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Hilfe von der WG-Therapeutin: "Meine Mitbewohnerin hat mich angezeigt"
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Lena ist neu in der Stadt und zieht in eine WG. Mitbewohner Ben unternimmt viel mit ihr. Doch als Lena mit einem Freund von Ben zusammenkommt, fangen die Probleme an. Was kann er tun?

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gbshaw 01.06.2018, 10:39
10. @großwolke

Es liegt in der Natur der Sache, dass bei Beratungen und Therapien i.d.R. erstmal nur eine Seite bekannt ist und damit auch nicht alle Fakten. Die Autorin ist aber gerade nicht objektiv, indem sie sich die Stalker-Vorwürfe zueigen macht und (zugegeben) abgeschwächt, aber eben auch suggestiv aufgreift. Das ist m.E schlicht eine Frechheit und erfüllt keinen sachbezogenen Zweck.

Mit Ihren Ausführungen zum Verhältnis von Aufwand und Nutzen haben Sie einerseits recht; andererseits: muss man sich Mietprellerei wirklich gefallen lassen, nur weil die Mitbewohnerin nicht ihren Willen durchsetzen konnte?

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Nico9 01.06.2018, 10:40
11. Schön blöd...

...sich vom ersten Anwaltsschreiben so "schockieren" zu lassen und die Kaution zurück zu zahlen obwohl die gute Frau unrechtens fristlos das Mietverhältnis gekündigt hat und mietschuldig ist. Da könnte ja jeder mit dem Vorwurf der "Übergriffigkeit" fristlos aus einem WG Mitvertrag raus, die Kündigungsfrist aushebeln und der Hauptmieter bleibt auf den Kosten sitzen. Anzeige wegen Verleumdung machen, Kaution abzgl. der Mietkosten ausbezahlen, eigenen Anwalt einschalten. Fertig.

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dia_bolika 01.06.2018, 11:05
12.

dass die Anzeige im Sand verlaufen ist. Ansonsten: Ganz, ganz schwach, Frau Striehler, ich bin erschrocken.
Mehr als die Umkehrung des Täterinnen-Opfer-Verhältnisses fällt Ihnen nicht ein ?
"Sie tragen hier etwas auf der Sachebene aus, was auf der Beziehungsebene nicht geklärt ist."
Voll daneben, denn es dreht sich offenbar um Verpflichtungen aus einem Mietverhältnis, nicht um eine "Beziehungsebene". Diesen Wechsel der "Ebene" verantwortet hier nur Lena. Den braucht sie nämlich notwendigerweise zur Intrumentalisierung, was Ben nicht anzulasten ist. Denn es steht mit "übergriffig" der starke Vorwurf der sexuellen Belästigung oder gar Vergewaltigung im Raum. Überdies liegt bereits eine Falschanzeige wegen Stalkings vor.
"Lena wollte sich von Ihnen abgrenzen, hat mit ihrer Anzeige allerdings wahnsinnig übertrieben."
Leider grottenfalsch, denn sie wollte sich nicht "abgrenzen". Sie will sich einfach vor Ihren finanziellen Verplichtungen drücken. Dabei hat sie nicht "übertrieben", sondern zu strafbaren Mitteln gegriffen.
"Aber vielleicht war ihre Reaktion auch proportional zu Ihrem Verhalten? Vielleicht fühlte sie sich durch Sie zu sehr vereinnahmt?"
Der liebe Ben sollte sich also gefälligst mal prüfen, ob er für diese Reaktion nicht selbst verantwortlich war, der Lustmolch. Und beim nächsten Mal sollte er es halt anders, eben "unromantischer" machen.
Andererseits ist es aber auch selten dämlich, eine mit dem Ethos ihres Berufsstandes über Kreuz liegende Psychologin mit so einer Geschichte zu belästigen.
Genauso übrigens, wie einfach die Kaution wieder herauszurücken. Nachdem eine geflossen ist, liegt dem ja irgendein Vertragsverhältnis zugrunde. Wenn der Benni also clever ist - in den Worten von Frau Striehler "Wenn Sie Ihre Kaltmiete unbedingt zurückhaben wollen" - dann mahnt er sie mit Fristsetzung, marschiert direkt nach dem absehbar fruchtlosem Fristablauf zum AG, erwirkt einen Mahnbescheid und lässt zügig vollstrecken.
Gleichzeitig zeigt er sie wegen übler Nachrede und Nötigung an, was nach der niedergeschlagenen Anzeige ja ein "gmahtes Wieserl" sein dürfte.
Aber als Opfer auch noch romantisch stillzuhalten ("Ich raten Ihnen dazu, Lena loszulassen"), ist keine Option und bestärkt die Täterinnen doch nur. Deshalb ist er seinen Bekanntenkreis auch verpflichtet, vor diesem Früchtchen ausdrücklich zu warnen.

