Forum: Karriere
Heutige Wella-Chefin über Babypause : "Mit dir sind wir in einem Jahr fertig"

"Null Bock" auf eine Frau hatten die Kollegen von Elke Benning-Rohnke, als diese nach der Geburt ihres Sohnes wieder arbeiten ging. Das war vor über 20 Jahren. Heute sitzt sie im Vorstand.

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hörnchen76 15.12.2014, 15:02
50. Warum

gibts eigentlich immer nur schwarz oder weiß? Warum nur Kind oder Karriere? Warum ist es nicht möglich, mal ein paar Jahre die Karriere zurück
zustellen, wohlgemerkt zurück zustellen, nicht einzustellen. Und dann
einfach zwei-drei Jahre später wieder durchzustarten. Was ist daran verwerflich bei einer Lebensarbeitszeit von 40 Jahren und mehr??? Es geht beides ohne sein Kind ganztags abzugeben denn in den meisten Fällen möchte man auch Zeit mit seinen Kindern verbringen. Und trotzdem kann man weiter arbeiten und an der beruflichen Entwicklung feilen.

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lindenbast 15.12.2014, 15:02
51.

Zitat von bekkawei
Kinder zu haben ist eine ureigene, hoechst private Entscheidung, und die Konsequenzen, die ein Leben mit Kindern nach sich zieht, kann man nicht auf andere abladen. Sonst sollte man darauf verzichten. Und ja, ich habe Kinder. Drei. Und demnaechst das erste Enkelkind.
Ich halte eine Katze - DAS ist eine ganz private Entscheidung. Dafür kann ich kein Entgegenkommen verlangen. Aber Katzenhaltung steht auch nicht unter grundgesetzlichem Schutz. Meine Katze steht nicht auf meiner Steuerkarte. Und meine Katze wird später auch nicht für die Rente von Nichtkatzenhaltern aufkommen.

DAS heißt es nämlich, dass es sich um eine 'ureigene, höchst private Entscheidung' handelt.

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bekkawei 15.12.2014, 15:04
52.

Zitat von florafauna
Und stattdessen die Kinder von vorne bis hinten verwöhnen, bekochen, bespaßen. Diese Übermütter sind ein Graus für Kinder, besonders für Söhne...
Ich denke, Kinder unter 3 Jahren empfinden es ganz und gar nicht als Graus, von ihren Muettern verwoehnt, bekocht ode rbespasst zu werden.

Es geht hier nicht um Teenager.

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lindenbast 15.12.2014, 15:04
53.

Zitat von flexier
So unterschiedlich sind die Bedürfnisse nämlich gar nicht. Die Nutzung der persönlichen Freizeit mag zwar anders sein, der Bedarf ist der selbe. Ob ich meine Kinder von der Kita abholen muss, oder ins Fitness-Centre zum Sonnenduschen will spielt doch nun wirklich keine Rolle.
Das Sonnenduschen kann man aufschieben. Die Kinder kann man aber schlecht stundenlang vor der Kita warten lassen.

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rjrauschffm 15.12.2014, 15:05
54. Erfinderin der 300g Schokoladen-Tafel bei Schokoladen-Konzern

Die Firma Wella existiert seit 2008 nicht mehr. Sie ist vom Konzern P&G verschlungen worden. Die gut aussehende Benning-Rohnke konnte immer wieder in Wella-Zeiten glänzende Auftritte inszenieren. Im Aufbau von nachhaltigen Marketing-Konzepten, die auch Erträge erbrachten, war von Frau Rohne wenig zu sehen und zu hören. Der Kraut-&Rüben-Artikel strotzt nur so von Fehlern. gez. RR.

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MutzurLücke 15.12.2014, 15:21
55. Man nennt das

Zitat von corvus cornix
Zum ersten Absatz Was soll das? Kinder sind kein Selbstzweck, aber wenn ich welche habe, dann kümmere ich mich auch (mehr oder weniger) um sie und überlasse nicht die komplette Betreuung einer "Fremdperson". Zum dritten Absatz Das glauben Sie jetzt nicht wirklich, oder? Was meinen Sie, wie oft ich schon in ach so wichtigen Meetings gesessen habe, in denen nur Papier hin und her geschoben wurde,...
Natürlich bleibt es Ihnen überlassen - egal ob als Vater oder als Mutter - die Intensität, mit der Sie für ihre Kinder da sein wollen, selbst zu bestimmen. Räumen Sie dem viel Platz ein, sind Sie nur halt für manche Jobs besser geeignet als für andere, in denen es ein entscheidender Vorteil ist, derartige Prioritäten nicht zu haben. Finden Sie also einen Job, in dem kinderbedingte Ausfälle nicht so schwer wiegen, steht Ihrem Aufstieg dort nichts im Wege.

