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Haftplicht-Problem: Verhandlungen zwischen Hebammen und Krankenkassen gescheitert
DPA

Tausende Hebammen bangen um ihre Existenz, weil sie ihre steigenden Haftpflichtprämien kaum noch bezahlen können. Jetzt sind ihre Verhandlungen mit den Krankenkassen vorerst gescheitert: Beide Seiten schieben sich die Schuld zu.

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schmouufe 27.05.2014, 11:56
80. unfähige Mütter?

Zitat von hesekiel2517
...die Leistungen kommen nicht den Kindern zu gute sondern den unfähigen Müttern!Da sehe ich das Geld bei KRANKEN wie Alkoholikern und Drogensüchtigen besser aufgehoben!
Jetzt muss ich Sie doch einmal fragen: hesekiel, sind Sie eine Frau oder ein Mann? Haben Sie Kinder? Sind Sie verheiratet?

Also sowas unglaublich bescheuertes hat bis jetzt nur arctic_girl zu dem ganzen hier beigetragen......

Ich zitiere aus dem Kommentar Nr 71: Nach spätestens drei Tagen wird man aus dem Krankenhaus rausgeworfen und wenn man dann Probleme hat mit dem Stillen, mit einem Baby, das Koliken hat oder Windelausschlag oder Milchschorf oder exzessiv spuckt oder oder oder ...: Dann ist die Hebamme da, und kümmert sich darum, den Eltern zu zeigen, was man da tun kann. Kinderärzte sind für so was nämlich meistens nicht zuständig. Außerdem ist es keine gute Idee, ein Neugeborenes ständig den ganzen Keimen auszusetzen, die in so einer Kinderarztpraxis rumschwirren. Und um die Mutter kümmert sich in dieser Zeit auch nur die Hebamme, Geburt und Wochenbett sind nämlich erstaunlicherweise anstrengend. An wen sollen sich Mütter sonst wenden, wenn sie wunde, blutende Brustwarzen haben, schlimmen postpartalen Ausfluss, Wochenbettdepression oder wenn sie wissen wollen, ab wann sie wieder Sex haben dürfen? An ihren Gynäkologen, bei dem sie erst in über einem Monat einen Termin bekommen werden, an dem dann vermutlich auch noch das Baby krank sein wird? Es geht nicht darum, dass niemand mehr mit Heilkristallen den Mond anrufen wird, wenn die Hebammen sich das Praktizieren nicht mehr leisten können. Es geht darum, dass Mütter und ihre Babys ohne Hebammen ganz auf sich allein gestellt sind.

--> Fortsetzung in neuem Kommentar.. war wohl zu lang.. ;)

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schmouufe 27.05.2014, 11:57
81. Fortsetzung.. :)

Zitat von hesekiel2517
...die Leistungen kommen nicht den Kindern zu gute sondern den unfähigen Müttern!Da sehe ich das Geld bei KRANKEN wie Alkoholikern und Drogensüchtigen besser aufgehoben!
Darauf kam dann auch eine antwort, ich zitiere aus Nr 74: Die Natur hat die Mutter mit Instinkten ausgestattet.

Woraufhin, Tratschwelle, (jetzt kommentar 77) folgendes zu berichten hat: Was helfen einem Instinkte, wenn es darum geht, wie man ein Baby wickeln oder baden soll, wenn man nie zuvor mit einem Baby Kontakt hatte? Ja, das gibt es. Oft sogar. Man nennt solche Menschen Einzelkinder. Oder wenn es Probleme beim Stillen gibt oder die Nabelschnur abfällt und blutiger Schleim aus dem Nabel quillt? Instinkte und selbst gesunder Menschenverstand nutzen da gerade mal gar nichts, da braucht man jemanden, der sich mit so was auskennt! Die jungen Mütter, die eine Mutter/Schwiegermutter/Großmutter in erreichbarer Nähe haben, können das tun. Aber sehr viele haben das eben nicht mehr. Weil sie an einem ganz anderen Ort wohnen. Oder weil die Mutter und die Schwiegermutter arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und deshalb nicht 24 Stunden verfügbar sind. Die Hebamme kann man auch nachts um 10 noch auf dem Handy erreichen, wenn es nötig ist. Und selbst wenn die lieben Verwandten greifbar sind, heißt das noch lange nicht, dass sie den verunsicherten Eltern helfen können. Wer weiß denn nach über 30 Jahren noch so genau, wie das mit Neugeborenen alles so funktioniert? Noch dazu, wenn das Enkelkind vielleicht ganz andere Probleme hat als es das eigene je hatte? Schön, wenn man sich Ignoranz leisten kann. Da ist nur zu hoffen, dass die Leute, die solche "weisen Worte" schreiben, nie selbst in die Verlegenheit kommen, nicht zu wissen, wie man dem kleinen, hilflosen Wesen, das ununterbrochen jämmerlich schreit, helfen kann.

