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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Frauenveräppelungsgesetz
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Ein neues Gesetz soll dafür sorgen, dass Frauen künftig so viel wie Männer verdienen. Es greift ab Samstag, aber es greift zu kurz - und wird rein gar nichts ändern.

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Polemski 06.01.2018, 13:16
60. It´s a men´s world..

Zitat von mim81
Ich halte seit Jahren Gehaltsverhandlungsseminare - sowohl für Männer als auch für Frauen. Es ist immer das Gleiche: Frauen geben sich schneller zufrieden, gehen bei der Verhandlung nicht weiter. Männer sehen die Verhandlung mehr als Spiel und Wertschätzung ihrer Arbeit und verhandeln entsprechend ausdauernder. Das gilt natürlich nicht pauschal für alle, jedoch für 80%. Männer sind da einfach offensiver und mutiger, wechseln auch schneller den Arbeitgeber. (In anderen Kontexten mag das nachteilig sein). Frauen dagegen sind sicherheitsorientierter. Von denen höre ich auch öfter den Satz: "Ja, ich verdiene nicht so viel, wie ich eigentlich sollte, aber meine Kollegen sind so nett." Um mehr Gehalt zu bekommen ist es wichtig sich der Verhandlung als solches auseinanderzusetzen. Es ist NICHT unfair, dass Frauen weniger verdienen. Sie verhandeln einfach nur schlechter. Wenn Frauen ihre zögerliche Haltung bei der Gehaltsverhandlung ablegen bekommen sie auch entsprechendes Gehalt. Wie gesagt ist das meine Beobachtung über hunderte von Männern und Frauen im Rahmen von Gehaltsverhandlungen. Das ist der Grund. Da wird niemand bewusst schlechter bezahlt oder gemobbt. Das ist einfach Käse.
.. und da unsere Business-Welt von Männern erschaffen wurde, müssen Frauen, wenn sie "Gleichstellung" wollen, eben einfach männlicher sein. Ist doch ganz einfach, oder?

"Niemand wird bewusst schlechter bezahlt...das ist Käse". Na wenn Sie das sagen, muss es ja stimmen.
Haben Sie ihre Gehaltsverhandlungsseminare auch mal in Berufszweigen gehalten, in denen Schlips und Kragen nicht zur Arbeitskleidung gehören?

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Abel Frühstück 06.01.2018, 13:23
61.

Zitat von al2510
Es hat jeder das Gefühl, ob er geachtet und gewollt, oder eben der Lückenbüßer ist. Wenn das Gefühl nicht stimmt, macht die Gewissheit weniger zu verdienen alles noch viel schlimmer. Liebe zeigt sich überall. Allerdings arbeitet ein ungeliebter Mitarbeiter auch wie die Erwartungen an ihn sind. Das wird zum Teufelskreis. Gerecht wären von der Leistung unabhängige Löhne.Dann ist keiner beleidigt, und jeder gibt sein Bestes. So gibt es nur Dauerärger. Vielleicht brauchen die lebensuntauglichen Männer auch mehr Geld als Frauen.
Es ist schön, dass Sie für "mehr Liebe" in der Arbeitswelt plädieren. Aber ich glaube, Sie leben in 1 Märchenwelt. "Dann ist keiner beleidigt, und jeder gibt sein Bestes." Lassen Sie mich raten, Sie haben noch nie in einer Gruppe gearbeitet? Es müssen schon Anreize gesetzt werden, sonst arbeit jeder so wie der sich ungeliebt fühlende Mitarbeiter, wie Sie sagen. Der Anreiz kann Liebe sein oder ein Schulterklopfen von der Chefin - oder eben Geld. Daran sind "die lebensuntauglichen Männer" wie Frauen recht interessiert in aller Regel.

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meier_03 06.01.2018, 13:23
62. Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

