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Gesetzesreform: Kabinett beschließt Mutterschutz für Schülerinnen
Corbis

Das Mutterschutzgesetz stammt aus dem Jahr 1952 - nun soll es reformiert und auf Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen ausgeweitet werden. Das hat das Kabinett beschlossen.

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Lankoron 04.05.2016, 14:19
1. Dringend notwendig,

und von der Wirklichkeit schon lange überholt....die meisten Schulen nehmen z.B schon seit vielen Jahren Rücksicht auf schwangere Schülerinnen, ebenso die Unis, an denen eh eine grosse Wahlfreiheit herrscht. Grund zum Feiern ist das also noch lange nicht....und warum man für verschiedene Berufsgruppen Ausnahmen und Rechtsverordnungen braucht (bekommen Soldatinnen anders Kinder als Krankenschwestern oder KfZ-Mechatronikerinnen??), kann wohl auch nur eines der vielen betroffenen Ministerien erklären.

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interessierter Laie 04.05.2016, 16:34
2. der Grund ist simpel...

Zitat von Lankoron
und von der Wirklichkeit schon lange überholt....die meisten Schulen nehmen z.B schon seit vielen Jahren Rücksicht auf schwangere Schülerinnen, ebenso die Unis, an denen eh eine grosse Wahlfreiheit herrscht. Grund zum Feiern ist das also noch.....
Soldatinnen, Beamtinnen und Richterinnen bekommen weder anders noch andere Kinder, aber ihr Dienstrecht unterscheidet sich deutlich von normalen Beschäftigungsverhältnissen. Es entstünde ein ziemliches Kuddelmuddel, wenn auf Regeln normaler Arbeitnehmer verwiesen würde. Zumal dann diese Regeln noch modifiziert werden müssten, um auf die Besonderheiten von Beamten einzugehen. Es ist also, wenn sie so wollen, ein Dienst am Leser und spart Papier.

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joey55 04.05.2016, 17:23
3. Spätrömische Dekadenz

Diese Bundesregierung geht Themen an, die völlig irrelevant sind und uns nicht bis überhaupt nicht weiterbringen. Wenn das die einzigen Probleme mit dem MuSchG sind, dann bin ich wirklich beruhigt. Eigentlich sollten Schülerinnen davor geschützt werden, schwanger zu werden.
Wie Lakoron bereits schrieb, sind bereits heute Unis und Schulen sehr flexibel.
Und zum Thema Soldatinnen, Richterinnen und Beamtinnen: Auch der DGB ist nicht daran gehindert in die entsprechenden Verordnungen zu schauen, dort werden die wesentlichen Regelungen des MuSchG für anwendbar erklärt. Nur solche Regelungen, die Bundesbehörden besondere Regelungsbefugnisse geben, sind ausgenommen.

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Plasmabruzzler 04.05.2016, 17:44
4. Wenn schon, denn schon

Wenn man solch ein Gesetz reformieren möchte, dann auch bitte richtig. Das Gesetz stammt aus einer Zeit, in der mehrheitlich erst Kinder auf die Welt gekommen sind, als mindestens ein Elternteil (Vater) das Geld nach Hause brachte. Er konnte sich ergo für die Geburt Urlaub nehmen. Wenn heute das Gesetz auf junge Frauen angewendet werden soll, die für gewöhnlich ebenso junge Partner haben (die das Kind gezeugt haben), müssen diese weiter die Schulbank drücken oder Pflichtpraktika an der Hochschule besuchen. Wenn diese dann eine Prüfung in den Sand setzen, weil ihre schwangere Partnerin gerade entbindet, spricht das nicht für Gleichberechtigung bzw. Gleichbehandlung. Ich denke, man sollte Männern (in dem Falle Erzeugern) ein ebensolches Recht gewähren.

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hemithea 04.05.2016, 19:05
5.

