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Im Motivationsloch: Jeder fünfte Mitarbeiter fühlt sich fehl am Platz

Passen Job und Kompetenzen nicht zusammen, leiden alle - die Firma, vor allem die Angestellten. 22 Prozent der Mitarbeiter sind mit der Gesamtsituation unzufrieden, zeigt eine neue Studie. Wonach manche sich sehnen, das kennen andere im Übermaß: langweilige Routineaufgaben.

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Alexander Berg 15.09.2011, 18:31
1. Burnout Syndrom

Während die Mehrheit die Lösung in der Behandlung sucht: ca. 10. Mio an Burnout Erkrankte (Fuldaer Zeitung), macht sich kaum jemand über die eigentlichen Ursachen Gedanken. Diese finden sich, anders als die Mehrheit annimmt, in der Überfrachtung vorhandener Organisationstrukturen, die sich der Mensch selbst schuf.

Die Lösung findet sich in der zeitgemäßen Anpassung nach dem ganzheitlich/systemischen Ansatz. Auf diese Weise erkennt man die Systemgesamtzusammenhänge, findet die Ursachen und löst diese auf, einschließlich der bestehenden, krankmachenden Komplexität. Mehrheitlich wahrgenommene Symptome lösen sich auf, nebenbei entwickelt das Unternehmen eine neue Form der Effizienz, Unternehmer und Mitarbeiter haben das Gefühl, nach einem langen Leiden wieder ins Leben zurückzukehren.

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marypastor 15.09.2011, 18:50
2. Wenn ein Angestellter

Zitat von sysop
Passen Job und Kompetenzen nicht zusammen, leiden alle - die Firma, vor allem die Angestellten. 22 Prozent der Mitarbeiter sind mit der Gesamtsituation unzufrieden, zeigt eine neue Studie. Wonach manche sich sehnen, das kennen andere im Übermaß: langweilige Routineaufgaben.
mit seinem Job nicht zufrieden ist kann er ja gehen und was anderes suchen. Wenn aber meint, er findet nichts, sollte er schleunigst seine Einstellung aendern.

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mactor 15.09.2011, 19:09
3. Denke ich nicht.

Zitat von marypastor
mit seinem Job nicht zufrieden ist kann er ja gehen und was anderes suchen.
Warum?
Wenn man langjährig wo ist und gutes Geld verdient macht man halt nur noch auf Routine.

Ausgebrannt würde für mich nicht in Frage kommen dazu lasse ich das alles nicht nahe genug an mich ran aber ein "Motivationsloch" kenne ich. Ist aber kein Problem. Macht man halt "Dienst nach Vorschrift" sozusagen. Aber eben nicht mehr.

Selbst kündigen würde ich nie ohne was anderes. Damit würde ich ja mich bestrafen und nicht "die Schuldigen"...

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Löber 16.09.2011, 23:17
4. Im Motivationsloch: Jeder fünfte Mitarbeiter fühlt sich fehl am Platz Auf Thema antwo

Zitat von marypastor
mit seinem Job nicht zufrieden ist kann er ja gehen und was anderes suchen. Wenn aber meint, er findet nichts, sollte er schleunigst seine Einstellung aendern.
Schon einmal gekündigt und lange Zeit arbeitslos gewesen? Wer heute kündigt weiss nicht ob er morgen schon einen neuen Job hat. Ich weiss nicht in welcher Welt Sie leben, aber in der Welt in der ich lebe liegen die Jobs nicht so einfach auf der Straße rum! Da überlegt sich mancher Arbeitnehmer zu kündigen. Das ist die Realität! Das mit der Einstellung ändern ist auch nicht so einfach. Wie wäre es denn wenn die Arbeitgeber IHRE Einstellung ändern würden? Das wäre für alle der bessere Weg!

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kezia_BT 16.09.2011, 08:13
5. Jobs sind zum Geldverdienen da, zu sonst nichts!

Zitat von marypastor
mit seinem Job nicht zufrieden ist kann er ja gehen und was anderes suchen. Wenn aber meint, er findet nichts, sollte er schleunigst seine Einstellung aendern.
Wenn man weiß, daß was anderes nicht zu finden ist, und schon gar nicht zu denselben Konditionen, dann muß man den Tag halt durchhocken und sehen, daß man noch genug Zeit und Energie fürs wirkliche Leben aufspart. 40 Stunden Maloche sind einfach zuviel, Punkt.

