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Gehaltsvergleich: Wo Beamte am meisten Geld bekommen
DPA

Typisch Föderalismus: Ein Beamter derselben Besoldungsstufe verdient am Wannsee 5700 Euro weniger als am Chiemsee. Ein neuer Report zeigt, wie groß die Unterschiede sind.

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MKAchter 28.02.2017, 08:03
70. Karrieren

Zitat von isar56
Dieselben Differenzen bestehen bei Angestellten. Und auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole. Beamte haben Privilegien von denen Angestellte nur träumen.
Da taucht, insbesondere wenn man die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (also Beamte und Tarif-Angestellte) vergleicht, doch die Frage auf: Warum haben letztere bei den vorgeblich traumhaften Privilegien eigentlich überhaupt die Angestellten-Laufbahn eingeschlagen, und wollten nicht alle Beamte werden ?

Also, ich kenne mehrere Angestellte im öffentlichen Dienst (TvÖD)., hauptsächlich mit akademischer Ausbildung, denen eine Verbeamtung auch möglich gewesen wäre bzw. angeobten wurde, und die bis heute freiwlillig Angestellte geblieben sind.

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rad666 28.02.2017, 08:13
71.

Zitat von MKAchter
Da taucht, insbesondere wenn man die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (also Beamte und Tarif-Angestellte) vergleicht, doch die Frage auf: Warum haben letztere bei den vorgeblich traumhaften Privilegien eigentlich überhaupt die Angestellten-Laufbahn eingeschlagen, und wollten nicht alle Beamte werden ? Also, ich kenne mehrere Angestellte im öffentlichen Dienst (TvÖD)., hauptsächlich mit akademischer Ausbildung, denen eine Verbeamtung auch möglich gewesen wäre bzw. angeobten wurde, und die bis heute freiwlillig Angestellte geblieben sind.
Einfach zu beantworten.
Wenn man den ÖD eher als Zwischenstation betrachtet macht sich eine Angestelltenstelle im Lebenslauf wesentlich besser. Als Beamter ist man festgenagelt - die meisten potentiellen Arbeitgeber sind eher abgeschreckt, und der Beamte selbst verliert den Großteil seiner Altersversorgung da er vom Arbeitgeber nur mit den Minimalbeiträgen nachträglich Rentenversichert wird.
Wenn man vom Angestellten zum Beamten wechselt ist man i.d.R. auch schon etwas älter - Ende 20, Anfang 30. Verheiratet mit Frau und Kind und der Eintritt in die private Krankenversicherung schlägt mal eben mit 500€ monatlich zu Buche, jährlich steigend. Da ist die Gesetzliche bei alles inklusive ist doch wesentlich überschaubarer.

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mr-mucki 28.02.2017, 08:24
72. Das wuerde es noch schlimmer machen

Zitat von rad666
Nach dem Studium fängt man als A9 (nichttechnischer Dienst) bzw A10 (technischer Dienst) an. Für A13 benötigt man je nach Stelle einen Master / Uniabschluss, i.d.R. werden hier Juristen eingestellt.
Ihrem Beitrag zu Folge, wuerde das es nur noch schlimmer machen.

Nur ein Vergleich an meiner eigenen Person:
Studiert Maschinenbau FH und im Anschluss MBA (Fernstudium). Einstiegsgahalt nach dem Studium Masch- Bau 52kEuro Brutto.
Nach Abschluss MBA und Befoerderungen (5 Jahre nach Berufseinstieg) 75k Euro. Nach weiteren 5 Jahren 95k Euro, plus Auto, plus Bonuszahlungen. Das ist aber nicht mehr als Besoldungsstufe A13. Und aus meinem Jahrgang an der FH haben manche in der Auto oder Metallindustrie angefangen. Die haben auch schon 80-85k Euro.
Natuerlich ist das ein Einzelfall, aber die Tabellen aus Monster oder Step Stone weisen die selben Werte aus.

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Drschlaumeierxy 28.02.2017, 09:51
73.

