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Gender Pay Gap: Geld her!
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Frauen verdienen 21 Prozent weniger als Männer - allerdings berücksichtigt dieser allgemeine Gender Pay Gap weder Qualifikationen noch Tätigkeiten. Trotzdem beschreibt er einen gesellschaftlichen Skandal.

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fördeanwohner 18.03.2019, 18:07
160. -

Zitat von vonlipwig
Wenn man es in einer Beziehung nicht schafft, die anfallenden Arbeiten gerecht aufzuteilen (evtl. unter Einbeziehung einer Putzhilfe), dann sollte man/frau sich eine(n) neue(n) Partner(in) suchen. Oder soll der Staat jetzt auch noch verbindliche Quoten für die Hausarbeit einführen?
? Meine Ausführungen sollten nur erklären, weshalb viele Frauen dann doch nur Teilzeit arbeiten. Putzhilfen können sich viele auch gar nicht leisten.
Und mit dem Trennen ist das ja so eine Sache. Gibt ja sogar Menschen, die es aus trifftigeren Gründen nicht schaffen, sich vom/von der Partner/in zu trennen.

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ruhepuls 18.03.2019, 18:09
161. Diskriminierung - oder Wunsch?

Zitat von hausfeen
... Männer, das ist doch ein wesentlicher Teil der Diskriminierung. Und das, obwohl sie.in Schule und Uni deutlich besser als ihre Kollegen abschneiden. In jungen Ehen oder Partnerschaften wird viel zu schnell der Rückfall auf die Hausfrau als selbstverständlich gefunden, wenn Kinder kommen. Die öffentliche Diskussion darüber ist daher von großer Bedeutung. Das ist auch für die deutsche Wirtschaft relevant, da viele Talente, die weiblichen, nicht zum Zuge kommen.
In meinem Bekanntenkreis "wimmelt" es von qualifizierten Frauen (Akademikerinnen). Einige von ihnen kletterten auch die Karriereleiter hoch - und dann kam ein Punkt, an dem sie sagten: "Ich arbeite jetzt nur noch X Tage, weil mir reicht, was ich verdiene und ich habe noch andere Interessen". (Nein, nicht die Kinder, es handelt sich um kinderlose). Andere hörten vorzeitig ganz auf und nahmen entsprechende Abzüge bei der Rente hin. Ebenfalls weil sie noch andere Interessen hatten, die sie noch bei guter Gesundheit verfolgen wollten. Und das waren gerade die gut verdienenden Frauen mit entsprechenden Jobs bzw. Positionen.
In meinen Augen sind Frauen in ihren Entscheidungen freier als Männer, weil sie eben ihren Wert nicht an ihrer Position und/oder ihrem Gehalt festmachen. Männer sind - das mag eine gesellschaftliche Prägung sein - viel häufiger "geil" auf Positionen und benötigen oft auch mehr Geld, um das zeigen zu können (z.B. ein dickes Auto).

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moev 18.03.2019, 18:14
162.

Zitat von hausfeen
... Männer, das ist doch ein wesentlicher Teil der Diskriminierung. Und das, obwohl sie.in Schule und Uni deutlich besser als ihre Kollegen abschneiden. In jungen Ehen oder Partnerschaften wird viel zu schnell der Rückfall auf die Hausfrau als selbstverständlich gefunden, wenn Kinder kommen. Die öffentliche Diskussion darüber ist daher von großer Bedeutung. Das ist auch für die deutsche Wirtschaft relevant, da viele Talente, die weiblichen, nicht zum Zuge kommen.
Da muss leider nichts öffentlich diskutiert werden, das entscheiden die Damen in dieser Situation in der überwältigenden Mehrheit ganz selbst so für sich. Und das letzte was die dann wollen ist von der (kinderlosen) Gesellschaft da rein geredet zu bekommen, wie lange die bei ihrem Kind bleiben dürfen/sollen.

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ruhepuls 18.03.2019, 18:22
163. Einheitslohn...

Nun, im Grund gibt es nur eine Lösung: Den Einheitslohn.
Ganz offensichtlich ist es ja so, dass Frauen bereit sind - für so irrationale Dinge wie Spaß oder mehr freie Zeit - weniger zu verdienen. So erklärt sich, warum Frauenberufe oft schlechter bezahlt werden, als typische Männerberufe. Männer suchen sich diese Berufe nicht aus, WEIL dort weniger bezahlt wird. Frauen aber sagen: "Mir macht Frisieren mehr Spaß als an Maschinen zu schrauben, also gehe ich lieber zu einem Friseur, auch wenn ich da weniger verdiene als mein Partner, der Mechatroniker ist". Würde keine Frau mehr Friseurin werden wollen, dann müssten die Friseure (und die Kunden) eben mehr bezahlen oder man "stellt" Roboter ein.

Anders gesagt: Frauen entscheiden nach anderen Qualitäten als Männer. Was für eine weltbewegende Erkenntnis. Wir sind tatsächlich unterschiedlich...

Da das offensichtlich nicht sein darf, weil die Lebensentscheidungen der Einzelnen immer mehr zum Regulierfeld der Politik werden, müssen wir alle das gleiche verdienen. Vielleicht gestaffelt nach Ausbildung, Alter usw. Dann spielen persönliche Entscheidungen keine Rolle mehr. Vermutlich werden dann einige Berufe aussterben und andere werden sich rasant vermehren. Ich würde dann vielleicht Philosoph oder Archäologe werden, was ich bisher vermieden habe, weil man da kaum einen Job findet und wenn, dann ist er schlecht bezahlt. Aber dann...

