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Heutige Wella-Chefin über Babypause : "Mit dir sind wir in einem Jahr fertig"

"Null Bock" auf eine Frau hatten die Kollegen von Elke Benning-Rohnke, als diese nach der Geburt ihres Sohnes wieder arbeiten ging. Das war vor über 20 Jahren. Heute sitzt sie im Vorstand.

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janne2109 15.12.2014, 10:40
1. unnötig

ich als Frau halte diese Diskussion für unnötig, wer nach oben will schafft es auch, bin ein Beispiel dafür

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Susi64 15.12.2014, 10:59
2. Genau das ist es!

"Schnell geht der Wandel dann in den Köpfen der konservativsten und frauenskeptischsten Männer, wenn die eigene Karriere dadurch gefördert wird. Dann spielen alte Mythen plötzlich keine Rolle mehr. "

Frauen werden vorallem als vermeintlich leicht auszubootende Konkurrenz angesehen, die Welt ist halt nicht mehr in Ordnung, wenn Frauen und vorallem Mütter Chefs sind.

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Europa! 15.12.2014, 11:02
3. Gefällt mir, und

Am besten gefällt mir, dass diese schöne Geschichte von einer Mutter mit zwei Kindern erzählt wird. Wenn der Respekt vor Müttern in unserer Arbeitswelt etwas größer wäre, könnte noch alles gut werden. Aber leider haben Mütter ja meistens gleich zwei Feinde: gedankenlose Männer und (was noch schlimmer ist) die kinderlosen Frauen, die fest daran glauben, frau dürfe nicht "alles haben".

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kangootom 15.12.2014, 11:09
4. Babypause ist leider immer noch Karrierekiller

Zitat von janne2109
ich als Frau halte diese Diskussion für unnötig, wer nach oben will schafft es auch, bin ein Beispiel dafür
Zitati janne2109:ich als Frau halte diese Diskussion für unnötig, wer nach oben will schafft es auch, bin ein Beispiel dafür

Schön, dass Sie als Enzelbeispiel für die komplette Gesellschaft stehen.
Mal im Ernst. Selbst bei meinem aktuellen Arbeitgeber, einem traditionellen Familienunternehmen sind in den letzten 4 Jahren 3 Frauen nach ihrere Babypause in unterirdische Jobs geschoben worden, dass sie sich freiwillig woanders beworben haben.

Meine Frau und ich werden ständig angegiftet, weil wir die Kinder schon nach dem 3.Monat in die Kita gegeben haben. Schuld ist ein Herr A.Hitler, der das Ideal der Mutter geschaffen hat, die zu Hause bleiben muss. Deutschland und Österreich sind leider immer noch die einzigen Industrieländer, in denen eine Mehrjährige Auszeit der Mutter normal ist. In allen anderen ist die wiederaufnahme der Arbeit nach 3 Monaten normal, bzw. man wird nicht als Rabenmutter tituliert, wenn man so "früh" wieder arbeiten geht. (Abgesehen von der Ironie, dass Raben sehr soziale Tiere sind)

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a-mole 15.12.2014, 11:14
5.

so ein familienfreundlicher wandel sollte doch auch bei männern die nicht nur "ernährer" sondern auch vater sein wollen auf große zustimmung stoßen :)

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friespeace 15.12.2014, 11:20
6. Ich verstehe den Artikel nicht

Was auch immer die Dame uns sagen will ist mir nicht ganz klar. Die Fakten hinter Ihrer Geschichte sind aber eindeutig - und auch genau so, wie ich es in jedem Unternehmen erwarten würde:

Man schaut, welche Person für eine bestimmte Position geeignet ist (in diesem Fall war es eben die Dame, die die notwendigen Kenntnisse hatte) und besetzt die Position mit ebendieser Person. Mehr ist doch in ihrem Fall gar nicht passiert.

Was ein "gerauntes" "mit dir sind wir in einem Jahr fertig" sein soll, ist mir auch nicht klar geworden: wurde ihr das so direkt gesagt? Oder hat sie es nur so empfunden? Man weiß es nicht. Fest steht nur, dass ihr Unternehmen sehr wohl in der Lage war, Positionen sinnvoll zu besetzen.

Und dann - oh Wunder - braucht es auch keine Quote.



Ob es allgemein so toll ist, Kinder fremderziehen zu lassen (jedes absolutistische System versucht übrigens genau das..) soll jeder für sich entscheiden. Ich finde es schrecklich.

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abby_thur 15.12.2014, 11:28
7. Heutige Wella-Chefin über Babypause :

Zitat von kangootom
In allen anderen ist die wiederaufnahme der Arbeit nach 3 Monaten normal, bzw. man wird nicht als Rabenmutter tituliert, wenn man so "früh" wieder arbeiten geht.
Glücklicherweise nicht überall.
In Ostdeutschland ist es eher normal, zeitig wieder erwerbstätig zu sein.
Ansonsten: Behalten Sie Ihren Kurs bei.

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Otepoti 15.12.2014, 11:29
8. Problemkinder kommen in der Diskussion nie vor

Hier ist immer nur die Rede von gesunden Kindern, die man problemlos in eine Betreuung geben kann. Ich kenne keine Frau mit einem behinderten Kind, die den Wiedereinstieg nach einer Babypause geschafft hat. Hier liegt noch einiges im Argen. Leider wird darüber nie gesprochen.

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anne_lotta 15.12.2014, 11:33
9.

Ob Frau oder Mann im Vorstand, das ist sowas von egal. Vorstände haben auf Renditen zu achten und daher agieren sie immer gegen die Interessen der Belegschaft. Viel wichtiger als das Gequake über Frauen in den Vorständen ist es, das Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen zu eliminieren. Frauen in Deutschland erhalten für den gleichen Job 20 Prozent weniger Geld. Und wer zuhause beim Kind bleibt, hängt nunmal in erster Linie vom Geld ab.

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