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Gehaltsunterschiede: Warum man Frisörinnen mit Dax-Vorständen vergleichen sollte
DPA

Frauen verdienen deutlich weniger als Männer. Für Henrike Platen ist klar: Ungerechtigkeit beginnt schon zwischen Branchen und Berufen. "Reden Sie über Geld", fordert die Organisatorin des Equal Pay Day.

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Timo Schöber 06.02.2015, 06:09
1.

Das Gehalt sollte immer in einem sinnvollen Verhältnis zur Tätigkeit, Verantwortung und Qualifikation stehen. Alles andere ist Mumpitz.

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Phil2302 06.02.2015, 06:11
2.

Diesen Artikel sollte man sich ausdrucken und in goldener Farbe über dem eigenen Bett einrahmen! Ich habe es schon einmal vor Jahren in einer Masterarbeit gelesen und wunderte mich jedes mal, wieso die Medien es nicht korrekt darstellen. Es gibt nämlich gar keinen Unterschied in der Bezahlung von Männern und Frauen. Wenn, wie im Artikel beschrieben wird, entsprechende Faktoren, die niemals verglichen werden dürften, mit hereingerechnet werden, dann ist das nur als Aufmacher in der Emma gut - ansonsten kann man damit nicht ernst genommen werden. Nun zur Frage, wieso der eine mehr verdient als der andere: Auch mir ist es bei manchen Dingen schleierhaft, insbesondere das angesprochene Beispiel mit der Krankenschwester, die meiner Meinung nach völlig unterbezahlt sind. Aber: Dass ein Ingenieur mehr verdient hat seine Berechtigung, schließlich hat er ein bockschweres Studium hinter sich. Eine Friseurlehre zu bestehen kann nahezu jeder, das Studium nicht. Dazu kommt: Jeder hat, wenn er mit 16 oder 18 in die Berufswelt startet, die Chance, sich über Bezahlung in jeweiligen Berufen zu informieren. Damit steht jedem frei, die eigene Gradwanderung zwischen Gehalt und Spaß am Job zu finden. Zusammenfassend finde ich den Standpunkt von Frau von Platen somit falsch. PS: Schön zu sehen, dass einmal jemand erkennt, dass neue Maßnahmen Zeit brauchen, um zu wirken. Wird bei "wir brauchen mehr Professorinnen und Frauen im Vorstand" ja gerne vergessen, dass das nicht in 5 Jahren realisierbar ist. Wenn ich 5 Jahre lang in gleichem Anteil einstelle, kann ich dadurch nicht 40 Jahre Männerüberschuss ausgleichen. Weswegen eine Quotenregelung auch Unsinn ist.

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Mannheimer011 06.02.2015, 06:31
3. Frauen verdienen weniger

weil in erster Linie in den Berufen weniger gezahlt wird und nicht weil sie eine "Frau" sind. Was soll der Quatsch? Habt ihr mal in der Redaktion verglichen?

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uventrix 06.02.2015, 06:32
4. Kreative Frauenarbeit

"Und weil die kreativen oder sozialen Branchen mehr Frauen anziehen, trifft auch vor allem sie die schlechtere Bezahlung."

Jetzt mal ausgenommen der sozialen Branchen die tatsächlich viel zu schlecht bezahlt werden unabhängig von Mann und Frau...

Wer soll jetzt die Schuld daran haben, dass Frauen sich diese "kreativen" Jobs aussuchen? Das ist eine Hungerlohnbranche wenn man nicht besonders gut ist und das soll man jetzt ändern weil... ja was ... weil kreative Frauenarbeit aufgewertet werden muss? Wie viel Wert ist denn Kreativität?


"Sie vergleichen den Bruttostundenlohn aller berufstätigen Männer mit dem aller berufstätigen Frauen, branchen- und positionsübergreifend. Wie seriös ist diese Darstellung?"

Diese Darstellung ist so viel Wert wie durchschnittliche kreative Frauenarbeit - sehr wenig. Ist das Vielleicht Teil des Problems? ;)


Was wäre jetzt mein Fazit aus dem Artikel?
-->Mehr Frauen in die Müllbranche!
Und das Problem der Frau Platen ist gelöst, oder?

