Forum: Karriere
Heutige Wella-Chefin über Babypause : "Mit dir sind wir in einem Jahr fertig"

"Null Bock" auf eine Frau hatten die Kollegen von Elke Benning-Rohnke, als diese nach der Geburt ihres Sohnes wieder arbeiten ging. Das war vor über 20 Jahren. Heute sitzt sie im Vorstand.

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flexier 15.12.2014, 14:29
40. Kinder die

Also meine Frau und ich sind beide Karriere Menschen. Obwohl nicht so hoch hinaus das es bis zum Vorstand eines internationalen Konzerns reicht.
Aber auch dann, wäre eine Fremdbetreuung unseres Sohnes absolut keine Option. Bei aller Moderne, Kinder brauchen IHRE Eltern, BEIDE! Und andersherum, ich brauche meinen Sohn.

Wer sich für Kinder entscheidet muss entweder erreichen das sich die Jobs dem Familienleben anpassen, oder muss sich für ein mehr (sagen wir mal) traditionelles Familienmodel entscheiden.

Viel wichtiger als die Höhe des Gehalts ist für uns flexible Arbeitszeit, die es uns ermöglicht unseren Beruf mit dem Familienleben in Einklang zu bringen (nicht umgekehrt!).

Ich habe z.B. nur Vorgaben bzgl. dessen was zu leisten ist und einen sehr kleinen Kernarbeitszeit-Bereich. Wie, wo, wann ich arbeite obliegt Größtenteils meiner Entscheidung. Dementsprechend kann ich meinen Sohn zum Tennis begleiten, auch wenn es an einem Arbeitstag um 14 Uhr ist. Dafür wird halt mal Abends länger gearbeitet oder ein Samstag geopfert.
Meine Arbeitszeit passt sich meinem Familienleben an und nicht umgekehrt. Leider sind solche Arbeitsmodelle noch nicht in den Betrieben angekommen.
Meine Frau arbeitet an einem Flughafen mit Mehrheitlich Schichtdienst-Mitarbeitern. Sie erreicht dasselbe wie ich, allerdings nur, weil es in Ihrer Verantwortung liegt die Arbeitszeiten der Schicht-Mitarbeiter zu organisieren und man es Ihrer Planung überlässt, das Mitarbeiter ihre Schichtzeiten flexibel "austauschen" können. Ihre Mitarbeiter sind zumeist berufstätige Mütter, die auf diese Weise ihre Arbeitszeit flexibel gestalten können (solange der Betrieb aufrecht erhalten bleibt).

Interessant ist hier das das nicht Teil der Tarif-Veweinbarung ist, sondern das sie sich dies erarbeitet hat und das ihr Arbeitgeber hier mitspielt.

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bekkawei 15.12.2014, 14:34
41.

Zitat von abby_thur
Das alles kann man schichttechnisch regeln. Es liegt meist an den Arbeitgebern und kinderlosen Kollegen, dass eine familienfreundl. Arbeitszeit nicht möglich ist.
Die kinderlosen Kollegen duerfen nicht dafuer verantwortlich sein, dass Eltern eine familienfreundliche Arbeitszeit einhalten koennen.

Denn auch kinderlose Paare/Alleinstehende haben ein Privatleben und es ist extrem unfair, ihnen die unsozialen Arbeitszeiten aufzubrummen.
Und Schichtdienste sind unsoziale Arbeitszeiten.

Kinder zu haben ist eine ureigene, hoechst private Entscheidung, und die Konsequenzen, die ein Leben mit Kindern nach sich zieht, kann man nicht auf andere abladen. Sonst sollte man darauf verzichten.
Und ja, ich habe Kinder. Drei. Und demnaechst das erste Enkelkind.

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abby_thur 15.12.2014, 14:40
42. Nein.

Zitat von bekkawei
Die kinderlosen Kollegen duerfen nicht dafuer verantwortlich sein, dass Eltern eine familienfreundliche Arbeitszeit einhalten .....
Sie können nicht für alle sprechen!

Ich habe immer lieber Spät-und Nachtschicht gearbeitet, dann konnte ich ausschlafen, während unsere Muttis die Tagschichten gemacht haben.

Mein Privatleben kann ich abends viel besser wahrnehmen, als wenn ich um 5 in der früh aufstehe und wenn ich um 4 nachmittags nach Hause komme mich erstmal hinlege und bis 6 Uhr abends schlafen muss, weil ich fix und fertig bin.
So geht es vielen. Nicht alle ticken nach dem 9-5 Muster.

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corvus cornix 15.12.2014, 14:41
43. stimmt

Zitat von abby_thur
Das alles kann man schichttechnisch regeln. Es liegt meist an den Arbeitgebern und kinderlosen Kollegen, dass eine familienfreundl. Arbeitszeit nicht möglich ist.
Es gibt immer wieder Betriebe, in denen bei der Urlaubplanung die Betriebszugehörig eine Rolle spielt mit dem Effekt, daß jemand ohne schulpflichtige (Enkel)Kinder während der Sommerferien in den Urlaub geht und diejenigen, die darauf angwiesen wären, das Nachsehen haben.
Und es gibt immer wieder die Chef, die wegen einer falsch verstandenen Gleichbehandlung aller Kollegen meinen, einen Dienstplan gegen die Beschäftigten zu erstellen, obwohl diese vielleicht eine Verteilung gefunden haben, die jedem entgegen kommen würde.

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lindenbast 15.12.2014, 14:48
44.

