Forum: Karriere
Gehaltsreport: Arm dran ist, wer zu viel verdient
Corbis

Spitzenverdiener haben es gut - außer wenn sie einen neuen Job suchen. Dann wird das hohe Gehalt zur Hürde beim Vorstellungsgespräch. Wer freiwillig verzichtet, macht sich verdächtig. Mit guten Argumenten kann man den Rückschritt als Fortschritt verkaufen.

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fagus 25.02.2013, 11:48
40.

Zitat von sysop
Spitzenverdiener haben es gut - außer wenn sie einen neuen Job suchen. Dann wird das hohe Gehalt zur Hürde beim Vorstellungsgespräch. Wer freiwillig verzichtet, macht sich verdächtig. Mit guten Argumenten kann man den Rückschritt als Fortschritt verkaufen.
Der Einkommensmedian liegt irgendwo um 1500 Euro mtl. netto. Heißt, die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung liegt darunter. Wieviele Menschen in Deutschland bekommen 100.000 Euro Jahresgehalt und mehr? 5%? Sollte man sich vielleicht mal über die Mehrheit den Kopf zerbrechen, statt über eine kleine Minderheit, die selbst nach dem "Einkommensverlust" immernoch sehr weit über dem Durchschnitt liegt? Und soweit kann es mit dem Fachkräftemangel dann ja doch nicht her sein, sonst müßten diese Umsteiger ja mit Unsummen geködert werden.

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fagus 25.02.2013, 11:51
41.

Zitat von statussymbol
Geld und/oder Ansehen ist im Berufsleben nicht alles - das habe ich übrigens mal von einem wirklichen talentierten Coach gelernt.
Dazu braucht man einen Coach? Fragen Sie mal einen Geringverdiener, der hätte Ihnen das auch erzählen können. Ganz praxisnah.

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Cassandra105 25.02.2013, 11:57
42.

Zitat von sprechweise
Die Ursache des Fachkräftemangels ist in der Unfähigkeit und Einfältigkeit der Unternehmen, gerade auch der Personalabteilungen begründet. Leistung lohnt selten. Der Nasenfaktor dominiert. So bleibt Deutschland nicht Weltspitze. Die Gesellschaft wird insgesamt vom Wohlstand Abstand nehmen.
Es gibt keinen Fachkräftemangel. Es gibt nur die Gier nach so vielen Sklaven, dass man diesen alles diktieren kann, schließlich kann man dann jedem einzelnen sagen: Arbeit für (möglichst) nichts oder sei arbeitslos!

Solange die Leute die große Auswahl haben, findet sich immer ein Dummer, deswegen wird ständig propagiert, dass man mehr braucht. Mehr!

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Cassandra105 25.02.2013, 12:11
43.

Zitat von postmaterialist2011
Ich kann nicht bestätigen, dass die Gehaltsfrage bei Topjobs sehr viel diskreter behandelt wird, als bei Lieschen Müller, die an der Rezeption sitzt. Da viele Spitzenjobs über Headhunter laufen, ist sehr häufig die Frage : "Und wieviel verdienen Sie im Moment ?". Zum einen möchte man wissen, ob das Budget für die ausgeschriebene Stelle ausreicht, aber auch ob jemand bisher 200.000€ verdient im neuen Job aber nur 140.000€ erhalten würde. Sollte dies der Fall sein, dann ist man in 9 von 10 Fällen bereits aus dem Rennen auch wenn man noch so gut argumentiert.
Klar. 1. Gesetz aus dem Sklavenhalterhandbuch.

Der Lohn der Sklaven hat so niedrig wie möglich zu sein, alles andere vernichtet Jobs.
Der Lohn der Sklavenhalter hat so hoch wie möglich zu sein, alles andere vernichtet Jobs.

Abseits der Worte "Sklaven" und "Sklavenhalter" ist das die exakte Argumentation der Leute. Die einen müssen grundsätzlich viel und immer mehr verdienen, sonst gehen Jobs verloren, während diejenigen, die für diese Leute die Arbeit erledigen am besten gar nichts verdienen sollen, nur so lohnt sich das ja überhaupt. Und das ist nicht einmal unlogisch.

