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Heiraten vs. Karriere: Das Dilemma der Singlefrauen
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Männer stehen nicht auf ehrgeizige Frauen? Das ist ein Klischee, doch richten sich weibliche Singles offenbar danach: Laut US-Forschern schrauben sie ihre Ansprüche zurück, um potenzielle Partner nicht zu verprellen.

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Aquifex 11.05.2017, 15:40
50.

Zitat von bru.zag
....können allerdings mit recht darauf hinweisen, dass unter diesen Bedingungen die absolute wie auch die relative Effizienz und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter nicht höher, sonder niedriger ist als in den meisten Westeuropäischen Industrieländern.....
Mag sein. Es sollten sich aber hier mal alle klar machen, daß die Bedingungen in Europa im vergleich zum Rest der Welt schon wirklich sehr gut sind.
Und über "endlich eine 35h" Woche braucht man gar nicht zu reden...

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p11 11.05.2017, 15:43
51. Psychologie ist ein wichtiger Faktor

Ohne irgendeinen bestimmten Lebensentwurf als besser oder schlechter heraus zu stellen (wäre auch hochmütig), könnte es sein, dass wir hier zumindest _einen_ Grund für den gender-pay-gap haben?

Nicht alles, was "frauenfeindlich" (absichtlich in Anführungsstrichen) zu sein scheint, muss es zwingend auch sein. Zumindest gibt es ja tatsächlich einige erhebliche biologische Unterschiede.

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noalk 11.05.2017, 15:46
52. falsche Angaben

Zitat von dasdondel
Nein. Die Versuchanordnung belegt lediglich, daß die Frauen falsche Angaben machen, wenn sie von potentiellen Wunsch-Sexualpartnern oder von anderen Frauen beobachtet werden. ...
Die Versuchanordnung belegt , daß die Frauen falsche Angaben machen, wenn sie NICHT von potentiellen Wunsch-Sexualpartnern oder von anderen Frauen beobachtet werden.

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noalk 11.05.2017, 15:55
53. Erfolg und Überlegenheit

Der Grad des Erfolges, mithin der Über- oder Unterlegenheit, wird in dieser Studie lediglich an der Höhe des Einkommens gemessen. Das ist völliger Quatsch. Anders ausgedrückt: Wer sich das zur Grundlage einer Beziehung macht, hat es nicht anders verdient.

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hauro2005 11.05.2017, 16:07
54.

Hier wird eine zentrales Problem bei der Partnerwahl übersprungen.
Denn Frauen nutzen die Möglichkeiten, ihre persönliche Karriereentwicklung plus Familienplanung durch gezielte Patnerwahl zu steuern, gar nicht aus. Und das oft bewusst.
Früher haben sich Frauen oft "höhere" Partner gesucht. Da hat der Chefarzt die Krankenschwester geheiratet, der Chef die Sekretärin und auch auf unterer Ebene der Jungangestellte das Mädchen ohne Abschluss. Damit war für beide das Thema erledigt. Er verdient das Geld, sie übernimmt den Haushalt. Er musste sich zuhause um nichts kümmen, sie hatte ein besseres, geregeltes Familieneinkommen. Also eine Win-Win-Situation, sofern die Frau keine eigenen Karriereziele hatte.
Nun hat sich das Blatt gewendet. Zumindest ab der Mittelschicht aufwärts. Und dabei stoßen nun zum einen Gegensätze aufeinander, zum anderen sickert die Einstellung der Frauen bisher auch wieder durch.
Der Arzt hat nun die Wahl zwischen der Schwester und der gleichrangigen weiblichen Kollegin. Und wählt die Ärztin. Die müsste nun eigentlich, damit das System auch nach ihren Vorstellungen funktioniert, so handeln, wie der Arzt bisher. Also den Pfleger heiraten, der dann, ganz Mann des 21. Jhdts zuhause bleibt oder Teilzeit arbeitet und auf die Kinder aufpasst. DIESE Lösung ist aber den meisten "Karrierefrauen" zuwider. Die Gründe mögen vielfältig sein. Vermutlich ist es ein "ich reiß mir doch kein Bein aus, um zuhause eine Unqualifizierten zu ernähren" oder Ähnliches. Umgekehrt ist es aber auch ein Problem. Denn der Krankenpfleger ist eben nicht immer im 21. Jhdt angekommen, und fühlt sich in seiner Männlichkeit, seine Stärke, seiner wer weiß noch was, geschwächt und gekränkt, wenn sie ihm beruflich deutlich überlegen ist. Und darum lehnt er danken ab. Ein Korb für die Dame.
Doch oft es sind es die Frauen selbst, die das Handtuch werfen. Denn soviel Spaß finden Frauen der höheren Gehaltsklassen an ihrer Abend eben doch nicht, dass sie gerne den Beruf bei erstbester Gelegenheit für die Rolle der Latte Macchiato Mutti aufgeben und damit auch die Verantwortung ganz in die Hände der Gatten legen. Mit dem Effekt, dass das Kind dann als zentrale Lebensaufgabe alles kompensieren muss.
Schlussfolgerung: Da ist einiges im Argen. Und es wird noch mindestens eine Generation dauern, bis hier Besserung in Sicht ist.

