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Gender-Pay-Gap: Frauen verdienen nach wie vor ein Fünftel weniger als Männer
imago / Westend61

Die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen ist unverändert groß. Viel davon lässt sich mit schlechter bezahlten Jobs erklären, in denen Frauen arbeiten. Aber nicht alles.

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corvus cornix 15.03.2018, 10:30
1. ...

Laßt endlich diese reißerischen Überschriften, wenn der Autor im Artikel dannzugeben muß, daß selbst die bereinigten 6% eher eine Obergrenze darstellen!!!

Eine falsche Aussage wird davon nicht wahrer, daß sie laut und oft in den Raum gestellt wird, im Gegenteil, dieses ständige Hervorheben der unwahren 20% vergrätzt nach und nach jeden, der sich vielleicht noch sachlich damit beschäftigen will.

Eine Frau ohne GenderGap

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Theya 15.03.2018, 10:32
2. Panikmache

"Deshalb sei der ermittelte Wert von sechs Prozent eine Obergrenze. Er wäre geringer ausgefallen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren zur Verfügung gestanden hätten." -- Diese zwei im hinteren Teil des Artikels versteckten Sätze erzählen also die tatsächliche Wahrheit, abseits von Entrüstungsbeißreflexen. Nicht 21 Prozent wie beim Vergleichen von Äpfeln mit Birnen "errechnet" wird, sondern höchstens 6 Prozent bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit (alles andere zu vergleichen ergibt nun wirklich wenig Sinn).

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass irgendwann der Unterschied in der Bezahlung zwischen Mann und Frau exakt Null betragen wird. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit immer eine Seite leicht über der anderen liegen. Sollten die Frauen die Männer einmal überholen, bin ich mal gespannt, ob der Aufschrei dann ähnlich laut und wiederkehrend ist. Wenn die Diskussion um die Benachteilung von Jungs in Schulen als Vorbild herangezogen werden kann, dann wohl eher nicht.

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spon_3175452 15.03.2018, 10:33
3. bereinigt 6% sind doch ok

6% sind es auch innerhalb der Geschlechter.
In tarifvertraglich gebundenen Betrieben sind es übrigens 0 %, bereinigt, wenn man nicht Äpfel und Birnen vergleicht.

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slashmaxx 15.03.2018, 10:37
4. Täglich grüßt das Statistische Bundesamt

Wer sich bißchen mit Statistik befasst, sollte diese Statistik ohne Probleme richtig einsortieren.
Wer noch nicht, kann sich gerne den folgenden Artikel zu Erhebung der Statistik reinziehen und seine Schlüsse selber ziehen:
https://www.heise.de/tp/features/Ten-Years-Gender-Pay-Gap-Mistake-Ein-Irrtum-wird-zehn-Jahre-alt-3652060.html?seite=all

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heinrichhaine 15.03.2018, 10:40
5. Gut bedient

Mit einem Fünftel weniger sind sie m.E. gut bedient. Man kann ja nicht alles reglementieren - irgendwo sind die Damen dann auch selbst für ihr Einkommen verantwortlich. Wenn sie meinen sie sind ein Gehalt X wert, dann sollen sie es bitte bei ihrem Vorgesetzten einfordern. Wenn dieser der gleichen Meinung ist, dann wird er das Gehalt akzeptieren. Ist er anderer Meinung, dann kann die Frau akzeptieren oder ihre Konsequenzen daraus ziehen. Männer und Frauen sind de facto in ihren Stärken und Schwächen unterschiedlich...und diese Unterschiede machen sich eben auch beim Gehalt bemerkbar. Eine Chefin bezahlt ihre weiblichen Angestellten auch nicht besser als ein Chef das tut. Und gehen Frauen zum Friseur, dann geben sie für einen Friseur mehr Geld aus als für eine Friseurin. Diese Heuchelei, seitens der Damen, geht mir so langsam auf den Keks. Ebenso wie so mancher enteierte Geschlechtsgenosse.

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markniss 15.03.2018, 10:45
6. Äpfel und Birnen

In diesem Artikel wird endlich mal darauf hingewiesen, dass die 22% aus unbereinigten Zahlen stammt! 75% des Unterschiedes ergeben sich nämlich schon aus der Berufswahl und sind völlig unabhängig vom Geschlecht. Das ließe sich nur lösen, wenn die Krankenschwester das gleiche Gehalt wie der Chefarzt bekäme.

Wenn man Zahlen nicht bereinigt, dann kann man tolle Aussagen treffen: Es ist nämlich genauso wahr, dass es einen mindestens 20% Unterschied zwischen den Durchschnittslöhnen in Hamburg und Gelsenkirchen gibt. Offensichtlich bedeutet das, dass Schalke-Fans gegenüber HSV-Fans diskriminiert werden! Und das bei dem Tabellenstand!

Die Wahrheit liegt also bei 6%. Aber leider ist 6% nicht besonders viel und taugt nicht für schöne Schlagzeilen.

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keine-#-ahnung 15.03.2018, 10:48
7. "Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte ...

... eine bessere Bezahlung in frauendominierten Berufen."
Die Bezahlung in der Alten- und Krankenpflege ist sicher nicht optimal gestaltet, kann aber nicht als Beispiel für die sog. gender-pay-gap herhalten. Dass man angestellte Frauen eher im Friseursalon, Nagel- und Kosmetikstudio und weniger bei der Müllabfuhr, im Tiefbau oder unter Tage antrifft, liegt daran, dass die Menschen eben nicht gleich sind.
Und diese Tätigkeiten werden dann halt auch so vergütet, wie es der Markt zulässt.
Auch in "geisteswissenschaftlichen" Berufen wird man nur langsam Millionär, weil der Bedarf und damit die Vergütung eher unterdurchschnittlich ist - interessanterweise sind solche Studiengänge häufig bis zum Platzen der Hörsäle überfüllt. Meist von Frauen ...
In meinem Beruf erhalten Männlein und Weiblein für ihre erbrachten Leistungen auf Heller und Pfennig das gleiche Honorar - EBM und GOÄ ist das Geschlecht des Arztes völlig wurst, obwohl der Beruf mittlerweile auch eher "frauendominiert" ist.

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willi_ac 15.03.2018, 10:48
8. Warum wird immer wieder ...

... Halbgares zu dem Thema serviert? Ich kann mich da #1 nur anschließen. Es gibt keine Tarifverträge in denen steht, dass Männer mehr verdienen als Frauen. Das andere sind vielfach individuelle Entscheidungen - wenn ich vorher weiß, dass ein/e Ingenieur(in) mehr verdient als ein/e Germanist(in) und man sich trotzdem für Germanistik entscheidet oder ein/e Mechatroniker/in mehr als ein/e Erzieher/in - was soll da die Polemik?

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Lagrange 15.03.2018, 10:52
9. Bild?

Hehe was mir erst jetzt auffällt ist, sind die Geldstapel auf dem Bild - danach verdienen Frauen nur rund 1/3 der Männer. Wie kann man denn so ein Foto machen - vielleicht weil bei 6% die Stapel nahezu identisch gewesen wären ;)

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