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Gender Pay Gap: Geld her!
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Frauen verdienen 21 Prozent weniger als Männer - allerdings berücksichtigt dieser allgemeine Gender Pay Gap weder Qualifikationen noch Tätigkeiten. Trotzdem beschreibt er einen gesellschaftlichen Skandal.

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unaufgeregter 18.03.2019, 12:23
1. Kommt darauf an

wo man beschäftigt ist. Im öffentlichen Dienst z. B. wird gleich gut bzw. schlecht bezahlt. Manchmal fällt mir nur auf, dass von Frauen wesentlich mehr verlangt wird, als von den Männern. Motto: Wenn sie schon einem Mann den Job wegnimmt, soll sie wenigstens mehr arbeiten.

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golden-huakl 18.03.2019, 12:25
2. FAZ Artikel

Die Faz hat gerade auch einen Artikel zu dem Thema online. Der ist mit wissenschaftlichen Analysen hinterlegt und zeichnet ein sehr differenziertes Bild. Warum gelingt das im SPON nicht? Schade!

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hausfeen 18.03.2019, 12:27
3. Na hoppla, dass Frauen weniger Karriere machen, als ...

... Männer, das ist doch ein wesentlicher Teil der Diskriminierung. Und das, obwohl sie.in Schule und Uni deutlich besser als ihre Kollegen abschneiden. In jungen Ehen oder Partnerschaften wird viel zu schnell der Rückfall auf die Hausfrau als selbstverständlich gefunden, wenn Kinder kommen. Die öffentliche Diskussion darüber ist daher von großer Bedeutung.

Das ist auch für die deutsche Wirtschaft relevant, da viele Talente, die weiblichen, nicht zum Zuge kommen.

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MartinHa 18.03.2019, 12:27
4. Angebot und Nachfrage bestimmen den Lohn

Es ist meiner Meinung nach keineswegs der Fall, dass "Arbeit von Frauen, ihre vermeintlich typischen Fähigkeiten und Kompetenzen werden nämlich - das zeigen Untersuchungen - im Schnitt geringer bewertet als die von Männern." Angebot und Nachfrage bestimmen den Lohn. Jeder Arbeitgeber versucht, möglichst wenig für seine Arbeitnehmer auszugeben. Wenn er dann nicht genug passendes Personal findet, muss er den Lohn erhöhen. Das Geschlecht hat damit wenig zu tun. Was ich für wahrscheinlich halte, ist, dass durchschnittlich Frauen das Gehalt weniger wichtig ist, und daher erstens das Gehalt des geplanten Berufs bei Studien- und Ausbildungswahl als weniger wichtig erachtet wird, und zweitens in Gehaltsverhandlungen weniger nachdrücklich höherer Lohn gefordert wird.

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htoru.forum 18.03.2019, 12:30
5. Voreilige Schlüsse

Sie halten die 21% für einen Skandal. Niemand jedoch weiß ob diese 21% die Folge einer strukturellen Ungerechtigkeit sind oder die Konsequenz von freien Entscheidungen über Karriere und Beruf. Und wenn beide Aspekte eine Rolle spielen, weiß trotzdem niemand, in welchem Verhältnis dies in Zahl mit einspielt. Also alleine aus der Zahl "Skandal" zu rufen ohne die Gründe dahinter zu verstehen ist voreilig.

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Schnellleser 18.03.2019, 12:32
6. Wird auch Zeit

Wenn man Qualifikation und Anforderungen berücksichtigt, kommen zwar nur noch wenige Prozente raus, die trotzdem abgeschafft gehören, aber das ist ja hinlänglich bekannt.
Das Hauptproblem ist neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, vorallem, dass Frauen bei der Berufswahl eher weniger auf die späteren Löhne achten.

Im übrigen freue ich mich schon auf den "Region Pay Gap Day" für die unterschiedliche Entlohnung in Ost und West.
Den "feiern" wir dann vermutlich irgendwann im Sommer.

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peterefunck 18.03.2019, 12:33
7. Pauschal

Solange wir nicht die Gründe für die Ausnahmen, es gibt ja sehr erfolgreiche Frauen, benennen können, ist mir das alles zu pauschal. Ich weiß zu wenig, wo der Fehler ist. Davon, daß ich nur ein schlechtes Gewissen habe, kann sich keiner etwas kaufen.

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severus1985 18.03.2019, 12:33
8. Guter Einstieg, guter Schlusssatz

Endlich mal ein vernünftiger, sachlicher Artikel zum Thema. Ich würde mich freuen, wenn die Frauen mehr und die Männer weniger arbeiten würden, denn in meiner Generation gilt Geld nicht mehr als das allein seelig-machende. Das wird in der Betrachtung nämlich oft vergessen: Die Begriffe Teilzeitfalle und Vollzeitprivileg lassen sich auch ganz einfach umdrehen, wenn es um das Ziel "glücklich Leben" geht. Die wenigsten Männer arbeiten 40h, weil es sie erfüllt.

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Over_the_Fence 18.03.2019, 12:36
9. Was ist nun die Quint-Essenz?

Was will uns die Autorin jetzt sagen, bzw. an wen richtet sich der Artikel?
Wenn er eine Aufforderung an die Geschlechtsgenossinnen ist, anstatt Kindergärtnerin oder freischaffende Journalistin Ingenieurin oder Informatikerin zu werden, warum nicht? Es herrscht freie Berufswahl in Deutschland nach 1989, jeder kann werden, was er will bzw. wozu er befähigt ist.

Ich hoffe der Artikel ist nicht als Angriff auf die freie Lohnpreisbildung am Markt- und die Tarifautonomie zu verstehen. Sozialistische Experimente gab es nämlich schon genug auf diesem Planeten, und eines in Deutschland hat gereicht.

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