Forum: Karriere
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Frauenveräppelungsgesetz
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Ein neues Gesetz soll dafür sorgen, dass Frauen künftig so viel wie Männer verdienen. Es greift ab Samstag, aber es greift zu kurz - und wird rein gar nichts ändern.

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hahnenbusch 07.01.2018, 12:58
150. Nein, nein

Das ist Staatsversagen. Wie in vielen anderen Bereichen setzt der Staat seine eigenen Gesetze nicht konsequent durch. Es gibt zuviel politische Zögerlichkeit und die Angst vor Angriffen aus allen möglichen Lagern. Das ist die Generation, die bis Heute nicht zwischen antiautoritär und Laisser-faire unterscheiden kann oder will.

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warholandy 07.01.2018, 13:33
151. Hmm

Zitat von nici_d
Bei der Neuberufung von Professorinnen gibt es, zumindest dort, wo es mir bekannt ist, 300 EUR mehr für Frauen als für Männer, und das nur aufgrund des Geschlechts. Macht bei etwa 25 Jahren Dienstzeit als Prof. 90.000 EUR plus Steigerungen aus.
können Sie das belegen?, der Sache könnte man dann ja mal nachgehen...

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Schweizer 07.01.2018, 14:56
152. Die Diskussion ist falsch und unlogisch von A-Z

Die Beispiele was falsch ist wurde ja zur genüge gepostet.

Dann kommt hinzu:
Wenn in den meisten Firmen und Behörden nach Tarif bezahlt wird kann es dort keinen GPG geben.
Demzufolge müssten die 6% vom kleineren Rest her kommen.
ZB. 50% kein GPG bedeutet bei 50% 0 und bei den anderen 50% 12 und nicht 6...
Wo wird das besprochen nirgends!

Oder:
Bei Firmen über 200 Mitarbeitern etc. blabbla besteht ein AUSKUFTSRECHT für den Durchschnitt (oder den Median?) aber kein Anspruch auf gleiche Bezahlung. Das ist schon lachhaft genug.
Aber in solchen Firmen wird wohl meist nach Tarif bezahlt, der keine Geschlechter kennt.
Also bestände ein Auskuftsrecht für Firmen bei denen das nicht nötig ist?

Wo man hinschaut ist diese Diskussion Mist.

Oder man denke mal folgendes:
Wo wandert denn der Lohn von uns Männern hin??
Doch zu einem nicht kleinen Teil in die Familienkasse, also auch zu den Frauen.
Frauen bekommen also viel vom angeblich so ungerechten Lohn der Männer ab. Und zwar ohne sich den Stress einer Karriere an tun zu müssen.
Man denke nur dran was nach Scheidung passiert...!

Also liebe Frauen ich glaube ihr stellt euch selbst ein Bein mit dieser Diskussion. Da ihr im Schnitt auch viele Geldwerte Vorteile habt (Work Life Balance, längeres Leben usw.) und vom Geld EURER Männer profitiert.

Ich glaube nicht dass es für Frauen ein Vorteil wäre wenn diese Vorteile in Geld umgerechnet würden und nicht nur der Gehaltszettel verglichen wird....

Und ich sehe auch keinen Vorteil darin die Männer ab zu schrecken. Wozu denn eine Frau wenn das heisst nur zahlen zu sollen aber ständig an allem schuld zu sein und im Scheidunsgfall alt aus zu sehen!?

Ich kenne viele mich eingeschlossen, bei denen das Interesse an einer (westlichen) Frau sofort erlischt wenn diese Diskussion aufkommt.

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eichenbohle 07.01.2018, 15:02
153. Gehts um Einkommen oder Feminismus?

Was ist mit dem Nord-Süd und Ost-West Gefälle?
Wenn Männer im Osten/Norden weit weniger Verdienen als Frauen im Westen/Süden? Im gleichen Job, bei gleicher Ausbildung und Qualifikation?
https://www.gehalt.de/news/ost-west-vergleich-gehaltsunterschiede-in-deutschland

Wenn man Glück hat, im negativen Sinne, verdienen Männer und Frauen, Männer und Männer, Frauen und Frauen nur dann gleich, wenn im Osten-Westen-Norden-Süden genau der Mindestlohn gezahlt wird. Bei allem was darüber liegt, wird es immer Unterschiede geben.