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eumel2 16.09.2011, 11:06
6. ...

Zitat von marypastor
mit seinem Job nicht zufrieden ist kann er ja gehen und was anderes suchen. Wenn aber meint, er findet nichts, sollte er schleunigst seine Einstellung aendern.
Ahja... da spricht der große Ratgeber. Und was sollen diese Leute tun? Ich selbst bin auch ein wenig ge-bore-outed :). Mein Job ist eintönig und recht langweilig, er unterfordert mich. Nun fange ich an nach anderen Stellen zu suchen (gab auch schon das ein oder andere Vorstellungsgespräch), aber was ich an meiner "Einstellung" ändern soll, erschließt sich mir nicht. Mit der Situation "abfinden"? Das kann es ja wohl nicht sein.

Der letzte Schritt ist "Kündigung", damit ich mich voll auf die Jobsuche begeben kann, nur wird man dafür in dieser Gesellschaft recht heftig bestraft (Sperrzeiten etc). So "arbeite" ich meine 40 Stunden, langweile, weil ich ihn in 20 mache und jegliche Initiative, die man zeigt, versandet in nirgendwo und wird kaum belohnt. Abends bin ich viel erschöpfter, als wenn ich 45-50 Stunden wirklich etwas zu tun gehabt hätte (so wie ich das von früher kannte).

Nun geben Sie mir bitte doch mal einen Rat?

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drnice1983 16.09.2011, 11:53
7. korrekt

Zitat von eumel2
Ahja... da spricht der große Ratgeber. Und was sollen diese Leute tun? Ich selbst bin auch ein wenig ge-bore-outed :). Mein Job ist eintönig und recht langweilig, er unterfordert mich. Nun fange ich an nach anderen Stellen zu suchen (gab auch schon das ein oder andere Vorstellungsgespräch), aber was.....
Mit diesem Post sind sie mir ein paar Stunden zuvor gekommen. Ich erlebe gerade genau das gleiche. In meinem 8 Stundentag langweile ich mich effektiv 6 Stunden. Da mein PC auf der Arbeit leider so bescheiden steht, das ich meist nichtmal unbeobachtet surfen kann, wird das echt zur Qual. Aber man kann ja immernoch ab und zu mal eine Stunde im Lager verbringen.
Ich bewerbe mich auch ab und zu nebenbei, Vorstellungsgespräche hatte ich auch schon einige. Evtl kommt meine "Null Bock Einstellung" aber auch von der Zeitarbeit? Zu der Zeitarbeit gesellen sich Aufgaben, die ein 14j Schüler im Halbtagsjob besser machen können. Aber solange ich mein Geld bekomme und nichts anders habe, bleibe ich hier.
Auch das Gefühl, nach der Arbeit noch viel erschöpfter zu sein als bei einem Job, kenne ich auch nur zu genüge. Es geht schon fast so weit, das man garkeine Lust auf Fußballtraining hat, nur weil der Tag einen so "kaputt" gemacht hat...

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MtSchiara 17.09.2011, 23:41
8. auf Teilzeit gehen

Zitat von eumel2
So "arbeite" ich meine 40 Stunden, langweile, weil ich ihn in 20 mache und jegliche Initiative, die man zeigt, versandet in nirgendwo und wird kaum belohnt. Abends bin ich viel erschöpfter, als wenn ich 45-50 Stunden wirklich etwas zu tun gehabt hätte (so wie ich das von früher kannte). Nun geben Sie mir bitte doch mal einen Rat?
Wenn der Job in 20 Stunden zu machen ist, dann versuchen Sie doch, auf Teilzeit zu gehen und die Arbeitszeit auf 20 Stunden zu reduzieren: z.B. drei hintereinander liegende 8h-Arbeitstage pro Woche und doppelt so viele Urlaubstage pro Jahr. Mit etwas Verhandlungsgeschick und bei der Steuerprogression gelingt es Ihnen vielleicht, zwei Drittel des Nettogehaltes zu behalten. Und die gewonnene Lebenszeit füllen Sie mit Dingen, die Ihnen Freude machen. Sich etwas beim Gehalt einzuschränken ist sicherlich sinnvoller, als seine ganze Lebenszeit zu verschwenden. Außerdem gäbe Ihnen die Teilzeit die Möglichkeit, sich in Ruhe nach einem anderen Job umzusehen.

