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Gerechtere Bezahlung von Frauen: Kaum jemand nutzt Entgelttransparenzgesetz
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Nur wenige Angestellte nutzen die gesetzliche Möglichkeit, ihre Bezahlung mit der ihrer Kollegen zu vergleichen - das zeigt eine Analyse des Familienministeriums. Woran liegt das?

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warholandy 10.07.2019, 15:47
20. eben nicht

Zitat von curly988
@niobe78 selbst wenn man Dinge wie längere Arbeitszeit etc. mit einbezieht gibt es einen gender pay gap - dass zeigt jede seriöse wissenschaftliche Forschung. Das sich etwas an dem Unterschied ändert kann meiner Meinung nach allerdings nur erreicht werden , wenn der verkrampfte Umgang bezüglich Einkommen ändert. Wenn es die intimste Frage die man einem Menschen stellen kann ist " was verdienst du eigentlich?" dann wird sich nichts ändern. Weder im Bereich des gender gap, noch in der Solidarität von Angestellten untereinander.
Es bleibt ein Pay Gap von 2 - 4 % nach Bereinigung. Doch selbst die Bereinigend*innen schließen nicht aus, dass es weitere Faktoren geben könnte die nicht beachtet wurden. Aber irgendwann muss es auch gut sein sonst kommt am Ende noch heraus dass Männer weniger verdienen als Frauen... bereinigt versteht sich.

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warholandy 10.07.2019, 15:59
21. naja

Zitat von xlabuda
unsere deutschen hardcore-Gender-Ideologinnen haben es mal wieder geschafft, für Müll Millionen auszugeben - wer zahlts ? Die männlichen Steuerzahler. - - - - - -Die weiblichen Steuerzahler zahlen nicht?! Interessante Einschätzung... MfG Redaktion Forum (männlicher Kollege)
Aufgrund des berechtigten Minderverdienstes ( unbereinigter paygap) zahlen sie entsprechend weniger.

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stelzerdd 10.07.2019, 21:13
22. Ein Spruch

"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit."
sagte der dänische Philosoph Søren Kierkegaard
Und da ist viel dran. Ich denke da auch an meine Mitbürger in Sachsen und Thüringen, denen nicht nur eingeredet wird, sie bekämen zu wenig sondern quasi in Verdrehung von geben und nehmen - sie würden "draufzahlen".

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hannibalanteportas 10.07.2019, 23:37
23. Die unbereinigte Paygap und ihr unsinnigen Folgen

In unserem Unternehmen (Gesundheitswesen) ohne Tarifbindung mit knapp tausend AN sind die Basisgehälter transparent von jedem/r einzusehen. Einzelnen Berufsgruppen sind bestimmte Entgeltstufen zugeordnet, ähnlich wie im TVöD. Zudem gilt: bestimmte zusätzliche Qualifikation=höhere Stufe. Ist alles offen einsehbar. Betriebszugehörigkeit wird prozentual dazugerechnet. Die Gesamtheit der bisherigen Berufsjahre außerhalb des Unternehmens können ebenfalls mit einbezogen werden, das ist aber bei Neueinstieg pure Verhandlungssache. Das sind die beiden Faktoren , die man sich zwar erfragen kann, die aber nicht so transparent sind. Aber alle Kolleg*innen schätzen die grundlegende Transparenz und über das tatsächliche Gehalt, das am Ende dieser Berechnung steht, wird dennoch geschwiegen. Von einem neuen Kollegen, der aber schon älter ist, habe ich gehört, dass er seine vorherigen Berufsjahre nicht so gut in mehr Gehalt umsetzen konnte, wohl auch, weil er aus einer anderen Branche kommt.
Frauen verdienen im Durchschnitt dennoch deutlich weniger. Warum?
In den höheren Stufen (mit Studium) ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen, sogar etwas mehr Frauen. Die allermeisten sind jung und noch wenig berufserfahren. Die Männer sind häufig deutlich länger da. Was bedeutet, dass sie deutlich mehr verdienen, gut 10% und z.T. mehr.
In den mittleren und unteren Gehaltsstufen sind es ca. 70% Frauen, die eben weniger als in den oberen Stufen verdienen, aber nicht weil sie Frauen sind!
Wenn man sich nun unsere Zahlen ohne Kontext, Differenzierung oder Zusammenhänge nur nach dem Durchschnittseinkommen eines Mannes/einer Frau ansieht, könnte man zu dem Schluss kommen, das Frauen im Vergleich zu Männern weniger verdienen. Das wäre noch nicht mal falsch, nur die Zuschreibung, dass es sich um eine Diskriminierung wegen des Geschlechts handelt, wäre völlig daneben.
Und niemand hat bei uns das Gefühl, gehaltstechnisch ungerecht behandelt zu werden, außer der Tatsache natürlich, dass wir alle einfach gern mehr Gehalt hätten;-)

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bold 10.07.2019, 23:45
24. War ja klar...