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dasfred 01.06.2018, 11:07
13. Die Beziehungsebene spielt für die Mietforderung keine Rolle

Die Frau hat schon früh gezeigt, wie sie tickt. Erstmal komm ich, dann wieder ich und überhaupt, wenn ich meinen Willen nicht bekomme hetz ich dir die Polizei auf den Hals. Ben braucht hier keinen WG Berater, sondern einen Rechtsanwalt, der ohne Emotionen seine Interessen vertritt. Dafür sind Anwälte da. Gemeinsame Bekannte handeln auch nur nach Sympathie und da kann eine berechnende Gegnerin noch mehr Schaden anrichten.

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knorx 01.06.2018, 11:12
14. Diese Ratschläge sind hanebüchener Unsinn

1.) Jemand wider besseren Wissens einer Straftat zu bezichtigen und anzuzeigen, ist selbst eine Straftat.
2.) Die fristlose Kündigung war nicht rechtens, da keine Unzumutbarkeit.

Das heißt, ich persönlich würde die ehemalige Mitbewohnerin a) selbst wegen falscher Verdächtigung anzeigen und b) die ausstehenden Mietzahlungen an ein Russeninkasso abtreten. Davon gibt's viele in Großstädten und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass bisher jeder Schuldner dann plötzlich gezahlt hat, wenn die Herren vor der Tür stehen.

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egoneiermann 01.06.2018, 11:15
15.

Keine Ahnung warum sich einige hier so aufregen. Entweder die Dame ist wirklich psychisch so labil, dass sie sofort zu solchen Sachen wie Auszug, fristlose Kündigung, Rechtsanwalt und Anzeige greift oder es ist in der Beziehung zwischen den Beiden viel schief gelaufen. In beiden Fällen ist der Rat richtig: Anstand und das Finanzielle wenn überhaupt über Anwälte regeln.

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freigeistiger 01.06.2018, 11:18
16. Problem nicht erkannt

Die genauen Fakten sind nicht bekannt. Etwa, wie sieht der Mietvertrag mit Kündigungsfristen aus. Wie sieht eine Neuvermietung des großen Zimmers aus. Die "Beratung" ist die übliche Symptombearbeitung. Die wirklichen zu Grund liegenden Probleme sind einerseits in der schwachen Persönlichkeit von Ben, andererseits in dem egomanischen aggressiven ausnutzenden und auf Schädigung ausgerichteten Verhalten von Lena. Die Beratung muss eher für Ben lauten, Achtsamkeitstraining und Aggressivitätstraining zu machen. Damit er sich nicht mehr überfahren lässt und aggressiv etwas dagegen setzen kann. Ein Ausgleich von Kräften führt zu Befriedung. Derzeit ist er leichtes Opfer von übergriffigem und ausnutzendem Verhalten. Es gibt da auch die strafrechtlichen Aspekte von Verleumdung und Falschanschuldigung von Lena zusammen mit Rechtsanwältin. Jemandem mit Falschanzeigen Aufwand machen ist Nötigung.

