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Gehaltsvergleich: Wo Beamte am meisten Geld bekommen
DPA

Typisch Föderalismus: Ein Beamter derselben Besoldungsstufe verdient am Wannsee 5700 Euro weniger als am Chiemsee. Ein neuer Report zeigt, wie groß die Unterschiede sind.

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GoaSkin 27.02.2017, 17:11
50. der Abstand zwischen gehobenem und höheren Dienst ist zu hoch

Ein Beamter im gehobenen Dienst braucht in der Regel ein Abitur und ein Fachhochschulstudium. Dafür erhält er einen Witzbetrag mehr als jemand, der mit einer Mittleren Reife in den Mittleren Dienst geht. Dafür, dass jemand an einer richtigen Uni statt an einer FH studiert hat, gibt es dann gleich ca. 20.000 im Jahr obendrauf. Während sich die Politiker selbst über die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen arm und reich beklagen, entscheidet man sich zugleich bei den Staatsbediensteten bewusst dafür, dass die Mitte fehlt. Aber ganz unabhängig davon wird immernoch zu sehr auf den Bildungsabschluss gesetzt, statt jedem die Möglichkeit zu bieten, sich hoch zu arbeiten, wenn er gut ist; eine Beförderung vom Mittleren in den Gehobenen bzw. vom Gehobenem Dienst in den Höheren ist kaum möglich - auch dann nicht, wenn die Leute mit ausreichend Erfahrung für einen besseren Job fähig sind.

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p11 27.02.2017, 17:19
51. Gleichmacherei?

Warum sollten Beamte denn überall in der Republik gleich viel verdienen? Das gibt es doch in anderen Jobs auch nicht. Vielmehr sollte auch hier Angebot und Nachfrage den Preis regeln.

Das hat jetzt doch mal wirklich nichts mit Föderalismus zu tun (und ich bin nicht mal ein Fraund davon).

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gehel 27.02.2017, 17:25
52. So sieht Gerechtigkeit bei der SPD aus

Diese Ungleichheit bei den Beamtengehältern zeigt doch ganz deutlich, dass die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten eine doppelzüngige Politik betreibt. Der Kanzlerkandidat prangert vollmundig die Ungerechtigkeiten in Deutschland an. Aber dort, wo es die SPD in der Hand hat, produziert sie die Ungerechtigkeiten selbst oder tut nichts dagegen. Immerhin führt die SPD in den meisten Ländern die Landesregierungen oder regiert mit und könnte das Ganze in einer konzertierten Aktion der SPD-regierten Länder sofort abstellen. Das zeigt nur einmal mehr, welche Heißluftblasen der Kanzlerkandidat der SPD produziert.

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catcargerry 27.02.2017, 17:30
53. Wirklich extrem

Was man so alles mit Darstellung und Pseudostatistik machen kann. Der maximale Unterschied ist bei den A-13ern, dass der Berliner 11 % weniger verdient als der Bundi bzw. der Bundi 12 % mehr verdient als der Berliner, je nach Basis. Das ist ja leider unspektakulär. Deshalb motzt man die Grafik auf, indem man ca. 90 % der Bezüge durch Verkürzung der Balken weglässt, um mit den Endstummeln grandiose Unterschiede zu simulieren. So what? Nehmen wir einmal die Polizei (wäre eher A 9): Im Hinblick auf die Unterschiede in den Lebenshaltungskosten innerhalb der Bundesländer liegen die Probleme und Ungerechtigkeiten doch ganz woanders. Und auch die Einsatzbedingungen weisen bereits innerhalb der Bundesländer extreme Unterschiede auf. Und es werden durch die ganze Beamtenschaft Äppel und Birnen gleichbehandelt. A 13 sind studierte Leute jeder Couleur, egal ob sie einen Schlummerjob haben oder sich täglich in stressige Auseinandersetzungen werfen müssen. Und man muss wissen, dass ein A-13er in der freien Wirtschaft über 15 TEUR p.a. mehr verdienen müsste, um das gleiche Netto und eine vergleichbare Altersversorgung zu bekommen, als Selbständiger mehr als 25 TEUR.

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dorfner99 27.02.2017, 18:22
54.

Ich bin entsetzt von dem Vorschlag mancher Kommentatoren den Beamtenstatus abzuschaffen. Eine solche Gesetzesänderung würde gleichzeitig ein Streikrecht für alle Länder und Bundesbeamte bedeuten. Persönlich habe ich nicht gerade ein gesteigertes Interesse daran ein Deutschland ohne funktionierende Exekutive und Verwaltung zu erleben.
Grüße von einem Beamtenanwärter, der dieses Recht in vollen Umfang nutzen würde;)

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gelbesvomei 27.02.2017, 19:14
55. Da gibt's nochwas ...

Wenn ich mich nicht irre, beträgt die Wochenarbeitszeit der Landes- und Kommunalbeamten in Bayern 41 Stunden. Das relativiert den Gehaltsvorsprung. In jedem Bundesland wird anders besoldet und die Wochenarbeitszeit anders festgelegt. Ich finde das schädlich.

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rad666 27.02.2017, 19:32
56.

Zitat von gelbesvomei
Wenn ich mich nicht irre, beträgt die Wochenarbeitszeit der Landes- und Kommunalbeamten in Bayern 41 Stunden. Das relativiert den Gehaltsvorsprung. In jedem Bundesland wird anders besoldet und die Wochenarbeitszeit anders festgelegt. Ich finde das schädlich.
Bayern hat 40h für die Beamten und 40,1h (Ohne Witz - 40 Stunden und 6 Minuten) für die Angestellten.

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ericus 27.02.2017, 19:35
57. Kostentreiber Pensionen - nicht Gehalt

Sei's drum beim Gehalt. Der größte Kostentreiber sind die Pensionen: Es müssen keine RV-Beiträge gezahlt werden, es gibt aber später trotzdem eine Pension. Bezahlt aus dem großen Steuertopf. Stark reformbedürftig.

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MKAchter 27.02.2017, 20:09
58. Schlechtere Lösung

Zitat von dorfner99
Ich bin entsetzt von dem Vorschlag mancher Kommentatoren den Beamtenstatus abzuschaffen. Eine solche Gesetzesänderung würde gleichzeitig ein Streikrecht für alle Länder und Bundesbeamte bedeuten.
Na, mit der seltsamen Privatisierung der Deutschen Bundesbahn hat man es doch bereits vorexerziert.

Beamte sind dort ein Auslaufmodell (formal nur noch ausgeliehen vom Eisenbahn-Sondervermögen an die DB AG). Der mittlerweile große Rest der Bahner sind Tarifangestellte.

Seither haben wir im Schnitt alle zwei Jahre bei der Bahn, die Basis-Infrastruktur dieses Landes ist, lange und nervige sowie teure Streiks. Ohne dass es damit sowohl Beschäftigten als auch betroffenen Kunden irgendwie besser ginge.

Und von der Leistungsfähigkeit des "Apparates" Bahn reden wir besser auch nicht.

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MKAchter 27.02.2017, 20:14
59. Unterschiede

Zitat von rad666
Bayern hat 40h für die Beamten und 40,1h...für die Angestellten.
In baden-württembergischen Kommunen beträgt die wöchentl. Regelarbeitszeit für die Beamten 41,0 Std., für die Angestellten (TvÖD) 39,0 Std. Somit ein Unterschied von 5%. Das ist beim Vergleich der Bezüge auch zu berücksichtigen.

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