Zitat von Fxxx
In meinen Augen sind viele der Beamten überbezahlt. Die Angabe der Bruttobesoldung hier ist irreführend. Was am Ende netto rauskommt ist entscheidend. Ein Beamter spart sich Sozialabgaben wie Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung und er und seine Kinder werden gesundheitlich von der Beihilfe versorgt. Wo sich der normale Arbeitnehmer seine Berufsunfähigkeit und mäßige Rente absichern muss kann sich der Beamte auf den Steuerzahler verlassen. Alles in allem verdienen netto selbst einfache Beamte soviel wie gut bezahlte Fachkräfte, ohne viel leisten zu müssen. Da macht es keinen großen Unterschied, ob es regional ca. 2000€ Unterschied gibt.
Diese Diskussion ist so alt, wie das Beamtentum selbst. Glauben Sie wirklich, dass der Dienstherr es nicht ändern würde, wenn er wollte/(könnte)?
In Kurzform:
- Beamte müssen vom Netto noch 200-500 Euro PKV zahlen,
- um den Job zu bekommen muss man die Bestenauslese bestehen,
- eine hohe Qualifikation ist meist notwendig, diese ...
- wird in der freien Wirtschaft mit "noch" mehr Nettolohn vergütet
- Beamte sind dem Dienstherren "ausgeliefert" (siehe Hessen)

UND GANZ WICHTIG! Hier wird der Bruttoverdienst in der ENDSTUFFE dargestellt. Die habe ich erst nach vielen, vielen Jahren Berufserfahrung. Über das Gehalt lachen z.B. gute BWL'er oder Ing's bei gleicher Erfahrung drüber.

Meckern Sie gerne über 10 Mio. Vorstandsgehälter, Lobbyvertreter, Politiker mit Nebeneinkommen usw. Schwarze Schafe gibt es natürlich überall, in der Amtsstube ebenso wie in der freien Wirtschaft.

so Long,

Dr. Schlaumeier

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dickebank 28.02.2017, 10:12
74. Fhr

Zitat von GoaSkin
Ein Beamter im gehobenen Dienst braucht in der Regel ein Abitur und ein Fachhochschulstudium. Dafür erhält er einen Witzbetrag mehr als jemand, der mit einer Mittleren Reife in den Mittleren Dienst geht. Dafür, dass jemand an einer richtigen Uni statt an einer FH studiert hat, gibt es dann gleich ca. 20.000 im Jahr obendrauf. Während sich die Politiker selbst über die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen arm und reich beklagen, entscheidet man sich zugleich bei den Staatsbediensteten bewusst dafür, dass die Mitte fehlt. Aber ganz unabhängig davon wird immernoch zu sehr auf den Bildungsabschluss gesetzt, statt jedem die Möglichkeit zu bieten, sich hoch zu arbeiten, wenn er gut ist; eine Beförderung vom Mittleren in den Gehobenen bzw. vom Gehobenem Dienst in den Höheren ist kaum möglich - auch dann nicht, wenn die Leute mit ausreichend Erfahrung für einen besseren Job fähig sind.
Ein Anwärter (des gehobenen Dienstes) braucht ein Fachabitur und einen Bachelor-Abschluss bzw. ein FH-Diplom, um in den Vorbereitungsdienst berufen werden zu können.
Ein (Referendar des höheren Dienstes) braucht die Allgemeine Hochschulreife und einen Hochschulabschluss (einen Master-Abschluss, ein (Univeritäts-)Diplom, einen MA, ein Erstes Staatsexamen oder eine abgeschlossene Promotion) um in den Vorbereitungsdienst berufen werden zu können.

Absolventen einer Hochschule für angewandte Wissenschaften mit Master-Abschluss können gar nicht mehr in den gehobenen Dienst berufen werden. Da stehen die PR vor.