Zitat von joey55
Diese Bundesregierung geht Themen an, die völlig irrelevant sind und uns nicht bis überhaupt nicht weiterbringen. Wenn das die einzigen Probleme mit dem MuSchG sind, dann bin ich wirklich beruhigt. Eigentlich sollten Schülerinnen davor geschützt werden, schwanger zu werden. Wie Lakoron bereits schrieb, sind bereits heute Unis und Schulen sehr flexibel. Und zum Thema Soldatinnen, Richterinnen und Beamtinnen: Auch der DGB ist nicht daran gehindert in die entsprechenden Verordnungen zu schauen, dort werden die wesentlichen Regelungen des MuSchG für anwendbar erklärt. Nur solche Regelungen, die Bundesbehörden besondere Regelungsbefugnisse geben, sind ausgenommen.
1. Im Idealfall sollte ein Mädchen, eine Schülerin, nicht schwanger werden. Trotzdem passiert es. Fruchtbare Menschen können auch in jungen Jahren schwanger werden und diesen Mädchen steht genau so ein Schutz zu, wie erwachsenen Frauen, die bereits einen Beruf nachgehen.

2. Schülerinnen sind z.B. auch Frauen, die zB im zweiten Bildungsweg einen bestimmten Schulabschluss nachholen, in Ausbildung sind usw.

3. Ja, es gibt dieses Problem. Mutterschutz ist Mutterschutz, auch eine minderjährige Mutter ist eine Mutter, deren Gesundheit geschützt werden muss und die die 6 Wochen vor der Geburt und 8 Wochen nach der Geburt für ihre Gesundheit und die Gesundheit ihres Kindes benötigen.

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dickebank 05.05.2016, 06:27
6. hääääh?

Zitat von joey55
Diese Bundesregierung geht Themen an, die völlig irrelevant sind und uns nicht bis überhaupt nicht weiterbringen. Wenn das die einzigen Probleme mit dem MuSchG sind, dann bin ich wirklich beruhigt. Eigentlich sollten Schülerinnen davor geschützt werden, schwanger zu werden. Wie Lakoron bereits schrieb, sind bereits heute Unis und Schulen sehr flexibel. Und zum Thema Soldatinnen, Richterinnen und Beamtinnen: Auch der DGB ist nicht daran gehindert in die entsprechenden Verordnungen zu schauen, dort werden die wesentlichen Regelungen des MuSchG für anwendbar erklärt. Nur solche Regelungen, die Bundesbehörden besondere Regelungsbefugnisse geben, sind ausgenommen.
Warum sollten Schülerinnen davor geschützt werden, schwanger zu werden?

Der Begriff Schülerin beschränkt sich ja nicht allein auf Schülerinnen an allgemeinbildenden Schulen, die max bis zum 20. Lebensjahr in diesen staatlichen Zwangseinrichtungen verharren können.

Auch an Berufsschulen, Meisterschulen etc. gibt es Schülerinnen - und die sind vor allem eines, älter.
Und ob die beruflichen Schulen flexibel sind, ist nicht entscheidend, die Frage ist ob die Prüfungsordnungen von HK und IHK eine Schwangerschaft während einer dualen Ausbildung - vor allem in Hinblick auf die finanzielle Förderung (Schüler-, Meister-BAFöG etc.) - zulassen.

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nickleby 05.05.2016, 16:03
7. Vorsorge ist besser

Man soll Schülerinnen und Schülern ab dem 14. Lebensjahr monatlich 15 Kondome zur Verfügung stellen, die von der Allgemeinheit zu bezahlen sind.
Erstens senken wir dadurch die Infektion mit Geschlechtskrankheiten, zweitens wird die unerwünschte Schwangerschaft verhindert,,
drittens fördern wir die Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen
Damit leisten wir dann mehr für die Volksgesundheit als durch Mutterschutz für Jugendliche

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m.m.s. 06.05.2016, 10:28
8. Ist das jetzt mit Einkommen verbunden?

Ob dies dann gleich noch mit staatlichem Einkommen, verteilt aus dem Steuertopf, verbunden ist?

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tompat 08.05.2016, 11:36
9. Besserer Schutz der Kinder an 1. Stelle!

@Nickleby hat hier einen super Vorschlag, dem schließe ich mich an. Das absolute Unding Schwangerschaft bei Minderjährigen muss zuallererst verhindert werden. Kinder haben ein recht auf ihre Kindheit! Gebt den Mädels und Jungs endlich glasklare Sexualerziehung, in der Klartext gesprochen wird auch über de Folgen von Kinderschwangerschaften. Und haltet dann auch mal Prüfungen ab, ob sie die Inhalte davon tatsächlich verstanden haben. Parallel dazu: BEZAHLBARE (!!!) Verhütungsmittel. €12 für eine Handvoll Kondome sind NICHT bezahlbar für Schulkinder.

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