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Haftbefehle in Dieselaffäre: Warum VW-Manager nicht mehr in die USA reisen sollten
DPA

Ein VW-Manager sitzt in US-Haft, ihm drohen 169 Jahre Gefängnis. Fünf weitere werden mit internationalem Haftbefehl gesucht. Ein Wirtschaftsanwalt erklärt, wie weit der Arm der amerikanischen Justiz reicht.

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Jérôme1F 23.06.2017, 18:54
1. Interessant

Interessant wäre, welche Länder den US-Haftbefehl anwenden würden? EU-Staaten, Russland, China?

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fabiofabio 23.06.2017, 18:56
2. Wieso gibt es eigentlich

nichts Ähnliches in der EU, womit man alle Bankmanager, die uns 2008 und weitere Schweinereien eingebrockt haben, zur Verantwortung ziehen kann?
Hier meine ich ausdrücklich auch und sogar speziell US Manager, die europäische Kunden und Steuerzahler betrügen?
Macht mal was Gscheites in Brüssel!

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paulvernica 23.06.2017, 18:59
3. die Türkei und die USA

machen sich bei ihrer Strafbemessung beide lächerlich. 169 Jahre Haft in den USA und 5 Jahre U-Haft in der Türkei.
Was heisst eigentlich Verhältnismäßigkeit auf türkisch und englisch ? Wahrscheinlich gibts keine
Übersetzung da es diesen Begriff für diese beiden Staaten offensichtlich nicht gibt.

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fred0r 23.06.2017, 19:01
4. Sehr schön !

Hierzulande wird mal als Kunde am Nasenring durch die Manege geführt und wird durch unsere Regierung gedeckt. Bitte auch in Europa einführen - sollte auch für Politiker gelten.

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denker_2 23.06.2017, 19:10
5.

Warum setzt man die betroffenen fünf Manager und ihre Chefs nicht einfach in einen Flieger Richtung USA. Die deutsche Politik und Justiz braucht dann nicht krampfhaft versuchen, sie nicht anzuklagen.
So würde auf elegante Weise der Gerechtigkeit Genüge getan.

PS; Ich habe viel Vertrauen in die amerikanischen Ermittlungs-Behörden. Das deutsche korrupte, verfilzte Poltik/Justiz/Industrie-System, dass den Betrug jahrelang geduldet hat, kann sich immer noch nicht aufraffen, dagegen vorzugehen.

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gammoncrack 23.06.2017, 19:12
6. Tja, die USA fahren eben die Kurve aus.

Wer will es Ihnen denn verdenken. Die fühlen sich von VW total über den Tisch gezogen. Zwar würden solche Strafen bei ähnlichen Vergehen von US-Firmen bzw. Ihren Managern hier in Deutschland nicht zur Debatte stehen, aber fast jeder hier würde nach der vollen Härte des Gesetzes rufen.

Also, nicht aufregen. Das haben die Leute wissentlich selbst verbockt.

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Nachdenkender 23.06.2017, 19:14
7. Feige und widerwärtige Führungskräfte

Da stehen sie also, unsere "ehrbaren" Kaufleute und haben die Hosen voll. Was predigen sie immer von "Verantwortung" und fordern von jedem noch so kleinen Mitarbeiter absolute Ehrlichkeit. Diese Nieten in Nadelstreifen sind genauso wenig Wert wie ein Krebsgeschwür im Genitalbereich. Warum sollte auch nur ein einziger Arbeitnehmer vor solchen Angsthasen Achtung haben? Wenn sie nichts zu verheimlichen haben, warum sollten sie dann nicht in die USA reisen? Eben: weil sie Dreck am Stecken haben. Ich hoffe nur, dass jeder dieser Umweltverbrecher sofort bei Grenzübertritt in ein anderes Land verhaftet und an die USA ausgeliefert wird. Dort findet zum Glück das statt, was hier in Deutschland hätte passieren müssen: eine Strafverfolgung dieser Herrschaften.

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W/Mutbürger 23.06.2017, 19:16
8. Die USA

Zitat von ayberger
daß sich die USA an einer ungeliebten deutschen Konkurrenz - im Grunde sind wir für die immer noch die Nazis - rächen wollen - ein Wirtschafts-Nürnberg, Hersteller anderer Länder haben auch gegen die Abgasregeln verstoßen, da rührt sich aber nichts ...
sind die größten Schadstoff-Emittenten dieses Planeten.
Dieser Aufruhr gegen VW ist in der Tat ein Versuch die Konkurrenz zu behindern.
Und 169 Jahre Haft? Das ist einfach nur krank.

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joG 23.06.2017, 19:24
9. Es ist immerhin....

....schwere organisierte Kriminalität mit einer grossen Milliardensumme Betrug aus niederen Motiven und billigender Inkaufnahme von schwerer Körperverletzung und Tötungen. Also, ist eher die Frage, wieso nicht in Deutschland die Staatsanwälte aktiv wurden und weniger die Frage, wer diese leute ausliefern würde. Jeder Rechtsstaat würde das.

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