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Crom 18.03.2019, 18:23
164.

Zitat von fördeanwohner
Aha! Und das hat dann alles also nichts mit der Tatsache zu tun, dass Frauen Kinder usw. + Frau zuhause = Frau schmeißt auch den Rest im Haushalt. Da hat Frau dann nachher wohl einfach keinen Bock wieder Vollzeit zu arbeiten und das Gros des Haushalts zu schmeißen. Finde ich eine plausible Begründung.
Konnte man doch letztens erst hier lesen, Arbeit (Mann) + Haushalt (Mann) > Arbeit (Frau) + Haushalt (Frau), außer sonntags. Schlussendlich ist das aber ein Deal zwischen den Eheleute bzw. Partnern, wer wo wie viel arbeitet.

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Pickle__Rick 18.03.2019, 18:24
165.

Zitat von spdf
Unterschiede können schnell passieren. Bei einem Ex-Arbeitgeber war ich Student. Nachdem ich aber nach ein paar Monaten dasselbe gemacht habe wie die normalen Angestellten, habe ich eine 25 prozentige Gehaltserhöhung durchgesetzt. Allerdings gab es in der Abteilung noch eine Studentin, für die dasselbe galt. Die Dame wäre aber nie auf die Idee gekommen, von sich aus nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Erst nachdem ich ihr das erzählt habe, hat die gefragt. Ich hätte aber auch gute Gründe gehabt ihr das zu verschweigen.
Ich habe etwas ähnliches erlebt. Mit mir war bei meinem ersten Arbeitsgeber eine junge Dame angestellt. Wir beide haben quasi eine neue Abteilung gebildet und diese sollte ausgebaut werden. Tja bei der ersten Gehaltsnachverhandlung hab ich kackfrech nach 10k mehr pro Jahr gefragt und bekommen. Ich habe ihr davon auch erzählt. Sie fand das zu dreist und hat sich nicht getraut.
Ja jetzt mal Hand auf's Herz, welcher Unternehmer sagt denn dann:"Ach Frau XY, Ihr Kollege bekommt jetzt viel mehr. Wir erhöhen das mal ohne Not bei Ihnen auch."
Wobei man sich natürlich fragen muss woher diese Zurückhaltung, die man Frauen bei Gehaltsforderungen nachsagt, kommt.

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Crom 18.03.2019, 18:25
166.

Zitat von fördeanwohner
Okay, wenn der Mann gut verdient, kein Problem. Wir bewegen uns hier ja auf der etwas gehobeneren Gehaltsstufe;-)
Wenn der Mann nicht gut verdient, dann muss die Frau sowieso arbeiten, ob sie will oder nicht, da sonst das Geld für die Familie recht knapp wird. Offenbar ist das die Zielsetzung, Männer verdienen so wenig, dass Frauen gezwungen werden, auch zu arbeiten. Das wird dann als großer Fortschritt verkauft.

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Panthera 18.03.2019, 18:26
167. Propaganda

Der „Equal Pay Day“ und die angebliche Lohnlücke von 21% ist nicht mehr als Propaganda, um einen von einem Teil der Politik (und der Medien) angestrebten Zustand der Unfreiheit zu erreichen. Mindestens 15% dieses „Gender Pay Gaps“ beruht nämlich auf einer FREIEN Entscheidung von Frauen, für bestimmte Berufe, für mehr Familienzeit, auch gegen die Übernahme von Führungsverantwortung.
Ich bin absolut für gleiche Bezahlung für gleiche Leistung, es wäre ein Skandal, wenn Frauen im selben Beruf bei derselben Kompetenz und Leistung weniger verdienen würden als Männer. Dies ist aber nicht (bzw. kaum, da ist sich das statistische Bundesamt nicht sicher) der Fall. „21%“ ist Propaganda mit bewusst falsch eingesetzten Zahlen, der man schon allein deshalb entgegentreten sollte, weil sie die Berufswahlfreiheit der Frauen einschränken will.

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Crom 18.03.2019, 18:28
168.

Zitat von fördeanwohner
Ja, WENN die Hausarbeit tatsächlich 50/50 geteilt wird, ist das kein Problem. Bei uns zuhause ist das auch so, aber im Freundes- und Bekanntenkreis ist das eben nicht so. Da gab es sogar in zwei Fällen den arbeitsuchenden Gatten, der nicht mal den Haushalt gemacht hat, als die Kids in der Kita/im Kindergarten waren, während Frau Vollzeit arbeitete. Kam auch zum Knall deswegen. Die eine ist nun alleinerziehende Mutter, in dem anderen Fall hat der Gatte dann mit der Pistole auf der Brust doch noch eine Arbeit gefunden;-) Ich verstehe es sehr gut, dass der- oder diejenige, der/die z.B. 80% des Haushalts schmeißt, nur Teilzeit arbeitet.
Warum ist in dem einen Fall jetzt die Frau alleinerziehende Mutter? Die Kinder müssten doch zum Vater kommen, der ist ja schließlich daheim geblieben. So ist jedenfalls immer das Argument, wenn es sich spiegelbildlich verhält (sprich Mann geht arbeiten, Frau bleibt daheim, dann wandern die Kinder ganz selbstverständlich zur Mutter).

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brille000 18.03.2019, 18:30
169. Gesellschaftlicher Skandal?

Seltsame Schlussfolgerung angesichts einer statistischen Erhebung, bei der Qualifikationen und Tätigkeiten nicht vergleichbar berücksichtigt wurden. Ein völlig nutzloses Ergebnis mit dem eigentlich keine Bewertungen möglich sind. Stimmungsmache, sonst nichts.

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