Mir persönlich fällt es sehr schwer, über viele Jahre hinweg jeden Arbeitstag 9-10 h meiner kostbaren Lebenszeit immer mit den gleichen Tätigkeiten zu verbringen - und ich bin gerne bereit, weniger zu arbeiten für weniger Geld, solange ich es mir leisten kann, es sei denn die Arbeit fasziniert mich, was aber höchstens vorrübergehend und projektbezogen der Fall ist. Was ist denn der Sinn einer technischen Zivilisation, wenn Sie neben Hunger und Krankheit den Menschen nicht auch vom Fluch quälender oder langweiliger Arbeit befreit.

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DukeNukem 17.09.2011, 11:21
9. Kenne ich!

Zitat von drnice1983
Mit diesem Post sind sie mir ein paar Stunden zuvor gekommen. Ich erlebe gerade genau das gleiche. In meinem 8 Stundentag langweile ich mich effektiv 6 Stunden. Da mein PC auf der Arbeit leider so bescheiden steht, das ich meist nichtmal unbeobachtet surfen kann, wird das echt zur Qual. Aber man kann ja immernoch ab und zu mal eine Stunde im Lager verbringen. Ich bewerbe mich auch ab und zu nebenbei, Vorstellungsgespräche hatte ich auch schon einige. Evtl kommt meine "Null Bock Einstellung" aber auch von der Zeitarbeit? Zu der Zeitarbeit gesellen sich Aufgaben, die ein 14j Schüler im Halbtagsjob besser machen können. Aber solange ich mein Geld bekomme und nichts anders habe, bleibe ich hier. Auch das Gefühl, nach der Arbeit noch viel erschöpfter zu sein als bei einem Job, kenne ich auch nur zu genüge. Es geht schon fast so weit, das man garkeine Lust auf Fußballtraining hat, nur weil der Tag einen so "kaputt" gemacht hat...
Was Sie da schildern kenne ich auch, aber da bin ich durch.

Hier sind ein paar Tips:

1. Machen Sie sich mit der Welt von "Dilbert" vertraut und lesen Sie das Buch "Die Entdeckung der Faulheit" von Corinne Maier. Beides steckt voller nützlicher Informationen für den Arbeitsalltag in größeren Firmen.

2. Schauen, was geht. Sie sind mit Ihrer Arbeit unzufrieden? Hier ist die sicherste Methode, sie loszuwerden: Engagement, Initiative, Überkorrektheit, übertriebener Fleiß... Das sind die Dinge die Chefs und Kollegen dermaßen auf die Nerven gehen können, daß u. U. eine Versetzung rausspringt.

3. Der Weg nach oben: Entwickeln Sie ein starkes Ego und finden Sie das rechte Maß an fachlicher Inkompetenz. Entweder Sie fliegen raus oder aber man befördert Sie auf eine Stelle, wo Sie möglichst wenig Schaden anrichten können, sofern Sie nämlich in der Lage sind richtig aufzutreten.

4. Ihr Chef macht Ihnen deutlich, daß er mit Ihrer Arbeitseinstellung unzufrieden ist? Wie schön, das ist eben sein Job! Lassen Sie die Standpauke ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen, das ist schließlich nicht Ihr Problem sondern seins, wofür er meist auch wesentlich besser bezahlt wird als Sie.
Solche Predigten ziehen meist keine wirkliche Konsequenzen nach sich, also bleiben Sie cool!

5. Machen Sie sich auf die "richtige" Art unbeliebt. Wenn Sie nicht genug zu tun haben, denken Sie über Verbesserungsvorschläge in Ihrem Umfeld nach. Wenn Ihnen etwas gutes einfällt leiten Sie es weiter, zur Not bis zur Firmenleitung. Seien Sie hartnäckig, konfliktbereit und unbequem.

So, falls Sie aber jemand sind, der all dies haßt, dann suchen Sie sich am besten eine Stelle in einem inhabergeführten mittelständischen Betrieb. Die Wahrscheinlichkeit, daß Sie sich dort langweilen ist äußerst gering, allerdings ist der Umgangston oft wesentlich "deutlicher" als in Großunternehmen. Also eher nichts für Waschlappen.

Und hören Sie auf, sich als "Opfer" zu sehen, einen freien Menschen kann niemand auf der Welt zu irgendetwas zwingen.

Schauen Sie sich das hier einmal in Ruhe an:

http://www.youtube.com/watch?v=avnsg...el_video_title

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