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genugistgenug 01.06.2018, 11:42
17. Unterhaltungswert: Null (wieder mal)

Bereits die Rückforderung der Kaution durch Anwältin ist abstrus. Simple Frage: Wer bezahlt deren Kosten und wieso wurden diese nicht auch eingefordert? Oder wurden die sofort von der zurückgezahlten Kaution abgezogen?
Nicht näher bezeichnete Gründe - ebenso dubios zumindest für einen Anwalt - denn Forderungen müssen begründet sein. (Bitte um Adresse Anwalt und Ben - wir sind phantasiebegabt bei Forderungen, z.B. Luft wegatmen, usw. und freuen uns auf das Geld).

Leider fehlt immer noch der Studiengang der Hilfesucher, falls diese real sind. Offenbar haben die nicht mal die Grundregel, zuerst mal selbst denken, gelernt.
PS. wie kann man bei SPON so eine Rubrik bekommen? Lotterie oder ererbt?

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Roter_Radler 01.06.2018, 11:48
18. Nicht nachvollziehbar.

"Sie tragen hier etwas auf der Sachebene aus, was auf der Beziehungsebene nicht geklärt ist. "

Folgt man den Schilderungen des Fragestellers, dann trägt die ehemalige Mitbewohnerin doch einen Konflikt auf der Beziehungsebene aus, der auf der Sachebene nicht geklärt ist. Falls seine Darstellung zutrifft, dann wurde hier wider besseres Wissen eine (unbegründete) Strafanzeige erstattet, um den ehemaligen Mitbewohner einzuschüchtern und seine berechtigten Forderungen abzuwehren.

Das ist nicht nur indiskutabel, sondern schlichtweg kriminell.

Man muss natürlich einschränkend sagen, dass der Wahrheitsgehalt der Schilderung nicht überprüfbar ist.

Was die "WG-Psychologin" hier von sich gibt, hat sehr viel mit freier Assoziation und sehr wenig mit dem eigentlichen Problem zu tun.

Wobei ich mich nicht zum ersten Mal über die Ratschläge wundere, die in dieser Rubrik erteilt werden.

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Cascara LF 01.06.2018, 11:56
19.

Zitat von egoneiermann
Keine Ahnung warum sich einige hier so aufregen. Entweder die Dame ist wirklich psychisch so labil, dass sie sofort zu solchen Sachen wie Auszug, fristlose Kündigung, Rechtsanwalt und Anzeige greift oder es ist in der Beziehung zwischen den Beiden viel schief gelaufen. In beiden Fällen ist der Rat richtig: Anstand und das Finanzielle wenn überhaupt über Anwälte regeln.
Na, dann kann ich Ihnen vielleicht zu einer Erkenntnis verhelfen. Die Beziehungsebene wird nur von der Ratgeberin vermutet. Warum? Erfahrung? Wunschdenken? Annahme? Egal, Vermutungen gehören nicht hierher, sondern praktische Ratschläge aufgrund von den Dingen, die bekannt sind.
Ben wäre besser beraten sich auch einen Anwalt zu nehmen und die Mietschulden wieder einzufordern. Zahlungsaufforderungen, Mahnungen, wenn nötig auch Vollstreckungsbescheide und die Hälfte des gemeinsamen Bootes dafür wäre ein guter Gegenwert. Das alles aber mit juristischer Unterstützung. Ob eine Klage wegen Verleumdung etc. sinnvoll und aussichtsreich ist, weiß ein Anwalt besser. Der Umstand, daß Ben auf den Bluff der Änwältin seiner Ex-Mitbewohnerin reingefallen ist, war dumm. Das Einschalten eines Anwalts hier hätte ihm mehr helfen können, als seine eigenen Versuche die Dinge zu regel. Das muß man schon dann merken, wenn man ein Anwaltsschreiben mit solchen Ausssagen bekommt.
Und 700 EUR abschreiben und unter Erfahrung zu verbuchen? Das ist mal gar keine Lösung.

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