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Heiratspläne mit Lebensgefährtem: Schüler protestieren gegen Ablehnung von homosexuel

Mit Hunderten Luftballons haben Schüler eines katholischen Gymnasiums in NRW einen Teppich in Regenbogenfarben gebildet. Damit setzten sie ein Zeichen für ihren homosexuellen Lehrer, der nicht an der Schule bleiben darf.

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genervterbuerger 28.09.2018, 18:09
1. Und wieder einmal

greift ein ewig gestriger Verein, dessen Strukturen sich vor ca. 2000-1500 Jahren etablierten, nach der Herrschaft über Wohl und Wehe unserer Kinder. Es wird Zeit, dass sich die religiösen Interessengemeinschaften, nennen sie sich nun katholisch oder evangelisch, aus Erziehung und Bildung heraushalten. Höchste Zeit ist es, dass die tatsächliche Trennung von Staat und Kirche vollzogen wird und keine Gelder aus öffentlichen Kassen an diese Vereine fließen.
Es ist ein Skandal, dass uns Kirchen Wertvorstellungen aufzwingen wollen, die auf den Müllplatz der Geschichte gehören.

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galagher 28.09.2018, 18:52
2.

Man kann mit der Einstellung der Institution natürlich unzufrieden sein. Aber ihre Firmenpolitik ist definitiv nichts neues. Warum man sich dem dann dennoch aussetzt und es dann ungerecht empfindet verstehe ich nicht.

Unabhängig dessen übernimmt die Kirche (Ob Evangelisch oder Katholisch) zu oft die Aufgaben die der Staat leisten muss. Kinderkrippen, Krankenhäuser, Schulen...Der Bedarf ist da und der Staat liefert nicht. Ich glaube bei allem was da auch verquer läuft ist der Gesellschaft mit ihrer Existenz da deutlich mehr gedient.

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rusticu 28.09.2018, 19:17
3. Konfessionelle Schulen

Ich verstehe einfach nicht, wieso es immer noch konfessionelle Schulen gibt: Wie der Artikel schon sagt, bezahlt der säkulare Staat über 90 % der Schulkosten.

Auf der anderen Seite gibt der Staat gleichzeitig der Kirche das Recht, den Bediensteten seine Moralvorstellungen aufzuzwingen und darüberhinaus denjenigen Schülern (priveligiert) einen Platz anzubieten, die zufällig dieselbe Religion haben. In der Praxis werden auch Schüler anderer Konfessionen/Religionen/Atheisten aufgenommen aber nur bis zu einem bestimmten Prozentsatz.

Und das, obwohl natürlich jeder Steuerzahler für diese 90 % aufkommt. Auch (verheiratete) Homosexuelle und Nicht-Katholiken, die dann diese Schulen nicht als Arbeitnehmer oder auch Schüler wählen können. Bzw. nur begrenzt.

Wenn die Kirche die Schulen allein aus Kirchensteuern bezahlen würde, wäre es vielleicht noch etwas anderes.

Mal abgesehen davon reden wir hier immerhin auch nicht über die Priester (die haben sich ja den Verein ziemlich bewusst ausgewählt) sondern um das Unterrichten von Schülern, was ja nicht hauptsächlich aus dem Indoktrinieren von jungen beeinflussbaren Menschen mit Vorstellungen aus der Bronzezeit besteht bzw. bestehen sollte und demnach auch nicht viel mit einer Religion und deren überkommenen Moralvorstellungen zu tun hat.

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Stäffelesrutscher 28.09.2018, 19:21
4.

»Das widerspreche der kirchlichen Auffassung von Ehe und Familie, begründete der katholische Schulträger.«

Nun, derzeit wird über ziemlich viele Fälle berichtet, in denen katholische Funktionäre gegen gewisse Auffassungen (Würde des Menschen, Selbstbestimmung, körperliche Unversehrtheit, und wohl auch Ehe und Familie) verstoßen haben. Mir ist nicht bekannt, dass die stante pede gefeuert worden wären.