Zitat von TomRohwer
Die Dauer eines Meetings sollte sich ausschließlich danach richten, wie lange es objektiv braucht, die zu erledigenden Dinge zu erledigen, auf jeden Fall aber so lange, bis alles erledigt ist, das keinen zeitlichen Aufschub duldet.
Tut es aber nicht, weil jeder, aber auch wirklich jeder noch seinen Mostrich dazugeben muss. Zeitliche Begrenzungen können da extrem zielführend sein.

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flexier 15.12.2014, 14:48
45. Schichtdienst ist nicht unbedingt unsozial...

Zitat von bekkawei
Die kinderlosen Kollegen duerfen nicht dafuer verantwortlich sein, dass Eltern eine familienfreundliche Arbeitszeit einhalten koennen. Denn auch kinderlose.....
Das kommt darauf an wie der Schicht-Plan aufgebaut ist und wie flexibel er sich den Bedürfnissen der Schichtarbeiter anpasst. Ein gut aufgebauter Schichtdienst kommt (nicht nur) Eltern in unserer 24x7 Kultur eigentlich sehr entgegen.

Es ist auch Unsinn davon auszugehen das man die Bedürfnisse von Kinderlosen Arbeitnehmern nicht mit Arbeitnehmern mit Kindern in Einklang bringen kann.

So unterschiedlich sind die Bedürfnisse nämlich gar nicht. Die Nutzung der persönlichen Freizeit mag zwar anders sein, der Bedarf ist der selbe. Ob ich meine Kinder von der Kita abholen muss, oder ins Fitness-Centre zum Sonnenduschen will spielt doch nun wirklich keine Rolle.

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WILHHERDE 15.12.2014, 14:48
46. Warum

beschränkt man sich bei der Quote auf die Aufsichträte?
Ganz einfach, in den Aufsichtsräten kann die Quote nicht solchen Schaden anrichten wie in den Vorständen.

Niemand will verantworten, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, die DAX-Untenehmen schwerwiegend zu schädigen. Nicht mal die Gewerkschaften.

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florafauna 15.12.2014, 14:51
47. jaja

Zitat von diehavo
daß die Mütter, die wegen ihrer Karriere ihre kleinen Kinder in "allerbestmögliche, liebevolle" Obhut gegeben haben, ihre Kinder ja "abgöttisch lieben" (wie sie ja selbst immer demonstrativ wiederholen), eigentlich viel mehr als die "anderen", die im Interesse ihrer Kinder auf den interessanten, abwechslungsreichen, kontaktreichen, wertbestätigenden Tagesablauf in einer schicken Firma verzichten.
Und stattdessen die Kinder von vorne bis hinten verwöhnen, bekochen, bespaßen. Diese Übermütter sind ein Graus für Kinder, besonders für Söhne...

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vonromberg 15.12.2014, 14:54
48. Hurra-Quotenlobbypropaganda

Es ist Montag, und die feministische Agenda von SPON fordert ihre Opfer. In Form eines (mal wieder) ungbalubwürdigen FidAR-Lobbyartikels...

Schon der Beginn - tut weh!
"Die Gleichstellung der Frau hat ...deutlich an Gender Political Correctness gewonnen". Abgesehen vom schlimmen Schwulst: Gleich-Stellung ist etwas anderes als Gleich-Berechtigung, die die Autorin wahrscheinlich meint! Beides hat nichts miteinander zu tun. Gleichberechtigung (gut!)hat Verfassungsrang, Gleichstellung (böse!) nicht! Gleichstellung ist notwendigerweise systematische Ungleichbehandlung, ist Bevorteilung! Ich hoffe zugunsten der Autorin dass sie den Begriff aus sachlicher und fachlicher Unkenntnis gewählt hat. Na ja. Ein Opener jedenfalls, irgendwie aus dem Feministischen Bullshit-Bingo-Raster.

Sie kann also Englisch und sie kann amerikanischer Konzern. Wie soll das dann im Alltag aussehen? Konferenzen, die heute gerne per TelKo abgehalten werden, richten sich dann nach der Gymnastikstunde der Kinderbetreuung von Frau B.-R.? Und wie machen die US-Gesprächteilnehmer das? Warum richtet sich der Termin nicht nach den Bedürfnissen der amerikanischen Gesprächsteilnehmer? Sind das keine Familienmenschen? Müssen die Kolleginnen aus den USA zu nachtschlafender Zeit bereit sein, weil hier in Deutschland eine Lobbyistin vorexerzieren muss, wie toll doch Familie und Kinder und Karriere unter einen Hut passen?
Wers glaubt...

Internationale Partner im Geschäftsleben (erst Recht amerikanische Konzernzentralen!) richten sich kein Stück nach deutschen Kitas. Jenseits vom großen Teich ist das Privatleben von Karrieremüttern aus deutschen Zulieferern und Subunternehmen aus Schwalbach im Taunus bei der Terminabsprache für Konferenzen ziemlich egal. Und auch die mustergültige Lobbyistin B-R. wird im Zweifel die Familie hinten anstellen müssen, wenn ein wichtiger Termin im internationalen Geschäft sonst ohne sie stattfinden müsste.

Den Unterschied zw. Gleichstellung und Gleichberechtigung wahrscheinlich nicht begriffen, und unglaubwürdige Szenen aus dem Alltag international tätiger CEOs - der Artikel ist nichts weiter als enorm schöngefärbte Lobby-Propaganda.

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lindenbast 15.12.2014, 14:59
49.

Zitat von flexier
Und andersherum, ich brauche meinen Sohn.
Danke für diesen Satz.

Immer hören wir, nein, Fremdbetreuung schade den Kindern nicht...mag ja sein, ich will's nicht beurteilen. Wirklich nicht. Aber vielleicht wollen ja die Eltern etwas anderes?

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