"Wenn drei exorbitant verdienen und drei weitere unterdurchschnittlich wenig, bildet das noch immer nicht mögliche Gehaltsexzesse ab."
Hier liefert die Autorin selber ein gutes Beispiel dafür, daß Lohnungerechtigkeit kein geschlechtsspezifisches Problem ist. Denn wenn in einem Betrieb 6 Männer die gleiche Arbeit verrichten und 3 davon verdienen exorbitant, während die anderen 3 nur unterdurchschnittlich verdienen, was fällt da dem Normalbegabten sofort auf? Hier werden offensichtlich erst mal nicht Frauen ungerecht behandelt, sondern die 3 Männer, mit ihrem unterdurchschnittlichen Gehalt, trotz gleicher Arbeit. Das scheint die Autorin, in ihrer Argumentation aber nicht sonderlich zu stören, sie will ja den Mythos Geschlechterungerechtigkeit weiter spinnen. Schade, daß die Feministinnen selber nicht merken, wie schwach ihre Argumentation ist und wie konstruiert es z.B. ist, sich auf so eine wackelige und unzureichende Statistik zu stützen. Aber natürlich muß man schon froh sein, daß hier nicht, wie üblich, die legendären 23 % genannt wurden, die aus einer Statistik stammen, bei der Teilzeit, Vollzeit, niedrige Qualifikation, hohe Qualifikation in einen Topf geworfen wurden. Es wurden also z.B. nicht nur die Chefärztin mit dem Chefarzt verglichen, sondern auch der Chefarzt mit der weiblichen Teilzeit-Reinigungskraft.

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mwroer 06.01.2018, 13:24
63.

Zitat von fördeanwohner
In der Tat, das ist eine echte Lachnummer. Der Koalitionsvertrag macht's möglich. Die SPD schlägt etwas vor, die Unionsparteien sind dagegen. Es wird solange dran rumgebastelt, bis vom ursprüglichen Ansatz kaum noch etwas übrig ist. Auch hier, liebe SPD, könnt ihr wieder einen Grund erkenen, weshalb ihr die GroKo auf keinen Fall fortsetzen solltet. Davon jetzt aber mal ab: Wo ist eigentlich das Problem, wenn jeder wissen könnte, wie viel der andere verdient? Und warum geht das in Schweden, ohne dass sich die Schweden die Köppe einhauen? http://www.spiegel.de/karriere/gehaelter-in-schweden-maximale-transparenz-a-881340.html
"Neue Listen: Ehepaare, die am meisten verdienen - in deiner Nachbarschaft! Namen! Alter! Einkommen!" - titelte das Blatt nach den Weihnachtsfeiertagen, als die Schweden gerade das Geschenkpapier unter den Bäumen weggeräumt hatten. Über die Seiten 30, 32, 34 und 36 zogen sich dreispaltige Listen besserverdienender Ehepaare aus dem Großraum Stockholm.

Wenn Sie das für gut halten. Okay - dann pinnen Sie Ihre Gehaltsabrechnung halt an Ihre Haustür. Keiner hält Sie davon ab.

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spieler73 06.01.2018, 13:24
64. warum nicht einfach aktiv werden?

seit jahrzenten lese ich wie ungerecht frauen in der wirtschaft behandelt werden. in der jammerecke muss es schon sehr bequem sein. warum nicht aktiv sich darum kümmern? wieviele unternehmen wurden in den letzten jahren gegründet von frauen? wieviele unternehmen davon wurden zu weltkonzernen (facebook google sap teslar)?

die ausgangslage ist doch anscheinend hervorragend!
frauen haben die bessere bildung!
frauen verdienen weniger 6 -20% weniger lohnkosten!
mit frauen in der führung läuft alles besser!
frauen haben einen höheren EQ!
frauen stellen 50 % der bevölkerung!
frauen machen mehr im haushalt, entscheiden also über den konsum!
....
seit jahrzehnten nutzen frauen diese wettbewerbsvorteile nicht! warum nur? gibt es doch eine andere seite der medalie?

mir als mann ist es egal ob ein produkt oder eine dienstleistung von einem mann oder einer frau angeboten wird. ich gehe nach bedarf und qualität. hätte auch mein handy wenn es von steffi jobs wäre.

nutzt doch einfach eure möglichkeiten und wartet nicht darauf, dass es irgendjemand für euch macht!

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Amadís 06.01.2018, 13:33
65.

Zitat von teekesselchen
Zitat: "Frauen verdienen auf den gleichen Positionen durchschnittlich immer noch sechs Prozent weniger als Männer." Wow, ein Artikel der mal nicht auf den 21% des Gender Pay Gap rumreitet, der sonst immer durch die Medienlandschaft geistert. Solche Artikel kann man ernst nehmen! Aber von unserer Regierung sinnvolle Gesetze zu erwarten ist ein toller Witz!
Zumindest kann man den Artikel zum Teil ernst nehmen.

Denn gleiche Position bedeutet nicht, dass auch Qualifikation, Arbeitserfahrung und Dauer der Betriebszugehörigkeit gleich sind.