Wenn der eine zehn mal so viel im Monat verdient wie die Leute unter sich, so muss diese Differenz logischerweise von etwas abgehen, eben vom Lohn der eigentlich Arbeitenden.

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Cassandra105 25.02.2013, 12:13
44.

Zitat von pubsfried
....die ganze Kohle verprasst, und dann plötzlich (womöglich noch als Single) mit nur 80k/a auskommen müssen. Wer nix zurücklegen kann ist SELBST SCHULD ! Wie hoch war HartzIV nochmal ?
Dürfe, wirklich alles zusammengerechnet, so grob bei 10k/a liegen.

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magetasalex 25.02.2013, 12:13
45. Ja und spielt auch ab und zu Lotto---

Zitat von Spiegelwahr
Also liebe Kinder lernt schön fleißig in der Schule, damit aus euch was wird, nicht wie der Onkel dort.
Ja und spielt auch ab und zu Lotto; denn jeder hat die Chance einen Jackpott mit Millionensummen zu knacken.

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lanre 25.02.2013, 12:14
46.

Zitat von cabeza_cuadrada
eher wie gut man sich verkauft
Ich habe bei der Firma meine Abschlussarbeit geschrieben, also 5 Monate für wenig Geld gearbeitet (4 Tage die Woche Arbeit, 3 Tage Abschlussarbeit in den letzten 2 Monaten). Die Firma wusste also, worauf sie sich einlässt.

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Cassandra105 25.02.2013, 12:14
47.

Zitat von statussymbol
Molyneux war in seinem Bereich als Spieleentwickler außerordentlich erfolgreich, hat nicht ohne Grund eine Karriere gehabt die steil nach oben ging und war und ist in der Gamesszene eine Ikone. ... Zumal Molyneux niemals den einfachen Weg des reinen Kommerziellen gegangen ist wie viele andere im Gamesbereich - er hat immer etwas neues, etwas kreatives, etwas außergewöhnliches Erschaffen wollen (siehe Black and White, da gibt es auch viele Interviews von ihm zu) auch auf die akute Gefahr hin dass er den Mainstream nicht trifft und der kommerzielle Erfolg eben ausbleibt.
Dabei war Black & White wirklich kein sonderlich gutes Spiel. Auch Fable war in erster Linie ein großes Versprechen, aber in erster Linie ein Konsolen Hack&Slay.

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cabeza_cuadrada 25.02.2013, 12:16
48. Dann hast Du ja mal alles richtig gemacht! :-)

Zitat von lanre
Ich habe bei der Firma meine Abschlussarbeit geschrieben, also 5 Monate für wenig Geld gearbeitet (4 Tage die Woche Arbeit, 3 Tage Abschlussarbeit in den letzten 2 Monaten). Die Firma wusste also, worauf sie sich einlässt.

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Cassandra105 25.02.2013, 12:23
49.

Zitat von Plasmabruzzler
Der Reallohnindex ist von 1991 bis 2011 von 98,6 auf 101 gestiegen. Der Nominallohnindex von 1991 bis 2011 von 69,2 auf 103,3 gestiegen. Ergo sind die Gehälter gestiegen - nominal wie real. Quelle:
*seufz*
Normallohnindex bezieht Sonderzahlungen mit ein, wie Weihnachtsgeld. Das bekommen viele nicht, vor allem Dumpinglöhner.

Man kann den Reallohnindex hernehmen, wenn dieser auch ebenfalls sehr grob ist und das typische Durchschnittproblem hat. Was mir an Ihrem Post am wenigstens passt: Dass Sie ausgerechnet 1991 hernehmen.
Reallohnindex: (2010 = 100):

1991 JD 98,6
1992 JD 103,5
1993 JD 103,4
1994 JD 102,5
1995 JD 103,7
1996 JD 103,5
1997 JD 101,6
1998 JD 101,4
1999 JD 102,2
2000 JD 102,1
2001 JD 102,1
2002 JD 102,1
2003 JD 102,2
2004 JD 101,1
2005 JD 99,9 <- Agenda 2010
2006 JD 99,0
2007 JD 98,3
2008 JD 98,8
2009 JD 98,5
2010 JD 100,0
2011 JD 101,0

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