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Gehaltsreport Autobranche: Das Geld fährt auf der Straße

Die deutsche Autoindustrie hat die Krise der vergangenen Jahre überraschend gut überstanden. Wer geschickt den Job wechselt, kann fünfstellige Gehaltssprünge machen.

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frenchdiabolo 19.06.2015, 10:10
1. Geschickt

Herstellerseitig ist die Branche vom festen Arbeiter am Band bis hin zum Manager in Deutschland völlig überbezahlt. Der Händler krebst dagegen mit niedriger Rendite und immer neuen CI - Vorgaben vom Hersteller in seinem "Mikromarkt" herum. Von der deshalb erzwungenen Fusionitis ganz zu schweigen. Es soll ja nur noch "Megahändler" geben.

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dr.haus 19.06.2015, 10:11
2.

Toll,also nach den "sozialverträglichen"deutschen Abzügen sind das durchschnittlich 2.000,- netto. Und das in der Führungsindustrie!

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vogel0815 19.06.2015, 10:30
3.

Zitat von dr.haus
Toll,also nach den "sozialverträglichen"deutschen Abzügen sind das durchschnittlich 2.000,- netto. Und das in der Führungsindustrie!
Damit kann man dann gerade auf +/- 0 rauskommen am Monatsende. Die Hersteller residieren ja meist in Bestlagen (München und Stuttgart...)

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argony 19.06.2015, 10:49
4. Absolut falsch

der ganze Artikel. Denn zir Automobilindustrie gehören die ganzen Zulieferer - und die finanzieren mit ihren Billiglöhnen den viel kleineren "eigentlichen" Automobilsektor.
Also an den Herrn Schreiberling: Note 6 - setzen !

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boer640 19.06.2015, 10:56
5.

Das Ganze geht dann zulasten der kleinen Zulieferer...

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Newspeak 19.06.2015, 11:25
6. ...

Die Krise ist passé. Die Autoindustrie verzeichnet seit mehreren Jahren steigende Exporte und immer höhere Umsätze.

Na toll, und auf die Frage, was passiert, wenn jeder sein Auto hat, kommt mal wieder niemand. Es ist ja viel schöner, sich was vorzumachen.

Fakt ist, das Wachstum der deutschen Automobilindustrie ist nicht nachhaltig, unter anderem deshalb, weil man hierzulande alles verschläft, was zukünftig Bedeutung gewinnen wird. Man müsste sich z.B. der Frage der IT-Vernetzung im Auto stellen, man müsste endlich mal vernünftige Konzepte entwickeln, die der Ökologie (Klimawandel) und der Ökonomie (Ressourcenknappheit) Rechnung tragen. Stattdessen baut man ein SUV-Modell nach dem anderen. Vielleicht müsste man sich auch fragen, was eigentlich nach dem Auto kommt? Selbstfahrende Autos? Oder eher doch ganz andere Arten der Mobilität?

So, wie man derzeitig arbeitet, wird es die deutsche Automobilindustrie in 50 Jahren nicht mehr geben.

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TS_Alien 19.06.2015, 11:48
7.

Manche deutsche Automobilfirmen schwimmen im Geld, weil sie ihre Produkte unverhältnismäßig teuer verkaufen können und Druck auf die Zulieferer und ihre Preise ausüben. Beides könnte sich in Zukunft ändern. Und dann redet keiner mehr von der Automobilindustrie als Wirtschaftsmotor. Volkswirtschaftlich sind viele Entwicklungen in der Automobilindustrie negativ zu sehen.

Im Moment wird viel Geld für Unsinn ausgegeben, z.B. für autonomes Fahren oder die vielen unnötigen elektronischen Komponenten. Selbst die Entwicklungen in der Lichttechnik gehen mittlerweile irre Wege (Laserlicht als Zubehör für 9000 Euro). Das Geld, das dabei hinausgeworfen wird, wird in Zukunft fehlen. Und dann werden wieder alle jammern oder nach dem Staat rufen oder beides.

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TS_Alien 19.06.2015, 12:00
8.