Dazu kommt noch, dass selbst nach regionalen Unterschieden in Tarifverträgen in einer Region es genügend Variablen gibt, woraus sich Einkommensunterschieden bei gleichem Geschlecht so wie zwischen Männern und Frauen ergeben können.
Den Inhalt meines Links hier wiederzugeben ist mir zu kompliziert.
Kann sich ja jeder mal selbst durchwühlen.
http://www.stuttgart.igm.de/downloads/artikel/attachments/ARTID_21597_vFqAWK?name=era_ratgeber.untertuerkhei m.pdf

Vielleicht etwas übersichtlicher auf Seite 2 und 3:
http://www.daimler.igm.de/downloads/artikel/attachments/ARTID_77975_XVFXtC?name=Duesseldorf_sPrinter_Juli_ 2016.pdf

Beispiel
ERA - Entgelttabelle (Entgeltkomponenten) - 35 Std./Woche
Minimum:
EG 15 5.041,00 Euro
Tarifl. Leistungsentgelt 2,5% . 126,03 Euro
Übertariflicher Zuschlag 50,41 Euro
SUMME 5217,44 Euro

Maximum:
EG 15 5.041,00 Euro
Tarifl. Leistungsentgelt 30% 1512,30 Euro
Übertariflicher Zuschlag 554,51 Euro
SUMME 7107,81 Euro

Das heißt, innerhalb einer Einkommensgruppe können rechnerisch 1890,37 Euro liegen.
Was ist mit dem Nord-Süd und Ost-West Gefälle?
Wenn Männer im Osten/Norden weit weniger Verdienen als Frauen im Westen/Süden? Im gleichen Job, bei gleicher Ausbildung und Qualifikation?
https://www.gehalt.de/news/ost-west-vergleich-gehaltsunterschiede-in-deutschland

Wenn man Glück hat, im negativen Sinne, verdienen Männer und Frauen, Männer und Männer, Frauen und Frauen nur dann gleich, wenn im Osten-Westen-Norden-Süden genau der Mindestlohn gezahlt wird. Bei allem was darüber liegt, wird es immer Unterschiede geben.

Dazu kommt noch, dass selbst nach regionalen Unterschieden in Tarifverträgen in einer Region es genügend Variablen gibt, woraus sich Einkommensunterschieden bei gleichem Geschlecht so wie zwischen Männern und Frauen ergeben können.
Den Inhalt meines Links hier wiederzugeben ist mir zu kompliziert.
Kann sich ja jeder mal selbst durchwühlen.
http://www.stuttgart.igm.de/downloads/artikel/attachments/ARTID_21597_vFqAWK?name=era_ratgeber.untertuerkhei m.pdf

Vielleicht etwas übersichtlicher auf Seite 2 und 3:
http://www.daimler.igm.de/downloads/artikel/attachments/ARTID_77975_XVFXtC?name=Duesseldorf_sPrinter_Juli_ 2016.pdf

Beispiel
ERA - Entgelttabelle (Entgeltkomponenten) - 35 Std./Woche
Minimum:
EG 15 5.041,00 Euro
Tarifl. Leistungsentgelt 2,5% . 126,03 Euro
Übertariflicher Zuschlag 50,41 Euro
SUMME 5217,44 Euro

Maximum:
EG 15 5.041,00 Euro
Tarifl. Leistungsentgelt 30% 1512,30 Euro
Übertariflicher Zuschlag 554,51 Euro
SUMME 7107,81 Euro

Das heißt, innerhalb einer Einkommensgruppe können rechnerisch 1890,37 Euro liegen.

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ImZweifel 07.01.2018, 16:07
154.

Zitat von Newspeak
Ich verstehe nicht, warum das, was jemand verdient, ueberhaupt vertraulich sein muss? Man sollte grundsaetzlich ALLE Einkuenfte gleich welcher Art fuer jeden einsehbar transparent machen! Aber 2 Minuten spaeter braeche die Revolution aus.
Nicht die Revolution aber Neid und Unzufriedenheit

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Dr. Murks 07.01.2018, 18:44
155. Jein

Zitat von b.w.s
Zitat: „Und keine Branche ist von diesem Missstand ausgenommen.“ Doch, wenn man die Gruppe der Beamtinnen und Beamten als „Branche“ bezeichnet, dann schon! Dort verdienen alle, ob Frau oder Mann, bei gleicher Besoldungsstufe exakt gleich viel.
denn es gibt ja Dienstaltersstufen, also bekommen nicht alle das gleiche Gehalt, sondern nur das gleiche Grundgehalt.