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dickebank 28.02.2017, 10:23
75. Blödsinn

Zitat von spiegelleser987
Zitat:"Gewerkschaften können für Beamte keine Tarifverträge abschließen." Müssen die doch nicht. Das geht garantiert über Umwege. Wir konnten doch 2015 oder 2016 lesen, dass der Beamtenbund die Streiks der Gewerkschaften z.B. Ver.di, Lokführer usw. finanziert. Da gibt es garantiert einen vertuschten Trick, wie es dann umgekehrt funktioniert. Aber es funktioniert auch anders. Im Bundestag sitzen vor allem Beamte, Lehrer usw., die für ihr eigenes höheres Einkommen Gesetze durchsetzen, weil sie irgendwann nicht mehr Abgeordnete sind. Ein ehemaliger Bürgermeister von Berlin hat die Gewerkschaften vergangenes Jahr im Rundfunk kritisiert. Die Lehrer gehören schon zu den 20% Besserverdienern und Verdi fordert mehr Geld. Man nimmt es den anderen 80% der Bevölkerung weg. Damit öffnet sich die Schere zwischen arm und reich immer weiter. Es wird auch immer gesagt, dass Lehrer und andere Beamte besondere Leistungen der Gesellschaft erbringen und deshalb mehr Geld verdienen sollten. Dass die anderen 80% der Bevölkerung auch notwendige Leistungen erbringen wird ignoriert. Ein Lehrer kann sich vielleicht die Haare selbst schneiden, aber aufs Dach klettert der garantiert nicht. Dass Lehrer danach als Pensionäre sich mehrmals jährlich für ein paar Wochen Luxusflugreisen leisten können, wird garantiert nirgends erzählt. Staat und Kommunen müssen ja für die abkassieren.
Die GdL ist eine Mitgliedorganisation des DBB. In der GdL sind folglich verbeamtete und angestellte Lokführer organisiert.
Dasselbe erleben sie im Bildungsbereich, es gibt also auch Beamte, die in der GEW, die Mirglied des DGB ist, organisiert sind, wie auch Tarifbeschäftigte, die im VBE organisiert sind, der wiederum Mitglied des DBB ist.
Die GdP und die DPolG sind ja keine Gewerkschaften, die im DGB sondern im DBB organisiert sind. Beide Organisationen vertreten aber ebenfalls Tarifbeschäftigte, die bei einer LaPo oder der BPol angestellt sind. Das gleiche gilt für Mitglieder der Steuergewerkschaft. Aufgrund der Kolitionsfreiheit der Tarifbeschäftigten, gibt es hier keine eindeutigen Abgrenzungen, weshalb den Arbeitgebern (Bund und Kommunen [TVöD] oder Ländern[TV-L]) ja auch immer eine Tarifgemeinschaft aus DBB und einer Mitgleidsgewerkschaft des DGB als Verhandlungspartner gegenüber sitzt.

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maria3333 28.02.2017, 10:42
76. Danke, dass Sie wieder mal Ressentiments gegen Beamte anheizen!

Danke, dass Sie wieder mal Ressentiments gegen Beamte anheizen! "Demnach liegt das Jahresgehalt für Beamte der Gehaltsstufe A13 im Durchschnitt bei 59.793 Euro pro Jahr." Das ist einfach falsch! Ich selbst bin Besoldungsstufe A13 und bin nicht annähernd in diesem Bereich, sondern eher 20.000€ darunter. Das heißt, es müsste zum Ausgleich Beamte geben, die ca. 80.000€ jährlich verdienen, damit Ihr Durchschnitt stimmt! Aber natürlich ist das Quatsch, denn im letzten Abschnitt steht dann versteckt, dass es sich um Gehälter der ENDSTUFE handelt, also nur von Leuten, die kurz vor der Pension stehen! Aber im Kopf der Leser hat sich jetzt natürlich festgesetzt, dass Beamte durchschnittlich 60.000€ verdienen. Danke, gleich folgen wieder die Hasskommentare! Nächstes Mal bitte sauber ausdrücken und keine Gerüchte verbreiten, das ist ja wohl das Mindeste!

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kumi-ori 28.02.2017, 10:47
77.

