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Gerichtsurteil in Berlin: Wer kifft, darf nicht Polizist werden
DPA

Er wollte Polizist werden, doch in seinem Blut wurde ein Cannabis-Abbauprodukt nachgewiesen: Tatsächlich sei damit die Dienstfähigkeit des Bewerbers eingeschränkt, urteilte nun ein Berliner Gericht.

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touri 16.07.2018, 15:45
1.

Weil der Bewerber also unter Umständen innerhalb eines Jahres Cannabis konsumiert hat ist er nicht dienstfähig? Ich wünschte bei Alkohol würden ähnliche Maßstäbe herangezogen:

Sie haben vor 2 Monaten ein Bier getrunken?! Sorry aber das geht gar nicht, das disqualifiziert sie für den Polizeidienst!

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Lebonk 16.07.2018, 15:55
2.

Und wie ist es mit Politzisten, die ab und an viel Alkohol trinken ? (oh, Leute ich war gestern soooo breit , ha,ha). Andere rauchen ab und an einen Joint. Der THC -Wert geht - zwar langsamer - ebenso runter wie die Promillezahl.
Es ist diskreminierend, wenn ein Cannabisraucher als Krimineller und ein Trinker als heimlicher Held eingeschätzt wird.
Cannabis legalisiert, würde den illegalen Markt zusammenbrechen lassen und damit einen ganzen Geschäftszweig beseitigen, der die Kapazitäten der Polizei bindet.

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Phil41 16.07.2018, 15:57
3. an lächerlichkeit kaum zu überbieten

es ist nicht ok ab und zu mal zu kiffen (rechtliche lage mal außen vor gelassen, da diese aus der steinzeit stammt und sowieso längst angepasst gehört) aber theoretisch kann er sich jeden tag 10 bier reinzwitschern und keine sau macht was dagegen... ich habe schon mehrfach mit polizisten über die cannabis-thematik gesprochen und alle dieser polizisten haben ausnahmslos gesagt, dass ihnen kiffer wesentlich lieber sind als besoffene. bekiffte (und nur bekiffte) menschen haben sich im griff, sind friedlich und akzeptieren auch die ansage der polizei (außer der tatsache, dass man wegen ein paar gramm das "ganze prozedere" machem MUSS, damit das verfahren dannschlussendlich eingestellt wird)... besoffene sind unberechenbar, im zweifel aggresiv und man kann mit ihnen nicht normal sprechen... diese maßstäbe sind einfach lächerlich

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helmut.alt 16.07.2018, 15:59
4. Gut, dass Drogenkonsumenten vom Polizeidienst ferngehalten werden

Was kann man zulassen und was nicht? Diese Frage muss im Interesse der Allgemeinheit vom Gesetzgeber eindeutig beantwortet werden. Folgendes Szenario wäre denkbar: Ein Polizist, als Hüter des Gesetzes und zugleich Cannabiskonsument ist, könnte bei der Festnahme eines Cannabisdealers leicht in Versuchung geraten für seine Bedürfnisse etwas abzuzweigen.

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strixaluco 16.07.2018, 16:01
5. Passivrauchen?

Ist es eigentlich möglich, erhöhte Cannabiswerte zu bekommen, wenn jemand Rauch von anderen Konsumenten eingeatmet hat? Sagen wir, der Polizeibewerber hätte einen Freund, der viel kifft...

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schnarchn 16.07.2018, 16:05
6.

Innerhalb des letzten Jahres mal gekifft = Untauglich.
Sich am Wochenende regelmäßig ein hinter die Binde kippen, am besten noch mit den anderen Polizeiazubis = Kein Problem.

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winterwoods 16.07.2018, 16:06
7. Es ist ist nur eine Frage von Minuten...

Es ist ist nur eine Frage von Minuten, bis die erste Vorhut der Cannabis-Fangemeinde hier aufschlagen und ihr Plädoyer für das Kraut starten wird. Ich kenne keine andere Droge, sie eine solch verklärte Treue erzeugen kann. Davon abgesehen: Richtige Entscheidung, wer kifft, gehört selbstverständlich nicht in den öffentlichen Dienst. - Außer in Berlin vielleicht...

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bakero 16.07.2018, 16:12
8.

So ein Quatsch. Zwei, spätestens drei Stunden nach dem Cannabis-Konsum ist die Wirkung komplett weg. Das was festgestellt werden kann, über die Haare mitunter noch viele Monate, sind komplett wirkungslose Abbaustoffe.

Gleichzeitig darf man, jedenfalls als Privatperson, noch mit (ganz sicher nicht wirkfreien) 0,5 Promille Auto fahren.

Es geht den Arbeitgeber schlichtweg nichts an, was man in seiner Freizeit macht, egal ob bei Polizei, Bundeswehr, als Arzt, Busfahrer oder im Schuldienst. Etwa vier Millionen Menschen in Deutschland konsumieren regelmäßig Cannabis, "witzigerweise" kenne ich sogar einen Richter. Sollen die etwa alle aufhören zu arbeiten? Und was ist eigentlich mit den vielen Menschen, die mittlerweile ganz legal Cannabis als Medizin bekommen?

Der Mann sollte besser froh sein, wenn er nicht bei solch einer heuchlerischen "Firma" arbeiten muss.

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nelson76 16.07.2018, 16:16
9. Doch die geforderte Trennung wird dabei von den Gerichten in aller Regel sehr scharf ausgelegt...

Nun ja, was dir Trennung zwischen Konsum und Fahren betrifft ist hier aber sehr ungenau und nicht ganz genau dargestellt. Es gibt Grenzwerte (auch wenn die ein wenig weltfremd sind) bei denen eine nicht gegebene Unterscheidung/Trennung gegeben ist. Folge sind meist ein Bußgeld und/oder kurzes Fahrverbot. Es gibt auch Fälle wo der Festgestellt Wert so gering war das von Seiten der Polizei nichts erfolgte. Was die Zulassungsbehörde daraus macht ist ein ganz anderer und eben auch zwei Paar Schuhe. Aber darüber muss man nicht reden, besonders nicht hinsichtlich der MPU. Wo das Gesetzt selbst nicht bestrafen kann erfolgt dann eben doch durch die Führerscheinzulassengsbehörde eine indirekte Bestrafung.

Ach und zum Argument das man solche Menschen nicht zum Polizeidienst zulassen dürfe...wer hier anwesenden weiß eigentlich wieviel Beamte es gibt die ach und an auch mal smoken? Es sind auch nur Menschen!

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