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Gehaltsunterschiede: Warum man Frisörinnen mit Dax-Vorständen vergleichen sollte
DPA

Frauen verdienen deutlich weniger als Männer. Für Henrike Platen ist klar: Ungerechtigkeit beginnt schon zwischen Branchen und Berufen. "Reden Sie über Geld", fordert die Organisatorin des Equal Pay Day.

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thelma&louise 06.02.2015, 08:24
20. Ein weites Feld

Dass soziale Berufe schlecht bezahlt werden, hat auch mit einem merkwürdigen kulturellen Phänomen zu tun: Während Amerikaner denken"Feuerwehr, Polizei, Kraknkenschwester brauche ich unbedingt, also muss ich sie gut bezahlen" denken Deutsche "Die brauche ich doch unbedingt, die können doch nicht noch Geld dafür verlangen". Ich weiß nicht, ob das tiefenpsychologisch mit infantiler oraler Fixierung (Unreife ist ja tatsächlich verbreitet) oder kulturell (schaut mal die Begehrlichen der Griechen an) zu erklären ist. (Letzteres war ein Scherz)

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uppsala 06.02.2015, 08:31
21. Äpfel vs. Autos

Ein bemerkenswert wirres Interview. Die genannten 22% sind bekanntermaßen Unsinn, da Äpfel mit Autos verglichen werden und hinter den Gehaltsunterschieden ganz andere Faktoren stecken, als das Merkmal "Geschlecht". Frau von Palten ist sich dessen ja offensichtlich vage bewusst, ignoriert dies aber mit der Begründung, damit sei die Ursache nicht behoben, und kehrt gedanklich wieder zu den 22% zurück. Was folgt, ist dann nur noch Wischiwaschi-Blabla über die "gesellschaftliche Situation". Dabei ist das einzige Fazit, dass man aus den Zahlen ziehen kann, dass nicht die Gesellschaft, das System oder die Männer als solche die Ursache des Problems sind, sondern schlicht die Art & Weise wie Frauen Ausbildungsentscheidungen treffen und im weiteren Verlauf erwerbstätig sind. Also Mädels, ändert euch erstmal selbst. Nebenbei: Dass die interviewte Dame angesichts ihrer unstrukturierten Ausführungen ernsthaft als Unternehmenberaterin tätig sein soll, macht mir irgendwie Angst...

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Central Park 06.02.2015, 08:32
22. Die Frage müsste lauten:

Ist es gerecht, dass Müllmänner mehr verdienen als Krankenschwestern? Keine Ahnung. Ein Geschlechterthema wäre es aber nur, wenn zugleich Müllfrauen weniger verdienen würden als Krankenbrüder. Und dürfte wohl ausgeschlossen sein, da beide Berufsgruppen nach Tarif bezahlt werden.

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lew111 06.02.2015, 08:36
23. Eine recht differenzierte Darstellung

Das Interview war überraschend gut. Die Ursachen warum Frauen als Gruppe weniger verdienen als Männer als Gruppe wurden erkannt. Es ist aber trotzdem erschreckend welches Weltbild diese Aktivistinen haben. Das zeigt sich allein in Ihrere Aussage

"Faire Bezahlung heißt: Gleiche und gleichwertige Arbeit müssen gleich vergütet warden"

Wer entscheidet denn was "gleichwertige Arbeit" ist?

Die Frauenbeauftrage?

Da kann ich nur sagen wach auf und komm mal in die Realität an.

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der_joerg 06.02.2015, 08:39
24. nach gefühlten zehn Jahren

Nach gefühlten zehn Jahren haben auch die Organisatoren lichte Momente. Sie erkennen den Schwachsinn bei der Berechnung. Leider erkennen das andere auch und schalten sofort ab. Das eigentliche Problem, dass man (Frau) von der Bezahlung typischer Frauenberufe nicht leben kann, geht darin unter.

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seiplanlos 06.02.2015, 08:43
25. kann das mal aufhören?

keine ahnung von gehältern: tarifvertrag
andere berufe gewählt: andere bezahltung
wenig selbstbewustsein: nicht geeignet für mache berufe

und warum wird alles auf das geschecht geschoben? ist es vielleicht nur eine statistische auffälligkeit, das es frauen trifft, weil andere kriterien nicht berücksichtigt werden?

Heute noch zu den "gleichen" ergebnissen bei solchen diskusionen zu kommen, wie vor 20 oder 40 jahren, zeigt das es nicht um gleichbehandlung geht, sondern darum bevorzugte behandlung zu wollen. Das muss aufhören.

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mr.andersson 06.02.2015, 08:48
26.

ein perfektes Beispiel dafür, was in diesen Debatten immer schief läuft.

Die Frau wird Krankenschwester, der Mann wird Müllmann, der Müllmann wird besser bezahlt, also wird die Frau diskreminiert. Was für ein Unsinn.

Im Rahmen der Freiheiten die wir haben, kann sich jeder für den Job bewerben, für den er/sie Lust hat. Wenn die Qualifikationen passen, wird man genommen. Werden trotz ausreichender Qualifikation die sich bewerbenden Frauen systematisch nicht bei der Müllabfuhr genommen, kann man klagen (und wird wegen Gleichstellungsgesetz gewinnen).

Was gibt es jetzt noch zu bereden?

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marcw 06.02.2015, 08:57
27.

"Wir müssen diskutieren, wieso so viele Frauen in Teilzeit oder schlechter vergüteten Jobs arbeiten, wieso sie sich für Branchen interessieren, die schlechter bezahlen."

Vielleicht, weil in einer gut bezahlten aber auch fordernden Branche vollzeit zu malochen tendenziell weniger entspannt ist als teilzeit mit dem Kolleginnen zu plaudern?

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MrGold 06.02.2015, 09:18
28. Da beissen die Männer ...

... in den Kommentaren um sich, wenn eine(r) will, dass Frauen auch fair bezahlt werden. Die Frau hat aber absolut recht!
Auch und gerade in der Frage, warum verdient ein DAX-Vorstand überhaupt ein vielfaches(!) mehr als ein(e) Krankenpfleger(in).
Hier sind die Relationen in den letzten Jahr(zehnte)en immer mehr ausser Rand und Band gelaufen.

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roenga 06.02.2015, 09:27
29.

Die Annahme, dass Krankenschwestern weniger verdienen als Müllwerker ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Hier aktuelle Zahlen aus dem Öffentlichen Dienst:

http://www.focus.de/finanzen/news/busfahrer-muellwerker-krankenschwestern-tarif-tabelle-sie-viel-verdienen-sie-jetzt-im-oeffentlichen-dienst_id_3739131.html

Demnach verdienen Pflegekräfte deutlich mehr als Müllwerker (500 € durchschnittlich).
Also - erst informieren, dann kommentieren.

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