Und selbstverständlich ist das Gesetz genau so ein wirkungsloser Placebo wie z.B. Schwedens "Nur ja ist ja"-Gesetz. Alles was diese Gesetze verbieten, war vorher auch schon verboten.

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tiggowich 06.01.2018, 13:35
66. Zum Glück

schreibt unser Grundgesetz uns Gleichbehandlung von Mann und Frau ja sowieso bereits vor und die angebliche „wage gap“ ist nur ein Märchen von Hardcore-Feministinnen welche die Männerschaft aufs Abgrundtiefste hassen. Unterschiedliches Gehalt kommt nicht bedingt durch Geschlecht, sondern dadurch, dass Frauen öfter frei nehmen, öfter krank sind, das „Pech“ haben Kinder zu bekommen, Freizeit und Lebensqualität oft über Beruf, Gehalt und Karriere stellen etc. etc. etc. Wer ernsthaft glaubt, Männer und Frauen würden systematisch unterschiedlich bezahlt in Deutschland, dem kann ich nur raten aufzuhören zu rauchen was auch immer sie da rauchen und endlich mal auf den Zug zurück in die Realität zu springen. Davon abgesehen gibt es ein ganz simples, ökonomisches Argument gegen die Ungleichbehandlung: Würden Frauen tatsächlich schlechter bezahlt, müssten alle Unternehmer 100% Frauen einstellen um Kostrn weiter zu minimieren und Gewinne zu maximieren. Aber sich einfach darauf zu einigen, dass Mann und Frau von Grund auf verachieden sind und unterschiedliche Lebensentscheidungen für sich selbst treffen, das wäre ja zu einfach... und für eine Schlagzeile im Gleichschaltugswahn-Land Deutschland würde es dann auch nicht taugen.

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holgerstork 06.01.2018, 13:35
67. Lohngerechtigkeitsdebatte zeugt von Unverständnis

Nichts gegen das neue Entgeldtransparenzgesetz - mehr Transparenz in Gehaltsfragen kann sicher nicht schaden. Aber die Unterstellung, die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen seien auf Diskriminierung zurückzuführen, zeugt von völligem Unverständnis unseres Wirtschaftssystems. Würden Frauen tatsächlich die gleiche Leistung günstiger erbringen als Männer, dann würden das dazu führen, dass Unternehmen bevorzugt Frauen einstellen. Anders als etwa bei Leiharbeitern ist aber eine solche Umschichtung nicht zu erkennen. Viel plausibler erscheint mir, dass für die bereinigte Lohnlücke von 6% Gesetze verantwortlich sind, die eigentlich zum Schutz von Frauen und Müttern erlassen wurden, aber soziale Kosten auf Unternehmen abwälzen. Rationale kapitalistische Unternehmer gehen aber nur dann freiwillig Risiken ein, wenn das für sie mit einem Gewinn verbunden ist... Wenn Gesetze für die Lohnlücke verantwortlich wären, dann könnte man auch verstehen, warum die Lohnlücke von Land zu Land unterschiedlich groß ist.

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warholandy 06.01.2018, 13:36
68. Grins

Zitat von ondrana
Und was soll uns Ihre Aufstellung sagen? Ist die Aufzucht von Kindern nicht eine gesamtgesellschftliche Aufgabe? Die Auswirkungen sollten auf beide Geschlechter gleichermaßen verteilt sein.
Na klar, und Frauen erklären sich bereit für die Gesellschaft Kinder zu bekommen, die Heldinnen ;)

Nein, Kinder zu bekommen ist ihr privates Vergnügen und das des Mannes natürlich. Und dieser wird auch in die Pflicht genommen.

Wenn sie Kinder nur wollen, wenn sie nichts kosten lassen sie es besser sein.

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Igelnatz 06.01.2018, 13:36
69. eine Selbstverständlichkeit

dass Männer und Frauen auf gleicher Position gleich viel verdienen müssen! Was mich interessiert, ist wie valide die nun genannten 6 Prozent ermittelt wurden. Angesprochen wurde von anderen Foristen bereits die Frage, ob Überstunden oder ähnliche Punkte berücksichtigt wurden. Sicherlich bewirkt die verstärkt durch Mütter genutzte Elternzeit einen Bias. Hier wäre es dann doch sinnvoller, den Steuerzahler und nicht den Arbeitgeber damit zu belasten. Der kann nix dafür!

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