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vevi 11.05.2017, 16:14
55. Bravo!

Zitat von sajuz
Nennt mich altmodisch, aber ich kann dem Wunsch junger hochqualifizierter Frauen, begehrenswert zu sein und die Liebe zu finden, nicht viel Schlechtes abgewinnen. Und dass dieses Bedürfnis in den tatsächlich herrschenden Realitäten zu Handlung wird, ist natürlich menschliche Tragik, aber gleichzeitig fürchte ich, dass .....
Ein wundervoller Beitrag, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist.

Danke dafür!

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matteo51 11.05.2017, 16:21
56. yo

Zitat von mborevi
... besonders auf intelligente Frauen stehen, die Erfolg im Beruf haben. Aber gerade solche Frauen sind besonders anspruchsvoll, was Männer betrifft. Und leider ist dann die Auswahl nicht mehr besonders groß. Männer: Mehr Bildung! Lasst die besten Frauen nicht unverheiratet!
und wenn ich hinzufügen dürfte: Männer: mehr Selbstwert! - auch ohne toppi-top Status!

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crazy_swayze 11.05.2017, 16:40
57.

Zitat von Sibylle1969
Und aus Erfahrung muss man sagen, da ist auch oft was dran. Manche, natürlich nicht alle, Männer wollen eine Partnerin, der sie überlegen sind.
Nur weil man die eigene Lebenslüge mantra-artig wiederholt, wird sie deswegen noch nicht wahr.
Die Wahrheit ist eher, dass Frauen in der Beziehungsanbahnung die Entscheider sind, und nicht die Männer.
D.h., hat die "starke Frau" keinen Mann, dann nur deswegen weil es ihre Ansprüche so ergeben haben.
Heißt also auch im Umkehrschluss, dass diese Frauen immer einen noch "stärkeren Mann" suchen.

Ich habe jedenfalls noch keine große Heiratswelle zwischen Ärztinnen und Altenpflegern erlebt - Sie etwa?

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FocusTurnier 11.05.2017, 17:19
58. Mehr als eine Generation

Zitat von hauro2005
Schlussfolgerung: Da ist einiges im Argen. Und es wird noch mindestens eine Generation dauern, bis hier Besserung in Sicht ist.
Ich denke, daß das länger dauert. Männer im Allgemeinen und junge Männer im Speziellen werden sich erst seit einigen Jahren zunehmend und mehr bewußt, welche Last sie sich mit feministisch definierten Rollenzuweisungen aufbürden. Das Phänomen "MGTOW" wurde ja hier schon angesprochen. Diese Männer folgen bewußt, aber nicht immer im Wissen um die Gedanken anderer Männer, der Einstellung, ihr Leben nicht mehr von den Wünschen und Forderungen der Frauen ihrer Alterskohorte auszurichten. Das hat nicht nur was mit Selbstwertgefühl zu tun, sondern auch mit der wirtschadtlichen Situation westlicher Nationen. Diese läßt es für junge Männer in zunehmendem Maße gar nicht mehr zu, daß dem weiblichen Wunsch nach einem Familienversorger nachgekommen werden kann. Hinzu kommt auch die gesetzliche Situation im Hinblick auf Familien- und Scheidungsrecht.
Aus Australien erfährt man nun, daß MGTOW jetzt auch bei männlichen Teenagern angekommen ist:

"THERE’S a growing movement of men in Australia called “Men Going Their Own Way” (MGTOW)."

http://www.news.com.au/lifestyle/parenting/teens/first-men-now-boys-are-going-their-own-way/news-story/7aa04498e3c2673ecd4f474573258b10

Dank Youtube und Twitter wird dieser Trend erst einmal die Runde durch die westlichen Industrienationen machen. Was daraus folgt, witd man sehen. Aber es wird länger als eine Generation dauern.

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quacochicherichi 11.05.2017, 17:47
59. Was ich mich Frage

Zu Beginn des Artikels steht:"Im ersten teilten sie Fragebögen an 355 Studenten aus" also Männer und Frauen? Danach wird nur über die Ergebnisse der Frauen berichtet. Was kam bei den Männer raus? Kann es sein, dass sich ihre Antworten, je nach Fragebogen, auch unterschieden? Aber mir scheint das die Antworten der Männer eh nicht das Ziel der Studie war. Ich vermute die Ergebnisse die man wollte, hat man auch erhalten.

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