Forum: Karriere
HIV im Job: "Mit infizierten Mitarbeitern kann ich den Laden dichtmachen"
DPA

Eigentlich ist es egal, ob ein Kollege HIV hat. Doch wer mit der Immunschwäche am Arbeitsplatz offen umgeht, wird sehr häufig diskriminiert. Viele Chefs umgehen dabei das Kündigungsverbot.

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Bueckstueck 09.12.2015, 12:39
1. Furchtbar

An solchen Beispielen sieht man wie engstirnig und ängstlich die Gesellschaft in Wahrheit ist, die von sich selbst aber behauptet, sie sei aufgeklärt und aufgeschlossen.

Menschen glauben sie wissen so viel, man kann ja heute jederzeit alles googlen oder wikipedia befragen - davon wollen dann aber viele nichts mehr wissen wenn es beispielsweise um HIV geht und grenzen grundlos Betroffene aus.

Furchtbar.

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hatshepsut 09.12.2015, 13:09
2. Keine Besserung in Sicht

Wir leben in einer Arbeitsgesellschaft in der Firmen und Vorgesetzte sich ALLES erlauben können. Diskriminierung von HIV Infizierten oder anderen Menschen aus absolut beliebigen Gründen. Aussehen, Gewicht, Geschlecht, Hautfarbe, sexuelle Orientierung usw. ...
Wir arbeiten bei Firmen, die ihren Mitarbeitern wegen übriggebliebenen Brötchen kündigen, die diese mitgenommen haben. Das ist Fakt, und da passen die Erfahrungen der HIV Positiven Menschen hier einfach perfekt ins Bild.

Kommt natürlich noch dazu, das es nicht wenige gibt denen einfach die geistigen Möglichkeiten fehlen. Es überrascht mich überhaupt nicht, das Chefs in den Unternehmen keine Ahnung haben, was HIV eigentlich bedeutet, die sind zu blöd dazu.

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rational_bleiben 09.12.2015, 13:17
3.

"Teils bis heute. Ein Report von 'Positive Stimmen' stellt fest: 'Trotz Therapiefortschritten bleibt HIV eine Infektionskrankheit, die mit Sexualität, Drogenkonsum und von der bürgerlichen Norm abweichenden Lebensstilen verknüpft ist.' "

Unter ungeschützt promiskuitiven Menschen, vor allem aber bei Homosexuellen und injizierenden Drogenabhängigen ist die Krankheit sehr viel weiter verbreitet als bei Menschen außerhalb dieser Gruppen - und das mit Faktor 20-50. Natürlich ist HIV mit den Lebensgewohnheiten dieser Gruppen verknüpft, nicht augrund mangelnder Aufklärung, sondern aufgrund von Fakten!

Selbst wenn man den Begriff "bürgerliche Norm" (die Homosexuelle mittlerweile eigentlich einbezieht) weglässt - obigen Fakt darf man wohl nicht mehr feststellen, das wäre nicht hipp, nicht zeitgemäß, gestrig, nicht regenbogenkonform - oder wie soll man das verstehen?

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vlado13 09.12.2015, 13:34
4.

Zitat von rational_bleiben
Unter ungeschützt promiskuitiven Menschen, vor allem aber bei Homosexuellen und injizierenden Drogenabhängigen ist die Krankheit sehr viel weiter verbreitet als bei Menschen außerhalb dieser Gruppen - und das mit Faktor 20-50. Natürlich ist HIV mit den Lebensgewohnheiten dieser Gruppen verknüpft, nicht augrund mangelnder Aufklärung, sondern aufgrund von Fakten!
Na dann nehmen Sie doch mal Ihren Nickname ernst und bleiben rational: Solange Sie mit Ihren Kunden / Kollegen keinen ungeschützten Sex haben oder das Drogenbesteck teilen, kann es Ihnen egal sein, ob die andere Person HIV-positiv ist oder nicht. Und auch die Lebensgewohnheiten, die zur Infektion beigetragen haben, können Ihnen egal sein. Das alles ist einfach unerheblich.

Erheblich ist allerdings, wenn HIV-Positive zurückgewiesen werden, weil irgendwelche Spießer eigentlich etwas gegen den Lebensstil haben, und die Ansteckungsangst vorschützen.

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Sibylle1969 09.12.2015, 13:34
5. Was haben 30 Jahre Aids/HIV-Aufklärung gebracht?