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wahrsager26 07.01.2018, 19:33
156. An im Zweifel. Nr154

Vollkommen richtig!!! Ich sehe nur wieder den deutschen 'run ' auf die vollkommene Gerechtigkeit. Aber zum Thema: Ist jemand hier im Forum Arbeitgeber? Nur mal so gefragt, ohne dass ich das weiter vertiefe.(ich habe alle! Posts gelesen,daher die Frage) .Ganz interessant wären auch Aussagen zum Thema von arbeitgebenden Damen.....Danke

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kleinsteminderheit 08.01.2018, 00:06
157. Es geht um gleichen Lohn für gleiche Arbeit

Und zwar nicht nur für Frauen. Tatsache ist, dass in Deutschland ein großer Teil der Löhne frei verhandelt wird und dass auch beim Tariflohn über Eingruppierung, Zulagen etc viel Gestaltungsspielraum gegeben ist. Die verbreitete Intransparenz der Entlohnung begünstigt ungerechtfertigte Lohnunterschiede. Gut verhandeln können jene, die Alleinstellungsmerkmale haben und beruflich mobil sind. Derzeit ist es völlig legitim, wenn Arbeitgeber bei der Lohnfindung einkalkulieren, dass bestimmte ArbeitgeberInnen beruflich nicht so mobil sein können. Kinder? Die tut denen keinen Umzug an! Zu versorgende Angehörige? Die hat doch keine Zeit für weite Fahrstrecken! Verheiratet? Der Ehemann wird wohl kaum seinen Job aufgeben, damit die Frau zu einem neuen Job ziehen kann!
Und schon ist Ende mit gut verhandeln und Frau nimmt, was der Chef ihr anbietet. Genau so geht es auch Männern mit eingeschränkter beruflicher Mobilität.
Ich glaube keinesfalls, dass Lohntransparenz dem Betriebsfrieden schadet. Ganz im Gegenteil. Wenn Lohn transparent ist und Arbeitgeber Lohnunterschiede sachlich begründen müssen, weiß schließlich auch jeder, was er tun kann um seinen Lohn zu verbessern.

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tangoman 08.01.2018, 07:16
158. Mal rein betriebswirtschaftlich betrachtet

Auch wenn es insbesondere die GrünInnen nicht wahrhaben wollen, gibt es einen großen biologischen Unterschied zwischen Männern und Frauen im Bezug auf Familienplanung: Macht der Mann ein Kind, geht er am nächsten Tag ins Büro... bekommt eine Frau ein Kind, entstehen der Frima nicht unerhebliche Kosten/Ausfallzeiten. Das wird eben, wie es bei Versicherungen mit den höheren Beiträgen für Risikogruppen auch passiert, in die jeweiligen Löhne und Gehälter eingepreist. Betriebswirtschaftlich eine logische Entscheidung, will das Unternehmen nicht pleite gehen. Darüber spricht zwar keiner offen, aber das ist die einfache, schonungslose Wahrheit. Ist dies in Zukunft nicht mehr möglich, werden Unternehmer, bei annähernd gleicher Qualifikation eines männlichen und weiblichen Bewerbers, die Risikominimierung über Ihre Personalpolitik durchführen. Die Welt ist eben ungerecht und nicht rosarot.

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plechazunga 08.01.2018, 09:14
159. Ideologische Unverhältnismäßigkeit

Wo liegt eigentlich das Problem? Statistisch gesehen gehen Männer ein Stück weit besser aus individuellen Gehaltsverhandlungen hervor. Verdient eine Frau 5000 EUR, hat ein Mann 5300 EUR, liegt eine Frau bei 10000 EUR, so sind es beim Mann 10600 EUR. Und dieser marginale Unterschied soll rechtfertigen, dass alle Betriebe mit mehr als 25 Mitarbeitern dokumentieren, dass sie faire Gehälter zahlen? Nach welchen Kriterien soll das denn ermittelt und im Einzelfall beurteilt werden? Hier liegt ein offenkundig unverhältnismäßiger Eingriff in die sinnvolle bürgerliche und unternehmerische Freiheit vor. Ideologische Verblenfung ersetzt ein Phantom-Problem durch ein wirkliches Problem.

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