortlich ist?

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Stäffelesrutscher 07.09.2016, 16:12
28.

Zitat von hinschauen
Im Artikel steht: "Aber nur 16 Prozent der Frauen konnten sich mit ihrem Wunsch durchsetzen - bei Männern lag die Erfolgsquote dagegen um ein Viertel höher." Anders formuliert also: Bei den Frauen konnten 16 Prozent ihren Wunsch durchsetzen, bei den Männern waren es 20 Prozent. Es gibt Statistiker, die würden so etwas eine nicht-signifikante Abweichung nennen.
Vor allem, wenn man es herumdreht: 80 % der Männer und 84 % der Frauen scheiterten mit ihren Forderungen. Also ein Zwanzigstel mehr.

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GoaSkin 07.09.2016, 22:24
29.

Wenn man wirklich ordentlich mehr verdienen möchte, bringen Gehaltsverhandlungen allgemein nicht viel. Da muss man sich schon aus dem Job heraus etwas Neues suchen.

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