Nur heißt das eben nicht, dass zwangsläufig alle Arbeitsplätze dieser Welt familienfreundlich gestaltet werden können oder sollten. In manchen Breichen sind die Reaktionszeiten, denen ein aktiver Elternteil bisweilen unterworfen ist, schlicht geschäftsschädigend, und die weniger hingebungsvollen Eltern haben unausräumbare Wettbewerbsvorteile. Wollen Sie es denen verbieten (lassen), diese Vorteile zu Markt zu tragen? Gibt es nur die eine "richtige" - und damit förderungswürdige - Einstellung zum Familienleben (nämlich die Ihre)?

Und was die Produktivität oder Unproduktivität von Meetings betrifft, kann warhrscheinlich Jeder, der überhaupt Meetings erlebt, Ihre Einschätzung nachfühlen. Aber meinen Sie wirklich, dass das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von familiären Verpflichtungen in der Runde der richtige Hebel ist, um bestehende Ineffizienzen auszumerzen?

Man könnte umgekehrt zu dem Artikel sagen: "Ja, wenn es so einfach möglich war, die Meetings abzubrechen, wenn der Zeitplan von Frau Benning-Rohnkes Kinderfrau es verlangte, ging es da wohl auch um nichts so irrsinnig Wichtiges." Was also, wenn bei einem Meeting wirklich mal was Kompliziertes und Eiliges zu einem konkreten Ergebnis gebracht werden muss und Frau Benning-Rohnke leider trotzdem nur ihren privaten Terminplan im Kopf hat? Die Welt bitten, mal kurz bis morgen zu warten, bis sie sich weiterdreht?

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MutzurLücke 15.12.2014, 15:34
56. Vielleicht ist das dann aber auch ihre Verantwortung...

Zitat von lindenbast
Danke für diesen Satz. Immer hören wir, nein, Fremdbetreuung schade den Kindern nicht...mag ja sein, ich will's nicht beurteilen. Wirklich nicht. Aber vielleicht wollen ja die Eltern etwas anderes?
Wer etwas will, darf auch ruhig bereit sein, den Preis dafür zu zahlen. Er sollte nicht reflexmäßig die Gesellschaft dafür verantwortlich machen, ihn gefälligst von den Nachteilen seiner Vorlieben und Wünsche freizustellen.

Wer gut und selbstbewusst genug ist, seinen Stiefel zu leben, aber für seinen Arbeitgeber wichtig genug zu sein, der wird schon das Entgegenkommen erfahren, das möglich bzw. nötig ist. Aber das Schreiem nach Regulierung zielt doch letztlich nur darauf ab, denen einen Vorteil zu verschaffen, die sich da nicht so sicher sind.

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siebenh 15.12.2014, 15:36
57. Ganz witzige Randnotiz

Schön, dass absolut alle Menschen so tolle Karrieren machen, wenn sie ihre Kinder abgeben oder gar keine haben. Vorstände, Führungskräfte, Professorinnen. Der Wahnsinn. Jeder Mensch kann alles werden, wenn er das Problem Kinder löst. Sogar Astronaut oder Präsident. Denn es gibt keine normalen Arbeiter. Nur Karrieremenschen mit Potential ohne Ende. Nicht.

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bekkawei 15.12.2014, 15:39
58.

Zitat von lindenbast
Ich halte eine Katze - DAS ist eine ganz private Entscheidung. Dafür kann ich kein Entgegenkommen verlangen. Aber Katzenhaltung steht auch nicht unter .....
Aha.
Das Kinderkriegen wurde Ihnen also angeordnet?
Interessant.
Also bei mir war es eine private Entscheidung, vollkommen privat. Da habe ich nur einen gleichberechtigt mit entscheiden lassen: den Vater der Kinder.

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flexier 15.12.2014, 15:43
59. Sie haben mich nicht verstanden...

Zitat von lindenbast
Das Sonnenduschen kann man aufschieben. Die Kinder kann man aber schlecht stundenlang vor der Kita warten lassen.
Die Prioritäten setzt jeder Arbeitnehmer für sich. Und für einen Kinderlosen ist die Priorität des Sonnenduschens vermutlich höher als die seines Kollegen der seine Kinder von der Kita abholen muss. Und der Sonnenduschende ist deswegen nicht unsozial.

Dementsprechend müssen sich hier die Arbeitnehmer miteinander einigen (Lösungen und Kompromisse suchen) und der Arbeitgeber muss ein Umfeld schaffen das so etwas zulässt und unterstützt.
Das das nicht einfach ist, ist mir klar. Aber es ist möglich (siehe mein Beitrag bzgl. der Schichtplanung für Mitarbeiter meiner Frau (Flughafen-Umgebung).

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