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Esib 06.02.2015, 06:51
5. Immer derselbe Wischiwaschi

Das typische Geschwätz mit einem Unterschied: Frau Platen bekennt, dass die 22% eben nicht bei gleicher Arbeit sind, sondern nur, wenn man Pik-As mit Aspik vergleicht. Doch anschließend versucht sie wieder, auf ihre ewige Leier von der Gehaltsdifferenz bei gleicher Arbeit zurückzukommen, Zitat aus dem Artikel:
Zitat von
Faire Bezahlung heißt: Gleiche und gleichwertige Arbeit müssen gleich vergütet werden.
Richtig Frau Platen: Gleiche Arbeit muss gleich vergütet werden - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und unterschiedliche Arbeit schon gleich gar nicht - es sei denn, man will kommunistische Gleichmacherei. Hatten wir schon mehrfach, ist immer wieder schief gegangen.
Man rudert jetzt langsam zurück, nachdem man Jehrzehntelang dreist und permanent die falsche Tatsachenbehauptung aufgestellt hat, diese Differenz sei bei gleicher Arbeit, will aber sein Steckenpferd, an dem auch das eigene Gehalt hängt, trotzdem weiterreiten. Ich betrachte diesen "Equal Pay Day" als extrem verlogene Veranstaltung.

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Mastermason 06.02.2015, 06:56
6. Friseurin und Daxvorstand kein Unterschied

Gott der Gerechte, was für ein Unsinn...

Der so genannte Gender Wage Gap hat nichts mit Geschlechterdiskriminierung zu tun, sondern mit individuellen Entscheidungen und das meint Frau Platen auch, ohne es auszusprechen.
Beispiel: "Warum verdient ein Müllwerker so viel mehr als eine Krankenschwester? Warum bekommt er eine Zulage für das Heben schwerer Lasten und die Altenpflegerin nicht?"

Nehmen wir einen Moment an, es wäre so, wie sie es beschreibt. Dann zeigt sich, wie wenig die Gehaltshöhe mit dem Geschlecht zu tun hat, denn der Krankenpfleger bekommt das gleiche niedrige Gehalt im Vergleich zum Müllmann wie die Krankenschwester (die ja übrigens auch Müllmann hätte werden können, ein wunderschöner Beruf und so prächtig bezahlt...)

Was dieses Interview so ärgerlich macht, ist die Tatsache, dass selbst die Organisatorinnen des Equal-Pay-Days offenbar einsehen mussten, dass das Geschlecht keine Gehaltsdiskriminierungen verursacht, wohl aber geschlechtsspezifische Entscheidungen für einen Beruf. Statt die Konsequenzen zu ziehen und ihren unsinnigen Equal-Pay-Days stillschweigend einzustampfen, nehmen die Organisatorinnen nun das ganze System aufs Korn. Gehaltsunterschiede sind nun per se böse, scheinbar unabhängig vom Geschlecht. Nun, nach der Logik sollte der ungelernte Lagerarbeiter genauso viel verdienen wie die Chefärztin... Wie, die ist hoch qualifiziert und hat ein langes teures Studium absolviert? Vor Frau Platen sind sie alle gleich.

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HerrH. 06.02.2015, 07:02
7. Freie Berufswahl?

Wie stehts damit? Steht Frauen doch frei Müllmann etc. zu werden. Also bitte. Äpfel kann man nicht mit Birnen vergleichen. Derart lächerliche Studien von derart lächerlichen Frauen sind weder aussagekräftig noch hilfeich.

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kaltschale 06.02.2015, 07:15
8. Äpfel und Birnen

Das Frauen weniger verdienen als Männer ist Unsinn und wohl nur falsch gemachter Statistik geschuldet (Mädchen sind ja angeblich schlecht in Mathe). Die Chefs müssten ziemlich dumm sein, nicht nur Frauen einzustellen, bei gleicher Arbeit 22% sparen? Das nenne ich mal Optimierungsmöglichkeiten. Im übrigen verdient Helene Fischer sicher viel mehr als ich, ist doch dann ungerecht! Klar, aber genau diese Art von unsinniger Statistik, nur eben umgedreht. Komischerweise fällt das dann auf.

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Blaumilchvor 06.02.2015, 07:16
9. Ganz klar! Wir haben ein Verteilungsproblem!

Gehaltsunterschiede darf es geben aber die Valenz der Gehälter ist dabei von Bedeutung. Der Grad der Verhältnismässigkeit ist meiner Ansicht nach längst überschritten, dass führt meines auch letztendlich zu einer Endsolidarisierung und zum auseinanderbrechen einer Gesellschaft. Eine Reichensteuer, zumindest die Einführung eines Spitzensteuersatzes wie bei der letzten Wahl gefordert ist dringend notwendig mit Entlastung der unteren Einkommensnehmer. Den Reichen wird es nicht weh tun und es ist auch mit ihre Aufgabe ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen und ihren Beitrag zu leisten. Die untere Einkommesschicht und Mittelschicht zut dies schon immer während bestimmte höhere Einkommensgruppen Steuerschlupflöcher suchen, große Unternehmen durch bestimmte Steuermodelle geringe oder teilweise gar keine Steuern zahlen (Apple und Co lassen grüßen). Unsere Politiker stehen hier in der Verantwortung der Bürger und sollten sich darüber Gedanken machen ob sie als Volksvertreter oder Lobbyisten gewählt wurden...

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