Aber vielleicht lernen die Schüler daraus ja fürs Leben und befreien sich aus der Sektenhörigkeit.

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TS_Alien 28.09.2018, 19:29
5.

Zitat von galagher
Man kann mit der Einstellung der Institution natürlich unzufrieden sein. Aber ihre Firmenpolitik ist definitiv nichts neues. Warum man sich dem dann dennoch aussetzt und es dann ungerecht empfindet verstehe ich nicht. Unabhängig dessen übernimmt die Kirche (Ob Evangelisch oder Katholisch) zu oft die Aufgaben die der Staat leisten muss. Kinderkrippen, Krankenhäuser, Schulen...Der Bedarf ist da und der Staat liefert nicht. Ich glaube bei allem was da auch verquer läuft ist der Gesellschaft mit ihrer Existenz da deutlich mehr gedient.
Die Steuerzahler finanzieren die meisten dieser kirchlichen Ausgaben. Damit meine ich nicht die Kirchensteuer. Die erhalten die Kirchen zusätzlich.

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jokl 28.09.2018, 20:32
6. Ruhig bleiben

Die Kirche braucht immer was länger, die debattieren jetzt!!! wie man den ganzen allzu kinderfreundlichen Priestern umgehen soll, für den ein oder anderen da ist das kaum ein Unterschied, da ist halt viel Staub drauf!
Aber ich finde Angi könnte sich mal einschalten, ich dachte Deutschland wäre so bunt? Gilt wohl nicht für alle ....

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zzipfel 28.09.2018, 20:36
7. Da der Bewerber ja an einer anderen Schule untergekommen ist ...

sehe ich in diesem Vorgehen kein Problem. Es gibt nunmal ein Bedarf an Schulen in kirchlicher Trägerschaft, das ist Teil der Vielfalt und zu begrüßen. Wenn jemand nicht ins Kollegium passt, ist das etwas, was vorkommen kann und darf.

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trafozsatsfm 28.09.2018, 20:36
8. Kleine Anekdote...

Vor ca. 15 Jahren bekam ich einen Anruf vom Schulleiter einer katholischen Schule, der mich fragte, ob ich vertretungsweise bei ihm unterrichten könnte. Nachdem ich grundsätzliches Interesse bekundet hatte, war die nächste Frage, ob ich katholisch sei. Das verneinte ich (Ich bin evangelisch), woraufhin er bedauernd meinte, dass das dann wohl nicht möglich sei.
Das Fach, das ich - vertretungsweise, für einige Wochen oder Monate, wohlgemerkt - unterrichten sollte, war nicht etwa Religion, Ethik, Geschichte oder irgendein anderes Fach, in dem weltanschauliche Fragen eine Rolle spielen könnten, sondern... Englisch.
Offenbar scheinen katholische Schulen sogar Angst davor zu haben, dass man ihre Schüler mit evangelischem Englisch indoktrinieren könnte! ;)
Zur Sache: Ich könnte das mit dem homosexuellen Lehrer ja noch ansatzweise verstehen, wenn konfessionelle Schulen sich nicht zum größten Teil aus Staatsgeldern finanzieren würden. Schließlich ist ja keiner gezwungen, an einer konfessionellen Schule zu arbeiten.
Aber solange derartige Schulen überwiegend mit Steuergeldern finanziert werden, sollten auch die allgemeinen Regeln des Arbeitsrechtes für sie gelten.

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otto_lustig 28.09.2018, 21:28
9. Noch eine kleine Anekdote

Der Staat zahlt immer noch Entschädigungen an deutsche Kircheninstitutionen für Enteignungen, die unter Napoleon vorgenommen wurden. Das war so um 1810. Napoleon beherrschte Deutschland militärisch. Der Verursacher war also eigentlich Frankreich. Aber die deutschen Bundesländer zahlen heute noch dafür und werden das auch weiter tun. Das ist auch nicht abhängig von der Religion. Jeder Steuerzahler trägt dazu bei, auch die Muslime. Die sind nicht von diesen Abgaben befreit.

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