Zitat von Newspeak
Die Krise ist passé. Die Autoindustrie verzeichnet seit mehreren Jahren steigende Exporte und immer höhere Umsätze. Na toll, und auf die Frage, was passiert, wenn jeder sein Auto hat, kommt mal wieder niemand. Es ist ja viel schöner, sich was vorzumachen. Fakt ist, das Wachstum der deutschen Automobilindustrie ist nicht nachhaltig, unter anderem deshalb, weil man hierzulande alles verschläft, was zukünftig Bedeutung gewinnen wird. Man müsste sich z.B. der Frage der IT-Vernetzung im Auto stellen, man müsste endlich mal vernünftige Konzepte entwickeln, die der Ökologie (Klimawandel) und der Ökonomie (Ressourcenknappheit) Rechnung tragen. Stattdessen baut man ein SUV-Modell nach dem anderen. Vielleicht müsste man sich auch fragen, was eigentlich nach dem Auto kommt? Selbstfahrende Autos? Oder eher doch ganz andere Arten der Mobilität? So, wie man derzeitig arbeitet, wird es die deutsche Automobilindustrie in 50 Jahren nicht mehr geben.
Die Vernetzung der Autos ist ein Thema, das viel weniger Menschen interessiert, als manche denken. Auf solche zusätzlichen Kosten bei einem Auto können viele problemlos verzichten.

Selbstfahrende Autos braucht auch kaum jemand. Anstatt die grundlegende Technik der Autos besser zu machen, verlieren sich viele Hersteller in unwichtigen Gebieten. Das kostet sowohl die Hersteller als auch die Kunden viel Geld.

Ich wette, dass das auch viele ältere und erfahrene Entwickler so sehen. Aber auf die hört man in vielen Bereichen immer seltener.

Die ganzen Rückrufaktionen der letzten Jahre, selbst in Bereichen, die lange kein Hightech mehr sind, zeigen, dass an der falschen Stelle entwickelt wird.

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butterbrot67 19.06.2015, 12:13
9.

Zitat von Newspeak
Die Krise ist passé. Die Autoindustrie verzeichnet seit mehreren Jahren steigende Exporte und immer höhere Umsätze. Na toll, und auf die Frage, was passiert, wenn jeder sein Auto hat, kommt mal wieder niemand. Es ist ja viel schöner, sich was vorzumachen. Fakt ist, das Wachstum der deutschen Automobilindustrie ist nicht nachhaltig, unter anderem deshalb, weil man hierzulande alles verschläft, was zukünftig Bedeutung gewinnen wird. Man müsste sich z.B. der Frage der IT-Vernetzung im Auto stellen, man müsste endlich mal vernünftige Konzepte entwickeln, die der Ökologie (Klimawandel) und der Ökonomie (Ressourcenknappheit) Rechnung tragen. Stattdessen baut man ein SUV-Modell nach dem anderen. Vielleicht müsste man sich auch fragen, was eigentlich nach dem Auto kommt? Selbstfahrende Autos? Oder eher doch ganz andere Arten der Mobilität? So, wie man derzeitig arbeitet, wird es die deutsche Automobilindustrie in 50 Jahren nicht mehr geben.
Ach herrje, Sie haben aber eine grosse und scharfe Glaskugel.

Als erstes vergessen sie bitte die Ressourcenknappheit. Seit über 100 Jahren wird uns erzählt, wir hätten noch Öl für 50 Jahre - Sie glauben das doch nicht wirklich immer noch?!

Das E-Auto mit Batterie gab es schon vor dem Auto mit Hubkolbenmotor und es hat sich in 120 Jahren nicht durchgesetzt. Wird es auch diesmal nicht. Vielleicht eines Tages die Brennstoffzelle aber die Batterie? Nein.

Nach dem Auto kommt das Auto. Wo sind die flugfähigen Raketenautos, die man uns in den 50ern prophezeit hat? Das waren natürlich selbst-fahrende bzw. -fliegende Raketenautos....

Wie viele Subventionen braucht der öffentliche Verkehr noch, bis wir merken, dass der Individualverkehr (zumindest in der Fläche und für viele Berufsgruppen) unverzichtbar und einfach billiger ist?

Was in 50 Jahren ist? Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung aber all die Megatrends, die wir heute meinen auszumachen, werden sich völlig anders entwickeln als wir gedacht haben. Soviel ist sicher.

Auf absehbare Zeit funktioniert das Geschäftsmodell. Gebaut wird, was der Kunde haben will. Noch wartet über die halbe Welt aufs eigene Auto. Von daher vergessen Sie besser gleich auch den Klimawandel, mit dem Waldsterben ging das doch auch.

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