Wieso ich zitiere? weil es hier schon steht und die leute einfach nur in ihre tastatur hämmern, anstatt einfach mal alles von vorne bis hinten durchzulesen.. dann würde man sich einiges an text spaaren.. denn die diskussionen wiederholen sich ständig..

@Tratschwelle: DANKE danke danke.. und so viele andere.. ihr sprecht mir aus der seele!

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florine14 27.05.2014, 19:25
82. @jabagrafs

Auch eine Nachsorgehebamme ist verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Eine private Haftpflichtversicherung reicht bei weitem nicht aus. Diese Haftpflicht kostet dann natürlich keine 5000, sondern ca. 2000 ? im Jahr. Da muss frau dann schon einige Hausbesuche für machen.

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gerd.leineune 09.07.2014, 11:11
83.

Zitat von nemensis_01
in Ordnung von den Krankenkassen. Die sollten lieber dafür Sorge tragen, dass mehr Geld für sinnentleerte Medikamente und teuere unnötige Arztbehandlungen im Topf sind. Sollen die Leute doch ihre Kinder im Kino oder im Ausland oder sonstwo kriegen. Wer will schon so einen schreienden Schraz, das sind doch eh alles nur Wechselbälger von Hatz VI Empfängern. Intelligente, reiche Leute adoptieren fertige Babys. Am besten schon stubenrein.
Davon hat niemand gesprochen und drum geht es auch gar nicht...

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abby_thur 09.07.2014, 11:16
84. Risiko ausschließen

Vielleicht sollte man einfach gewisse Risiken bei den Versicherungen ausschließen und die Hebamme von der Haftung befreien.

Das eine Geburt nicht immer nach Schema F verläuft ist doch logisch. Ich würde nie auf die Idee kommen, eine Hebamme zur Rechenschaft zu ziehen wenn etwas schief geht.
Das Leben ist nunmal immer tödlich.

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pimposse 03.12.2014, 10:06
85. Falsch, es geht nicht um Abschaffung der Hebammen sondern eben um fahrlässig agierende Hebammen, die die Schadenssummen explodieren ließen!

Zitat von peewee
"Nochmal: Es geht hier nicht um Wellnessbehandlungen, wie manche hier wohl meinen. Es geht um die wichtige Versorgung von Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen durch kompetente Expertinnen, das kann man nicht so einfach ersetzen oder abschaffen, nur weil man denkt, man will sich dies in unserer Gesellschaft nicht mehr leisten, weil es ja genug Technik gibt, die den Part der Hebammen übernehmen kann."
Bitte nicht über das Ziel hinaussschießen: Sie schreiben richtig, dass Hebammen bei Geburten Pflicht sind, wir haben drei Kinder und würden niemanden empfehlen ohne Hebamme zu entbinden. Ich würde auch immer das Geld für eine zustäzlich (!) Hebamme meines Vertrauens ausgeben, wenn ich eine intensivere (Vorab-) Betreuung wünsche. Es geht nur um die vielen Geburtsfehler von Hebmammen, die meinen ohne Ärzte und Kinderklinik (im gleichen Haus!) entbinden zu können. Nur diese - in sog. Geburtshäusern, zuhause oder sogar in der Natur praktizierende Hebmmen - sollte man nicht unterstützen oder gar deren Versicherungsbeiträge von der Allgmeinheit übernehmen lassen. Es gibt übrigens sehr gute Informationen über die sehr unterschiedliche Qualität von Krankenhäusern und wenn man es nicht will muss sich niemand von der Amerikanisierung (Wunschtermin für die Geburt per Kaiserschnitt wegn zugegebenermaßen für das Kind sicherer Geburt) in den Kreissälen beeindrucken lassen. Auch das regelt der Markt, vorausgesetzt die Leute informieren sich gut oder werden informiert.

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