Zitat von Rooo
Bayern ist aber nicht gleich München. Sie bekommen als bayerischer Landesbeamter genau so viel in Hof und viel günstiger geht es nicht mehr in Deutschland. Bundesbeamte sind nur dann besonders bevorteilt, wenn die Behörde irgendwo ist, wo die Löhne niedrig sind. Meist sind die aber in den Großstädten und Ballungsräumen. Lehrer und normale Verwaltungsbeamte dagegen gibt es auch massig in der Fläche.
In Hof bekommen Sie aber keine Ballungsraumzulage und verdienen daher weniger. Zudem hat Bayern viele Landesbehörden aus München bis zu 200 km und weiter in die Pampa verlegt, um eben diese Bellungsruamzulage nicht zahlen zu müssen. Auf die Menschen kommt nun gewaltiger Zeit- und Kostenaufwand für das Pendeln zu. Auch das muss natürlich irgendwie in die Gehälter einberechnet werden.

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dickebank 28.02.2017, 11:00
78. Endstufe

Zitat von maria3333
Danke, dass Sie wieder mal Ressentiments gegen Beamte anheizen! "Demnach liegt das Jahresgehalt für Beamte der Gehaltsstufe A13 im Durchschnitt bei 59.793 Euro pro Jahr." Das ist einfach falsch! Ich selbst bin Besoldungsstufe A13 und bin nicht annähernd in diesem Bereich, sondern eher 20.000€ darunter. Das heißt, es müsste zum Ausgleich Beamte geben, die ca. 80.000€ jährlich verdienen, damit Ihr Durchschnitt stimmt! Aber natürlich ist das Quatsch, denn im letzten Abschnitt steht dann versteckt, dass es sich um Gehälter der ENDSTUFE handelt, also nur von Leuten, die kurz vor der Pension stehen! Aber im Kopf der Leser hat sich jetzt natürlich festgesetzt, dass Beamte durchschnittlich 60.000€ verdienen. Danke, gleich folgen wieder die Hasskommentare! Nächstes Mal bitte sauber ausdrücken und keine Gerüchte verbreiten, das ist ja wohl das Mindeste!
Sind sie in der Endstufe? Sie arbeiten Vollzeit? Der Besoldungsvergleich beruht auf der Endstufe der Besoldungsgruppen A7, A9 und A13. - hier als Eingangsstufe in den höheren Dienst.
Da A13 die Besoldungsstufe zwischen gehobenem und höherem Dienst ist, kann es hier zu signifikanten Besoldungsunterschieden kommen. Ein Oberamtsrat als Aufsteiger aus dem gehobenen Dienst wird kaum auf die Endstufe bis zur Pensionierung kommen, ein Rat der gleichen Behörde hingegen schon.
A13 besoldete Lehrkräfte der Sekundarstufe I haben auch nicht die gleiche Grundbesoldung wie Studienräte (SekI+II),. Den erstgenannten Lehrern wird nämlich die Ratszulage nicht als Zuschlag zur Grundbesoldung gewährt.

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dickebank 28.02.2017, 11:20
79. Zentralisierung

Zitat von kumi-ori
In Hof bekommen Sie aber keine Ballungsraumzulage und verdienen daher weniger. Zudem hat Bayern viele Landesbehörden aus München bis zu 200 km und weiter in die Pampa verlegt, um eben diese Bellungsruamzulage nicht zahlen zu müssen. Auf die Menschen kommt nun gewaltiger Zeit- und Kostenaufwand für das Pendeln zu. Auch das muss natürlich irgendwie in die Gehälter einberechnet werden.
Na da unterscheiden sich die Bayern aber grundsätzlich von den Berlinern, die alle ihre Landesbehörden in der gleichen Stadt haben.

BY hatte große Probleme einen Strukturausgleich zwischen den Regionen hinzubekommen, den blieb schlicht und ergreifend nichts Anderes übrig als dem Beispiel der anderen Bundesländer zu folgen und Landesbehörden in den strukturschwächeren Gebieten anzusiedeln.
Bayern hat schon 7 Regierungsbezirke bei rd. 13 Mio Einwohnern. Im Vergleich dazu hat NRW 5 Regierungsbezirke bei rd. 18 Mio Einwohnern.

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