Kaum etwas, wie es scheint, wenn immer noch so viele Leute fürchten, sich auf der Toilette oder durch einen Händedruck anzustecken. Unfassbar...

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thorsten35037 09.12.2015, 13:35
6.

Ich möchte nicht von einer HIV-positiven Person behandelt werden, ob es nun eine Krankenschwester, ein Friseur oder irgendjemand anderem mit einem Messer oder einer Nadel in Hand geschieht. Auch wenn ich den politischen Mainstream mal wieder in Harnisch bringe.

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abby_thur 09.12.2015, 13:47
7. Hä?

Zitat von rational_bleiben
"Teils bis heute. Ein Report von 'Positive Stimmen' stellt fest: 'Trotz Therapiefortschritten bleibt HIV eine Infektionskrankheit, die mit Sexualität, Drogenkonsum und von der bürgerlichen Norm abweichenden Lebensstilen verknüpft ist.' " Unter ungeschützt promiskuitiven Menschen, vor allem aber bei Homosexuellen und injizierenden Drogenabhängigen ist die Krankheit sehr viel weiter verbreitet als bei Menschen außerhalb dieser Gruppen - und das mit Faktor 20-50. Natürlich ist HIV mit den Lebensgewohnheiten dieser Gruppen verknüpft, nicht augrund mangelnder Aufklärung, sondern aufgrund von Fakten! Selbst wenn man den Begriff "bürgerliche Norm" (die Homosexuelle mittlerweile eigentlich einbezieht) weglässt - obigen Fakt darf man wohl nicht mehr feststellen, das wäre nicht hipp, nicht zeitgemäß, gestrig, nicht regenbogenkonform - oder wie soll man das verstehen?
Kurz gefragt: was möchten Sie uns mit Ihren Posting eigentlich sagen?

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cum infamia 09.12.2015, 13:50
8. naturgegeben

Jeder Mensch hat eben- naturgegeben- um sein bißchen Leben Angst. Da kann man noch so rational argumentieren. Im tiefsten Innern bleibt zumindest immer ein ungutes Gefühl. Lebensangst kann nicht durch moderne Aufklärung beseitigt werden.
Unbeschwert kann keiner so leben !

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AHF84 09.12.2015, 14:20
9.

Zitat von vlado13
Na dann nehmen Sie doch mal Ihren Nickname ernst und bleiben rational: Solange Sie mit Ihren Kunden / Kollegen keinen ungeschützten Sex haben oder das Drogenbesteck teilen, kann es Ihnen egal sein, ob die andere Person HIV-positiv ist oder nicht. Und auch die Lebensgewohnheiten, die zur Infektion beigetragen haben, können Ihnen egal sein. Das alles ist einfach unerheblich. Erheblich ist allerdings, wenn HIV-Positive zurückgewiesen werden, weil irgendwelche Spießer eigentlich etwas gegen den Lebensstil haben, und die Ansteckungsangst vorschützen.
Der vorige Kommentator hat lediglich auf die implizierte Aussage des Artikels aus diesem Satz hingewiesen:

"Teils bis heute. Ein Report von 'Positive Stimmen' stellt fest: 'Trotz Therapiefortschritten bleibt HIV eine Infektionskrankheit, die mit Sexualität, Drogenkonsum und von der bürgerlichen Norm abweichenden Lebensstilen verknüpft ist.' "

Dieser Satz des Artikels sagt lediglich aus, dass bestimmte Lebensweisen (ohne Wertung!!!) die Wahrscheinlichkeit erhöhen, HIV-positiv zu sein. Es ist statistisch erwiesen, dass homosexuelle Männer einer Risikogruppe angehören. Auch ist das HI-Virus überproportional bei Drogenkonsumenten (mit Spritze) vertreten. Im Zusammenhang wird der Satz aber so dargestellt, dass es keinen Unterschied macht, wie man sein Leben lebt. Die Wahrscheinlichkeit ist gleich hoch, HIV zu bekommen. Dem ist nachgewiesener Weise nicht so. Das HI-Virus hat bei fast jedem Menschen die gleichen Auswirkungen: Unbehandelt führt es zum Tod. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein homosexueller Mann HIV-Positiv ist, ist höher als bei einer heterosexuellen Frau. Dementsprechend sind auch die Risiken bei der Ansteckung verteilt. Reine Statistik.

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