...dass wieder einige (wahrscheinlich (Mittel)alte weiße Männer) hier posten es gäbe keine Lücke. Und dass sie ja so benachteiligt werden. Mümümü.
Liebe Herren, ihr habt die letzten 200Jahre alle Privilegien genossen, aber die Zeiten sind vorbei! Better get used to it. Eure Töchter übernehmen jetzt.
Und noch was: wieso beantwortet keine die Leitfrage des Artikels? Ich biete gerne eine Antwort an:
Ich arbeite in einem großen Konzern und habe ein paar Kolleginnen, die den Prozess angestoßen haben. Da alles manuell verglichen werden muss von Personal handelt Frau sich nur deren Groll ein. Ist ja Mehrarbeit. Und damit kann Frau jede Weiterentwicklungschancen an den Nagel hängen. Deshalb nimmt’s keine in Anspruch.

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fiegepilz 11.07.2019, 06:23
25.

da durch den rechenmechanismus es fast unmöglich ist nachzuweisen dass tatsächlich ungleichheit existiert sind die chancen eine gute information zu erhalten gleich 0. es gibt viel zu viele freiheiten für unternehmen auszuwählen was die vergleichspersonen sind. zumal ist es ja nur information, kein echter handlungszwang. wieder ein nutzloser papiertieger

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fiegepilz 11.07.2019, 06:40
26.

wie so oft ist das tatsächliche einfordert von recht auf individualebene ein karriwrekiller, und damit faktisch wertlos. solange es einzeln eingefordert werden muss ist das alles nutzlos

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schnarchn 11.07.2019, 07:48
27.

Wieso haben, auch hier im Forum, so viele Leute ein Problem mit der Offenlegung ihres Gehalts? Kann mir mal eine Personen einen wirklich nachvollziehbaren und guten Grund dafür nennen? In anderen Ländern geht man damit teilweise viel entspannter um. In Deutschland ist Geld aber immer gleich ein so unfassbar heikles und kompliziertes Thema. Warum denn? In meinen Augen total unnötig. Wenn mich jemand fragt, was ich verdiene, dann sag ich das. Wieso auch nicht?

Wieso das Gesetzt nicht zieht? Wurde schon oft beschrieben: In großen Konzernen, welche von der Regelung betroffen sind und statistisch leicht diese Zahlen vorliegen können, gibt es ohnehin meist Tarifverträge und kein Problem mit unterschiedlicher Bezahlung. Problematisch sind oft kleine Unternehmen/Mittelständler. Dort greift das Gesetz entweder nicht, oder man macht sich mit einer solchen Anfrage direkt maximal unbeliebt beim Arbeitgeber und lässt es deswegen. Das Gesetz ist daher reine Augenwischerei und in der Praxis einfach nicht umsetzbar.

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Interzoni 11.07.2019, 09:13
28. verwässert

Genau das war ja mit diesem verwässerten Gesetz beabsichtigt: Dass es wirkungslos bleibt. Mit dududu und Freiwilligkeit kommt man in der Wirtschaft nicht weiter, wie auch das massenhafte Unterlaufen des Mindestlohns zeigt. Nur Druck, konsequente Kontrolle und vor allem Sanktionen bringen etwas.

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erlachma 11.07.2019, 09:37
29.

Zitat von bold
...dass wieder einige (wahrscheinlich (Mittel)alte weiße Männer) hier posten es gäbe keine Lücke. Und dass sie ja so benachteiligt werden. Mümümü. Liebe Herren, ihr habt die letzten 200Jahre alle Privilegien genossen, aber die Zeiten sind vorbei! Better get used to it. Eure Töchter übernehmen jetzt. Und noch was: wieso beantwortet keine die Leitfrage des Artikels? Ich biete gerne eine Antwort an: Ich arbeite in einem großen Konzern und habe ein paar Kolleginnen, die den Prozess angestoßen haben. Da alles manuell verglichen werden muss von Personal handelt Frau sich nur deren Groll ein. Ist ja Mehrarbeit. Und damit kann Frau jede Weiterentwicklungschancen an den Nagel hängen. Deshalb nimmt’s keine in Anspruch.
Wie wäre es, wenn Sie das jetzt nochmal ohne Sexismus posten? Danke.
Schuld sind ohnehin immer nur die anderen, richtig? Die Personaler, die man ja offensichtlich vergrollt mit einer Anfrage, etc.pp.
Schonmal darüber nachgedacht, dass auch Personaler (oftmals weiblichen Geschlechts) nicht-nachtragend arbeiten können? Wieso glauben Sie eigentlich, nur weil jemand einer Gruppe angehört (alte weiße Männer, Personal), müsste er sich nach Ihrem Cliché verhalten? Und dann noch lauter vermutete Nachteile, wie dass damit natürlich jede Frau (wieso nicht: jede/r?) in der Weiterbildung blockiert würde, nur weil nachgefragt wurde?

Ganz ehrlich: jemand wie Sie, der voll ist mit Sexismus und Wahnvorstellungen, würde ich vermutlich auch nicht weiterbilden wollen. Sondern feuern. Und da würden Sie dann wieder schreiben, Sie wären gefeuert worden, weil Sie eine Frau sind, und den Hinweis, dass das falsch ist, und die wahre Ursache ist, dass Sie charakterlich nicht zur Kollegin taugen und sexistisch sind, als "Mümümü" abtun, statt sich selbst zu hinterfragen.

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